Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung nicht so ganz, vielleicht habe ich mich aber auch falsch ausgedrückt. Ich habe ja schon aufgrund meiner Analyse Favoriten. Es macht aber keinen Sinn, sich von Anfang an Aktien von 10 verschiedenen Unternehmen ins Depot zu packen, außer man hat vielleicht genügend Geld zur Verfügung. Deshalb wollte ich wissen, wie ihr an die Sache herangeht. Auf keinen Fall wollte ich von euch wissen, welche Aktien ich kaufen soll.
Welche Aktien soll ich kaufen?
-
nimade -
19. Mai 2026 um 09:34 -
Erledigt
-
-
Ich habe mir einige, für mich interessante Aktien herausgesucht und auch schon detailliert analysiert. Mein Problem ist jetzt aber, dass ich mich nicht entscheiden kann, welche Aktien ich kaufen soll.
Selbstverständlich sollte man auch hier auf Diversifikation achten, aber sonst …!?
Habt ihr vielleicht einen Denkanstoß, wie man in dem Fall die besten Entscheidungen trifft?Ich gehöre zu den wenigen, die auch Einzelaktien kaufen. Kriterien sind für mich:
- Gewinn je Aktie ist in den letzten 5 Jahren positiv und im Mittel > 3% vom Kurswert
- Dividende in den letzen 5 Jahren im Mittel > 3% vom Kurswert
- Kurswert vor 5 Jahren nicht höher als heute
- in DE handelbar
- in einem Aktienindex (bei mir in DE, NL, FR, ES, AT, FI) enthalten
- Das Geschäftsmodell sollte nicht im Widerspruch zur persönlichen Lebenseinstellung stehen (Rüstung, Umweltverschmutzung, Suchtausnutzung etc)
Und den Kaufwert begrenzen. Ich nehme 5000€ pro Aktie. Es sollten aber auf Dauer eine zweistellige Anzahl von Aktientiteln sein.
-
Mit Einzelaktien ist doch ganz einfach. Wenn's gut läuft war es KÖNNEN, ich hab's ja auch detailliert analysiert. Und wenn's schlecht läuft war es PECH, denn das konnte nun wirklich keiner ahnen...
Das ist Anfängerniveau. Pech hat man nie. Du musst nur mehrere Strategien parallel laufen lassen und dich anschließend auf die konzentrieren, die gerade performt. Genau dieses Prinzip nutzen Finfluencer, Börsenzeitschriften, Signalgeber und Gurus seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich. Auch Banken beherrschen dieses Spiel perfekt: Sie legen 50–60 Fonds auf und irgendeiner davon läuft am Ende immer allen davon. Zufälligerweise ist es meist genau der Fonds, dessen Prospekt gerade in der Schublade des Verkäufers liegt.
-
Apropos detailliert analysiert. Immer wieder klasse
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
ETF's sollten die Basis für das Portfolio sein.
Meine Kriterien für Einzelaktien sind simpel, ich erwarte dass diese Unternehmen noch in 20 Jahren am Markt sind => Vernüftiges Geschäftsmodell, keine riskoreichen Start-Ups (wie z.B. Plugpower).
Meine Einzelaktien, welche ich langfristig halten möchte, und welche, meiner Meinung nach, zurzeit fair bewertet sind:
BYD Company Limited
Deutsche Bank AG
DWS Group
General Mills Inc.
Mercadolibre Inc
Munich RE AG
Nike, Inc.
Siemens Healthineers AG
Tencent Holdings LtdWichtig: Keine Anlageempfehlung. Wenn man die Risiken und höheren Volas nicht eingehen möchte, kauft lieber breitgestreute ETFs.
-
"Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren."
Andre Kostolany
-
Einzelaktien mit 18% im Minus. Wobei ein paarmal bei ersteren Gewinne abgeschöpft wurden. Weitere Erlöse gehen seit Anfang des Jahres in den Momentum und Multi-Assett ETF von Amundi sowie den Dividenden-VanEck.
-
Das Problem mit stock picking ist, dass man gegen die Mathematik kämpft und das ein sehr ungleicher Kampf ist.
- Über 97% aller Aktien schlagen ein Tagesgeldkonto nicht.
- Die durchschnittliche Überlebensdauer von etablierten Großunternehmen ist 18 Jahre und wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Die meisten Unternehmen z.B. im MSCI World von heute wird es in 40 Jahren nicht mehr geben.
-
Die durchschnittliche Überlebensdauer von etablierten Großunternehmen ist 18 Jahre
D.h. es müsste ganz viele etablierte Großunternehmen geben, die nicht mal 18 Jahre durchgehalten haben. Dann kannst du bestimmt mal 5-10 aufzählen.
-
Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung nicht so ganz, vielleicht habe ich mich aber auch falsch ausgedrückt. Ich habe ja schon aufgrund meiner Analyse Favoriten. Es macht aber keinen Sinn, sich von Anfang an Aktien von 10 verschiedenen Unternehmen ins Depot zu packen, außer man hat vielleicht genügend Geld zur Verfügung. Deshalb wollte ich wissen, wie ihr an die Sache herangeht. Auf keinen Fall wollte ich von euch wissen, welche Aktien ich kaufen soll.
Keine Aufregung, aber der überwiegende Teil in diesem Forum ist nunmal eher passiv unterwegs, so auch ich. Ich halte seit 2007 keine Einzelaktien mehr. Der Versuch durch eigene Analysen Unterbewertungen aufzudecken und dadurch eine Überrendite zu erzielen, hat einfach nicht funktioniert. In einem Bullenmarkt mag es noch recht einfach sein, mit der eigenen Auswahl zumindest irgendeinen Gewinn zu erzielen. Die Flut hebt alle Boote. Zumindest hatte ich auf Dauer keine Rendite oberhalb des allgemeinen Marktdurchschnitts. Vielleicht war ich auch einfach nicht begabt genug und habe in Wirklichkeit nur die Ratschläge aus Börsenblättchen befolgt. Wie auch immer. Jedenfalls begnüge ich mich heute damit das Marktbeta, die Equity Prämie zu ernten. Damit bin ich allerdings seit 2007 äusserst zufrieden.
-
Einzelaktien mit 18% im Minus.
Bei mir 95% im Plus nach 4 Jahren, Was habe ich falsch gemacht?
-
D.h. es müsste ganz viele etablierte Großunternehmen geben, die nicht mal 18 Jahre durchgehalten haben. Dann kannst du bestimmt mal 5-10 aufzählen.
Definition von 'Großunternehmen'!?

Gehen wir einfach mal nur von den Unternehmen aus die im MSCI World enthalten sind bzw. waren. Den Index MSCI World gibt es seit 1986.
Lt. KI waren in dieser Zeit zwischen 3.000-5.000 Unternehmen schon einmal Bestandteil des MSCI World Index. Aktuell sind es ca. 1.350, da die MCAP der mega-Caps immer mehr 'kleinere' Unternehmen aus dem Index kickt.
Ich kenne von den aktuellen 1.350 Unternehmen im Index sicherlich die Wenigsten. Von den 5.000 die überhaupt mal im Index entsprechend noch mal viel weniger. Es gibt aber sehr valide Studien, dass überhaupt nur ein Bruchteil aller Börsenunternehmen dieser Welt für die positive Rendite des Weltaktienmarktes verantwortlich sind (z.B. Bessembinder).
Man sieht eben nur die großen und allseits bekannten Unternehmen. Sozusagen die 'Überlebenden'. Wer denkt dann noch an z.B. Wirecard, Enron, MCI Worldcom, PanAm, KarstadtQuelle, AirBerlin, usw.
Die 'Leichen' werden ganz schnell aus unserer Erinnerung gekickt.
Dazu auch hier: https://gerd-kommer.de/blog/lebenserwartung-unternehmen/Bei mir 95% im Plus nach 4 Jahren, Was habe ich falsch gemacht?
Und was nutzt es britty , dass Du mit Deinen Einzelaktien im Plus bist?

Das man grundsätzlich mit Einzelaktien eine ganz andere Renditechance hat als mit einem marktbreiten ETF bestreitet auch niemand. Wohlmöglich sieht es in 10 oder 20 Jahren aber wieder ganz anders aus. -
Die Behauptung war ja nicht von mir. Aber etablierte Großunternehmen sind nach meiner Definition Unternehmen die "bekannt" sind. Und <18 Jahre hat deine Auswahl nicht geschafft:
Karstadt 143 Jahre
Quelle 82 Jahre
PanAm 64 Jahre
Air Berlin 39 JahreAlso ich würde sagen, die Aussage kann stimmen, wenn man das etabliert und Groß weg lässt...
Deshalb wollte ich wissen, wie ihr an die Sache herangeht
Anfangs auch Aktien gekauft. Bei einigen Glück gehabt, bzw. ich habe einfach gekauft, was in war oder was ich kannte: Apple, Amazon, Alphabet... Bedaure ich nicht wirklich. Aber würde ich es jemanden heute empfehlen? ICH baue den Bestand an Einzelaktien sukzessive bis zum Beginn der Auszahlphase ab.
-
Und was nutzt es britty , dass Du mit Deinen Einzelaktien im Plus bist?
Das man grundsätzlich mit Einzelaktien eine ganz andere Renditechance hat als mit einem marktbreiten ETF bestreitet auch niemand. Wohlmöglich sieht es in 10 oder 20 Jahren aber wieder ganz anders aus.Ich wollte nur der hier oft geäußerten Meinung widersprechen, dass man mit Einzelaktien grundsätzlich immer im Minus landet. Und wie ich in 10 oder 20 Jahren aufgestellt bin, können wir dann ausdiskutieren. Ich bin ja durch keinen Vertrag an den Aktiengesellschaften dauerhaft gebunden.
Mir geht es auch nicht darum, irgendeinen Index zu schlagen. Die Aktien erwirtschaften einen Gewinn, von dem ich gut leben kann, und der Rest wird wieder investiert. Aber nicht wieder in die gleiche Firma, sondern dort wo aktuell die Gewinne gut ausfallen.
-
...
Und was nutzt es britty , dass Du mit Deinen Einzelaktien im Plus bist?

Das man grundsätzlich mit Einzelaktien eine ganz andere Renditechance hat als mit einem marktbreiten ETF bestreitet auch niemand....Dann bin ich mal so frei, es hiermit zu bestreiten. Natürlich sind die Chancen schlechter, wenn es nur relativ wenige Aktien gibt, die überhaupt eine Rendite oberhalb sicherer Staatsanleihen erwirtschaften.
Das heißt aber natürlich nicht, dass es niemand schafft. Es sind halt Anekdoten.
-
Ich wollte nur der hier oft geäußerten Meinung widersprechen, dass man mit Einzelaktien grundsätzlich immer im Minus landet. ...
Bitte einmal zeigen, wo diese Meinung auch nur ein einziges Mal geäußert wurde!
Danke im voraus!
Mir geht es auch nicht darum, irgendeinen Index zu schlagen.
Uns geht es auch nicht darum "irgendeinen" Index zu schlagen, sondern eine geeignete Benchmark. Und Indizes wie der MSCI World der der MSCI ACWI sind dafür sehr gut geeignet.
...Die Aktien erwirtschaften einen Gewinn, von dem ich gut leben kann...
Mir ist weiterhin ein Rätsel, wieso das ein sinnvolles Ziel sein sollte, wenn man mit weniger Risiko einen höheren Gewinn erwirtschaften könnte.
Ich erwirtschafte mit meiner beruflichen Tätigkeit einen Gewinn, von dem ich gut leben kann.
...und der Rest wird wieder investiert. Aber nicht wieder in die gleiche Firma, sondern dort wo aktuell die Gewinne gut ausfallen.
...was natürlich noch nicht in den Kursen eingepreist ist, weil alle anderen Anleger dieser Welt zu blöd waren, das zu erkennen. Aber Du hast die guten Gewinne gesehen.

Man mag machen, was man will. Aber Du scheinst nicht das geringste verstanden zu haben. Das tut mir leid, wenn ich das so klar schreiben muss.
Glück und Zufall ist keine Strategie!
-
D.h. es müsste ganz viele etablierte Großunternehmen geben, die nicht mal 18 Jahre durchgehalten haben. Dann kannst du bestimmt mal 5-10 aufzählen.
Wieso? Kannst du nicht googeln?

Da man annehmen kann, das Irving googeln beherrscht, wird es sich bei dieser rhetorischen Frage wohl um ad hominem handeln.
Zitat von IMDA recent study by McKinsey found that the average life-span of companies listed in Standard & Poor’s 500 was 61 years in 1958. Today, it is less than 18 years.
Zitat von AEIOnly 52 US Companies Have Been on the Fortune 500 Since 1955, Thanks to the ‘creative Destruction’ That Fuels Economic Prosperity.
Zitat von BBCThe average lifespan of a company listed in the S&P 500 index of leading US companies has decreased by more than 50 years in the last century, from 67 years in the 1920s to just 15 years today, according to Professor Richard Foster from Yale University.
-
Ach, du hast nur die Überschrift einer Studie reproduziert.
-
Ach, du hast nur die Überschrift einer Studie reproduziert.
Nein, McKinsey, Yale University und ich haben einen geheimen Plan ausgeheckt und Daten gefälscht. Alles nur, um einen Troll im Finanztip-Forum zu reizen.

-
Der Unterschied dürfte teils in der Depotgröße und vor allem einer Abneigung gegen Investitionen in die Mag7 und in Dreckschleudern wie Öl und Gas liegen. Eine bewusste Entscheidung für Small Caps, was dem klar beschränkten Investitionsvolumen entspricht.
-
Passende Ratgeber für Dich
Aktien kaufen und verkaufen
So handelst Du einfach und günstig mit Aktien und ETFs
Rebalancing
Wann Du Deine Geldanlagen umschichten solltest
Geldanlage
So legst Du Dein Geld einfach sicher an
Sparplan
So legst Du in kleinen Raten Geld an
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht