Eigentumswohnung

  • ist es sinnvoll eine eigentumswohnung zum selber drin wohnen 70 qm zu kaufen 301.000€ (incl. Nebenkosten) und bar zu bezahlen wenn man 380.000€ Kapital und monatlich 4.400 Netto, Hausgeld 330€ :/

    Hängt vom Zustand sowie der eingesparten Miete ab. An der Stelle auch das Thema Rücklagen der WEG prüfen. Viele werden in den nächsten Jahren feststellen, dass man an den Häusern energetisch sanieren muss und die Rücklagen nicht ausreichen. WEGs haben aus berechtigten Gründen den Ruf als Vorhof zur Hölle, denn irgendwer stellt sich fast immer quer.

    Das Thema Klumpen und fehlende Möglichkeit zur teilweisen Entnahme wurde ja schon angesprochen. Tendenziell würde ich nicht fast mein ganzes Vermögen in eine Immobilie stecken

  • Seit der WEG-Reform 2020 (Wohnungseigentumsgesetz) ist die Einstimmigkeit für die meisten Beschlüsse in einer Eigentümerversammlung nicht mehr erforderlich

    Das löst das Problem aber nur teilweise. Viele Eigentümer scheren sich nicht um die Eigentümerversammlung, entsprechend haben Querulanten in der Praxis viel mehr Gewicht. Und für die es ist sehr viel einfacher, andere Eigentümer zu überzeugen, erstmal nichts zu tun oder die kurzfristig billige Lösung zu wählen, anstatt vorausschauend zu denken. Und in einer WEG die gemischt aus Selbstnutzern und Vermietern besteht, sind die Interessen auch selten deckungsgleich.


    Beispiele gefällig?

    In unserer alten Anlage war die Elektrifizierung der Tiefgarage in der Diskussion. Kostenpunkt inklusive Neuanschluss, Lastmanagement und erhöhtem Installationsaufwand für Duplexparker wäre 1500€ pro Platz exklusive Wallbox gewesen. Wurde abgelehnt...man wird dann garantiert ca. 2030 feststellen, dass sich dieses Elektroauto doch durchsetzt und für sehr viel mehr Geld eine ähnliche Lösung verbauen.

    Ähnliches Spiel als für die neue Heizung ein EE-Anteil erfüllt werden musste oder alternativ gedämmt. Man hat sich jetzt wohl für die rechnerische Pflichterfüllung entschieden mit Kellerdecke und OG-Decke...bei 8 Stockwerken ist der Effekt überschaubar. Sinnvollerweise hätte man stattdessen die Giebelseiten und die auskragenden Balkone gedämmt, denn die sorgen zuverlässig für Schimmelecken.

  • Ein Hallo in die Runde,

    ist es sinnvoll eine eigentumswohnung zum selber drin wohnen 70 qm zu kaufen 301.000€ (incl. Nebenkosten) und bar zu bezahlen wenn man 380.000€ Kapital und monatlich 4.400 Netto, Hausgeld 330€ :/

    Danke für die Antwort

    Da kommt es sehr darauf an, wo Du wohnst und wie Deine persönlichen Lebensumstände sind.

    Fragen, die ich mir z.B. stellen würde:

