Neues Auto Finanzierung

  • Für die tägliche Mobilität habe ich mir einen gebrauchten Opel Astra Diesel Kombi geholt. 3 Jahre alt, gut 50000 km gelaufen, Händlergarantie, rund 12000 Euro. Alle notwenigen Features inclusive.

    Aus Erfahrung weiß ich, das so eine Kiste bei mir mindestens weitere 12 Jahre und weitere 200000 bis 250000 km hält. (...)

    Das ist kein Opel mehr, sondern ein PSA/Stellantis-Auto (EMP2-Plattform) mit Opel-Enblem.

    Ich wage etwas zu bezweifeln, dass du mit dem Auto zwölf Jahre lang ohne gröbere Probleme wirst fahren können.

  • Machs doch nicht so kompliziert, du musst dich doch auch bei der ganzen Sache wohl fühlen und ein Auto darf ja auch ein bisschen Spaß machen. Nimm die Hälfte deines Geldes (10000€) und tue die restlichen 6000€ finanzieren, dann hast du dein Polster was dich beruhigt und den Rest in 3 Jahren abbezahlt. Und an die anderen hier, es gibt nicht nur Exceltabellen und Stock im Ar..., man muss sich bei allem, auch bei finanziellen Dingen gut dabei fühlen, sich hier Rat zu hohlen ist doch o.K., Denkanstösse gab es doch genug . Lass uns mal wissen was du letztendlich gemacht hast.

  • Daran sieht man das du meinen Post absolut nicht verstanden hast.

    Das ist deshalb so, weil es an menschlichen Gefühlen nichts zu verstehen gibt.

    Es nur so, dass es bereits ganze TV-Sendungen darüber gegeben hat, wie Leute in die Schuldenfalle geraten sind. Und das hat in der Regel nur diesen einen Grund: Sie haben finanzielle Entscheidungen nach Gefühl getroffen.

  • Ja, dann wäre der Rat aber immer derselbe: "Mache es wie Du es willst!"

    Als Conclusio, nach meinem Dafürhalten, eine arg simple und limitierte Schwarz/Weiß-Sicht.

    Zudem: Wer dem Mantra konsequent folgt, braucht sich ohnehin nicht zu informieren, Fragen stellen, Bücher lesen, Videos anschauen ... denn, "der macht es eben, wie er will" ...

    Für meinen Teil empfehle ich ein Anlesen zumindest der Basics, die adäquate Berücksichtigung des eigenen Finanzziels (Beispiel: Altersvorsorge - und/oder von finanziellen Zwischenzielen auf dem oftmals langen Weg; Beispiel: Wohneigentum), die Beurteilung der eigenen objektiven Risikotragfähigkeit und der subjektiven Risikobereitschaft (Risikotoleranz) und die Wahl eines Finanzplans samt Vehikel zu dessen Umsetzung. Mit dem man sich natürlich auch dabei "wohl fühlt" und "in der Nacht noch gut schlafen" kann.

    Schwere Fehler gilt es immer zu vermeiden. Meine ersten beide Autos (Standardmodell = Konsumgut, welches nicht an Wert zulegt (Oldtimer, Youngtimer, Sondermodelle) sondern kontinuierlich an Wert verliert) haben damals zu meinem Einkommen und meiner Finanzaufstellung gepasst. Auf die Idee ein solches gebrauchtes Fahrzeug (VW Käfer, VW Golf) via Kredit zu finanzieren wäre ich schon damals nie gekommen. Schon gar nicht, wenn ich das Geld dafür habe und es sich um ein Privatfahrzeug handelt.

    An "One size fits all" glaube ich nicht einmal bei Schuhen, Hemden, Anzügen und Mänteln - jedenfalls, wenn es passgenau sein soll. Solche "One size fits all"- Lösungen sehe ich auch bei dem Bereich "private Finanzen" eher kritisch. Dafür sind die Menschen nicht selten schlicht zu divers, so wie auch ihre Situationen sehr unterschiedlich sein können. Mein Finanzplan mußte zu mir passen - nicht zu fremden Dritten.


    Nach meinen Erfahrungen führen in dem Bereich (natürlich) nicht alle Wege nach Rom - aber eben doch so einige. Das zeigen und belegen auch diverse Beispiele in meinem näheren und weiteren Umfeld. Wenn ich einen guten und zu mir passenden Weg gefunden habe, erhöht das die Compliance meinen Plan betreffend. Ein aus meiner Sicht ganz wesentliches Element (wenn nicht das entscheidende) für den langfristigen Erfolg. So ist auch mein "Paragraph Eins" entstanden ...


    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

  • Wer sich Konsum-Sachen auf pump kauft, tut dies, weil er sie nicht bezahlen kann. Er lebt einen Lifestyle, den sein jetziges Einkommen nicht rechtfertigt. Damit macht man sich zur Geisel der Kreditindustrie. Investition mit Kredithebel sind eine andere Geschichte. Ein Auto ist keine Investition. Ich zumindest investiere nur in Sachen, die im Wert steigen. Frei nach Dave Ramsey^^

    Ich sehe die Gefahr darin, wenn man parallel zum Autokredit weitere Kleinkredite laufen hat. Die Summe der einzelnen Raten kann dann schnell ungesund hoch werden. Vor der Aufnahme von solchen Krediten sollte man sich sehr genau überlegen, ob man sich die monatlichen Belastungen leisten kann und zumuten will.

