Veränderung im Sparplan

  • liebe Community,

    ich hätte eine Frage zu meinem Sparplan - falls eine ähnliche Frage bereits mehrfach hier diskutiert wurde, gerne verlinken, ich habe bisher nichts gefunden, bin aber auch noch nicht lange Teil des Forums. Nun zu meiner Frage - ich habe vor sechs Jahren begonnen, ganz klassisch mittels etfs Sparplan (350€/mon, kein Startkapital) fürs Alter vor zu sorgen. Jetzt merke ich, dass ich mich mit der damals gewählten Zusammensetzung der etfs nicht mehr zufrieden bin, weil ich einige "Denkfehler" drinnen habe. Mein Sparplan setzt sich folgendermaßen zusammen mit diesem Depotwert:

    63% ishares MSCI WLD (17k)

    25% ishares MSCI ACWI (7k)

    12% ubs MSCI Socially Resposible (3k)

    Mit den zwei MSCIs world und ACWI habe ich eine Überschneidung, die unnötig ist, außerdem würde ich gerne im Gesamtverhältnis auf 80/20 MSCI world und Emerging Markets gehen. Ich bin gerade sehr unsicher, wie ich am geschicktesten vorgehen soll - den MSCI ACWI verkaufen oder auf 0% Rate senken. Und ob es den MSCI SR behalten will, kann ich im Gesamtbild gerade nicht einschätzen.

    chat gpt habe ich bereits dazu befragt, würde aber gerne nochmal eure Meinung dazu hören.

    vielen Dank!!

  • Kater.Ka 16. März 2026 um 12:45

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Bevor ich den Text gelesen habe:

    den MSCI World stehenlassen oder in den ACWI

    UBS SRI stehenlassen

    ab jetzt die gesamte Sparrate in den ACWI


    Weiss jetzt nicht, was das Geheimnis um die KI- Meinung soll. Bedanken, dass mensch auch etwas beisteuern darf? ?(

    Einfach hinschreiben, was die KI meint.

  • Ich bin gerade sehr unsicher, wie ich am geschicktesten vorgehen soll - den MSCI ACWI verkaufen oder auf 0% Rate senken.

    Hängt von den aufgelaufenen Gewinnen ab. Ich würde den im Zweifelsfall stehen lassen und nach und nach unter Ausnutzung der Freibeträge verkaufen.

    Zitat

    Und ob es den MSCI SR behalten will, kann ich im Gesamtbild gerade nicht einschätzen.

    Ist Geschmackssache. Du musst dir bewusst sein, dass das Ziel des nachhaltigen Investierens darin besteht, die Kapitalkosten für "gute Unternehmen" zu senken. Diese Kapitalkosten sind aber deine Rendite. Sämtliche weitere Probleme wie die Frage, woran man eigentlich ein gutes Unternehmen zuverlässig erkennt, sind dann noch Nebenschauplätze.

  • Ist Geschmackssache. Du musst dir bewusst sein, dass das Ziel des nachhaltigen Investierens darin besteht, die Kapitalkosten für "gute Unternehmen" zu senken. Diese Kapitalkosten sind aber deine Rendite. Sämtliche weitere Probleme wie die Frage, woran man eigentlich ein gutes Unternehmen zuverlässig erkennt, sind dann noch Nebenschauplätze.

    Ist Ansichtssache.

    https://global.morningstar.com/de/nachhaltige…eiten-besser-ab

  • a) ACWI verkaufen, EM kaufen oder

    b) alles liegen lassen, Sparplan so lange auf EM, bis 80/20 erreicht ist.

    Welche „Denkfehler“ meinst du?

  • da gibts gar kein KI Geheimnis 😅 habe mich falsch ausgedrückt, ich habe die zu erwartenden Vorschläge von chat bekommen, wollte damit signalisieren, dass ich die offenkundigen KI Antworten habe, wollte aber nochmal eure Fachexpertise dazu bekommen. Aber wenn ihr die chat Antwort nicht kennt, macht der Hinweis meinerseits natürlich wenig Sinn. Hier die Antwort:

    Empfehlung - Einmal aufräumen.

    1️⃣ ACWI verkaufen
    2️⃣ SRI optional behalten oder verkaufen
    3️⃣ Portfolio neu:

    ETFAnteil
    MSCI World80 %
    Emerging Markets20 %
  • danke:)

    Aufräumen ist prinzipiell gut. Frag mich nur, warum nicht einfach zwei stehenlassen und den ACWI weiterbesparen? 10% EM reichen dir nicht?

    Falls dir die drei ETF zusammen visuell nicht gefallen, ein Zweitdepot für die zwei nicht mehr besparten ETF?

    Du könntest dein Portfolio gelegentlich bei extraetf free analysieren lassen. Dann weisst du, wieviel % EM du aktuell hast.

  • Nein, das ist keine Ansichtssache. Aus der Definition von ESG (billiges Geld für gute Unternehmen) folgt zwingend, dass deine langfristige Rendite schlechter sein muss, wenn du a) nur die guten Unternehmen im Portfolio hast und b) das System zuverlässig in der Lage ist, die guten von den schlechten Unternehmen zu unterscheiden, um die Kapitalkosten der guten Unternehmen zu senken und c) dieser Unterschied nicht von Sin/Vice Funds wieder wegarbitriert wird.

