Spritpreise nur noch 1x/Tag Preiserhöhung

  • Bin gespannt wie es weitergeht. Gab noch gebug sprit für die woche und müsste erst mitte nächster woche wieder tanken.

    Hat jemand schon Erfahrungen wann es günstig ist? Theoretisch ja 5 vor 12 in der Praxis wird aber nach 20 Uhr keiner mehr die preise senken oder?

    Bin zwar aufs auto angewiesen, aber dank Fahrgemeinschaft komme ich meistens mit so 60l im monat aus. (Dämliches altes Auto das sich leider gut was reinlötet)

    Für elektrisch besteht derzeit noch nicht die Möglichkeit mit nur 2 Steckdosen im Umkreis. Außerdem ist neu anschaffen auch nichts für den Geldbeutel.

    Ich bin gespannt ob nochmal nachgelegt wird. Andere Länder sind ja schon deutlicher in ihrer Unterstützung für den Verbraucher.

    Aus meiner Sicht würden sich pauschale Einmalzahlung an jeden sehr gut machen. Für alle die das Auto brauchen ist es eine Entlastung und für alle anderen etwas um den Konsum anzuregen und/oder auf gestiegene Lebensmittelpreise zu reagieren.

    Senkungen von Steuern finde ich nicht zielführend. Mindereinnahmen kann man sich nicht wirklich leisten (ja Mehrausgaben auch nicht), aber die Lenkungswirkung die die co2 Steuer beispielsweise hat würde damit untergraben werden.

    Aber das wurde ja schon vor Jahren mit dem Klimageld in ähnliche Form versucht und versprochen, konnte sich seltsamerweise nicht durchsetzen.

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  • Was aber auch wahr ist: Anstatt sich als Bürger Gedanken zu machen (und auch zu agieren) wie man von fossilen Energieträgern wegkommt, wird eine Hetzkampagne gegen das „Heizungsgesetz“ gestartet, werden E-Autos verteufelt und es erfolgte ein kollektiver Aufschrei wegen des des angeblichen Verbrenner-Verbots ab 2035.

    Es ist nicht das erste und letzte Mal, dass es solche Kapriolen gab. Aber im Gegensatz zu den den 70er Jahren, gibt es marktreife Alternativen.

    Will es nochmal betonen: Danke!!!

  • Senkungen von Steuern finde ich nicht zielführend. Mindereinnahmen kann man sich nicht wirklich leisten (ja Mehrausgaben auch nicht), aber die Lenkungswirkung die die co2 Steuer beispielsweise hat würde damit untergraben werden.

    So eine Einmalzahlung würde die Lenkungswirkung auch untergraben.



    Vor ein paar Wochen wurde das Aus vom Verbrenner-Aus gefeiert.

    Mit dem weiter steigenden CO2-Preis sind die aktuellen Spritpreise doch mehrheitlich gewollt.

    Und jetzt will man Entlastung für das was man eigentlich will?


    Tut mir leid, das verstehe ich nicht.

  • Was aber auch wahr ist: Anstatt sich als Bürger Gedanken zu machen (und auch zu agieren) wie man von fossilen Energieträgern wegkommt, wird eine Hetzkampagne gegen das „Heizungsgesetz“ gestartet, werden E-Autos verteufelt und es erfolgte ein kollektiver Aufschrei wegen des des angeblichen Verbrenner-Verbots ab 2035.

    Es ist nicht das erste und letzte Mal, dass es solche Kapriolen gab. Aber im Gegensatz zu den den 70er Jahren, gibt es marktreife Alternativen.

    Gab es in den Nachrichten Hinweise darauf, dass die bereits erfolgten Massnahmen/Investitionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien die aktuellen Probleme wenigstens abgemildert haben? Oder darauf, was noch fehlt bzw. gemacht werden muss, um hier unabhängiger von externen Faktoren zu werden? Oder hat das bisher erreichte da nix gebracht?

  • Fakt ist, der Anteil an erneuerbaren Energien ist die letzten Jahre rasant gestiegen, wenn natürlich die jetzige Wirtschaftsministerin alles in Frage stellt, wird es für die Verbraucher schwierig. Normalerweise müsste jetzt in Speicher und Netzausbau investiert werden, dann könnte uns der nächste Zwischenfall deutlich weniger belasten. Gas und Öl müssen wir auf jeden Fall zu kaufen und Biogas und Wasserstoff in ausreichenden Mengen sicher auch.

  • Gab es in den Nachrichten Hinweise darauf, dass die bereits erfolgten Massnahmen/Investitionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien die aktuellen Probleme wenigstens abgemildert haben?

    Ja (logischerweise): Iran-Krieg: Erneuerbare Energien mildern den Preisschock bei Öl und Gas - DER SPIEGEL (Paywall)

    Hier die KI-Zusammenfassung:

  • So eine Einmalzahlung würde die Lenkungswirkung auch untergraben.



    Vor ein paar Wochen wurde das Aus vom Verbrenner-Aus gefeiert.

    Mit dem weiter steigenden CO2-Preis sind die aktuellen Spritpreise doch mehrheitlich gewollt.

    Und jetzt will man Entlastung für das was man eigentlich will?


    Tut mir leid, das verstehe ich nicht.

    Es sind ja nicht nur Spritpreise betroffen. Es wird auch lieferketten treffen, dünger usw. Da hat der verbrenner nichts mit an der Mütze in erster Linie. Einmalzahlung für alle würde auch denen zugute die eh Energie sparen weil sie kein auto haben oder fossil heizen.

  • Ja klar.

    Das ist die unmittelbare und mehrheitlich gewollte Folge vom CO2-Preis in Kombination mit dem Aus vom Verbrenner-Aus.

    Ja ist es, aber der Preisschock ist extern und muss bis wir es endlich gerafft haben das fossil nicht mehr taugt bekämpft werden. Die co2 steuer führt lediglich dazu das nochmal bissl was on top kommt.

    Das muss man hier trennen, das der Preisschock mit dem Öl zusammenhängt, aber durch die darauf folgende inflation die Binnennachfrage abwürgt. Daran muss was gemacht werden. Genau so wie es bei massiven Missernten kurzfristige Entlastung geben müsste.

  • Ja ist es, aber der Preisschock ist extern und muss bis wir es endlich gerafft haben das fossil nicht mehr taugt bekämpft werden. Die co2 steuer führt lediglich dazu das nochmal bissl was on top kommt.

    Es war Beschlusslage, dass der CO2-Preis frei gebildet wird, basierend auf Zertifikatehandel ab 1.1.2027.

    Das wurde auf Druck einiger EU-Staaten auf 1.1.2028 verschoben. Deutschland war nicht unter denen, die das wollten.

    Ich glaube eher, dass Bürger und Unternehmen nicht sehen woll(t)en, was der CO2-Preis bringen wird.


    Das ist jetzt 8 Monate früher gekommen und aus anderen Gründen als ursprünglich geplant.

    Ist es heute ein Problem, weil man die Preise konkret an der Tankstelle sieht? Und wenn etwas beschlossen ist, was in x Monaten kommt, ist es kein Problem?

  • Es war Beschlusslage, dass der CO2-Preis frei gebildet wird, basierend auf Zertifikatehandel ab 1.1.2027.

    Das wurde auf Druck einiger EU-Staaten auf 1.1.2028 verschoben. Deutschland war nicht unter denen, die das wollten.

    Ich glaube eher, dass Bürger und Unternehmen nicht sehen woll(t)en, was der CO2-Preis bringen wird.


    Das ist jetzt 8 Monate früher gekommen und aus anderen Gründen als ursprünglich geplant.

    Ist es heute ein Problem, weil man die Preise konkret an der Tankstelle sieht? Und wenn etwas beschlossen ist, was in x Monaten kommt, ist es kein Problem?

    Ja das ist ein Problem, da wir von fossilen abhängig sind. Der Zertifikathandel hat eine leicht steigende Wirkung die sich mit den Jahren immer stärker entfaltet. Damit hat man eine Lenkungswirkung aber kein Verbot. Wenn die Preise in diesem Ausmaß gewollt wären, hätte man die Steuer schneller steigen lassen. Das will aber keiner da Transformation Zeit braucht. Man kann nicht in Deutschland allen vorschreiben e auto zu fahren indem man den Spritpreise auf 10 Euro den Liter setzt. Ja das funktioniert aber es ist keine sinnvolle Politik.

    Wenn man den Zertifikatehandel konsequent zu Ende denkt und wirklich net 0 haben möchte muss der Preis ins unermessliche steigen und alle sinnvollen Alternativen Vorrang haben. Aber nicht heute und nicht weil irgendein Oranger irgendwo mein irgendwas anzugreifen. Auch ein anderer Mann auf dem Zarenthron darf hier kein Grund sein.

    Daher sollte die Politik erwägen hier den Preisdruck _temporär_ zu dämpfen. Auch eine Übergewinnsteuer steht ja im Raum, die hilft aber niemandem den Sprit temporär zu bezahlen.

    Ich geh jetzt auch nicht weiter darauf ein, die Grundsatzdiskussion geht schon viel zu weit. Wollte nur etwas gerade rücken weil das nicht richtig dargestellt war.

  • Preis ins unermessliche steigen

    Bzw. eben die absolute Schmerzgrenze übersteigen bzw. die gesamtgesellschaftliche Schmerzgrenze muss noch so weit unterschritten bleiben, dass sich der Betrieb z.B. von Tankstellen noch rechnet. Wenn da nur noch einer pro Tag vorbeikommt und seine 10 € / Liter bezahlt, dann nimmt der Pächter halt trotzdem kein Geld ein, weil der Autofahrer ja nicht gleichzeitig noch den Laden leerkauft.

    Auch eine Übergewinnsteuer steht ja im Raum, die hilft aber niemandem den Sprit temporär zu bezahlen.

    Ergänzung: Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale bringt jetzt nichts, weil man das Geld ja frühestens in einem Jahr zurückbekommt und zusätzlich bekommen Leute, die kaum Einkommenssteuer bezahlen, da ja auch praktisch nichts zurück. Bringt also auch nix.

  • Ok, da hast du einen Punkt! Danke!

    Gehen wir mal in die Praxis: Wer weiß von dieser Möglichkeit? Wird das überhaupt vom Finanzamt akzeptiert, wo jetzt ja noch gar nicht absehbar ist, wie lange die Preise erhöht bleiben? Laut https://www.finanztip.de/lohnsteuerermaessigung gibt es dafür ja gewisse Voraussetzungen.

    Als wichtiger Punkt, wer betreibt solch einen Aufwand, damit monatlich ein paar Euro rauskommen.

  • Als wichtiger Punkt, wer betreibt solch einen Aufwand, damit monatlich ein paar Euro rauskommen.

    Höchstens die, die davon wirklich abhängig sind, also Menschen mit niedrigen Einkommen (oder ausuferndem Lebensstil). Aber gerade Leute mit kleinem Einkommen wissen davon eher gar nichts (also die Zielgruppe von Finanztip) bzw. die kriegen da eh eher nichts raus, da sie eh wenig bis keine Einkommenssteuer bezahlen.

    edit: Ein Tankrabatt würde aber halt auch diesen Menschen Entlastung bieten und zwar JETZT und ohne bürokratischen Aufwand.

  • Tankrabatt für SUV und Wohnmobile, hatten wir bei in der Pandemie. Unfug, braucht keiner, dem Fairness wichtig ist. Besser eine Energiepauschale direkt an die Bürger, wer wenig verdient, ist froh. Und Vielverdiener können das "Kleingeld" spenden.

  • Besser eine Energiepauschale direkt an die Bürger, wer wenig verdient, ist froh. Und Vielverdiener können das "Kleingeld" spenden.

    Alles ist besser also dieser Unfug mit dem 1x Preiserhöhung pro Tag und dem Vorschlag mit der Erhöhung der Pendlerpauschale. Dein Vorschlag ist sicherlich prinzipiell um Welten besser, aber halt ein so großer bürokratischer Aufwand (Wie differenzierst du zwischen den Gering- und Gutverdienern?), dass das niemals eine Option wäre.

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