Deka Immobilien Fond - Probleme mit Bankberaterin

  • Sehr geehrte Damen und Herren

    Gerne hätte ich einige Rückmeldungen zu meinem Sachverhalt.

    Hintergrund:
    Bei der Geldanlage bin ich dem Ratschlag meiner Bankberaterin hinsichtlich des Portefeullios gefolgt. Ich habe betont, dass ich jederzeit zeitnah über meine Einlage verfügen möchte. Zeitnah habe ich mit dem Zeitraum von 30 Tagen definiert. Auch hatte ich Tagesgeld angelegt.

    Nun ergab sich, dass ich einige grössere Summe als Anlage für einen Wohnungskauf benötige. Hurra, ich habe ja Guthaben bei der Bank. Bei der Auflösung der Fonds stellte sich heraus, dass ein Teil in einem Deka Depot Immobilien Fonielt d angelegt wurde. Haltefrist: 1 Jahr. Kündigungsfrist ... auch 1 Jahr. Ich muss also bis Mitte Mai 2027 warten, bis ich mein Geld aus dem Immobilienfond bekomme.

    Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen .. auf gut deutsch: ich bin stinksauer, denn soooo war das nicht gewünscht von mir.

    Die Korrespondenz mit der Bankberaterin erfolgte über das Postfach des Online-Bankings ohne Push-Tan. Die übrigen Deka-Fonds wurden von meiner Seite gekündigt, hierzu bekam ich entsprechende Formulare zugesendet, die ich unterschreiben musste. Das habe ich getan. Schliesslich brauche ich mein Geld. Keine Kündigung ohne ein Auftragsformular.

    Nachdem sich durch die Mitteilung der Bankberater ergab, dass ich erst 2027 über mein Geld verfügen kann (ich wollte NIE mein Geld für 2 Jahre binden !!) schrieb ich über das Bank-Email, dass das "dieser Teil gekündigt werden soll". Ich erhielt keine Formulare, sondern am nächsten Tag Post von Deka Invest über die Rückgabeerklärung des Immobilienfond auf Mitte Mai 2027.

    Ich habe meiner Bankberaterin dann die Frage gestellt, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, FRÜHER an das Geld zu kommen.
    Darauf erklärte sie, dass man den Bestand des Immobilienfond in ein Wertpapierdepot übertragen und dieses dann an der Börse verkaufen kann. Hier wäre aber mit Verlust zu rechnen sowie mit Kosten für den Verkauf. Meine Frage war dann, dass sie bitte prüfen soll, ob dieses Möglichkeit einen zeitnaheren Verkauf als Mai 2027 ermöglicht. Ich muss schliesslich meine Anzahlung Mai 2026 leisten und nicht Mai 2027. Die Bankberaterin schrieb dann, dass ich mich für eine Vorgehensweise entscheiden soll und ihr dann mitteilen.

    Die letzte Nachricht der Bank am Freitagnachmittag war dann:
    Nach ihrer Nachricht, die Rückgabe durchzuführen (Anmerkung: ich habe es per Email geschrieben, aber keinerlei Dokumente -wie bei der Auflösung der anderen Fonds- unterschrieben. Die Emails werden OHNE Push-Tan versendet.) habe ich die Dringlichkeit erkannt und die Rückgabe an die DekaBank weitergeleitet. In Ihrer darauf folgenden Nachricht baten Sie um eine andere Möglichkeit, daraufhin habe ich umgehend eine Stornierung der Rückgabe bei der Deka in die Wege geleitt. Der Sachverhalt hat sich nach meiner Nachricht geändert:

    Die Rückgabe von Anteilen ist nur unter Einhaltung einer Rückgabefrist und der Abgabe einer Rückgabeerklärung möglich. da diese Erklärung unwiderruflich ist, kann eine nachträgliche Änderung nicht vorgenommen werden. Die Anteile werde erst nach Mai 2027 ausgezahlt.

    Jetzt kommt der Klopper seitens der Bank: Wir erhöhen ihren Dispo um xy´000 Euro, über die sie sofort verfügen können aber mit einen Zins von 8,45% zu Ihren Lasten. Das hat sie auch schon der Schufa gemeldet und mein Score ist gesunken. Das wollte ich nicht.

    Warum rege ich mich auf:

    ich habe Geld auf der Bank, über welches ich nicht verfügen kann, weil 2 Jahre Bindung. Das habe ich nie gewollt.

