• Hartmut Walz sagt: maximal 1-3 Jahre, besser 2…,

    Habe das in der Parallel-Debatte verlinkt.

    Nach der Debatte und den beiden Artikeln, gibt es nach wie vor Pro und Contra.

    Mein Depot weißt keine 100k auf eher ein Drittel. Das ständige wechseln vom Tagesgeld Konto / Festgeldkonto ist mir zu nervig.

    Natürlich kann man alles so weiterlaufen lassen und in fünf und oder zehn Jahren sich Gedanken machen.

    Letztendlich gibt es kein richtig oder falsch. Hatte ein Gedanke ,der grundsätzlich nicht so verkehrt ist…mir geht es hier um Erfahrungswerte, Alternativen, dem ich offen gegenüberstehe, mir das gerne anhöre.

  • Perspektivisch dürften die Zinsen für Staatsanleihen eher steigen als sinken. Das heißt, der Kurs von Staatsanleihen ETFs mit mehr als nur sehr kurzen Laufzeiten wird tendenziell sinken.

    Wer Sicherheit will, sollte entweder Tagesgeld oder dt. Staatsanleihen <1y nehmen, eventuell noch solide Geldmarktfonds wie DBX0AN oder den DWS ESG euro money market Fonds.

  • Richtig…der Threadersteller mit 52 Jahren schrieb …es geht um ein Sicherheitsbaustein im bestehenden Depot mit 33k.

    Wie viel Sicherheit soll es denn sein? Bei unter 100K€ tut es ja auch Tagesgeld.
    Ich habe bei einem deutlich 6-stelligen Depot auch keine Anleihe ETF im Portfolio. Und ich habe etwa 25% meines Vermögens im 'sicheren' Teil.
    Selbst bei 33K€ Tagesgeld zu 1,8% p.a. reden wir von keinen 200€ p.a. Unterschied gegenüber einem Anleihe-ETF mit 1-3 Jahren Restlaufzeit. Und das vor Steuern. Irgendwo sinkt da für mich der Grenznutzen.
    Zumal bei meinem Broker die Transaktionskosten durchaus zu berücksichtigen wären.

  • Nein, dass kann niemand.
    Ich bin ja durchaus Fan der Vanguard Life Strategy ETF. Dort sind Anleihen aber Teil des Renditebausteins.
    Der Threadersteller schreibt aber von Sicherheitsbaustein. Und 'sicher' sind eben nur Kurzläufer.

    Huch, ich meine, Dich gar nicht angesprochen zu haben … Du bist doch nicht (auch) Micha-1?!

    Abgesehen davon … ich halte 1-3 Jahre durchaus auch für Kurzläufer … und halte die Auffassung sogar für ziemlichen Mainstream, überhaupt nicht exotisch.

  • Abgesehen davon … ich halte 1-3 Jahre durchaus auch für Kurzläufer … und halte die Auffassung sogar für ziemlichen Mainstream, überhaupt nicht exotisch.

    Natürlich sind auch das Kurzläufer. Aber eben doch mit einem Zinsänderungsrisiko wie ich weiter oben gezeigt habe. Und dem gegenüber steht ein aktuell sehr bescheidener Renditevorteil.
    Ist m.E. ohnehin müßig. Bei den Beträgen um die es geht, sollte der Threadersteller seinen Sicherheitsbaustein einfach auf ein dauerhaft gut verzinstes Tagesgeldkonto packen.
    Man kann auch Überoptimierung mit seinem Geld betreiben.

  • Ich finde nicht, dass ein ETF mit 35% BBB Anleihen für den risikoarmen Teil des Portfolios geeignet ist. 41% sind "nur" A.
    Für den sicheren Teil würde ich mich auf AAA oder AA beschränken.

    Der Euro Gov 1-3 hat aktuell ca. 0,13% mehr Effektivverzinsung als ein A0Q4RZ oder DBX0AN. Um so viel schwankt der ETF gerne mal pro Tag.
    D.h. das, was man an Mehrrendite pro Jahr gegenüber einem 0-1 erwarten kann, ist u.U. durch die tägliche Schwankung zum Kaufzeitpunkt schon wieder weg.

    Steigen die Zinsen um 0,5% sinkt der Kurs des ETFs um ca. 0,86%. Damit wäre die Mehrrendite von 6 Jahren erstmal weg. (Ja, das kann man aussitzen, wenn man nicht in dem Moment darauf zugreifen muss).

    Der ETF hat außerdem eine TER von 0,15% und Portfoliotransaktionskosten von 0,03%.

    Wie Schwachzocker schon gesagt hat: Wenn man mehr Rendite als der DBX0AN möchte, erhöht man besser den Aktienanteil.

  • Ich bin ja durchaus Fan der Vanguard Life Strategy ETF

    Die wären eine alternative….angesehen habe ich mir die auch vor längerer Zeit. Nur zwei ETFS sind bei mir schon im Depot, die als Sparplan laufen.

    Wie viel Sicherheit soll es denn sein? Bei unter 100K€ tut es ja auch Tagesgeld.

    Ja, vielleicht reicht in der Tat ein Tagesgeldkonto.

    Mein Gedanke war eine Mischung aus Rendite und Sicherheit innerhalb des Depots mit einem Anleihen ETF nicht nur als Kurzläufer von 1-3 Jahren.

    Zumal die Zeit ja auch noch kommt, wo umgeschichtet wird, zwecks Entnahme.

    Vielleicht bin ich auch gerade etwas durcheinander von der allg. Konversation hier😃

    aber nach wie vor immer offen

  • Desperados71 , hab ich Dir gestern schon geschrieben:

    Die Aktien müssen die Rendite bringen.

    Rendite mit dem Sicherheitsbaustein ist wie mit Steinen schwimmen gehen.

    Gute Schwimmer können mit Steinen schwimmen aber als Mensch mit Seepferdchen lässt man das lieber bleiben.

    Ich habe auch höchstens Seepferdchen und deswegen kommen, wenn überhaupt nur Kurzläufer ohne Risiko ins Depot.

    Gut ist gut genug. Versuche nicht immer an deiner Geldanlage herumzuschrauben um das letzte zehntel % herauszuquetschen. Viele Verbrennen sich mit diesem "Optimierungswahn" die Finger.

    Dir Gute Finanzentscheidungen.

  • Danke für die Antwort

    Ja stimmt, das ergibt auf jedenfall Sinn und vielleicht einfach mal laufen lassen und zum richtigen Zeitpunkt entsprechend handeln.

    Ein perfektes Depot gibt es höchstwahrscheinlich eh nicht.

    Wenn der Zeitpunkt gekommen ist etwas umzuschichten um die entsprechende Lücke zu schließen und oder annähernd, hofft man es richtig zu machen.

    Bis dahin geht noch viel Zeit ins Land 😀

  • Wenn der Zeitpunkt gekommen ist etwas umzuschichten um die entsprechende Lücke zu schließen und oder annähernd, hofft man es richtig zu machen.

    Wie groß/hoch ist denn die 'entsprechende Lücke' überhaupt?
    Ab 50 gibt es ja u.U. auch die Möglichkeit für Dich zusätzlich Rentenpunkte nachzukaufen. Evtl. wäre das ja auch eine Option für Dich?

  • Wie groß/hoch ist denn die 'entsprechende Lücke' überhaupt?
    Ab 50 gibt es ja u.U. auch die Möglichkeit für Dich zusätzlich Rentenpunkte nachzukaufen. Evtl. wäre das ja auch eine Option für Dich?

    Gehe davon aus, das die Rentenlücke nach heutigen Stand sich um die 500 € beläuft

    Über das nachkaufen, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht…ist auch nicht gerade günstig, hab eher welche abgeben müssen🙈

    Mein Gedanke / Fokus liegt erst einmal darauf, beide Sparpläne den ACWI und dem Stoxx Europe 600 bedienen, erhaltene Dividende von Aktien die Aktien aufzustocken.

    Und über die Jahre halt das Depot zu festigen. Nach meinem Kenntnisstand, wird man doch später ans umschichten und oder einzelne Verkäufe nicht drumherumkommen, oder ?

  • Natürlich sind auch das Kurzläufer. Aber eben doch mit einem Zinsänderungsrisiko wie ich weiter oben gezeigt habe. Und dem gegenüber steht ein aktuell sehr bescheidener Renditevorteil.
    Ist m.E. ohnehin müßig. Bei den Beträgen um die es geht, sollte der Threadersteller seinen Sicherheitsbaustein einfach auf ein dauerhaft gut verzinstes Tagesgeldkonto packen.
    Man kann auch Überoptimierung mit seinem Geld betreiben.

    Das hier bei smartbroker+ reicht völlig aus, kann parallel zum Verrechnungskonto eröffnet werden:

    Mit dem bei der Baader Bank geführten Zinskonto bekommst du 1,75 % Zinsen pro Jahr. Der Zinssatz ist variabel und liegt immer 0,25 %-Punkte unter dem EZB-Referenzzinssatz für Einlagefazilität.


    Damit über vielen Tagesgeldkonten und die Zinshöhe transparent

  • Desperados71

    Als Privatanleger bist du in der glücklichen Situation, dass für dich die Einlagensicherung in Deutschland greift und du Banken direkt und sicher Geld leihen kannst. Das bringt höhere Zinsen und keine Kurschwankungen. Dein ETF (EUR Staatsanleihen 1-3) erzielt aktuell eine effektive Verzinsung von 2,13 %. Nach Kosten also weniger als die Inflation. Warum also nicht gleich Tagesgeld oder Festgeld nutzen?

    Bei Festgeld bekommst du immerhin 2,6 %, bei Tagesgeld zwischen 1,9 % und 2,9 %. Um solche Zinsen am freien Kapitalmarkt zu erreichen, müsstest du deutlich mehr Risiko eingehen, z. B. durch längere Laufzeiten oder schlechtere Ratings (Unternehmensanleihen).

    Wenn es dir nur um ein geringeres Schwankungsrisiko geht, würde ich direkt zu Banken gehen und je nach Liquiditätsbedarf anlegen. Zinshopping ist auch nicht nötig.

    Beispiel: 1 Mio. € Vermögen, Wunsch: 25 % „schwankungsarm“ halten

    • 750.000 € Welt-Aktien-ETF
    • 50.000 € Tagesgeld zu 1,9 bis 2,3 %
    • 200.000 € GEFA-Auszahlplan zu 2,8 % (aufgeteilt auf zwei Partner mit jeweils 100.000 €)

    Man hat immer 50.000 € für Notfälle und einen laufenden Kapitalstrom von 3.300 € pro Monat über fünf Jahre durch den Auszahlplan. Wenn das Tagesgeldkonto „zu voll“ wird, einfach einen neuen Auszahlplan für fünf Jahre anlegen.

    Vorteile:

    • Null Kursschwankungen im risikoarmen Teil
    • Deutlich höhere Zinsen als bei einem Geldmarkt-ETF (fast 1%-Punkt)
    • Keine Kosten
    • Zinsen auf Unternehmensanleihen-Niveau aber ohne Risiko
    • Kaum Aufwand (vielleicht einmal im Jahr einen neuen Auszahlplan einrichten)
    • immer ,,flüssig" (auch im Crash)