    • Wie umkämpft ist der Mietmarkt, wo Du wohnst? Hast Du aktuell einen privaten Vermieter (wo ggf. auch eine Eigenbedarfskündigung drohen kann) oder z.B. eine große Wohnungsgesellschaft oder Genossenschaft? Für uns war z.B. allein die Tatsache, dass man aus einer Eigentumswohnung nicht mit Eigenbedarf rausgekündigt werden kann, ein Punkt, der für Eigentum sprach.
    • Was kostet die Miete einer vergleichbaren Wohnung? Wie sind die Entwicklungen bei Mieten, dort wo Du wohnst? Zu welcher Miete wohnst Du aktuell, und kannst Du in der aktuellen Wohnung zeitlich unbegrenzt weiter bleiben (und ggf. von einer günstigen Bestandsmiete profitieren), oder musst Du ohnehin raus und müsstest Dir zur aktuellen Preisen eine neue Mietwohnung suchen?
    • Wie gefestigt ist Deine Lebenssituation? Wie sicher bist Du, dass Du "für immer" an diesem Ort bleiben wirst (Stichwort Lebensalter, Jobsituation, Verwurzelung mit Familie und Freunden etc.) und auch keine größere Wohnung benötigen wirst (Stichwort Familienplanung)?
    • Ist die Wohnung gut angebunden und barrierefrei (oder zumindest -arm) erreichbar und damit ggf. auch im Alter noch gut nutzbar?
    • Wie gefragt ist der Ort, wo Du wohnst und die Wohnung, die Du zu kaufen beabsichtigst? Wäre sie bei Bedarf eher leicht wieder verkäuflich, oder wäre das ggf. ein Problem (z.B. weil strukturschwache Gegend, schlechte Anbindung, altes Gebäude mit Sanierungsstau, schlechte Energieeffizienz, zerstrittene Eigentümergemeinschaft...)

    Das sind erstmal Themen, die bei der Entscheidung wichtig sind, ob man überhaupt eine Wohnung kaufen möchte oder lieber zur Miete wohnen.

    Bei der Frage, ob man sie bar bezahlt oder einen Kredit aufnimmt, kommt es darauf an, wieviel Geld man zur Verfügung hat und wieviel man ggf. als Reserve noch übrig haben möchte. Außerdem, wieviel der Kredit kostet.

    • Wie ist Dein Eigenkapital aktuell angelegt? Müsstest Du ggf. einen größeren Betrag Steuern zahlen, wenn Du die Anlage auflöst (z.B., weil es in einem Aktien-/ETF-Depot liegt)?
    • Sind die 301.000 EUR nur der Kaufpreis und es kommen noch Nebenkosten (Makler, Notar, Grundbuch...) dazu? Oder sind die 301.000 EUR schon inklusive aller Nebenkosten?
    • Sind die 380.000 EUR das gesamte (verfügbare) Vermögen, das Du hast, oder hast Du noch eine zusätzliche Reserve bzw. anderweitig Geld angelegt, und die 380.000 EUR sind nur das Geld, das für die Immobilie gedacht ist?

    Aktuell liegen Immobilienkredite irgendwo bei um die 4% im Jahr. Bei einer selbstgenutzten Eigentumswohnung kann man auch keine Kreditzinsen steuerlich absetzen. Einen Kredit aufzunehmen und NICHT bar zu bezahlen würde sich also nur lohnen, wenn man mit einer alternativen Anlage mehr als ca. 5,5% im Jahr vor Steuer erwirtschaftet. Mit sicheren Anlagen gibt es das jedenfalls nicht derzeit.

  • Das löst das Problem aber nur teilweise. Viele Eigentümer scheren sich nicht um die Eigentümerversammlung, entsprechend haben Querulanten in der Praxis viel mehr Gewicht. Und für die es ist sehr viel einfacher, andere Eigentümer zu überzeugen, erstmal nichts zu tun oder die kurzfristig billige Lösung zu wählen, anstatt vorausschauend zu denken. Und in einer WEG die gemischt aus Selbstnutzern und Vermietern besteht, sind die Interessen auch selten deckungsgleich.

    Und zumindest in kleineren WEGs reichen auch schon ein oder zwei Leute, damit ein signifikanter Stimmanteil zustande kommt. Es gibt ja durchaus Mehrfamilienhäuser mit nur 3-5 Wohnungen...

    Übrigens funktioniert das Problem auch in die umgekehrte Richtung - wenn die Eigentümerversammlung teure Maßnahmen beschließt, ist man kostenmäßig dabei, auch wenn man selbst die Maßnahme vielleicht nicht für sinnvoll oder erforderlich hält oder lieber erst im nächsten Jahr tätigen würde.

