Ich bin dann mal weg

  • Der Forumsfreund Achim Weiss ist bei diesem Besuch selbst ganz simplen Fragen ausgewichen, z.B. ob das sein richtiger Name ist, oder in welcher Stadt er denn seinen offiziellen Wohnsitz hat oder von wo er angereist ist oder was das für einen Verwandtschaftsbesuch in der Stadt Esslingen war. Also alles banalen Dingen die man bei einem erstmaligen Treffen üblicherweise fragt.

    Selbst auf die Frage meiner Frau ob sie ihm einen Kaffee oder zumindest ein anderes Getränk anbieten darf, hat er abgelehnt.

    Geblieben ist mir lediglich seine offensichliche Leidenschaft über alle regelmäßigen Forumsfreunde hier sämltliche Details aus deren Leben zu sammeln die diese irgendwann einmal in dem einen oder anderen Kommentar von sich zum besten gegeben haben.

    Diese Sammlung an Details auch über mich selbst hat dann völlig zu Recht meine Frau die dem Gespräch nur teilweise beigewohnt ist, zu dem Rat an mich veranlasst, dass ich doch von solchen Foren zu Finger lassen soll, wenn sich dort solch "dubiose Menschen" befinden.

    Es stellt sich schon die Frage, wer von euch beiden hier der seltsamere Part ist: Achim, der keine Details von sich preisgeben möchte, oder du, der mehrfach Depotauszüge inklusive Namen und Adresse öffentlich ins Forum stellt.:/

    Mir ist klar, wer du bist. Nicht, weil ich mich dafür interessiere, sondern weil du das selbst mehrfach veröffentlicht hat. Ich habe bereits mehrfach die Mods gebeten, deine Posts inkl. Namen und Adresse zu löschen. Vielleicht hatte Achim einfach Angst, dass du dich hier ,,verplapperst" und über ihn schreibst. :/

    Der Rat deiner Frau, gar nichts mehr zu schreiben, mag etwas überzogen sein. Ein wenig mehr Vorsicht wäre aber sicher angebracht. Man kann sich austauschen, ohne sensible Dokumente hochzuladen. Und man kann übrigens auch wohltätig sein, ohne daraus eine öffentliche Inszenierung zu machen. Vielleicht denkst du darüber einmal nach.

  • Wenn das frühere "Zigeunerschnitzel" nunmehr auf Speisekarten in Gaststätten und Restaurants mit gut bürgerlicher Küche zum "Balkanschnitzel" oder Schnitzel "ungarischer Art" mutiert, hat das dagegen für mich eine eher kafkaesk-humoristische Note.

    Da hilft nur Nachwürzen. Frag den Kellner.

  • Eine Sperrung kann man für sich ja auch als Ritterschlag wahrnehmen.

    Ach, wie ich diese Denkweise mag… Wenn das eigene Selbstbewusstsein so von der Ablehnung durch andere abhängt, dann sollte man meiner Meinung nach einen ganz anderen Fokus auf sich haben!

    so viele Fragezeichen

    Du hast wunderbar mein Argument ausgeführt: Die Leute hier kennen sich nicht! Klar, du kennst jetzt den Achim bzw. hast ihn zumindest mal persönlich erlebt. Aus meiner Position heraus könnte es aber jetzt genauso sein, dass du und deine Frau die höchst merkwürdigen Personen sind und Achim eigentlich der sehr angenehme Zeitgenosse. Beides ist möglich, daher habe ich hier jetzt eigentlich nichts über euch beide gelernt, außer, dass ihr wohl keine besten Freunde werdet.

    Ich hatte vor vielen Jahren mal ein ähnliches Erlebnis mit jemandem "aus dem Internet" mit sehr ähnlichem Musikgeschmack zu meinem. Schriftlich war das alles super harmonisch, aber als wir uns mal auf einem Konzert getroffen hatten (wir beide mit unseren eigenen Kumpels vor Ort) war mir diese Person unfassbar fremd. Ich hätte ihn neu kennenlernen müssen, um auch auf dieser persönlichen – ich sage lieber echten – Ebene zu mögen. Aber das war nicht möglich, weil das ein einmaliges Zusammenkommen war.

