Ehegattensplitting

  • Aus meiner Sicht wäre ein (nicht übertragbarer) Freibetrag der richtige Weg. Und ggf. eine Erhöhung des Kindergeldes.

    ?( wie meinst du das?
    Jeder bekommt bei Eheschließung einen 500€ EhegattInnen Freibetrag, lebenslang?
    oder wie, oder was?
    Kinder haben mit Ehe, nix weiter zu tun, die werden separat bezuschußt.

  • ?( wie meinst du das?
    Jeder bekommt bei Eheschließung einen 500€ EhegattInnen Freibetrag, lebenslang?
    oder wie, oder was?
    Kinder haben mit Ehe, nix weiter zu tun, die werden separat bezuschußt.

    Es geht um möglichst einfache faire Förderung der Ehe. Der Freibetrag sollte natürlich nur solange gelten, wie man auch verheiratet ist. Da Deutschland auch ein Nachwuchsproblem hat, gilt es auch hier Familien zu stärken. Daher Kindergeld erhöhen. Das frei werdende Geld der reduzierten Förderung der Ehe könnte in Betreuungseinrichtungen gesteckt werden (Kitas, Schulen, Sozialarbeit).

  • Es geht um möglichst einfache faire Förderung der Ehe. Der Freibetrag sollte natürlich nur solange gelten, wie man auch verheiratet ist. Da Deutschland auch ein Nachwuchsproblem hat, gilt es auch hier Familien zu stärken. Daher Kindergeld erhöhen. Das frei werdende Geld der reduzierten Förderung der Ehe könnte in Betreuungseinrichtungen gesteckt werden (Kitas, Schulen, Sozialarbeit).

    Nur damit ich Dein Konzept verstehe.

    Wer 50/50 verdient und verheiratet ist, hat dann mehr als jemand der 50/50 verdient und nicht verheiratet ist? Beide haben mehr als die 80/20 Ehe?

    Und die neue 50/50 Ehe hat mehr als die 50/50 Ehe heute?

  • Nur damit ich Dein Konzept verstehe.

    Wer 50/50 verdient und verheiratet ist, hat dann mehr als jemand der 50/50 verdient und nicht verheiratet ist? Beide haben mehr als die 80/20 Ehe?

    Und die neue 50/50 Ehe hat mehr als die 50/50 Ehe heute?

    Daa hängt ja maßgeblich von der Höhe des zu bestimmenden Freibetrags ab. Deezeit ist es ja so, dass beide Ehegatten den vollen Grundfreibetrag haben. Unverheiratet lässt sich das nicht aufteilen. Ich würde einen Steuerfreibetrag von vll 2000-3000€ für jeden gewähren (zusätzlich zum Grundfreibetrag. Zusammenveranlagung abschaffen. Effektiv wäre damit ein Anreiz geschaffen, dass die Frau (oder der Ehegatte ohne Arbeit/Teilzeit) mehr arbeitet, ohne dass das gleich reinhaut, weil der Mann schon 100k verdient.

    Das ist jetzt aber eher eine Idee auf die schnelle. Das frei werdende Geld muss auf jeden Fall in Familienförderung fließen (das wird vermutlich schon nicht klappen).

    Das Alleinverdienerkonzept wärevdamit deutlich schlechter gestellt als jetzt. 50/50 auch.

  • Effektiv wäre damit ein Anreiz geschaffen, dass die Frau (oder der Ehegatte ohne Arbeit/Teilzeit) mehr arbeitet, ohne dass das gleich reinhaut, weil der Mann schon 100k verdient.

    Junge, gehen wir doch mal davon aus dass 2 Leute eine Ehe eingehen.
    Eine Seite IngenieurIn, der/die bei Vollzeit gute 100k verdienen kann und andere Seite FriseurIn mit 28k bei Vollzeit.
    Jetzt willst du, dass der gut verdienende Part 10% von der Arbeit aufgibt, damit der schlechter verdienende Part 90% arbeiten kann um auf das gleich Haushaltseinkommen zu kommen? Dann werden die evtl vorhandenen Kinder bestimmt besser betreut:rolleyes:.

    Und: Wenn man die so vielen hier genannten nichtarbeitenden Hausfrauen endlich zur Arbeit zwingen kann - entstehen dann wirklich Arbeitsplätze? Dadurch entstehen doch nur AnwärterInnen auf Arbeitsplätze, die es in der Form garnicht gibt.

  • Daa hängt ja maßgeblich von der Höhe des zu bestimmenden Freibetrags ab. Deezeit ist es ja so, dass beide Ehegatten den vollen Grundfreibetrag haben. Unverheiratet lässt sich das nicht aufteilen. Ich würde einen Steuerfreibetrag von vll 2000-3000€ für jeden gewähren (zusätzlich zum Grundfreibetrag. Zusammenveranlagung abschaffen. Effektiv wäre damit ein Anreiz geschaffen, dass die Frau (oder der Ehegatte ohne Arbeit/Teilzeit) mehr arbeitet, ohne dass das gleich reinhaut, weil der Mann schon 100k verdient.

    Das ist jetzt aber eher eine Idee auf die schnelle. Das frei werdende Geld muss auf jeden Fall in Familienförderung fließen (das wird vermutlich schon nicht klappen).

    Das Alleinverdienerkonzept wärevdamit deutlich schlechter gestellt als jetzt. 50/50 auch.

    Wie ich es drehe und wende, es kommt auf die Schlussfolgerung von mir oben raus. Was ist denn die Intention? Du möchtest, dass Familien die ihre Arbeit 60/40 aufteilen schlechter gestellt sind als 50/50?

    Oder möchtest Du nur das Modell 100/0 nicht?

  • Versucht doch mal wenigstens nicht nur in schwarz und weiß zu denken.

    Ich versuche das wirklich zu verstehen. Und ich hab schon mehrmals hier gefragt, aber vielleicht kannst Du mir ja beantworten, warum es gerechter sein soll, dass eine Familie die 80.000 und 40.000€ verdient, mehr Steuern zahlen soll, als eine Familie die 60.000€ und 60.000€ verdient.

  • Sorry ich muss da nochmal was ergänzen. Hab das vorhin zwischen Tür und Angel geschrieben. Mein (loses) Konzept würde einem Freibetrag für jeden Ehegatten entsprechen (logischerweise zusätzlich zum Grundfreibetrag).

    Bei der Alleinverdienerehe würde das zu einer massiven Verschlechterung im Vergleich zum derzeitigen Ehegattensplitting führen. Bei 50/50 würde es eine spürbare Entlastung bringen. Wenn das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag ist, wirkt es sich auch effektiv bei einer Aufteilung zwischen 50/50 und 100/0 aus. Da kommt es dann aber auf den individuellen Fall an. Mir ist die Zeit zu schade das im einzelnen auszurechen (dafür gibt es dann auch zu viele denkbare Fallkonstellationen), aber soweit das zu versteuernde Einkommen des geringer verdienenden Ehegatten über Grundfreibetrag zzgl. "Ehegattenfreibetrag" liegen würde, würde es sich grds. voll auswirken. Natürlich wirkt ein Freibetrag mehr, wenn der Steuersatz höher ist. Bis zur Grenze Grundfreibetrag + "Ehegattenfreibetrag" wäre das dann komplett steuerfrei und würde so quasi positive Anreize schaffen, dass auch der geringer verdienende Ehegatte mehr verdient.

    Für Ehen mit Alleinverdienern weit unter Spitzensteuersatz wäre theoretisch eine gestaffelte anteilige Anrechnung des "nicht genutzten" Ehegattenfreibetrags denkbar. Aber da ich weder davon ausgehe, dass einer vom Bundesfinanzministerium hier mitliest oder ich morgen als Referent im Ministerium aufwache, kann ich mir die Überlegungen auch sparen ;) Zumal das Ganze auch berechnet werden muss. Letztlich muss es für den Staat auch tragbar sein und die gewollten Effekte erzeugen.

    Fred_ Bezeichnungen wie "Junge" oder sonstige wenig konstruktiven Einlagen verbitte ich mir. Wenn du nicht sachlich eine andere Meinung vertreten kannst, "schleich dich".

  • Newb Der Unterschied dürfte bei dieser Konstellation gar nicht so hoch sein. Aber gehen wir einen Schritt zurück. Den meisten Kritikern geht es nicht darum, Familien schlechter zu stellen, wie Du durch Deine Fragestellung unterstellst. Wenn es nach mir ginge, würden Familien mit Kindern stärker entlastet als heute. Und da meine ich nicht nur Familien mit verheirateten Eltern sondern alle Familien. Da man aber nicht mehr Geld ausgeben kann als man hat (jedenfalls nicht als vernünftig wirtschaftende Hausfrau), muss man dieses Geld irgendwo finden, bzw. einsparen.

    Nun ist das Splitting eine Art von Steuervorteil von Ehepaaren gegenüber einem unverheirateten Paar, sobald die Partner unterschiedlich viel verdienen. Es benachteiligt aber auch alle Ehepaare, die in etwa gleich viel verdienen. Warum werden eigentlich nur die mit dem unterschiedlichen Verdienst gefördert? Ist die Ehe der anderen weniger schützenswert?

    Ich meine das Ehegattensplitting ist nicht fair. Das ist kein Vorwurf gegen Männer sondern die logische Folge einer Förderung, die in einer Zeit ausgedacht wurde als das Alleinverdienermodell die Standardlösung für Familien war. Das ist nicht mehr zeitgemäß und für mich sollte diese Ungerechtigkeit (unzureichende Förderung von Familien mit Kindern und Benachteiligung von Ehepaaren mit ähnlichem Verdienst) korrigiert werden.

  • KI Zusammenfassung der Argumente:


    1. Wenn eine Frau aufgrund des Splitting-Systems weniger in die eigene Rente oder Altersvorsorge einzahlt, steigt das Risiko, dass sie im Alter armutsgefährdet ist. Das betrifft indirekt auch den Mann, da er dann möglicherweise für den Unterhalt aufkommen muss oder die soziale Absicherung des Partners übernehmen muss.

    Das ist nun ziemlich abenteuerlich. Die gesetzliche Rente und auch oft die bAV geht vom Brutto weg. Da ist das Splitting und auch irgendeine andere Form von Besteuerung sowas von irrelevant.

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