ETF-Preiskampf geht weiter - Xtrackers

  • Ich hatte mich schon darüber gefreut, dass der Xtrackers MSCI World Swap ETF 1C DBX1MW endlich etwas von seinen hohen Kosten runter kommt (0,45%). War aber leider wieder nichts.

    Diesen habe ich auch.

    Bei dem hier stehen noch 0,45% auf dem Preisschild.

    https://www.justetf.com/en/etf-profile…208692#overview

    Gibt es einen Grund die TER dort nicht zu senken? :/

    Natürlich gibt es diesen Grund: 1. Viele Anleger sind träge. 2. Viele Anleger haben hier hohe Gewinne, die sie nicht versteuern wollen. 3. Ich gehöre zu den Anlegern, bei denen der ETF noch steuerfreier Altbestand ist.

    Eine Reduktion auf z.B. 0,35% würde das Neugeschäft sicherlich nicht kräftig ankurbeln. Also gibt es keinen Grund, die TER zu senken. DWS ist nicht als gemeinnützig anerkannt.

    Fairerweise sollte man auch darauf hinweisen, das der DBX1MW kaum schlechter läuft, als ein billiger MSCI World.

  • Es ist doch kein Verhunzen, wenn man Anlageprodukt mit bestimmten Schwerpunkten auf den Markt bringt.

    Gerade bei neuen Fonds mit bestimmten "Schwerpunkten" wird gerne auch ein eigener, neuer Index kreiert, der in seinen Berechnungen bereits Provisionen enthält. Dann kann eine kleinere TER im ETF ausgewiesen werden.

    Für mich ist das ein "Verhunzen".

  • Gerade bei neuen Fonds mit bestimmten "Schwerpunkten" wird gerne auch ein eigener, neuer Index kreiert.

    Am Backtest lässt sich meist ganz gut erkennen, ob ein neuer Index oder Fonds etwas taugt. Die Grundregel lautet: Je besser der Backtest vor der Fondsauflage aussieht, desto vorsichtiger sollte man sein und den Fonds eher nicht kaufen. Branchen-ETFs werden meist genau dann aufgelegt, wenn der Hype seinen Höhepunkt erreicht hat (=der Backtest ist phänomenal gut).

    Gute positive Beispiele mit schlechtem Backtest sind der MSCI World Ex-USA oder der Gerd-Kommer Multifactor Equity. Und . . .falls er als ETF kommen sollte . . . der FTSE Small-Cap.

  • Am Backtest lässt sich meist ganz gut erkennen, ob ein neuer Index oder Fonds etwas taugt. Die Grundregel lautet: Je besser der Backtest vor der Fondsauflage aussieht, desto vorsichtiger sollte man sein und den Fonds eher nicht kaufen. Branchen-ETFs werden meist genau dann aufgelegt, wenn der Hype seinen Höhepunkt erreicht hat (=der Backtest ist phänomenal gut).

    Gute positive Beispiele mit schlechtem Backtest sind der MSCI World Ex-USA oder der Gerd-Kommer Multifactor Equity. Und . . .falls er als ETF kommen sollte . . . der FTSE Small-Cap.

    Da stecken ein paar grds. gute Grundgedanken drin, bei denen Irving gewisse Punkte hat.


    Aber nicht bei allem, was zuletzt schlecht lief, gibt es künftig eine Regression zur Mitte und demzufolge künftig überdurchschnittliche Renditen. Manches, was schlecht lief, ist auch einfach Mist und wird auch künftig schlecht laufen.

  • Statt Kosten bei bestehenden Fonds zu senken, legt man lieber neue, günstigere Fonds auf. Eine Strategie, die wenig fair wirkt, denn man weiß genau, dass viele Anleger nicht einfach aussteigen können. Sei es wegen der Kapitalertragssteuer oder weil sie die Situation schlicht übersehen. Egal ob Fondsgesellschaften, Banken oder Broker: Finger weg, wenn Bestandskunden regelmäßig benachteiligt werden! Warum? In ein paar Jahren ist man selbst Bestandskunde.

    Ich frage mich ohnehin, ob das nicht irgendwann flächendeckend passiert. Die TERs sind nicht in Stein gemeißelt, und wenn viele Anleger irgendwann mal 20 Jahre dabei sind, tut vermutlich alles verkaufen und Gewinne versteuern mehr weh als eine von z.B. 0,12% auf z.B. 0,3% erhöhte TER (mal ganz zu schweigen von all den Leuten, die sich um eine solche Erhöhung gar nicht kümmern, weil sie keine Lust haben, sich damit zu befassen).

  • Ich frage mich ohnehin, ob das nicht irgendwann flächendeckend passiert. Die TERs sind nicht in Stein gemeißelt, und wenn viele Anleger irgendwann mal 20 Jahre dabei sind, tut vermutlich alles verkaufen und Gewinne versteuern mehr weh als eine von z.B. 0,12% auf z.B. 0,3% erhöhte TER (mal ganz zu schweigen von all den Leuten, die sich um eine solche Erhöhung gar nicht kümmern, weil sie keine Lust haben, sich damit zu befassen).

    Man sieht ziemlich deutlich, welche Fondsgesellschaft den Kunden in den Mittelpunkt stellt und welche eher kurzfristige Eigeninteressen verfolgt. Wenn eine Fondsgesellschaft lieber einen neuen, günstigeren ETF auf denselben Index auflegt, statt die Gebühren eines bestehenden Produkts zu senken, sagt das einiges über ihre Prioritäten aus.