    Weiterführende Fragen:

    Wir sind hier immerhin in einem Forum, was ja in der digitalen Welt schon sehr altbacken ist. Wie muss es Leuten erst ergehen, die sich in den asozialen Medien tummeln?

    Wie geht es Leuten, die mit ihren digitalen Endgeräten nicht einmal mehr mit echten Menschen kommunizieren, sondern mit Sprachmodellen? Noch schlimmer, wenn sie sich eine Liebesbeziehung mit diesen Dingern einbilden? Bei diesem Gedanken platzt mir das Hirn!

  • Fast 100 Beiträge…,.

    Ich habe über 10 Jahre als Admin und Moderator ehrenamtlich für ein Internetforum „gewirkt“. Ein wenig Erfahrung habe ich deshalb. Und meine Mediationen im Sozialbereich helfen mir auch etwas, wenn ich hier auch Stellung beziehe.

    Vorab: Ich mag den „Achim Weiss“ aus dem Forum Finanztip.de als kompetenten Kerl.

    Der Abschiedstext von Achim ist aber mehr als Kritik an der Moderation. Er zeigt auch ein sehr festes Weltbild, an dem kaum noch gerüttelt werden darf.

    Auffällig ist die klare Einteilung der Welt in „ich hier“ und „die da“. Auf der einen Seite sieht er sich selbst als unabhängigen, demokratisch denkenden Einzelnen, auf der anderen Seite eine angeblich willkürliche, ideologisch verblendete Macht. Diese Sichtweise ist verständlich, wenn man sich über längere Zeit ungerecht behandelt fühlt. Sie hat aber einen Haken: Kritik kann dann kaum noch als Rückmeldung wahrgenommen werden, sondern nur noch als Angriff oder Unterdrückung.

    Problematisch ist auch, dass staatliche Begriffe wie Meinungsfreiheit, Zensur oder Rechtsstaat auf ein privates Forum übertragen werden. Ein Forum ist jedoch kein Gericht und keine öffentliche Gewalt. Es ist ein Angebot mit Regeln, das funktionieren muss. Hier gerade für neue oder unsichere Nutzer:innen Grenzen zu setzen ist dabei kein Zeichen von Undemokratie, sondern Teil jeder funktionierenden Gemeinschaft.

    Über den gesamten Text zieht sich zudem die Haltung, dass Fehlentwicklungen ausschließlich von außen verursacht werden. Sperren, Konflikte und Reibungen werden nicht als Anlass zur Selbstprüfung gesehen, sondern als Beweis fremder Willkür. Das schützt das eigene Selbstbild, führt aber dazu, dass sich Fronten verhärten und Gespräche nicht mehr möglich sind.

    Das alles schmälert nicht die fachliche Qualität vieler seiner Beiträge. Sie war real und wurde von vielen geschätzt. Es erklärt aber, warum es immer wieder zu denselben Konflikten kam. Fachwissen allein reicht nicht aus, wenn Ton und Wirkung dauerhaft ausgeblendet werden.

    Am Ende bleibt ein Abschied, der weniger von Zensur erzählt als von einem Menschen, der sich immer stärker in einer Rolle festgefahren hat – und daran schließlich gescheitert ist.

    Achim !!!

    Am Sonntag ist der Gedenktag „Pauli Bekehrung“.

    Ja….du hast es wohl nicht so mit der Religion, bist aber hochgebildet und weisst (sic) was ich meine.

    Wie Saulus zum Paulus darfst du gerne als „Achim 2.0.“ oder „Achim Reloaded“ einfach anfangen und (fast) jeder hier wird sich denken: „Schön, daß (sic) er wieder da ist.

    Ich wünsche dir alles Gute und drücke die Daumen, daß du deinen Weg findest.

