Hi zusammen!
Erstmal vielen Dank für die Aufnahme ins Forum.
Ich habe direkt eine Frage für meine Schwiegermutter:
Abschluss Riestervertrag über die Provinzial im Jahr 2006.
Stilllegung des Vertrages ungefähr im Jahr 2016.
Gebildetes Kapital bisher: 3945€.
Jährliche Zahlung, um Zulagen zu behalten: rund 30€
Garantierte Rente: 17,90€
Momentanes Brutto: 22.000€
Nun kam ihr Berater auf sie zu (Alarmglocken bei mir gingen direkt an), dass sie den Vertrag aufleben lassen könnte, wenn sie 4% des letzten Jahresbruttos einzahlt (880€ abzgl. 175€ staatlicher Förderung).
Sprich es würden 880€ auf das Riesterkonto eingezahlt werden, wovon 175€ staatliche Förderung wären.
Eigenanteil demnach 705€.
Klingt jetzt erstmal nach einem guten Deal.
Wird es aber faktisch wahrscheinlich nicht sein. Wo ist der Haken?
Merci!
Riester aufleben lassen?
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FabianEss -
2. Mai 2026 um 10:10 -
Erledigt
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Kater.Ka
2. Mai 2026 um 11:45 Hat das Thema freigeschaltet. -
Vorab: wie alt ist deine Schwiegermutter ?
Der „Verkäufer“ will wahrscheinlich mit der Aktivierung eines toten Riester Vertrages noch schön Geld verdienen. Zudem hat er dann die Möglichkeit ab 2027 ein völlig überteuertes Produkt für das neue Altersvorsorgedepot zu verkaufen.
Kleiner Hinweis:wenn deine Schwiegermutter ab Januar 2027 das Altersvorsorgedepot nimmt, muss sie für eine Förderung von 180 € im Jahr nur 360 € einzahlen.
Die unnötigen 705 € Einzahlung sind natürlich totaler Schwachsinn, weil hier Geld in einem schlechten alten Vertrag fließen soll.
Der Vertrag ist ja quasi nicht ohne Grund seit zehn Jahren nicht mehr richtig gespart worden, weil total unattraktiv.
Wir brauchen jetzt mal das Alter von deiner Schwiegermutter, um die beste Strategie zu nennen.
Klingt werbemäßig erstmal gut mit den 175 € Zulage, ist es aber meistens nicht. Der Haken: Bei alten Riester-Verträgen (z. B. von der Provinzial) fressen Kosten und die sehr niedrige Verzinsung einen großen Teil der Förderung wieder auf. Gleichzeitig ist die garantierte Rente extrem gering bei dir aktuell ja nur knapp 18 € im Monat.Sie würde also sowieso mit einer Einmalauszahlung wegen einer Kleinstbetragsrente abgefunden.
Unterm Strich würde sie also 705 € eigenes Geld pro Jahr in ein Produkt mit schwacher Rendite und wenig Flexibilität Der „Berater“ verdient daran, dass sie wieder einzahlst.
Sorge bitte unbedingt dafür, dass dieser Berater nicht mehr deine Schwiegermutter mit irgendwelchen dummen Sachen behelligt.
Dazu kommt: Riester idt politisch als Auslaufmodell. Ab 2027 kommt dad neue Altersvorsorgedepot kommen, das deutlich flexibler und renditestärker sein wurd Deshalb lohnt es sich doppelt, jetzt kein neues Geld mehr in so einen alten Vertrag zu stecken.
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Wie Tomarcy angedeutet hat, dürfte der Haken an der Sache die Vertragsgestaltung sein. Interessant zu wissen wäre, wie viel Geld die Schwiegermutter eingezahlt hat und wie viel Förderung in den 3945 EUR stecken. Vermutlich wird die verbleibende Rendite sehr niedrig sein und damit haben wir die Schwachstelle gefunden. Somit sollte sie den Vertrag nicht wieder aufleben lassen. Ein Wechsel in ein günstiges AV-Depot kann in der Gesamtbetrachtung eine gute Idee sein..
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Ohne Angabe des Alters, der Frauen kommen nicht weiter.
Es ist sehr gut möglich, dass es sogar die beste Möglichkeit ist, sich das Ding dann mit 60 Jahren auszahlen zu lassen.
Wenn 2006 abgeschlossen wurde, wird sie aber vermutlich nicht so alt sein.
Wenn man jetzt zehn Jahre lang den Quatsch nicht gefüttert hat, muss man nicht im letzten Jahr von Riester das aufleben lassen.
Meine Vermutung bleibt erst mal: die Frau soll wahrscheinlich durch den „Betreuer“ für ein überteuertes Altersvorsorge- Produkt ab 2027 geködert werden.
Nennen wir das mal freundlich: „ Kontaktaufnahme und Kontaktpflege zur Vorbereitung einer Umbettung“ -
Danke euch!
Meine Schwiegermutter ist nun 58.Gibt eine kleine Zahlenkorrektur. Ende 2025 waren auf dem Konto rund 4.100€ gutgeschrieben.
Diese setzen sich zusammen aus:
- gutgeschriebene Zulagen 2.050€
- insgesamt geleistete Altersvorsorgebeiträge: 1.200€
- Rest: fraglich. Rendite?
Erträge in 2025:
- rund 120€
Kosten in 2025:
- rund 33€
ETF möchte sie nicht. Konnte da selbst mit viel Zureden nicht überzeugen. Ist auch fraglich, ob der kurze Anlagehorizont von 5-10 Jahren dafür sinnvoll ist.
Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 werde ich mir ebenfalls mal anschauen, danke! -
Mit 60 kann sich deine Schwiegermutter den Riester als Kleinstbetragsrente auszahlen lassen.
Bleibt es bei ihr mit 22k€ Jahresbrutto dürfte sich die Steuerliche Belastung bei Auszahlung in Grenzen halten.
Investiert sie dieses Jahr 705€ bekommt sie 175€ Zulagen. Kann sie mitnehmen wenn gewünscht, das geht aber auch zum Jahresende. Dann nächstes Jahr nochmals und zum 60igsten Geburtstag den Vertrag kündigen und auszahlen lassen. Fertig.
Beim Übertrag ins neue AVD geht die Auszahlung erst mit 65. ob sie mit dann 60 da noch einen neuen Vertrag abschließen kann/möchte ?
Aber bei diesen geringen Summen für die Altersvorsorge hoffe ich das da noch andere Einkommen im Rentenalter dazukommen.
Euch gute Finanzentscheidungen. -
Dann nächstes Jahr nochmals und zum 60igsten Geburtstag den Vertrag kündigen und auszahlen lassen. Fertig.
Stopp !
Nicht mit 60 KÜNDIGEN sondern einfach die Rente abrufen !
Aufpassen, was da für Post kommt.
Es wird dann eben real keine Rente ausgezahlt sondern wegen Kleinstbetragsregelung ein Betrag in einer Summe ausgezahlt. -
Stimmt rente mit 60 beantragen.
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Weiß jemand, bis zu welchem Riesterguthaben (Banksparplan) die Kleinbetragrentenabfindung möglich ist?
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Weiß jemand, bis zu welchem Riesterguthaben (Banksparplan) die Kleinbetragrentenabfindung möglich ist?
Das hängt von der garantierten monatlichen Rente ab. Die darf nicht höher sein als jetzt 1% und ab 2027 1,5% der Bezugsgröße in der Sozialversicherung, also momentan 39,55€, 2027 etwa 60,51€, wenn ich mich nicht irre.
Einer der werten Mitforisten hat mal überschlagen, dass die Bezugsgröße jährlich etwa um 2% steigt.
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Das hängt von der garantierten monatlichen Rente ab. Die darf nicht höher sein als jetzt 1% und ab 2027 1,5% der Bezugsgröße in der Sozialversicherung, also momentan 39,55€, 2027 etwa 60,51€, wenn ich mich nicht irre.
Einer der werten Mitforisten hat mal überschlagen, dass die Bezugsgröße jährlich etwa um 2% steigt.
Es kommt ja auch darauf an, ob bereits ein Rentenfaktor feststeht. In der Tendenz wird der ja mit 60 kleiner sein und somit die Wahrscheinlichkeit für die unschädliche Auszahlung als Kleinbetragsrente steigen.
