Aufteilung der Altersvorsorge

  • Hallo zusammen,


    hoffe, ist OK, wenn ich mich hier mit meiner Frage einklinke.

    Bisher besteht mein Portfolio auschliesslich aus ETF und Aktien (sehr geringer Anteil).

    Das Geld ist ausschliesslich ab dem ersten Rentenmonat gedacht.

    Um nicht bei sinkenden Kursen verkaufen zu müssen, würde ich bei Zeiten (jetzt) damit beginnen wollen, in sicherere Anlagen zu investieren.

    Wieviele Jahre regelmässiger Entnahme sollte man Eurer/Ihrer Meinung in sicheren Anlagestrategien ansparen?

    Gruß und danke Martin

    Falls ich den Thread zu sehr gekapert habe, bitte ich um Entschuldigung und erstelle einen eigenen.

  • Hallo zusammen,


    hoffe, bin in diesem Unterforum richtig

    Bisher besteht mein Portfolio auschliesslich aus ETF und Aktien (sehr geringer Anteil).

    Das Geld ist ausschliesslich ab dem ersten Rentenmonat gedacht.

    Um nicht bei sinkenden Kursen verkaufen zu müssen, würde ich bei Zeiten (jetzt) damit beginnen wollen, in sicherere Anlagen zu investieren.

    Wieviele Jahre regelmässiger Entnahme sollte man Eurer/Ihrer Meinung in sicheren Anlagestrategien ansparen?

    Gruß und danke Martin

  • Kater.Ka 10. April 2026 um 16:53

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Um nicht bei sinkenden Kursen verkaufen zu müssen, würde ich bei Zeiten (jetzt) damit beginnen wollen, in sicherere Anlagen zu investieren.

    Wieviele Jahre regelmässiger Entnahme sollte man Eurer/Ihrer Meinung in sicheren Anlagestrategien ansparen?

    Allgemein würde ich dazu sagen das hängt von deiner Risikotragfähigkeit ab.

    Da ich nicht weiß um welche Summen es sich handelt, welchen ETFs, was sonst noch an Vermögen vorhanden ist (Immobilie, Festgeld, etc.) kann ich hier nicht konkreter werden.

    Zu mir: Ich beziehe eine auskömmliche Rente und bewohne eine abbezahlte Immobilie. Mein risikoreicherer Anteil (weltweit streuender Aktien-ETF als Basis, Themen-ETFs, Einzelaktien) beträgt aktuell 75%. Mein sicherheitsorientierter Anteil (Tagesgeld, Festgeld) 25%. Ohne Wohneigentum gerechnet.

  • Um nicht bei sinkenden Kursen verkaufen zu müssen, würde ich bei Zeiten (jetzt) damit beginnen wollen, in sicherere Anlagen zu investieren.

    Wann weißt du, dass Kurse sinken? Und was bedeutet für dich „sinkende Kurse“?

    Ich würde mich heute schon finanziell flexibler und elastischer aufstellen und überlegen, ob ich mein Leben eine Zeit günstiger machen oder was auf Honorarbasis hinzuverdienen kann.

    So hast du den SRR deutlich besser im Griff. Meine Meinung.

    Und die Frage nach dem Cashbedarf: sehr individuell, ich plane in der Regel unseren Cashflow drei Jahre in de Zukunft (unter aktuellen Bedingungen).

  • Allgemein würde ich dazu sagen das hängt von deiner Risikotragfähigkeit ab.

    Da ich nicht weiß um welche Summen es sich handelt, welchen ETFs, was sonst noch an Vermögen vorhanden ist (Immobilie, Festgeld, etc.) kann ich hier nicht konkreter werden.

    Zu mir: Ich beziehe eine auskömmliche Rente und bewohne eine abbezahlte Immobilie. Mein risikoreicherer Anteil (weltweit streuender Aktien-ETF als Basis, Themen-ETFs, Einzelaktien) beträgt aktuell 75%. Mein sicherheitsorientierter Anteil (Tagesgeld, Festgeld) 25%. Ohne Wohneigentum gerechnet.

    Rente wäre sicherlich überdurchschnittlich, mierfrei könnten wir auch wohnen.

    Das Geld ist dafür da, wenn und mal etwas in den Sinn kommt, was von der Rente nicht zu bezahlen ist.

    Das würden wir dann aber gerne dann machen, wenn wir wollen und nicht, wenn die Aktienkurse es real zulassen.

    Um ne Zahl zu nennen, sagen wir mal 1000 Euro extra im Monat vielleicht auch 2000.

    Im Grunde wäre mir eine Zeitspanne lieber. Also in Richtung der Zeit, in der sich unter halbwegs normalen Bedingungen Aktienmärkte wieder beruhigen

    Meine etfs bilden vornehmlich den Weltmarkt ab . Dazu etwas in Richtung neuer Trends

  • Wann weißt du, dass Kurse sinken? Und was bedeutet für dich „sinkende Kurse“?

    Ich würde mich heute schon finanziell flexibler und elastischer aufstellen und überlegen, ob ich mein Leben eine Zeit günstiger machen oder was auf Honorarbasis hinzuverdienen kann.

    So hast du den SRR deutlich besser im Griff. Meine Meinung.

    Und die Frage nach dem Cashbedarf: sehr individuell, ich plane in der Regel unseren Cashflow drei Jahre in de Zukunft (unter aktuellen Bedingungen).

    Da ich es nicht weiss, würde ich gerne meine etfs absichern

    Sinkende Kurse, also wenn es wirklich weh tut vielleicht ab 10-15%

    Noch verdienen meine Frau und ich beide recht gut, zusätzliche Arbeit kommt leider zeitlich nicht in Frage .


    Meine Idee , nun bis zur Rente, einen Teil in sichere Anlagen monatlich ansparen und den Rest weiter in etfs auf Aktienbasis .


    Momentan müssen wir nicht viel überlegen, wenn wir meinen etwas zu brauchen oder urlaubswünsche haben.. Am liebsten würden wir das im Alter so fortführen.

    Natürlich weiterhin im Rahmen bleibend.

  • Wenn ich es richtig verstehe wird der Kapitalbedarf weniger kontinuierlich als punktuell bestehen. Nachdem Eure Grundbedürfnisse über mietfreies Wohnen und eine solide Rente abgedeckt sind. In dem Fall würde ich weniger an einen monatlichen Bedarf denken als einen aufs Jahr bezogen. Ob das Geld dann in eine besondere Reise fließt oder in eine Renovierung oder sonst was ist dann völlig egal. Kannst Du versuchen das zu benennen? 12.000 Euro pro Jahr oder mehr? Wie hoch sind Eure Rücklagen derzeit und mit welchen Sparraten rechnet ihr für die nächsten 5-9 Jahren?

    Daneben ist es wichtig sich über seine Sparziele klar zu sein auch im Rentenalter. Geht es nur um die mögliche Lücke zur Rente oder wollt ihr was vererben? Du solltest auch mit der Partnerin über das Thema reden, damit ihr an einem Strang zieht.

    Als Anregung meine Vorgehensweise:
    Auch ich wohne mietfrei und die Rente reicht für ein sparsames Leben. Etwa genauso viel entnehme ich aus dem Depot. Den größten Teil meines Bedarfs decke ich über Ausschüttungen (9 von 12 Monate). Mein Cashpuffer würde aufgrund der Ausschüttungen für mehr als 5 Jahre reichen. Ohne die Ausschüttungen nur für 1,5 Jahre (grob gerechnet). Anlageziel ist die Vererbung, weshalb ich eine hohe Aktienquote auch im Alter bevorzuge.

    Rund 3/4 der Börsenkorrekturen dauern nicht länger als drei Jahre. Als häufiger Wert werden 5 Jahre genannt für die Planung eines Sicherheitspuffers. Aber das kann individuell sehr unterschiedlich sein und hängt auch stark davon ab, womit Ihr Euch am Ende wohl fühlt.