    Hinzu kommt, dass meine Bankberaterin die Rückgabe direkt (wohl innert Stunden nach meiner Email) gemacht hat, OHNE MIR DIE ENTSPRECHENDEN FORMULARE UND RÜCKNAHMEERKLÄRUNGEN zu senden, die ich -wie bisher auch- unterschrieben an die Bank gegeben habe.

    Meiner Meinung nach hat die Beraterin hier die Sorgfaltspflicht versäumt. Ich hatte ja noch andere Möglichkeiten zum Verkauf angefragt, die jetzt nicht mehr greifen können. Ich habe die Erklärung ja nicht unterschrieben. Das musste ich immer.

    Die anderen Möglichkeiten zu einem Verkauf kommen jetzt nicht mehr in Frage. Ich sehe es auch nicht ein, den angebotenen erhöhten Dispo anzunehmen und Zinsen zu zahlen. Dafür habe ich Ersparnisse im Fond. Der Fond hätte ausgereicht. Ich soll Geld aufnehmen, obwohl ich das Geld habe.

    Der Verkäufer besteht auf die komplette Anzahlung .... Dafür hatte ich den Fond. Kein Geld keine Anzahlung. Keine Anzahlung keine Wohnung.


    Ich finde das Verhalten der Bank nicht korrekt. Das Bankkonto hat kein Push-Tan. Streng genommen hätte "jeder aus meinem Umkreis" die Mail schreiben können. Dafür habe ich immer darauf bestanden, Formulare zu visieren. Im übrigen ist mein Push-tan seit einer Woche ausser Betrieb ...der Brief zur Erneuerung ist auf dem Weg ....

    Wie sieht die Community den Sachverhalt. Ich danke für Hinweise und Ratschläge.

    Freundlich grüsst die Hummelmutter

  • Zur hilfreichsten Antwort springen
  • Kater.Ka 12. April 2026 um 15:13

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • ich habe Geld auf der Bank, über welches ich nicht verfügen kann, weil 2 Jahre Bindung. Das habe ich nie gewollt.

    Hast du darüber einen Nachweis. Hast du die von dir unterschriebenen Informationen zu dem Produkt vorliegen?

    Was steht da drin? Du musst vor dem Abschluss solche Produkte ausgiebig belehrt werden und es auch unterschreiben, dass du es verstanden hast.

  • Bei der Auflösung der Fonds stellte sich heraus, dass ein Teil in einem Deka Depot Immobilien Fonielt d angelegt wurde. Haltefrist: 1 Jahr. Kündigungsfrist ... auch 1 Jahr. Ich muss also bis Mitte Mai 2027 warten, bis ich mein Geld aus dem Immobilienfond bekomme.

    ...


    Darauf erklärte sie, dass man den Bestand des Immobilienfond in ein Wertpapierdepot übertragen und dieses dann an der Börse verkaufen kann. Hier wäre aber mit Verlust zu rechnen sowie mit Kosten für den Verkauf.

    Was hast du denn beim Kauf dieser Fonds vereinbart? War da vereinbart, dass du einen Immobilienfonds mit diesen Rahmenbedingungen kaufst?

    Ob beim Verkauf an der Börse Verluste entstehen, lässt sich vorab rausfinden. Welche WKN hat denn dieser Fonds und zu welchem Kurs hast du den gekauft?

  • Ich denke, hier geht es um den Nachweis der Beratungsdokumente.

    Kann am Ende mglw. auf einen Rechtsstreit hinauslaufen.

    Vielleicht hilft es, wenn du der Bank eine mögliche juristischen Auseinandersetzung andeutest. Am Ende wollen die doch mit dir weiter Geld verdienen, vielleicht lässt sich die Bank auf einen Sonderdeal ein.

    Ansonsten auch mal mit allen Unterlagen bei der Verbraucherzentrale buchen, leider oft mit Wartezeit verbunden was den Termin angeht.

  • Wir waren dazu bei einem Anwalt für Kapitalmarktrecht. Er empfiehlt hinsichtlich dem Aspekt "zu niedrige Risikoeinstufung" die Entscheidung des EuGH abzuwarten (OLG Nürnberg hat dorthin verwiesen).

    Alternativ könne er so an die Bank herantreten. Ziel: ein Vergleich.