    Wenn jemand zu anderen Ergebnissen kommt, liegt das entweder daran, dass der Betrachtungszeitraum zu kurz war oder eine der Bedingungen nicht erfüllt war. Alles andere wäre alternative Logik. Aufgrund der zahlreichen sich teilweise widersprechenden ESG-Definitionen ist vor allem Bedingungen b) sehr unwahrscheinlich.

  • Würde den ubs MSCI Socially Resposible verkaufen und ab jetzt den ishares MSCI ACWI besparen. Den ishares MSCI WLD einfach stehen lassen. EM hast du dann genug drin und musst dir keinen Kopf machen bzgl. der Verteilung. Das Thema EM wird aus meiner Sicht überbewertet.

    Habe selbst bis jetzt über viele Jahre "nur" den MSCI World bespart und gehe jetzt auf den FTSE All World über was ja sehr gleich zu MSCI ACWI ist.

  • ich habe die zu erwartenden Vorschläge von chat bekommen, wollte damit signalisieren, dass ich die offenkundigen KI Antworten habe

    Was sagt denn Gemini und Perplexity dazu?
    Offenkundig gibt es bzgl. unterschiedlicher Themen ja auch unterschiedlich gute KI's dazu..

    Kommt halt drauf an wie Du welche KI mit Infos fütterst.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • a) ACWI verkaufen, EM kaufen oder

    b) alles liegen lassen, Sparplan so lange auf EM, bis 80/20 erreicht ist.

    Welche „Denkfehler“ meinst du?

    mit Denkfehler meinte ich, dass sich ACWI und World bei den Industrieländern doppeln

  • Und die Begründung der KI war welche? Und die Fragestellung? Wenn man fragt, wie man ein 80/20 hinbekommt, scheidet die einfachste Lösung dieses Nichtproblems ja schon direkt aus.

    Die Fragestellung war ähnlich wie diese hier im Forum, eine Begründung gab es in dem Sinn nicht, nur die Bestärkung, dass der größte Erfolgsfaktor nicht die perfekte ETF-Struktur ist, sondern:

    • lange investieren
    • regelmäßig sparen
    • nicht ständig umschichten

    und dass ich das ja bereits mache. Der Prompt war wohl zu flach...

  • Was sagt denn Gemini und Perplexity dazu?
    Offenkundig gibt es bzgl. unterschiedlicher Themen ja auch unterschiedlich gute KI's dazu..

    Kommt halt drauf an wie Du welche KI mit Infos fütterst.

    hab ich noch nicht gefragt, aber du hast sicherlich recht

  • Klar kann man versuchen ein Depot mit 80/20 Aufteilung Developed/EM anstreben. Solange Du nicht weißt, was Deine Einstellung zu ESG/SRI ist, finde ich die Entscheidung aber problematisch, weil Du sie möglicherweise erneut in Frage stellen wirst.

    Bei der konkreten Umsetzung einer Wunschverteilung kann man nach unterschiedlichen Kriterien vorgehen. Beispielsweise kann man sich bevorzugt nach Kosten orientieren und landet möglicherweise bei einem Depot mit 5-10 Positionen. Lösungen mit vielen ETFs erfordern einen guten Überblick und die Bereitschaft der permanenten Anpassung, sprich mehr an Arbeit.

    Alternativ kann man versuchen eine Depotzusammensetzung zu wählen, bei der man möglichst wenig Aufwand beim Rebalancing hat, was in späteren Jahren Kosten spart, weil weniger Rebalancing vorgenommen werden muss. Dies ist auch im Hinblick auf die laufende Pflege etwas für Leute, die sich nicht groß drum kümmern wollen. So ein Depot kann man tatsächlich auch zehn Jahre ohne weiteres einfach laufen lassen.

    Natürlich gibt es auch noch andere Vorgehensweisen. Was hat Dich dazu bewegt, genau diese Lösung mit zwei ETFs in der Gewichtung 80/20 anzustreben?

    Für die meisten dürfte eine einfache Struktur hilfreich sein, die für eine hohe Stabilität im Depot sorgt, im Sinne von einer weitgehend automatischen Anpassung an die Entwicklung der Weltwirtschaft. Mit wachsender Depotgröße sind strategische Neuorientierungen mit hohen Steuerzahlungen verbunden. Ein Rebalancing über die Sparrate ist ab einer bestimmten Depotgröße nicht mehr möglich. In dem Sinn würde ich eher zu einer Mischung von 90 % MSCI ACWI + 10 % EM tendieren als einer von 80 % MSCI World + 20 % EM. Beide liefern in etwa die gewünschte 80/20 Aufteilung.

    Grundsätzlich ist das Depot ja noch nicht allzu groß und wenn der Pauschbetrag noch nicht komplett ausgeschöpft ist, wäre eine schrittweise Umschichtung eine relativ kostengünstige Lösung. Das kann man noch etwas optimieren, indem man bevorzugt Anteile verkauft, die nur wenig Gewinne enthalten (zur Trennung braucht es ein zweites Depot). Ich sehe aber auch kein wirkliches Problem darin, die aktuellen Altpositionen im wesentlichen stehen zu lassen. Die sind ja nicht wirklich schlecht.

  • vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Die Gewichtung 80/20 mit zwei ETFs habe ich mir aus diversen Tipps aus dem Netz rund ums Thema etf abgeleitet, allerdings habe ich aufgrund all eurer Hinweise nochmal ausführlich gegoogelt, gerechnet und abgewogen und bin gerade noch im Prozess, das für mich richtige Portfolio zusammen zu setzen.

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