    Tendenziell würde ich nicht fast mein ganzes Vermögen in eine Immobilie stecken

    Das ist schon riskant. Zumindest, wenn in absehbarer Zeit nicht wieder neues, zusätzliches Vermögen nachkommt. Es ist ja schon ein Unterschied, ob jemand kurz vor der Rente alles, was er hat, in eine Immobilie steckt (und bei der nächsten Sonderumlage ein finanzielles Problem bekommt), oder ob jemand mit Mitte 20 einen sechsstelligen Betrag geerbt hat, sich davon eine Immobilie direkt bar kauft, noch eine fünfstellige Reserve behält und jeden Monat einen vierstelligen Betrag aus dem Gehalt zusätzlich anspart.

  • Sind die 301.000 EUR nur der Kaufpreis und es kommen noch Nebenkosten (Makler, Notar, Grundbuch...) dazu? Oder sind die 301.000 EUR schon inklusive aller Nebenkosten?

    ?

    Wenn im ersten und einzigen Satz steht

    301.000€ (incl. Nebenkosten)

    ?

    In dem Kontext

    Dieses Argument kam von 'Sovereign'. Dann kamst du mit dem Hinweis auf die Grundsteuer.
    Daraufhin habe ich ergänzt, dass die Grundsteuer nicht nur als Eigentümer bezahlt wird, sondern auch von Mietern, sofern die Wohnung vermietet wird.

    Und jetzt bin ich verwirrt, was du eigentlich mitteilen willst.

    Bin auch verwirrt, was Micha-1 damit sagen will, denn die Grundsteuer zahlt auch ein Mieter. Siehe schon hier

    bei meinen vermieteten Objekten ist die Grundsteuer dagegen auf die Mieter umlagefähig. Für meinen Teil hatte ich dabei den reinen Mietwert (ohne diese staatliche Abgabe) im Fokus.

  • man wird dann garantiert ca. 2030 feststellen, dass sich dieses Elektroauto doch durchsetzt und für sehr viel mehr Geld eine ähnliche Lösung verbauen.

    Technischen Fortschritt gibt es ja nicht? Heutzutage mag es (insb. für Kleinwagen mit MIniakkus) sinnvoll sein, in der eigenen TG laden zu können. Wenn eAutos mal endlich akzeptabel werden (und das nicht, weil Verbrenner einfach sinnlos verboten werden), dann wird sich das hoffentlich geändert haben.

    Dass es finanziell mit dem Aufbau der WB nicht getan ist, ist Dir sicher klar.

    Tendenziell würde ich nicht fast mein ganzes Vermögen in eine Immobilie stecken

    Ich sofort wieder, wenn ich mir ansatzweise sicher bin, an dem Ort die kommenden 15-20 Jahre bleiben zu wollen, der Job sicher erscheint und die 4400€ Netto derzeit nicht im Lifestyle verschwinden (irgendwo muss das Eigenkapital herkommen).

    ist es sinnvoll eine eigentumswohnung zum selber drin wohnen 70 qm zu kaufen 301.000€ (incl. Nebenkosten) und bar zu bezahlen wenn man 380.000€ Kapital und monatlich 4.400 Netto, Hausgeld 330€

    Was ist sinnvoll für Dich? Wie ist das Geld sonst angelegt, mit welcher Rendite rechnest Du dabei, welchen Zinssatz zahlst Du für einen Immo-Kredit, welche KfW-Förderung gibt es ggf.

    Ich weiss nur im Nachhinein, dass es für mich 2017 nicht sinnvoll war, meine ETW mit einem hohen Eigenanteil zu finanzieren. Ob diese Rechnung auch bei heutigen Kreditzinsen aufgehen wird, wie Du auf die Schuldenlast reagierst, was passiert, wenn Du finanzierst und die Spekulation auf eine Überrendite der Anlage schief geht usw. weisst nur Du.

    Ob Du derzeit Dein Einkommen nahezu komplett verlebst oder bis zu Deiner Rente (wenn ich die 55 mal als Anter und nicht als Geburtsjahr interpretiere) Deine Rentenlücke (falls diese existiert) wieder aufgefüllt hast, weisst auch nur Du.

    Sind die 301.000 EUR nur der Kaufpreis und es kommen noch Nebenkosten

    Was bedeute "inkl. Nebenkosten" wohl (hast Du ja sogar mit zitiert)?

    So, wie ich die Frage verstehe, geht es nicht darum, ob der Kauf sinnvoll ist sondern nur darum, ob es sinnvoll ist, die selber bewohnte ETW komplett aus eigenen Mitteln zu finanzieren oder dafür einen Kredit (mit unbekannten Konditionen) aufzunehmen.

    und, was sagst du zu den vielen Rückmeldungen zu deiner Frage?

    U.U. ist er ganz trivial gerade (14:41) noch dabei, seine 4400€ Nettoeinkomen zu erarbeiten.

  • Technischen Fortschritt gibt es ja nicht?

    Gibt es schon, aber was soll sich in den nächsten Jahren entscheidend ändern? Die Alltagsladung von Elektroautos ist technisch ein gelöstes Problem und das Thema Akku flacht auch extrem ab.

    Akkus sind relativ teuer und haben eine relativ geringe Energiedichte. Verglichen mit Benzin. Deshalb werden wir auch in 10 Jahren nicht massenhaft Elektroautos 200kWh oder mehr sehen. Und selbst wenn...diese wird man nicht in 5 Minuten vollladen können, denn extrem hohe Ladeleistungen gehen auf die Lebensdauer der Akkus. Deshalb werden wir keine Laderaten von 10C oder nochmal deutlich höher sehen. Dazu stellt das Konzept "Laden wie Tanken" hohe Anforderungen an die Infrastruktur. 200kWh in 5 Minuten erfordert 2400kW Durchschnitt zuzüglich Ladeverluste, also realistisch in der Spitze über 3 Megawatt. Viel Spaß beim Versuch, eine Tankstelle mit 12 Säulen durch eine Stromtankstelle zu ersetzen.

    Alles spricht dafür, dass der Königsweg darin besteht, möglichst viel dort zu laden, wo die Autos ohnehin lange Zeit stehen und diese langsam zu laden. Also zu Hause, am Arbeitsplatz, an Ausflugszielen. Die Bequemlichkeit der Heimladung wird man ohnehin mit keinem anderen System erreichen und auch nicht die geringen laufenden Kosten.

    Aber mir solls egal sein, ich wohne ja nicht mehr dort. Im Eigenheim bin ich Chef und bei Gelegenheit wird eine rote CEE-Dose im Carport installiert, dann bin ich vorverkabelt

  • Nur am Rande aber in dem Kontext

    Die Alltagsladung von Elektroautos ist technisch ein gelöstes Problem und das Thema Akku flacht auch extrem ab.

    Ob das zum einen für die (sehr) vielen Menschen gilt, die nicht in EFHs sondern in großen MFHs wohnen, scheint mir ggf. eher fraglich.

    Zum anderen: Noch problematischer - jedenfalls für Otto Normalverbraucher - ist der Themenbereich "Wertstabilität bzw. Restwerte" im Bereich "E-Autos vs Verbrenner". Wenn ich diesbezüglich auf jüngste Statistiken schaue und Leuten im Kfz-Handel zuhöre.

    Bei einem Smartphone beispielsweise dürfte ein zügiger und hoher Wertverfall schon deshalb eher akzeptiert und/oder verkraftbar sein (für den Durchschnittsverbraucher), weil die Ausgangsbasis (Neupreis/Anschaffungspreis) eine völlig andere ist als bei Fahrzeugen. Entsprechend diesem Faktor (40,50 aufwärts) verhält sich dann in diversen Fällen auch der Wertverlust bezüglich des Restwertes.