  • Würde mich in jedem Falle von der Bank trennen, alles schnellstmöglich abwickeln und ggf. Schadenersatz fordern.

    Mich wundert, dass immer noch offene Immofonds verkauft werden.

    Kenne die Probleme schon etliche Jahrzehnte. Liegt aber daran, dass ich beruflich damit zu tun hatte.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Das ist zweifellos eine unschöne Situation für dich. Das Hauptproblem dürfte hier der Zeitfaktor sein, da du das Geld schon in einem Monat benötigst. Du müsstest der Bank schon anhand des Beratungsprotokolls klar nachweisen, dass hier ein Beratungsfehler vorlag. Nur dann besteht die Möglichkeit, dass die Bank sich hier in deinem Sinne verhält und du früher an dein Geld kommst.

    Sollte hier aber kein offenkundiger Beratungsfehler vorliegen oder die Bank anderer Meinung sein, wird sich das Ganze hinziehen, und du kommst nicht rechtzeitig an dein Geld. Du hast dann tatsächlich nur die Möglichkeit zwischenzufinanzieren oder wie von der Bank vorgeschlagen, die Anteile an der Börse zu verkaufen. Hier musst du prüfen, welche dieser Optionen weniger teuer ist. Vielleicht kommt die Bank dir entgegen und verlangt für eine Zwischenfinanzierung nur einen geringen Zins und keine Gebühren, da ja praktisch kein Risiko besteht.

    Ich fürchte, wenn du kurzfristig das Geld benötigst, wirst du wohl in den sauren Apfel beißen und einige nicht geplante Kosten in Kauf nehmen müssen.

  • Hallo Hummelmutter,

    sortieren wir ein bisschen:

    Ich habe betont, dass ich jederzeit zeitnah über meine Einlage verfügen möchte. Zeitnah habe ich mit dem Zeitraum von 30 Tagen definiert.

    a) Haben Sie dazu einen Nachweis?

    b) Vor dem Kauf des offenen Immobilienfonds haben Sie bestimmt ein Beratungsprotokoll unterschrieben?

    Falls a ja und b nein, hätten wir die klassische Falschberatung, die Schadenersatzansprüche auslösen würde. Vermute ich aber nicht, wäre ein schlimmer Anfängerfehler der Bankproduktverkäuferin. Ich unterstelle einmal, der Punkt geht an die Bank.

    c) Welche Kommunikationswege zwischen der Bank und Ihnen stehen denn im Kleingedruckten?

    Wenn da auch Textform steht, reicht für Ihre Willenserklärung auch eine einfache Mail ohne TAN o.ä., es sei denn, Sie könnten Missbrauch Ihres Mail- Accounts nachweisen.

    d) Welchen Willen haben Sie in welcher zeitlichen Abfolge erklärt?

    Aus Ihrer Erläuterung werde ich nicht ganz schlau.

    Vorschlag, arbeiten Sie die Fakten auf und falls Sie irgendwo eine objektiv nachweisbare Fehlhandlung der Bank erkennen, versuchen Sie im direkten Gespräch einen Kompromiss zu finden.

    Für alle Mitleser, es gibt keine Bankberater, oder würde jemand den Verkäufer an der Wursttheke im Supermarkt als Wurstberater bezeichnen? Selber Denken ist angesagt.

    Gruß Pumphut

  • Die Rückgabe von Anteilen ist nur unter Einhaltung einer Rückgabefrist und der Abgabe einer Rückgabeerklärung möglich. da diese Erklärung unwiderruflich ist, kann eine nachträgliche Änderung nicht vorgenommen werden. Die Anteile werde erst nach Mai 2027 ausgezahlt.

    Aufgrund der Finanz-/Immobilienkrise vor einigen vielen Jahren wurde dies geändert, dass man eine 1 Jahr Kündigungsfrist hat (wenn die Anteile >2 Jahre gehalten sind). Sind die Anteile vor vielen Jahren gekauft worden, hast du ein Sonderrückgaberecht an die Fondgesellschaft, allerdings entnehme ich aus dem Text, dass das eher nicht der Fall ist.

    Was ich nicht ganz verstehe:

    Was genau hast du denn?
    Für den Kauf vom Deka-Fond musstest du doch einen Antrag unterschreiben?