  • Wie unfassbar privilegiert wir es hier in Deutschland doch haben: Wir können uns erlauben, endlos über belanglosen Unsinn zu debattieren. Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass es aktuell ein „Finanztip-Ukraine“ gibt, in dem sich auf tausenden Seiten dieselben austauschbaren Kapitalanlage-Tipps gegenseitig recycelt werden, während anonyme Nutzer sich gegenseitig denunzieren oder sich empört darüber beschweren, selbst denunziert worden zu sein. Ein wahrer Luxus. Dieses Land. Noch.

  • Ich kann mich nicht entscheiden, wer auf mich arroganter wirkt: der vermeintlich wohlwollende „Gutachter“ oder der „Begutachtete“.

    Was berechtigt Tomarcy und zuvor schon Feldhamster zur Erstellung eines Psychogramms?

  • Was berechtigt Tomarcy und zuvor schon Feldhamster zur Erstellung eines Psychogramms?

    Weil dieses Forum wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist und sie nix besseres zu tun haben?

    Dieser Thread hat jetzt fast 10.000 Aufrufe und 100 Beiträge. Ein Thread in dem ein anonymer Nutzer eines anonymen Internetforums, das sich dem anonymen Austausch von Geldtipps widmet, einen dreiseitigen Aufsatz darüber verfasst, warum er künftig keine Tipps mehr an anonyme Nutzer geben will. Auslöser: Ein anonymer Nutzer hat ihn bei einem anonymen Moderator gemeldet, woraufhin er zwei Tage lang nicht schreiben durfte.

    Auf meiner persönlichen Unsinn-Skala rangiert das knapp hinter „nackt und mit Helm Kartoffeln auf einem Maisfeld suchen“. Ich finde das großartig. Es zeigt doch eindrucksvoll, wie luxuriös unsere Sorgen inzwischen geworden sind. Dieses Land und damit wir haben wirklich Glück.

  • In dem Kontext

    An derartigen - aus meiner Sicht - (hobby- oder küchen-)psychologischen Diagnosen, noch dazu vermutlich nur als versuchte Ferndiagnosen - kann und werde ich mich nicht beteiligen.

    bist aber hochgebildet

    Nach meinen Erfahrungen läßt sich von einem (hier fraglos vorhandenen) profunden Finanzwissen insbesondere en detail nicht per se auf eine ebensolche Allgemeinbildung - oder gar den Status "hochgebildet" - schließen.

    Mir sind zudem diverse Fälle bekannt, wo sich das eher umgekehrt proportional verhielt.

    Problematisch ist auch, dass staatliche Begriffe wie Meinungsfreiheit, Zensur oder Rechtsstaat auf ein privates Forum übertragen werden. Ein Forum ist jedoch kein Gericht und keine öffentliche Gewalt.

    Es könnte jedenfalls einer juristischen Untersuchung und Prüfung bedürfen, ob diesbezüglich nicht zumindest gewisse Differenzierungen indiziert sein könnten - zwischen rein privaten, kommerziellen Anbietern (und deren Websites, Foren usw.) etwa und Vereinen und insbesondere bezüglich Stiftungen (Stichworte: Gemeinnützigkeit, steuerliche Privilegierungen). Nach meiner Erinnerung handelt es sich bei Finanztip (trotz ggf. zwischengeschalteter 100%iger Töchter - wie die Finanztip Verbraucherinformation GmbH) letztlich um eine solche Stiftung. Da könnten ggf. bezüglich Verhältnismäßigkeit, Gleichbehandlung usw. etwas andere Regeln als bei rein privaten Foren gelten. Das zu klären fehlen mir Lust und Laune

    Wäre ein idealtypischer Fall beispielsweise für Joachim Steinhöfel (Presserecht, Medienrecht, Buchautor beispielsweise in 2024 "Die digitale Bevormundung) und seine Kanzlei JS Rechtsanwälte in Hamburg. Ein kundigerer Protagonist mit zudem mehr Praxiserfahrung ist mir - diese Rechtsgebiete betreffend - noch nicht begegnet.