  • Dachte nicht das, dass jetzt so eine Hexenjagd wird. Kann ja jeder seine Meinung sagen. Ist mir nur zu sarkastisch hier

    Ich betrachte das jetzt nicht als Hexenjagd. Nur die Meinungen aller anderen hier widersprechen Deiner eigenen Meinung. Vielleicht nimmst Du das dann als Hexenjagd wahr. Natürlich darfst Du Dein Eigenkapital ungenutzt liegen lassen und stattdessen einen - unserer Meinung nach - in diesem Fall unnötigen Autokredit aufnehmen. Oder möchtest Du Dein Eigenkapital in naher Zukunft für etwas nutzen, von dem wir natürlich nichts wissen?

    Du verbrauchst doch nicht Dein gesamtes Kapital. Du sagst, dass Du selbst mit Deinem geplanten Autokredit noch einen monatlichen Überschuss hast. Also wirst Du ohne Kredit Dein altes Eigenkapital schnell wieder ersparen können.

  • Meine Meinung dazu ist folgende:

    Anders als hier erwähnt finde ich, dass ein Auto mehr sein kann, als nur ein Gebrauchsgegenstand. Für die Meisten mag es das sein, aber je nach persönlichem Empfinden ist ein Auto auch Hobby, Teil des Lifestyle, oder auch ein Ding, an dem man sich täglich erfreut, also einen Stückchen Lebensfreude daraus zieht.

    Daraus folgt für mich, wenn der TE das Auto als Gebrauchsgegenstand ansieht, sollte er möglichst wenig ausgeben, um mobil zu bleiben. Dazu zählt für mich auch, nach einem gebrauchten Auto zu schauen, welches statistisch und laut Erfahrungen wenig Probleme macht. Die möglichen Folgekosten sollte man also mit in die Auswahl nehmen.

    Wenn er aber ein Enthusiast ist, dann kann es auch Sinn machen, einen Kredit aufzunehmen, um sich sein Wunschauto zu kaufen.

  • Wenn du das Lebensziel Nummer 1 hier im Forum, Vermögensaufbau, mal beseite schiebst, was spricht dann gegen eine Finanzierung aus genannten Gründen? Natürlich sollte Finanzierungsziel realistisch sein.

    Was dagegen spricht? Alles, billig verzinstes Geld wird behalten und teurer Kredit aufgenommen. Es geht nicht ums Lebensgefühl, sondern dass es einfach dumm ist, einen Kredit aufzunehmen, wenn man das Geld zu niedrigeren Zinsen zur Verfügung hat. Aber das haben hier schon viele geschrieben......

  • Wenn du das Lebensziel Nummer 1 hier im Forum, Vermögensaufbau, mal beseite schiebst, was spricht dann gegen eine Finanzierung aus genannten Gründen? Natürlich sollte Finanzierungsziel realistisch sein.

    Ich habe einige Autos per Finanzierung gekauft. Zum Glück habe ich niemanden um Erlaubnis gefragt. Ungefragte Kritik gab es natürlich trotzdem. Ich hatte meinen Spaß. Ich habe es nicht bereut. Vielleicht hätte ich es bereut, wenn ich es nicht gemacht hätte.

  • Ich habe einige Autos per Finanzierung gekauft. Zum Glück habe ich niemanden um Erlaubnis gefragt. Ungefragte Kritik gab es natürlich trotzdem. Ich hatte meinen Spaß. Ich habe es nicht bereut. Vielleicht hätte ich es bereut, wenn ich es nicht gemacht hätte.

    Kein Problem, aber hattest du auch mehr als den Kaufpreis als Reserve rumliegen lassen?

  • Kein Problem, aber hattest du auch mehr als den Kaufpreis als Reserve rumliegen lassen?

    Nein, denn dann hätte ich es von meiner Reserve bezahlen können. Ich verstehe ja auch nicht, weshalb ich dann überhaupt einen Kredit aufnehmen sollte. Bei manchen Autos gab es während der Niedrigzinsphase sogar Finanzierungsangebote bei bestimmten Autos mit Negativzinssätzen. Hätte ich solch ein Auto kaufen wollen und wären meine Reserven hoch genug gewesen, dann hätte ich solch ein Finanzierungsangebot wahrscheinlich angenommen.

  • Intelligenz!

    Der wichtigere Part der Intelligenz ist bei Dir scheinbar leider bei Null. Eine KI kannst Du auch nicht sein, selbst die zeigt mehr EI. Bist Du ein binäre Finanzidentität :D?

    Wir sind hier nun einmal in einem Finanzforum.

    Es ist zu erwarten, dass die überwiegende Mehrheit Ratschläge gibt wie man es aus finanzieller Sicht besser machen sollte.


    Aber auch hier macht der Ton die Musik. Es ist ein Unterschied neutral aufzuzeigen, dass es wirtschaftlich bessere Wege gibt, als oberlehrerhaft zu behaupten, was richtig und falsch ist.

    Sich ein Auto zu finanzieren, auch wenn man es nicht bar bezahlen kann, mag risikoreicher sein, aber sicher nicht dumm. Sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein, darum geht’s.
    Sonst wäre jeder Hauskäufer, der das Haus nicht bar bezahlen kann, auch dumm.