Hallo zusammen,
ich bin seit 25 Jahren selbstständig, stehe aber kurz davor, die Selbstständigkeit aufzugeben und in eine Festanstellung zu wechseln. In dem Rahmen steht meine Altersvorsorge auf dem Prüfstand, da damit natürlich auch der Wechsel in die Gesetzliche Rente einhergeht.
Ich habe vier alte Lebensversicherungen von vor 2005 (drei klassische KLV, mit 3,25% bzw. 2,75% Zinsen, und eine FLV), um die es hier primär geht, von denen zwei je mit einer BU-Komponente gebündelt sind. Daneben habe ich noch eine alte, konventionelle Basisrente mit 1,75% Garantiezins, der mittlerweile Beitragsfrei ist, sowie eine ETF-Basierte Basisrenten, in die ich aktuell zusätzlich einzahle.
Mit einem Wechsel in die Festanstellung wird es mir auf Grund des geringeren Einkommens nicht mehr möglich sein, parallel noch sämtliche alte Lebensversicherungen zu bedienen. Die Renditen dieser Versicherung sind allerdings eh bisher eher bescheiden gewesen.
Da bei einer Beitragsfreistellung die BU-Komponenten wegfallen würde, und diese auf der anderen Seite eh einen Teil der Relevanz verliert (als Softwareentwickler bedeutet BU eigentlich immer AU), hatte ich jetzt folgende Überlegung:
Ich kaufe die bestehenden Versicherungen alle zurück (was meines Wissens nach Steuerfrei sein sollten, da die Verträge alle aus dem Zeitraum von 2002-2004 und über 12 Jahre gelaufen sind). Das bringt mir 175 TEUR, die ich erst mal sicher parken würde. Davon würde ich die nächsten Jahre je 40 TEUR als Zusatzzahlung aus diesem Kapital-Stock in meine ETF-Rürup-Versicherung stecken (da meine Frau verbeamtet ist, stehen mir die kompletten 55 TEUR/Jahr absetzbare Versicherungsbeiträge zur Verfügung). In den Folgejahren sollte ich dann dafür je eine ESt-Rückerstattung von ca. 16 TEUR erhalten (Haushaltseinkommen weit weit im Bereich des Spitzensteuersatzes), die zurück in diesen Kapitalstock fließen, so dass ich ab dem Jahr 2 effektiv nur 24 TEUR aus dem Kapital der Rückkäufe entnehmen muss. Damit hätte ich innerhalb von 7 Jahren mit 175 TEUR "Eigenkapital" dank Absetzbarkeit insgesamt ca 285 TEUR in die ETF-Rente eingezahlt, muss dafür aber auch die daraus gezahlten Renten wieder versteuern.
Würde das so funktionieren, oder übersehe ich etwas? Oder gibt es andere Alternativen, um Kapital aus einer klassischen KLV in ein renditestärkeres Rentenprodukt umzuwandeln?