How to Bundesanleihen-Treppe?

  • Am Markt gibt es aber alte Anleihen die höhere oder niedrigere Zinsen haben. Alle dieser Anleihen mit 1 Jahr Restlaufzeit brauchen aber eine Rendite von 2%, da es gleichwertige Anleihen sind. Um das zu erreichen muss der Kurs fallen (wenn die Zinsen höher als 2% sind) oder fallen (wenn die Zinsen niedriger als 2% sind). Die Rendite zur Fälligkeit ist dann bei allen Anleihen 2%.

    Bedeutet das nun: Wenn ich eine 0% Anleihe wie die DE0001102473 jetzt zum Kurs von 92,02 kaufe, dann ist NICHT garantiert, das ich bei Fälligkeit zum 15.08.2029 dafür 100% ausgezahlt bekomme?

  • Bedeutet das nun: Wenn ich eine 0% Anleihe wie die DE0001102473 jetzt zum Kurs von 92,02 kaufe, dann ist NICHT garantiert, das ich bei Fälligkeit zum 15.08.2029 dafür 100% ausgezahlt bekomme?

    Deine persönliche Rendite ist fix 2,58% pro Jahr angenommen du behältst die Anleihe bis zur Fälligkeit

    bei Fälligkeit zum 15.08.2029 bekommst du 100%

  • Also hat es Wombat falsch erklärt oder ich seine Erklärung falsch verstanden?

    Welches Posting meinst du?

    Er sprach von Kursveränderungen während der Laufzeit.

    Ich sprach von der Endfälligkeit, bei der von Anfang an klar ist, was du bekommen wirst.


    Nimm zum Beispiel die 110257 mit Endfälligkeit 08/2052. Laufzeit also noch gut 26 Jahre.

    Die kannst du heute für etwa 40 % kaufen und bekommst bei Fälligkeit 100 % zurück. Also z.B. investierst du heute 4000 € und bekommst in 26 Jahren 10000 € zurück. Rendite pro Jahr 3,5 %.

    Wie der Kurs in den 26 Jahren läuft, hängt u.a. vom EZB-Zins ab.

  • Bedeutet das nun: Wenn ich eine 0% Anleihe wie die DE0001102473 jetzt zum Kurs von 92,02 kaufe, dann ist NICHT garantiert, das ich bei Fälligkeit zum 15.08.2029 dafür 100% ausgezahlt bekomme?

    Nein, solange der Schuldner Zahlungsfähigkeit bleibt. Bis zum Fälligkeitstag kann der Kurs aber schwanken und wird sich 100 annähern.

  • Vielen Dank für die zahlreichen Erklärungen über die Funktionsweise von Anleihen. Grundsätzlich ist mir das schon klar. Aber ich stoße immer mal wieder auf Details, die ich nicht verstehe, z.B. bei Zerobonds. Und das liegt, wie eigentlich immer, daran, dass einige Informationen fehlen.

    Meine Frage gestern war, wer denn Zerobonds bei Emission kauft, wenn er doch garantiert Verlust damit macht, unabhängig davon, ob er die Anleihe vor Fälligkeit verkauft oder bis zur Fälligkeit hält. Die fehlende Information, um das Ganze zu verstehen, ist, dass der Ausgabepreis unter dem Nennwert liegt. Die Differenz entsteht aus dem zum aktuellen Zinssatz abgezinsten Nennwert der Anleihe über die Laufzeit. Damit erhält der Käufer faktisch eine Verzinsung zum aktuellen Zinssatz. Für den Emittenten hat es den Vorteil, dass er keine Kuponzahlungen leisten muss. Fehlt diese Information, so erscheinen Sonderfälle wie z.B. Zerobonds unlogisch und unverständlich.

    Wie bei vielen anderen Dingen im Leben können offenbar auch scheinbar einfach zu verstehende Produkte eine hohe Komplexität mit vielen Randbedingungen aufweisen. Das müssen nicht einmal irgendwelche swap-basierten Derivate sein, sondern trifft auch auf Anleihen zu. Leider erwecken Finanz-Influencer immer wieder den Eindruck, als seien Anleihen einfache und risikoarme Produkte und empfehlen diese als "risikoarme" Komponente im Portfolio.

    Bei mir verfestigt sich der Eindruck, dass Anleihen ein durchaus sinnvolles Anlageinstrument für institutionelle Investoren sind (sonst gäbe es sie nicht). Für Privatanleger bergen Anleihen, egal ob als Direktinvestition oder in Form eines ETF, Risiken, die eben nicht in der Konstruktion dieses Finanzproduktes zu suchen sind, sondern in der Unkenntnis der Anleger.

    Aber der Mensch ist ja lernfähig. Nachdem ich mir schon einmal die Finger mit Anleihen verbrannt habe, werde ich Zukunft diese aus meine Sicht alles andere als risikoarme Anlageklasse meiden.

  • Meine Frage gestern war, wer denn Zerobonds bei Emission kauft, wenn er doch garantiert Verlust damit macht, unabhängig davon, ob er die Anleihe vor Fälligkeit verkauft oder bis zur Fälligkeit hält. Die fehlende Information, um das Ganze zu verstehen, ist, dass der Ausgabepreis unter dem Nennwert liegt. Die Differenz entsteht aus dem zum aktuellen Zinssatz abgezinsten Nennwert der Anleihe über die Laufzeit. Damit erhält der Käufer faktisch eine Verzinsung zum aktuellen Zinssatz. Für den Emittenten hat es den Vorteil, dass er keine Kuponzahlungen leisten muss. Fehlt diese Information, so erscheinen Sonderfälle wie z.B. Zerobonds unlogisch und unverständlich.

    Naja, wenn du dir die Liste der aktuellen Bundeswertpapiere anschaust, steht das da drin.

    Die Nullzinsanleihen haben heute alle einen Preis von unter 100 % und zur Fälligkeit bekommst du 100 % zurück.

  • Nachdem ich mir schon einmal die Finger mit Anleihen verbrannt habe, werde ich Zukunft diese aus meine Sicht alles andere als risikoarme Anlageklasse meiden.

    Wenn du einen einigermaßen soliden Staat wie Deutschland nimmst, sind sie risikoarm bei Betrachtung bis zur Endfälligkeit. Klar, der immer wieder genannte Vorteil gegenüber Festgeld, dass man beliebig verkaufen kann, heißt nicht, dass man zu einem beliebigen Zeitpunkt mit Gewinn verkauft. Aber immerhin kann man verkaufen.

    (Und Anleihen-ETF mit langlaufenden Anleihen sind ein ganz anderes Thema.)

  • Ich weiß nicht, von was du sprichst, aber es gibt genügend solide Unternehmen, die ab nominal 1000 Euro am Markt gekauft werden können.

    Das Unternehmen mag solide sein, die Anleihe ist es nicht. Warum sollte sich ein Unternehmen die Mühe machen an Kleinanleger Anleihen auszugeben, wenn es direkt über Zeichnung institutionelles Geld einsammeln kann? Richtig. Entweder bekommt das Unternehmen von Profis, die sich auskennen, keine vernünftigen Konditionen, weil das Unternehmen Schrott ist oder sie können ihr FK zu besseren Konditionen (=schlechter für den Anleger) loswerden, weil sich der Kleinanleger nicht auskennt. Warum sonst, sollten sie sich die Mühe (und Kosten!) machen? Jeder, der schon mal bei einer Zeichnung dabei war, kann über Kleinanleger, die Unternehmensanleihen am Sekundarmarkt zu Kleinanleger-Stückelung kaufen nur lachen. Der Markt für Unternehmensanleihen ist hochgradig professionell. Da haben Kleinanleger schlichtweg nichts zu suchen. Wer glaubt dort einen guten Deal zu bekommen, macht sich was vor und/oder schätzt die Risken falsch ein.

  • Naja, wenn du dir die Liste der aktuellen Bundeswertpapiere anschaust, steht das da drin.

    Die Nullzinsanleihen haben heute alle einen Preis von unter 100 % und zur Fälligkeit bekommst du 100 % zurück.

    Genau das meine ich. Erst einmal muss man wissen, dass es diese Seite überhaupt gibt bzw. man muss sie finden. Dann habe ich den Link aufgerufen. Da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Ich soll einen Suchbegriff und einen Zeitraum eingeben. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, was denn ein passender Suchbegriff wäre.

  • Das Unternehmen mag solide sein, die Anleihe ist es nicht. Warum sollte sich ein Unternehmen die Mühe machen an Kleinanleger Anleihen auszugeben, wenn es direkt über Zeichnung institutionelles Geld einsammeln kann? Richtig. Entweder bekommt das Unternehmen von Profis, die sich auskennen, keine vernünftigen Konditionen, weil das Unternehmen Schrott ist oder sie können ihr FK zu besseren Konditionen (=schlechter für den Anleger) loswerden, weil sich der Kleinanleger nicht auskennt. Warum sonst, sollten sie sich die Mühe (und Kosten!) machen?

    Bist du das eigentlich wirklich, der hier schreibt?

    Du sprichst hier von Unternehmen wie Siemens und E.ON…..

    Weitere muss ich ja überhaupt nicht mehr nennen, da du offenbar hier auf dem Holzweg bist.

    Ich gebe mal für die interessierten Foristys ein paar Beispiele:

    Siemens XS2049616894

    E.ON XS2177580508


    Also…ohne Worte…

  • Bist du das eigentlich wirklich, der hier schreibt?

    Du sprichst hier von Unternehmen wie Siemens und E.ON…..

    Weitere muss ich ja überhaupt nicht mehr nennen, da du offenbar hier auf dem Holzweg bist.

    Ich gebe mal für die interessierten Foristys ein paar Beispiele:

    Siemens XS2049616894

    E.ON XS2177580508


    Also…ohne Worte…

    Ja. Wirklich ohne Worte. Eine nominale Rendite von 3,2 % auf 8 Jahre. In einem Umfeld in dem es 3% aufs Festgeld gibt, Bundesanleihen bei 2,85% liegen und die Inflation knapp unter 3% liegt (und vielleicht Richtung 4% läuft).

    Also real nach Steuer so etwa -1% p.a., wenn die Inflation nicht anzieht. Wenn sie anzieht, noch schlechter. Bei einer Unternehmensanleihe mit einem extrem hohen Zinsänderungsrisiko.

    Wer sowas kauft, dem spreche ich jede finanzielle Bildung ab.

  • Bisher hatte hier keiner die Investition in Unternehmensanleihen empfohlen, womöglich noch in Fremdwährungen. Wer da investieren will, wird sich gründlich einarbeiten müssen, um erfolgreich zu sein. Auch bei seriösen Unternehmen kann es Nachranganleihen geben (nur als Beispiel), wo keineswegs transparent ist, was in der Laufzeit so alles passieren könnte. Für den Kauf einer Bundesanleihe halte ich das nicht für notwendig. Da reicht es sich über Stückzinsen und Rendieteberechnung schlau zu machen. Interessant ist das ohnehin nur, wenn jemand eine niedrige Aktienquote fahren will.

  • Kauft man Unternehmensanleihen nicht lieber in einem ETF mit hunderten davon? Dann ist das mit dem Einzelrisiko doch nicht mehr so schlimm.

    Gibt es sogar ohne Banken: IE000YMQ2SC9

    Und natürlich auch mit ganz vielen: IE000RHYOR04

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