Der ETF ist Swap-basiert, d.h. er kann beliebige Wertpapiere enthalten (zB Nvidia-Aktien).
Ich war der Meinung, der swappe nur mit Anleihen, anders als die "Smart"-Overnights?
Der ETF ist Swap-basiert, d.h. er kann beliebige Wertpapiere enthalten (zB Nvidia-Aktien).
Ich war der Meinung, der swappe nur mit Anleihen, anders als die "Smart"-Overnights?
Sondern hat satte 400KEUR die vermutlich aus einem Erbe oder einem Immobilienverkauf o.ä. resultieren dort "geparkt" und wartet nun auf den Crash am Aktienmarkt um dann billiger einzusteigen.
Das sehe ich sehr oft: Viele warten jahrelang mit dem Investieren. Häufig liegt das daran, dass ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise der Kapitalmärkte fehlt. Insbesondere dafür woher die Rendite am Aktienmarkt überhaupt kommt.
Der globale Aktienmarkt ist keine abstrakte oder fiktive Größe, sondern besteht aus Tausenden Unternehmen, die im Durchschnitt dauerhaft Gewinne erwirtschaften und immer eine positive Eigenkapitalrendite erzielen. Solange es wirtschaftlichen Fortschritt und Kapitalismus gibt, ist es daher unumgänglihc, dass der Aktienmarkt langfristig wächst. Immer neue neue Allzeithochs und ,,hohe Kurse" sind die Regel, nicht die Ausnahme. Kursrückgänge und Bärenmärkte gehören zwar dazu, sind langfristig aber temporäre Phasen. Also die Ausnahmen.
Deshalb haben vermeintlich „hohe Kurse“ allein gar keine Aussagekraft für die zukünftige Entwicklung. Rational betrachtet spricht vieles dafür, langfristig verfügbares Kapital möglichst früh zu investieren.
Wer sich nicht wohl damit fühlt, sofort 100 % zu investieren, kann auch mit 50 % beginnen. Aber Geld, das langfristig nicht benötigt wird, sollte grundsätzlich in den Markt. Der Anteil des Vermögens, der nicht in den Aktienmarkt investiert werden sollte, ergibt sich eigentlich nur aus zwei Faktoren: dem kurzfristigen Liquiditätsbedarf und der eigenen emotionalen Stabilität.
Wer bei Kursschwankungen sofort nervös wird oder in Krisen verkaufen würde, hat die notwendige emotionale Stabilität für eine hohe Aktienquote noch nicht aufgebaut. Gerade bei einem klassischen „0/100-Sparer“ fehlt diese oft vollständig. Dieses Vertrauen entsteht nicht von allein, sondern vor allem durch Wissen, Erfahrung und die intensive Beschäftigung mit der Geschichte und Funktionsweise der Kapitalmärkte.
Ich kann dir nicht garantieren, ob ein globaler Aktien-ETF nächstes Jahr höher oder tiefer steht als heute. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in 20 Jahren nicht höher steht, geht gegen Null. Auch real nach Inflation. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit einem Geldmarktprodukt nach 20 Jahren nach Inflation und Steuern einen Verlust von 20-30% hast, geht gegen 100%.
Ich habe heute die AU000XCLWAG2 gekauft.
Tomarcy :
AU000XCLWAG2 ist die australische Staatsanleihe Australia Government Bond 4,50 % mit Fälligkeit 21.04.2033.
Ich hätte dazu ein paar Fragen: wie gehst du mit dem Währungsrisiko um? Verfolgst du während der gesamten Zeit den Wechselkurs? Würdest du gegebenenfalls vorher verkaufen? Oder ist dein Plan einfach das Ding bis 2033 zu halten und dann einen schlechten Wechselkurs zu riskieren?
Tomarcy :
AU000XCLWAG2 ist die australische Staatsanleihe Australia Government Bond 4,50 % mit Fälligkeit 21.04.2033.