  • Das löst das Problem aber nur teilweise. Viele Eigentümer scheren sich nicht um die Eigentümerversammlung, entsprechend haben Querulanten in der Praxis viel mehr Gewicht.

    (...)

    Beispiele gefällig?

    In unserer alten Anlage war die Elektrifizierung der Tiefgarage in der Diskussion. Kostenpunkt inklusive Neuanschluss, Lastmanagement und erhöhtem Installationsaufwand für Duplexparker wäre 1500€ pro Platz exklusive Wallbox gewesen. Wurde abgelehnt...man wird dann garantiert ca. 2030 feststellen, dass sich dieses Elektroauto doch durchsetzt und für sehr viel mehr Geld eine ähnliche Lösung verbauen.

    Zumindest bei diesem Beispiel gilt: Seit ein paar Jahren ist das laut WEG eine privilegierte Maßnahme, d.h. es darf nicht verwehrt werden. Es dürfen höchstens Auflagen zur Umsetzung gemacht werden.

    Und statt einem allgemeinen Beschluss zur Umsetzung, wählt man hier lieber den Weg der Gestattung, der auch dafür sorgt, dass nur jene Parteien zahlen müssen, die das umsetzen wollen und nicht die ganze WEG.

    So ist das hier kürzlich in der kleinen WEG auch gelaufen, weil eine einzige Partei noch auf Wasserstoffautos wartet. Elektrofahrzeuge kommen nicht in Frage, weil man immer unter höchstem Zeitdruck 600 bis 800 km am Stück Auto fahren muss. Trotz kleinem Kind, das ja eigentlich auch mal zwischendurch auf die Toilette müsste...

  • Zumindest bei diesem Beispiel gilt: Seit ein paar Jahren ist das laut WEG eine privilegierte Maßnahme, d.h. es darf nicht verwehrt werden. Es dürfen höchstens Auflagen zur Umsetzung gemacht werden.

    Ist richtig. Wobei halt der Teufel im Detail steckt. Bei 200 Plätzen in der TG kommt man ohne Neuanschluss und Lastmanagement nicht weit. 1980 konnte ja auch keiner dran denken, dass eine TG mal so viel Strom braucht. Und das andere Problem ist...das war ja auch schon vor ein paar Jahren...dass es damals relativ günstig gewesen wäre, die Infrastruktur auf Vorrat zu bauen. Und dann ist der Schritt für den einzelnen recht klein. Wallbox installieren lassen und laden, die Kabel sind schon da. Ich kann ja ein bisschen verstehen, dass das akute Interesse der meisten recht gering war, wer hatte vor 4 Jahren schon Elektroautos? Aber vorausschauend denken wäre hier definitiv günstiger gewesen als zu warten, bis alle eine solche Installation wollen, die Elektriker ausgebucht sind und Förderungen die Preise treiben. Wie gesagt...WEG sind schwierig. Die Vermieter haben kein großes Interesse daran, da Geld zu investieren. In einem Markt wie Konstanz bekommt man die Wohnung immer voll

    Bei 6 Parteien kannst du sicherlich den Weg gehen, dass 4 Parteien ihr Ding machen und die anderen beiden sehen später, wie sie das lösen. Bei 200 kannst du nicht die ersten fünf Interessenten mal ihr Ding machen und dann nach ein paar Jahren kommen und alles wieder rückbauen und die große Lösung installieren. Damit lässt man die ersten ins Messer laufen.

    Ob das zum einen für die (sehr) vielen Menschen gilt, die nicht in EFHs sondern in großen MFHs wohnen, scheint mir ggf. eher fraglich.

    Das steht der Marktdurchdringung der nächsten paar Jahre technisch nicht im Weg. Nur rund 20% der Fahrzeuge sind Laternenparker. Und von diesen werden absehbar zahlreiche eine Lademöglichkeit auf dem Firmenparkplatz finden. Für den Rest wird man auch eine Lösung schaffen, sei es durch öffentliche Lader an der Straße oder durch Lademöglichkeiten am Kino,...

    Klar ist aber, dass die sinnvolle Variante nicht darin bestehen wird, dass wir Tankstellen 1:1 mit Stromtankstellen und Megawattladern ersetzen. Auf absehbare Zeit ist das nicht Marktreif, erst recht nicht im Volumensegment. Und der Rattenschwanz an der Infrastruktur ist nicht zu unterschätzen.

    Das Thema können wir gerne im Elektroauto-Thread weiter diskutieren

  • Das Thema können wir gerne im Elektroauto-Thread weiter diskutieren

    Eher nicht - jedenfalls für meinen Teil. Schon deshalb, weil ich kein studierter Naturwissenschaftler bin (zum anderen sind mir schon als passioniertem Radler die "silent killer" (E-Autos) eher suspekt).

    Da Du zum Wertverlust (siehe Nr. 34) keine Silbe geschrieben hattest: Erinnere mich an einen Vergleich (u. a. ADAC, Unternehmensberatung Oliver Wyman) "Restwerte nach 5 Jahren" von einem VW Golf (51%), einem VW ID.3 (37%) und einem iPhone 17 (16%).

    Der (rasante) technische (und teilweise sprunghafte) Fortschritt ist bei E-Autos sicherlich (auch politisch) erwünscht. Im Ergebnis hat dies aber logischerweise (erheblichen) Einfluß auf den Werterhalt bzw. den Restwert. Ein finanzieller Hinderungsgrund (neben anderen), der einem schnellen Hochlauf im Wege stehen dürfte (die meisten Verbraucher müssen oder wollen preissensibel agieren).

  • Hallo,

    ist zwar OT aber irgendwo muss ich meine Verwunderung einmal abladen.

    Wobei halt der Teufel im Detail steckt. Bei 200 Plätzen in der TG kommt man ohne Neuanschluss und Lastmanagement nicht weit. 1980 konnte ja auch keiner dran denken, dass eine TG mal so viel Strom braucht.

    Da hat man auch 2018 Planungsbeginn und aktuell Bezug noch nicht daran gedacht. Ich habe gerade ein aktuelles Beispiel, TG mit ca. 50 Plätzen hat max. 6 Wallboxen. Mehr Kapazität ist der örtliche Stromnetzbetreiber nicht in der Lage oder willens bereitzustellen.

    Ansonsten ist die Diskussion hier ein schönes Beispiel, welche Kreise ein ins Wasser geworfener Stein erzeugen kann.

    Gruß Pumphut

  • Da Du zum Wertverlust

    Die einen leasen, da trägt die Bank das Risiko, die anderen freuen sich über das Schnäppchen.

    TG mit ca. 50 Plätzen hat max. 6 Wallboxen. Mehr Kapazität ist der örtliche Stromnetzbetreiber nicht in der Lage oder willens bereitzustellen.

    Verständlich. Vor allem da 10% verfügbare Wallboxen locker reichen werden. Entweder baut ihr die so auf, dass sie wechselweise genutzt werden können oder ihr setzt ein Last Management auf.

  • Die einen leasen, da trägt die Bank das Risiko

    Daß "Banken" (einseitig und/oder unbezahlt) "Risiken tragen", wäre mir persönlich neu und widerspricht zudem meinen langjährigen Erfahrungen.

    die anderen freuen sich über das Schnäppchen.

    Warum sollte ein Otto Normalverbraucher einen deutlich bis exorbitanten höheren Wertverlust bei einem E-Auto (im Relation) zu einem herkömmlichen ähnlichen Modell des gleichen Hersteller (siehe Nr. 37 "VW Golf" vs "VW ID.3") hinnehmen, nur damit "andere" sich im Gebrauchtwagenmarkt über ein "Schnäppchen freuen können" ... ?


    Bin diesbezüglich hier raus, da es in Nr. 1 um eine völlig andere Fragestellung geht.

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