    Ich hatte damals ebenfalls einen Immo-Fond im Depot (aus damaliger Unwissenheit) und dafür habe ich eine ganze Broschüre und Seitenweise Unterlagen bekommen. Dazu ein Blatt mit allen Informationen zu Kaufbetrag, WKN vom Fond + Name, usw., welches ich unterschrieben hatte. Daraufhin erfolgt erst der Kauf.

    Die übrigen Deka-Fonds wurden von meiner Seite gekündigt, hierzu bekam ich entsprechende Formulare zugesendet, die ich unterschreiben musste. Das habe ich getan.

    Also hast du doch Formulare erhalten und darin sollten ja Informationen zu den Kündigungskonditionen stehen. Wenn du dies ohne Prüfung unterschreibst, ...

    Zu der Rückgabe: Da müsste doch sehr deutlich die Kündigungsfrist von 1 Jahr in den Formularen drinstehen, welche du unterschrieben hast. Dadurch ist eine Veräußerung über die Börse mit ca. 10 - 20% Abschlag nicht mehr möglich. Die Anteile sind "geblockt".

    Weiterhin: Du kennst den Verkaufspreis im Mai 2027 übrigens noch nicht, denn dieser wird erst an diesem Stichtag festgelegt! Eine große Wundertüte.

    Allgemein:

    Beratungsprotokoll anfordern. Sobald du für den Kauf von diesem Immofond etwas unterschrieben hast, hast du sehr schlechte Karten. Da wirst du eher nur auf Kulanz der Bank (schlechtes Image) hoffen müssen, dass sie unter Umständen einem Vergleich o.ä. zustimmen werden. Du kannst dich vielleicht an die Verbraucherzentrale wenden, allerdings wirst du das Geld vor Mai 2027 sicherlich nicht sehen/verfügen können.

    Mich wundert, dass immer noch offene Immofonds verkauft werden.

    Kenne die Probleme schon etliche Jahrzehnte. Liegt aber daran, dass ich beruflich damit zu tun hatte.

    Hohe Abschlussgebühr, hohe Verwaltungskosten, keine Rendite. Für die Filialbank ein Goldesel.

    Das ist das Problem mit der Provisionsbasierten Vertriebsmaschine, die wir in DE haben und in anderen EU-Ländern verboten ist.

  • Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, welche den langen Text gelesen und sich an einem Sonntagnachmittag die Zeit genommen haben, eine Antwort zu schreiben.

    Ganz herzlichen Dank dafür!

    Bezüglich der Beratung habe ich schlechte Karten ... weil die Bank mit zwei Bankberatern vertreten war .. also wird Aussage gegen Aussage stehen. Da werde ich definitiv den kürzeren ziehen.

    Was mich stört ist, dass der Auftrag für die Kündigung durch die Bankberaterin einfach so gemacht wurde. Bei bisherigen Depotauflösungen musste ich Kündigungen für die Depot unterschreiben. Diesmal garnichts ...... Sie begründet es mit Dringlichkeit. Hier liegt - meiner Meinung nach- eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vor. Ohne diese Kündigung hätten das Depot an der Börse verkauft werden können (wie es der zweite Vorschlag der Bank war).

    Wie sehen das die Spezialisten hier ?


    Danke und freundlich grüsst die Hummelmutter

  • Also hast du doch Formulare erhalten und darin sollten ja Informationen zu den Kündigungskonditionen stehen. Wenn du dies ohne Prüfung unterschreibst, ...

    Das bezog sich doch auf die "übrigen" Fonds, die in Aktien oder Anleihen investiert sind, und ohne Beschränkung verkauft werden dürfen.

    Falls es sich um Deka Immobilen Europa handelt:

    Kurswert bei der Fondsgesellschaft aktuell 47,66 €, an der Börse 43,7 €, also 8% Verlust bei Verkauf an der Börse. Das ist nicht weit vom Kreditangebot der Sparkasse entfernt.

    Hohe Abschlussgebühr, hohe Verwaltungskosten, keine Rendite.

    In den letzten Jahren 2 bis 3 % p.a. Wenn man Angst vor Aktien hat, war das in Zeiten von Negativzinsen nicht die schlechteste Wahl.


    Wenn man den Immofonds online kauft, erhält man folgenden Warntext:

    Zitat

    Kauf von Wertpapieren
    Offener Immobilienfonds: Die Rückgabe von Fondsanteilen an die Kapitalanlagegesellschaft ist gemäß Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) nur noch eingeschränkt möglich. Bitte diesbezüglich die aktuellen Vertragsbedingungen bzw. die wesentlichen Anlegerinformationen beachten.


