Autokauf bar teurer als Leasing

  • Finanzierungen bzw Leasing ist oft günstiger, da es den Herstellern oft wichtiger ist, einen konstanten Geldzufluss zu haben anstatt eine einzige volle Zahlung. Da "verzichten" die lieber auf ein paar Euros, haben dafür aber einen stabilen Geldfluss. Da die Finanzierung bzw. das Leasing meist über die eigenen Banken läuft, erhoffen sich diese auch weitere Anschlussgeschäfte mit denen wiederum Geld verdient werden kann. (Andere Kredite, Girokonten usw.) Viele Autohäuser sind im Prinzip auch nicht mehr Autohäuser im klassischen Sinne, sondern nur noch ein Autoverteil- und Bestellhub ohne am eigentlichen Autoverkauf groß mitzuverdienen. Höchtens bei den Finanzierungen und Leasingangebote werden Provisionen kassiert wenn der Deal über diese Finanzierungswege abgeschlossen wird.

  • Mich macht beim Leasing schon auch glücklich, alle 2 bis 3 Jahre ein Neufahrzeug zu haben, bei dem die Gefahr, irgendwann irgendwo liegen zu bleiben, deutlich geringer ist als bei einem gekauften Fahrzeug, mit dem ich unterwegs bin, bis es mir unterm Hintern wegrostet …

    Die Frage, wie wahrscheinlich man liegen bleibt, hängt in erster Linie vom gewählten Fahrzeug ab. Einfach mal durch die Pannenstatistik durchscrollen, manche Modelle steigen mit Werten ein, die andere Autos nach 10 Jahren nicht im Ansatz erreichen. Beim ADAC sind übrigens fast die Hälfte (!) aller Einsätze Probleme mit der Batterie. Die kommt selten wirklich überraschend und Selbsthilfe ist meist unproblematisch. Und wenn man das Auto nicht im Kurzstreckenbetrieb mit Sitzheizung und vollem Gerödel runterreitet, hält die auch überraschend lange. Ich bin immer noch auf der originalen. Damit sind wir halt beim Thema Umgang mit dem Auto. Zwischen Neuwagen und 25 Jahre alter Resterampe in letzter Verwendung gibt es noch eine Menge.

    Bei mir persönlich steht es übrigens nach 12,5 Jahren und 237tkm jetzt Marder 2, Reifen 1, Auto 0 Pannen, bei denen keine Weiterfahrt möglich ist. Wobei beim Marder immerhin noch Notlauf ging, aber das würde ich als Ausfall zählen. Zum Glück ist der immer so nett, dass er nur an einen Luftschlauch ganz oben geht...kann aber auch beim Neuwagen passieren.

  • Genau, kam mit allem 6k weniger und mein Geld konnte weiter im Depot bleiben 😁


    Ein roter Peugeot 208

    Ja eine kleine Versicherung ist da in der Rate mit dabei. Trotzdem am Ende im Gesamten 6k günstiger.

    Danke..erstaunlich, das ist ja kein besonders teures Auto…da hast du ja dann wirklich sehr günstig gekauft 👍

  • Naja, das Auto ist immer neu. Ich zahle ca. 500 €/Monat. Außer Benzin ist alles drin. Wenn ich weniger km nehme, wirds 100 € weniger. Wie gesagt, es ist nicht billig, aber was zahle ich für einen vernünftigen Gebrauchten inkl. Versicherung,Service, Steuern etc. und im Zweifel mit Kreditkosten (und auf Kredite habe ich keinen Bock)?

    Ich komme bei derzeitiger Preislage auf ca. 30.000 € in 5 Jahren. Im Schnitt auf die vergangenen Jahre deutlich weniger. Klar wird man wohl über lange Nutzungszeiten vermutlich um einiges günstiger fahren, aber ich müsste mich dafür auch erstmal ordentlich verschulden🤷‍♂️ Insofern habe ich dafür noch keine gute Alternative gefunden.

    Sry für die Übergriffigkeit. Aber gerade wenn man keine 30.000€ auf der hohen Kannte hat, wäre es doch ein guter Ansatz mal kostenoptimiert an das Thema Auto heranzugehen. Mit fehlt hier wirklich etwas das Verständnis.

  • Durch eine günstige Leasingrate wird die Kundenreichweite erhöht, da man auch Kunden anspricht, die sich das Auto sonst per Kauf nicht leisten könnten oder wollten.

    Ja, aber das belegt noch nicht, dass die Angebote automatisch besser sind als ein Barkauf. Wenn ich beim Barkauf 20% Rabatt bekomme, muss das Leasing fast schon einen negativen Zins auf den Listenpreis haben, damit es halbwegs konkurrenzfähig ist.

  • Vielleicht möchte der Hersteller seine Autos nicht offensichtlich verschleudern, sondern rechnet das lieber über die Leasingrate. Gerade für Bestandskunden können hohe Rabatte negative Auswirkungen auf den Restwert haben.

  • Vielleicht möchte der Hersteller seine Autos nicht offensichtlich verschleudern, sondern rechnet das lieber über die Leasingrate. Gerade für Bestandskunden können hohe Rabatte negative Auswirkungen auf den Restwert haben.

    Deshalb gibt es die Rabatte zum einen zeitlich begrenzt, auch wenn nach der Frühlingsaktion die Sommeraktion und dann der Herbstrabatt angekündigt wird. Oder man macht ein Sondermodell. Und zum anderen gibt es ja Tricks wie Tageszulassungen, dann wird kein Neuwagen verschleudert, sondern ein "Gebrauchter".

    Die Behauptung, dass Leasingaktionen günstiger wären, als ein Barkauf möchte ich doch mal durch ein paar Beispiele untermauert sehen, die nicht gegen den Listenpreis gerechnet sind. Und zwar nicht nur über den ersten Leasingzyklus von 3 Jahren, sondern mehrere Zyklen. Denn nach dem ersten Zyklus hat der Leasingfahrer nichts und der Käufer einen jungen Gebrauchten mit z.B. 30 000km (wenn wir bei den üblichen 10tkm pro Jahr bleiben) und bekannter Historie. Das ist noch keine alte Rostlaube und der große Vorteil gegenüber dem Leasing kommt in den zwei nächsten Zyklen.

  • Der Wertverlust geht trotzdem weiter. Dazu steigen die Wartungskosten.

    Der Wertverlust nimmt deutlich ab. Und die großen Reparaturen kommen erst sehr viel später. Im Wesentlichen hast du im zweiten Zyklus bei derartigen Fahrleistungen einen zweiten Satz Reifen.

    Die Zeiten sind eben vorbei. Die Marge des Händler ist viel zu klein. Wie soll der die 20% für dich bezahlen?

    Sind sie das? Ich habe gestern interessehalber mal den 500e von lieberjott nachgeschaut. 21-22k in den Portalen, 27k Listenpreis. Sind ziemlich genau die 20%. Ähnliches Spiel beim Octavia. In den Portalen als Selection, Diesel, AHK, ACC für 32k, Listenpreis mit der Ausstattung um die 40k.

    Bekommst du natürlich nicht für jedes Auto, aber die Rabatte können immer noch erheblich sein. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, wie manche kleinen Elektroautos gerade in den Markt gedrückt werden, da sind noch mehr als 20% drin. Bei den Großen leider nicht so

  • Sind 20% realistisch erzielbar?

    Das ist die falsche Frage. Sobald du Rabatte bekommst, musst du das Leasing gegen einen realistischen Verkaufspreis rechnen. Egal ob du 10% Rabatt bekommst oder 20%

    Ich bin immer wieder beeindruckt, wie es die Industrie geschafft hat, dass beim Leasing keiner über die Kilometerkosten redet, sondern alle nur noch über Monatsraten und Leasingfaktoren vom Mondpreis.

  • Im Wesentlichen hast du im zweiten Zyklus bei derartigen Fahrleistungen einen zweiten Satz Reifen.

    Und die oft sehr teure Inspektion bei 50tkm - aber die lässt du vermutlich einfach weg, da der Wagen ja nicht mehr der Bank gehört.

    interessehalber mal den 500e

    Der wird schon seit geraumer Zeit verramscht. Das ist ein ganz schlechtes Beispiel. Versuch mal den ID3 mit 20% Rabatt zu kaufen.

    Richtig ist, das der Wertverlust abnimmt, insbesondere wenn du einen Jahreswagen kaufst kannst du diesen Punkt optimieren.

    Mein letzter JAhreswagen, den ich von 2015-2021 gefahren habe, hatte 3400€ Wertverlust/Jahr
    Den Leasingwagen danach, den ich 4 Jahre fuhr, hatte mich 4100€/Jahr Leasing gekostet. Wegen den 700€/Jahr Unterschied mache ich mir den Streß nicht mehr. Meine monatliche Sparrate fürs Depot ist mehrfach höher.

    Die Wartungskosten waren für den gebrauchten übrigens 4x so hoch wie für den Leasingwagen.

  • Sry für die Übergriffigkeit. Aber gerade wenn man keine 30.000€ auf der hohen Kannte hat, wäre es doch ein guter Ansatz mal kostenoptimiert an das Thema Auto heranzugehen. Mit fehlt hier wirklich etwas das Verständnis.

    Deshalb kaufe ich es ja auch nicht sondern entscheide jedes Jahr aufs Neue, ob ich mir für ein weiteres Jahr ein Auto bestelle. Sollte ich das nicht mehr finanzieren können, würde ich das nicht mehr machen und ich habe dann weder einen Kredit laufen noch hänge ich in einem Leasingvertrag fest.

    Im Übrigen haben die Wenigsten in meinem Umfeld 30.000 € Cash für ein Auto auf der hohen Kante. Was meine persönliche Situation betrifft hatte ich ja schon geschrieben, dass ich gerade einen teuren Umzug hinter mich gebracht habe, der einiges an Rücklagen aufgebraucht hat. Gleichzeitig bespare ich mein Depot, welches nicht für ein Auto angefasst wird usw. Insofern läuft halt viel parallel und es ist ein Kompromiss zu finden.

    Kannst mir ja mal eine adäquate Alternative vorrechnen ;)

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