Ich hätte dazu ein paar Fragen: wie gehst du mit dem Währungsrisiko um? Verfolgst du während der gesamten Zeit den Wechselkurs? Würdest du gegebenenfalls vorher verkaufen? Oder ist dein Plan einfach das Ding bis 2033 zu halten und dann einen schlechten Wechselkurs zu riskieren?
Da habe ich mich von meiner Frau überzeugen lassen. Die fährt seit Jahren ein weltweites Anleihen-Depot und ist eben weltweit diversifiziert. Sie rechnet in den nächsten Jahren mit einem wieder stärkeren US-Dollar und einem sehr schwachen Euro (auch gegenüber der Norwegischen Krone und dem Australischen Dollar).
Deshalb habe ich mal (ausnahmsweise gekauft).
Da habe ich mich von meiner Frau überzeugen lassen. Die fährt seit Jahren ein weltweites Anleihen-Depot und ist eben weltweit diversifiziert. Sie rechnet in den nächsten Jahren mit einem wieder stärkeren US-Dollar und einem sehr schwachen Euro (auch gegenüber der Norwegischen Krone und dem Australischen Dollar).
Deshalb habe ich mal (ausnahmsweise gekauft).
7-jährige Deusche Staatsanleihen bringen z.Zt. ca 3,2%. Da brächten die 4,50% AU000XCLWAG2 ca 1,3% mehr. Was fällt denn an Quellensteuer(?) an, die man dagegenrechnen muss? Die erhoffte Wechselkursentwicklung könnte dann noch dazu kommen - wenn's klappt.
Was fällt denn an Quellensteuer(?) an,
Ist bei australischen Anleihen problemlos, Zinsen werden alle 6 Monate gezahlt. Das ist aber alles nix für Walz und Kommer. Meine Frau war nach dem Studium ein paar Jahre in London bei PIMCO als Analystin im Rentenbereich. Deshalb ihr „Hobby“.
Da habe ich mich von meiner Frau überzeugen lassen. Die fährt seit Jahren ein weltweites Anleihen-Depot und ist eben weltweit diversifiziert. Sie rechnet in den nächsten Jahren mit einem wieder stärkeren US-Dollar und einem sehr schwachen Euro (auch gegenüber der Norwegischen Krone und dem Australischen Dollar).
Deshalb habe ich mal (ausnahmsweise gekauft).
Hm, OK, verstehe. Also einfach nur eine Wette ohne irgendeine Strategie, oder?
Hm, OK, verstehe. Also einfach nur eine Wette ohne irgendeine Strategie, oder?
Für mich kann man das so sagen. Ich habe tatsächlich eine Wette gegen meine Frau verloren.
Ich sehe keinen besonderen Mehrwert gegenüber den internationalen Aktienmärkten in so etwas.
Sie hat klare Prognose-Vorstellungen, die sehr schlecht für den Euro aussehen.
Ist bei australischen Anleihen problemlos, Zinsen werden alle 6 Monate gezahlt. Das ist aber alles nix für Walz und Kommer. Meine Frau war nach dem Studium ein paar Jahre in London bei PIMCO als Analystin im Rentenbereich. Deshalb ihr „Hobby“.
Für Profis mag das funktionieren. Ob diese es dann auch im Bereich der eigenen privaten Vermögensanlage machen sollten, steht bereits auf einem anderen Blatt. Den Laien hingegen kann ich nur dringend empfehlen, Anleihen mit Fremdwährungsrisiken, Zinsänderungsrisiken (also lange Laufzeiten) und größeren Bonitätsrisiken (also non-Investment Grade) zu meiden. Lieber stattdessen die Aktienquote erhöhen. Und sich in einem anderen Hobby betätigen ![]()
Sehe ich auch so. Die Australier liegen eben jetzt im Depot und ich werde ab und zu mal schauen, was ich da tut.
Sie hat klare Prognose-Vorstellungen, die sehr schlecht für den Euro aussehen.