    Amundi, Xtrackers und iShares fallen mir in dieser Hinsicht eher negativ auf. Auch Invesco ist mir nicht ganz geheuer. Dort wurde die TER des FTSE RAFI All-World inzwischen fast verdoppelt.
    Vanguard ist zwar nicht immer der günstigste Anbieter, senkt aber regelmäßig die TER und scheint insgesamt eine eher kundenorientierte Produktpolitik zu verfolgen. Fondsschließungen sind auch selten. Das scheint auch bei L&G der Fall zu sein.

    Eine Garantie ist das natürlich nicht. Trotzdem würde ich mich eher für eine Fondsgesellschaft entscheiden, die in der Vergangenheit zuverlässig geliefert hat.

    Übrigens gilt das auch für Banken und Broker: Wer ständig Neukunden bevorzugt und Bestandskunden mit mickrigen Zinsen abspeist, fällt für mich als zuverlässiger Partner raus. Wenn mehr Kunden so denken würden, gäbe es solche Praktiken wahrscheinlich gar nicht.

  • Ich habe dazu mal die KI befragt:

    Antwort: In Diskussionen und Videos wird die TER als "relativ hoch" kritisiert, aber nie niedriger als 0,39% angegeben. Eine Erwähnung von "um bei den 0,2% TER" in einem YouTube-Transkript bezieht sich nicht auf diesen ETF, sondern ist ein Kontextfehler.

  • O-Ton von xtrackers:

    https://www.dasinvestment.com/simon-klein-mi…&UID=rb8h9cgkjx

    Finanzbildung hat Vorrang, um dermaleinst an die grossen Verkaufszahlen zu gelangen.

    Danke für das Verlinken.

    Da bin ich jetzt mal ganz gehässig. Als ich das las, musste ich lachen. Dieses Geschwätz von den Managern der Passiv und Aktiv Seite ist wirklich lustig. Die beiden Gruppen können sich nicht ausstehen. Das weiß jeder, der irgendwie mit DWS zu tun hat.

    Deswegen hat dieses Interview für mich ein bisschen was von Real Satire.

    Hauptsache sie haben wieder Qi-Irina erwähnt. Die hat es mit ihrem Team wohl tatsächlich temporär geschafft, eine geringe Überrendite herauszuholen.

    Im Bereich MSCI World hat sie auf 6 Monate noch 0,5 % Vorsprung, dieses Jahr noch gar keinen.

    Man merkt aber bei diesen ganzen Versuchen, dass man auf Teufel komm raus irgendetwas Aktives anbieten will.

    Aber: was weiß die Finanzwissenschaft ? Es geht einfach nicht über viele Jahre. Es funktioniert einfach nicht, den Index zu schlagen.

    Siehe auch hier:

    Tomarcy
    5. August 2025 um 11:04
  • Ich fand den Aspekt bemerkenswert, dass es für die Firma ohne Finanzbildung mit dem Verkauf nicht zufriedenstellend weitergeht. Die SelbstentscheiderInnen brauchen keinen, der sie "berät". Ein Teil fragt ihre Bank nach Beratung. Da ist nun deer große Teil derer, die noch börsenabstinent sind. Die müssen "informiert" werden. bevor sie möglicherweise kaufen werden.

    In einem anderen Artikel gelesen, dass Beratung durch die Bank Honorarberatung gleichgesetzt wird.

    Les da gerne, der eine oder andere wissenswerte Nebensatz flutscht in der Werbung durch.

    Der L&G Dividenden-ETF stößt demnach auf großes Interesse, obwohl es keine valifden Zahlen dafür gibt bzw. geben kann (Januar 2026 herausgekommen).

    Hab als aktiven ETF den Invesco Multifactor ETF als defensiveres Element.

    https://www.onvista.de/etf/Invesco-Qu…TF-IE00BJQRDP39

  • Für mich sind das typische austauschbare Männer eines Konzerns, der den Schuss nicht gehört hat.

    Letztes Jahr gab es in der Wirtschaftswoche einmal ein Artikel über die DWS. Da wurde auch herausgearbeitet, wie altbacken die sind und vor allem, dass sie den „Heimvorteil“ nicht nutzen.
    Den gibt es nämlich. Aber mit dem richtigen Marketing tun die sich nicht nur schwer, sondern es gibt überhaupt kein richtiges Marketing.

    Dazu kommen noch Streitereien zwischen den so genannten „Aktiven“ und „Passiven“. Und damit sind nicht die Msnagerle von „aktiven ETF“ gemeint, sondern die alte Haustruppe mit den überteuerten Fonds.

    Es ist natürlich schon etwas erbärmlich, dass man gerade in den Bereichen, die im „Retail“ verkaufen sollen nicht mal einen ETF auf den MSCI ACWI herausbringen kann. Den Scalabel zähle ich dazu gerade nicht.

  • Es ist natürlich schon etwas erbärmlich, dass man gerade in den Bereichen, die im „Retail“ verkaufen sollen nicht mal einen ETF auf den MSCI ACWI herausbringen kann. Den Scalabel zähle ich dazu gerade nicht.

    Oder, wenn sie einen All-Country wie den IE00BGHQ0G80 rausbringen, diesen ohne die ganzen Verstöße gestalten. Das wäre dann auch was für mich, auch wenn da natürlich bei der TER nie was passieren wird. Aber so hat jeder seine eigenen Wünsche.