  • Genau, kann genauso sein, dass wir alles vererben.

    Uns und vorallem mir geht es um die potentielle Freiheit.

    Unser Sohn ist gerade von der payroll runter, momentan sparen wir 300 im Monat und zusätzlich zwei mal im Jahr ca. 5000. Nicht besonders schlau ich weiss, aber habe gerne die Möglichkeit, uns etwas zu laufen, wenn wir wollen. Um mal eine Summe zu nennen, vermute, unser Sparvolumen wird zwischen 15.000 und 20.000 liegen.


    Gespräch mit meiner Frau ist im nächsten Urlaub geplant, hatte bis dahin halt gerne Vorschläge und mehr wissen

  • Momentan müssen wir nicht viel überlegen, wenn wir meinen etwas zu brauchen oder urlaubswünsche haben.. Am liebsten würden wir das im Alter so fortführen.

    Diese Angabe zielt ja in Richtung "Rentenlücke".

    Aktuell habt ihr ein gutes Einkommen, wohnt mietfrei in eigener Immobilie und könnt darüber hinaus ordentlich sparen.

    In der Rentenphase fällt ja normalerweise das Sparen weg, ihr wohnt weiter mietfrei. Klar, da kann immer was an der Immobilie kommen (-> insofern ordentlicher Notgroschen oder noch besser separate Instandhaltungsrücklage). Ihr bezieht eine Rente, oder. Aber der Einkommensstrom versiegt. Ist meine Annahme richtig?

    So sieht meine Berechnung aus:

    Gemeinsames gesamtes Nettoeinkommen (bspw. 8k) - Sparrate (bspw. 2k) - gemeinsame gesamte Rentenansprüche (bspw. 4-5k) = Rentenlücke -> in diesem Fall 1-2k mtl. (passt ja auch zu euren Angaben oben.

    Im Jahr möchtet ihr also 12x 1-2k zusätzlich zur Verfügung haben, also 12-24k p.a. (ist natürlich ein ordentlicher Batzen). Hinzu kommen ja noch Verkäufe aus eurem ETF-Depot (s.u.)

    Je nach persönlicher Risikopräferenz sollte dann vermutlich für 5-10 Jahre Liquidität vorgehalten werden.

    Hier kommen jetzt verschiedene Glidepath Strategien zum Einsatz, je nach persönlicher Präferenz: In guten Börsenjahren können prozentual mehr entnommen / verkauft werden, in Schwächephasen wird weniger verkauft und dafür mehr aus dem sicheren Topf genommen.

    Vielleicht hilft für diese komplexe Thematik dieser Artikel weiter: https://hartmutwalz.de/entnahmestrategien/

    Viel Erfolg, Finanzschlumpf

  • Danke dir.

    Glaube und hoffe, das Geld soll nicht einer Lücke dienen.

    Ich weiss und kann mir nicht wirklich vorstellen, was Zeit kostet. Daher würden wir gerne auf Nummer sicher gehen

    Wir rechnen exclusive rentensteigerungen incl. Betriebsrente mit 5500 € brutto jetzt, je nachdem wie es läuft, zwischen 8500 und 9000.

    Berufsbedingt zahlen wir jetzt 2000 € Miete, das sollte wegfallen zusätzlich bis jetzt 1100 € fürs Studium unseres Sohnes.

    Teurer wird's, da wir bisher Firmenwagen haben .

  • Moin Maddin68

    also bei euch ist doch so einiges "üppig":

    • Einkommen
    • Rentenansprüche
    • Firmenwagen
    • Eigenbewohnte und abbezahlte Immobilie
    • 2x 5.000 Euro, die frei werden (habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden)

    Insofern vermute ich ein hoch 6- oder gar 7 stelliges Depot. Da sollte doch neben dem ausserordentlichen monatlichen Rentenanspruch von um die 9.000 (!) monatlich eigentlich ALLES möglich sein, ohne grosse Sprünge und weit über dem üblichen Bedarf.

    Klar, vielleicht nicht die Yacht im Hafen von Monaco oder der 3. oder 4. Luxus-Sportwagen. Ah, zum Thema Firmenwagen: braucht ihr dann wieder zwei Fahrzeuge ?

    Zusammenfassend habe ich bei den von dir geschilderten finanziellen Spielräumen nicht ganz verstanden, wo der Schuh drückt...

    Vielleicht kannst du mir da nochmal auf die Sprünge helfen, vielleicht hab ich es einfach auch nicht verstanden.

    Und ein Finanz-Austausch mit der Liebsten ist immer eine gute Idee: Wünsche, Erwartungen etc.

  • Moin Finanzschlumpf.


    Da habe ich mich scheinbar unklar ausgedrückt

    Bisher wohnen wir zur Miete und zahlen 2000 € Miete, da wir wegen der Jobs umziehen müssen .

    Wir haben ein Mietshaus in der Gegend, wo wir herstamnen, das soll aber eins zu eins incl Finanzpolster an die Kinder gehen .

    Neben den monatlichen Sparraten kaufen wir zwei mal im Jahr für ca 5009 € etfs. Immer dann, wenn das Girokonto unseren Augen zu gut gefüllt ist.

    Da unser Sohn nun mit dem Studium fertig ist, wird zusätzlich Geld frei, ca 1100€ im Monat

    Rentenanspruch wird ohne berücksichtigung der rentensteigerungen bei 5500 € zusammen liegen.

    Jetzt verdienen wir ca zwischen 8500 und 9000 netto.

    Etfs haben wir im niedrigen sechs stelligen Bereich.

    Zun einen haben wir noch eine Tochter, die wir unterstützen mussten und zum anderen hatten wir beide in den letzten Jahren noch einen signifikanten Gehaltssprung gemacht

    Im Grunde drückt der Schuh gar nicht

    Vorher haben wir nur in Aktien angelegt, da wir dachten, so eher aufhören können zu arbeiten und/oder , wenn es sehr gut läuft, in den Süden zu ziehen.

    Alles kein muss, sind auch so zufrieden


    Versuche nun das Ziel nochmal zu verdeutlichen.

    Ich möchte möglichst verhindern, dass wenn es mal wirklich nötig ist, wir zu Zeiten schlechter Kurse, Aktien etf verkaufen müssen. Daher würde ich gerne einen gewissen Teil der ab nun eingesetzten Sparraten in ein Risikoarmes Produkt investieren


    Was mich vielleicht übervorsichtig gemacht hat.

    Durch nen Jobwechsel meiner Frau hatte sie erst im Vertrag keinen Dienstwagen. Es musste sofort ein Fahrzeug her mit dem man auch weitere Strecken fahren kann. Das war dann gerade, als unsere etfs im gefühlten Keller waren.


    Die Frage also, wie lange würdest du bei deinen Investitionen einen unattraktiven Aktienkurs einberechnen und welche Produkte könnte man empfehlen , um diese Zeit überstehen zu können.


    Zahlen nannte ich, da du danach gefragt hattest.

  • Zahlen nannte ich, da du danach gefragt hattest.

    Vielen vielen Dank für deine ausführlichen Präzisierung im Kontext der Einkommens- und Vermögens- Situation.

    Ich/wir sind da zeitlich an einem anderen Lebensabschnitt und haben noch mindestens 10-20 Jahre bis zum vorgezogenen oder ordentlichen Renten – Eintritt.

    Ich werde mir noch mal konkret Gedanken zu eurer Situation machen und dir dann eine Rückmeldung geben, wie ich das vermutlich machen würde.

    Ich werde mir noch mal konkret Gedanken zu eurer Situation machen und dir dann eine Rückmeldung geben, wie ich das vermutlich machen würde.

    Liebe Grüße, Finanzschlumpf

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