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7-jährige Deusche Staatsanleihen bringen z.Zt. ca 3,2%. Da brächten die 4,50% AU000XCLWAG2 ca 1,3% mehr. Was fällt denn an Quellensteuer(?) an, die man dagegenrechnen muss? Die erhoffte Wechselkursentwicklung könnte dann noch dazu kommen - wenn's klappt.
Die Wechselkursentwicklung dürfte den boost bringen, wenn es klappt. Aber wenn ich es richtig sehe, ist es so eine Art Wette. Ich muss darauf setzen, dass in sieben Jahren der Wechselkurs gut ist. Ich habe in den Jahren davor keine Chance irgendetwas zu lenken? Oder ist es so, dass ich sagen wir in fünf Jahren bei einer günstigen Konstellation wie zum Beispiel sinkende Zinsen in Australien und einem schwachen Euro, vorher verkaufen könnte und dann deutlich über 4,5 Prozent raus gehe?
Eure Rente ist ja vermutlich in Euro abgedeckt. So gesehen ist es vielleicht ja auch eine gute Idee einen Baustein in einer anderen Währung zu haben. Wenn es dann bei uns schlecht läuft, läuft es womöglich woanders besser und man nimmt von da die Rendite mit. Aber vielleicht wäre ein asiatischer ETF dafür doch die bessere Wahl?
Sie hat klare Prognose-Vorstellungen, die sehr schlecht für den Euro aussehen.
Ist sie Sovereign?
Die Wechselkursentwicklung dürfte den boost bringen, wenn es klappt. Aber wenn ich es richtig sehe, ist es so eine Art Wette. Ich muss darauf setzen, dass in sieben Jahren der Wechselkurs gut ist. Ich habe in den Jahren davor keine Chance irgendetwas zu lenken? Oder ist es so, dass ich sagen wir in fünf Jahren bei einer günstigen Konstellation wie zum Beispiel sinkende Zinsen in Australien und einem schwachen Euro, vorher verkaufen könnte und dann deutlich über 4,5 Prozent raus gehe?
Ich frage mich in dem Zussmmenhang auch, ob derzeit Inflationsrisiken stärker zu bewerten wären als Wechselkursrisiken. Und da könnten Aktien die bessere "Versicherung" sein. Allerdings könnte die (Erwartung der) Inflation auch ein treibender Faktor für Aktienkurse sein.
Für Profis mag das funktionieren.
Das tut es nachweislich nicht. Das Hauptproblem ist, dass in den Risikomodellen mit Daten aus der Vergangenheit gearbeitet wird (kaum verwunderlich). Alle paar Jahrzehnte fällt das Kartenhaus dann zusammen.
Wie lautet denn nun eigentlich das Resümee zur Frage
Ist der A41BTT eine gute Alternative zum DBX0AN?
Wie lautet denn nun eigentlich das Resümee zur Frage
Ist der A41BTT eine gute Alternative zum DBX0AN?
Der A41BTT hat marginal höhere Risiken als DBX0AN.
Der Swap-Partner des A41BTT ist ausschließlich die BNP Paribas selbst, während der DBX0AN ein Multi-Swap-Modell mit Deutsche Bank, Barclays, Goldman Sachs u. a. nutzt.
Darüber hinaus besteht das Trägerportfolio des A41BTT vorrangig aus Aktien wobei es beim DBX0AN hauptsächlich europäische Staatsanleihen sind.
Ob diese Risiken sich materialisieren kann ich dir nicht sagen. Aber als Entschädigung für das Eingehen dieser Risiken bekommt man als Anleger eine etwas höhere Rendite. No free lunch eben ![]()
Die Unterschiede sind schon signifikant. Stellt sich die Frage, ob die doch eher marginal höhere Rendite dies rechtfertigt.
Anleger tragen also das Emittentenrisiko der Swap-Bank(en)
Nicht wirklich, da es ja besicherte Derivate sind.
eher marginal höhere Rendite
2,5% p.a. statt 2% sind immerhin 25% höhere Erträge.
Aber für mich ist die schlechte Handelbarkeit das KO-Kriterium.
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