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Es kommt ja auch darauf an, ob bereits ein Rentenfaktor feststeht. In der Tendenz wird der ja mit 60 kleiner sein und somit die Wahrscheinlichkeit für die unschädliche Auszahlung als Kleinbetragsrente steigen.
Was heißt das konkret in Bezug auf die Kleinbetragsrente? Welchen Einfluss hat der Rentenfaktor?
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Wie wäre denn bei dem jetzigen Bezugswert das zugrunde liegende Riesterguthaben? An dem Punkt komme ich nicht weiter.
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Was heißt das konkret in Bezug auf die Kleinbetragsrente? Welchen Einfluss hat der Rentenfaktor?
Man muss schauen, was der ANBIETER bei einer Verrentung überhaupt anbietet.
Das hängt bei einem Banksparplan dann konkret davon ab, was da für ein Brief von der Bank kommt.
Diese teilt dann mit, wie und mit welcher Versicherung die Renten gezahlt werden sollen. -
Wie wäre denn bei dem jetzigen Bezugswert das zugrunde liegende Riesterguthaben? An dem Punkt komme ich nicht weiter.
Es wird zum Zeitpunkt der Auszahlung ja erst noch eine Versicherung abzuschließen sein. (Kostenpunkt 25 bis 20 Prozent des Guthabens im Vertrag) Dann können wir einen Rentenfaktor von 30 oder niedriger annehmen. (Je früher der Beginn der Verrentung, desto niedriger der Rentenfaktor.)
Tun wir so als wären 60 EUR Rentenhöhe zu unterschreiten.
Dann würden wir zurückrechnen und nach Abschluss der Versicherung dürften nur 19.999 EUR im Vertrag sein, damit die Kleinbetragsrente greift.
Alles nur beispielhaft.
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Alles anzeigen
Mit 60 kann sich deine Schwiegermutter den Riester als Kleinstbetragsrente auszahlen lassen.
Bleibt es bei ihr mit 22k€ Jahresbrutto dürfte sich die Steuerliche Belastung bei Auszahlung in Grenzen halten.
Investiert sie dieses Jahr 705€ bekommt sie 175€ Zulagen. Kann sie mitnehmen wenn gewünscht, das geht aber auch zum Jahresende. Dann nächstes Jahr nochmals und zum 60igsten Geburtstag den Vertrag kündigen und auszahlen lassen. Fertig.
Beim Übertrag ins neue AVD geht die Auszahlung erst mit 65. ob sie mit dann 60 da noch einen neuen Vertrag abschließen kann/möchte ?
Aber bei diesen geringen Summen für die Altersvorsorge hoffe ich das da noch andere Einkommen im Rentenalter dazukommen.
Euch gute Finanzentscheidungen.Danke!
Werde ich ihr so mitteilen.
Einzahlung zum Jahresende, um Geld bis dahin anderweitig anzulegen aber trotzdem die Zulage mitzuenhmen?
Es sind glücklicherweise 2 Immobilien + Barvermögen vorhanden. -
Danke!
Werde ich ihr so mitteilen.
Einzahlung zum Jahresende, um Geld bis dahin anderweitig anzulegen aber trotzdem die Zulage mitzuenhmen?
Es sind glücklicherweise 2 Immobilien + Barvermögen vorhanden.Das teilst du ihr so nicht mit !!
Siehe mein Hinweis, KEINESFALLS zu kündigen !!! -
Pardon! Habe deinen Post zwar gelesen aber nicht in die Antwort inkludiert

Rente wird mit 60 abgerufen aber Vertrag nicht gekündigt.
Einzahlung der 705€ am Jahresende 2x. -
Das teilst du ihr so nicht mit !!
Siehe mein Hinweis, KEINESFALLS zu kündigen !!!Aber WEM müsste man denn dann WANN sagen, dass man den Kleinbetragsrenten-Joker zieht?
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Aber WEM müsste man denn dann WANN sagen, dass man den Kleinbetragsrenten-Joker zieht?
Nehmen wir als Beispiel ab, dass der Vertrag offiziell bis 65 läuft, die Rente aber schon mit 60 begonnen werden kann. Das steht in den Vertragsbedingungen.
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