    In der Kaufabrechnung und den Quartalsauszügen fehlt ein solcher Hinweis. Da ist der Mitbewerber mit U etwas redseliger:

    Zitat

    Im Anteilbestand sind xx,xxx Anteile enthalten, die bis zum 31. Dezember 2008 erworben wurden.*

    Bitte beachten Sie die zum 22.07.2013 eingeführten gesetzlichen Regelungen.*²

  • Nun ergab sich, dass ich einige grössere Summe als Anlage für einen Wohnungskauf benötige

    Hallo Hummelmutter

    Das ist tatsächlich eine sehr unschöne Situation. Es wurden ja schon viele wertvolle Hinweise gegeben.

    Eine Frage und ein Hinweis: wann ist denn die „Beratung“ oder besser der Verkauf erfolgt und es wurde in den offenen Immo Fonds angelegt.

    Auf diese Frage fussen zwei Hinweise:

    1. war im Beratungsgespräch klar, dass mittelfristig eine Immobilie erworben werden soll und daher das Kapital einigermaßen schnell verfügbar sein muss?

    2. Die Regelung gilt erst seit 2013:

    Die Rückgabe offener Immobilienfonds unterliegt seit Juli 2013 strengen Regeln: Anteile müssen in der Regel mindestens 24 Monate gehalten werden, gefolgt von einer 12-monatigen Kündigungsfrist vor der Rückgabe an die Gesellschaft. Alternativ ist ein sofortiger Verkauf über die Börse möglich, der oft mit Preisabschlägen verbunden ist.

    Je nachdem wann der Fonds erworben wurde hätte spätestens 2013 die Bank den Hinweis geben müssen oder - bei Erwerb nach 2013 - beim Verkauf hierzu beraten müssen…

  • Das ganze ist mehr als ärgerlich. Wenn der Fonds vor mehr als 10 Jahren gekauft wurde, konnte man ihn damals tatsächlich kurzfristig zurückgeben. Die Rahmenbedingungen mit den Kündigungsfristen haben sich erst später geändert.

    Was kann man tun? Einen Verlust gegenüber dem Depotauszug hättest Du auch bei einem Verkauf über die Börse gehabt. Wenn Du die Kündigungsfrist abwartest, kann es leicht passieren, dass die Anteile in einem Jahr weniger wert sind als heute. Es gab einige Wertberichtigungen bei den Immobilienfonds in den letzten Jahren und das kann auch weiterhin anstehen.

    • Protokoll anfordern ist kein Fehler
    • Mit der Sparkasse verhandeln und einen besseren Kompromiss aushandeln. Beispielsweise einen Wertpapierkredit mit 5 % Zinsen.
    • Sparkassen Schlichtungsstelle einschalten
    • Termin bei der Verbraucherberatung
    • Schlichtung über die Deka probieren wo auch das Depot liegt. Vielleicht bieten die bessere Kreditkonditionen als die Sparkasse
    • Vom Rechtsanwalt würde ich eher abraten. Ich fürchte damit wirfst Du gutes Geld dem schlechten hinterher.

    Fakt ist, dass Mitte Mai nicht mehr lange weg ist. Notfalls wirst Du die Zwischenfinanzierung machen müssen. Ich hoffe es wird Dir nicht das Genick brechen. Viel Glück!

    PS: Für die Zukunft schaff Dir ein vernünftiges Buch zum Thema Finanzen an. Die 15 Euro sind gut investiertes Geld.

    • Hilfreichste Antwort

    Noch ein möglicher Hilfstrick, wenn auch nicht optimal:

    Von wieviel gebundenem Kapital reden wir denn. Ist das kritisch für den Immobilienerwerb? Vielleicht lässt sich der Immofonds für das Darlehen als Sicherheit abtreten und der fehlende Betrag mit einem sehr sehr günstigen Zins zwischenfinanzieren. Das wäre ja auch ein valables Angebot an die Bank, wo doch einiges schief gelaufen ist.

    Ansonsten würde ich mir auch überlegen, mich an den Hauptbereichsleiter mit dem Anliegen zu wenden und würde auch um ein vor Ort Gespräch bitten. Am besten bist du da nicht alleine und dokumentierst das Gespräch.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen