Für mein Dafürhalten wird die TER überschätzt und die TD zu oft außer Acht gelassen, warum auch immer. Gerade bei Unterschieden von unter 0,1% macht es für mich wenig Sinn sich verrückt zu machen, diese Zeit kann man tatsächlich besser nutzen.
FTSE All-World vs. USA+FTSE All-World ex-US
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Saarlaender -
29. Mai 2026 um 10:55 -
Erledigt
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Wer die Gebühren von aktiv gemanagten Fonds in Erinnerung hat, dachte vor fünf Jahren sicher, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist bei einer TER von 0,2 % bis 0,3 %. 2008 kostete manch ein ETF noch 0,5 %. Und doch sind wir jetzt auf dem Weg zu 0,03 %. Das ist ein Wert, der in den USA schon das neue "normal" ist. Das machen die Fondsgesellschaften nicht aus Menschenfreundlichkeit sondern, es ist der Wettbewerb. Das Umsatzwachstum von Vanguard ist in Europa abgeflacht. Freiwillig haben die die TER nicht abgesenkt auf 0,17 %.
Natürlich kann man solche Unterschiede ignorieren und davon profitieren, dass andere mehr Druck auf die Fondsgesellschaften ausüben.
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Das machen die Fondsgesellschaften nicht aus Menschenfreundlichkeit sondern, es ist der Wettbewerb.
Dennoch scheinen einige Anbieter dies nicht zu sehen bzw. ignorieren es, wenn man sich so manche TER anschaut. Teilweise bis 0,45% bei „ihr wisst schon“.
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Bei Altfonds ist das Beharren auf einer hohen TER eine effektive Methode, die Kunden zu melken. Auf das Neugeschäft verzichtet man ja nicht, weil man parallel günstigere Produkte für den Vertrieb auflegt. Wenn die Kunden preissensibler wären, würde sich das nicht rechnen.
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Es haben nicht alle Jahrzehnte vor sich. Da kommt es darauf an, Aktieninvest fürs Alter anzusparen, indem es eben nicht nur auf TER ankommt. Da ist es für manche vielleicht relevanter, europäische Anbieter zu nehmen, auf IMI wegen zusätzlichem Risiko zu verzichten, auf ESG/SRI zu setzen, weil es Risiken minimiert. Was auch immer.
Wenn die Anlegerkriterien bis auf den TER, der möglicherweise kein Dumping-TER ist, stimmen, dann ist TER (< 0,3%) nicht entscheidend.
Finde das erstaunlich, dass bei 2,5 Mio Endergebnis die 50.000 für manche den Ausschlag geben könnten

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Wer die Gebühren von aktiv gemanagten Fonds in Erinnerung hat, dachte vor fünf Jahren sicher, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist bei einer TER von 0,2 % bis 0,3 %. 2008 kostete manch ein ETF noch 0,5 %. Und doch sind wir jetzt auf dem Weg zu 0,03 %. Das ist ein Wert, der in den USA schon das neue "normal" ist. Das machen die Fondsgesellschaften nicht aus Menschenfreundlichkeit sondern, es ist der Wettbewerb. Das Umsatzwachstum von Vanguard ist in Europa abgeflacht. Freiwillig haben die die TER nicht abgesenkt auf 0,17 %.
Mit ,,Ende der Fahnenstange" meine ich nicht, dass die TER nicht weiter sinken kann, sondern, dass der effektive Nutzen für den Anleger mittlerweile kaum messbar ist. Eine Kostensenkung um 0,05% Punkte bei ETF A bringt einem halt nichts, wenn die TD bei ETF B trotzdem besser ist. Und so wie es momentan aussieht bedeutet auf dem niedrigen Level auf dem wir mittlerweile sind, dass die TER kaum Einfluss mehr hat oder zumindest kein Entscheidungsmerkmal sein sollte. Von einem großen Flagschiff-ETF mit mehrere Mrd. Euro Fondsvolumen nur deshalb zu wechseln oder auf 2 oder 3 ETFs umzusteigen, weil man 0,08% TER ,,sparen" kann, halte ich für nicht zu Ende gedacht. Erstens weiß man nicht, ob die TD wirklich besser wird und zweitens steigt das Risiko einer Fondsschließung.
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Teilweise bis 0,45% bei „ihr wisst schon“.
Das ist etwas anderes, weil der sich in einer Blase im „DACH-Gebiet“ befindet.
International bedeutungslos.Eine Kostensenkung um 0,05% Punkte bei ETF A bringt einem halt nichts, wenn die TD bei ETF B trotzdem besser ist.
Mir fällt auf, dass unser Neuling (der keiner ist) permanent mit der TD „argumentiert“ (eher die nur dauernd erwähnt).
Gerade die TD ist aber bei der Konkurrenzsituation der „Großen“ überhaupt kein Argument.
Deshalb ist die Konkurrenzsituation wichtig.
Vanguard z.B. hat nun mit Invesco und Xtrackers schon zwei Konkurrenten. Weitere werden folgen.
Gut so. -
Zitat
“In investing, you get what you don’t pay for. Costs matter.”
John Bogle
Kosten sind einer der wenigen Renditefaktoren, die Anleger kontrollieren können. Jede gesparte Gebühr bleibt beim Anleger. Deshalb ist es rational, Kosten niedrig zu halten. Natürlich muss man mit Augenmaß vorgehen und deshalb nicht bei jedem neuen ETF bzw. Gebührensenkung sein Depot umwerfen. Und erst Recht braucht man deshalb keinesfalls eine Strategie verfolgen, wie sie in diesem Thread betrachtet wurde. Aber grundsätzlich sind die Gebühren eine wichtige Stellschraube.
In anderen Bereichen wird dann über Tagesgeldhopping des Sicherheitsbausteins diskutiert und unverhältnismäßiger Aufwand betrieben um ein paar Euro Vorteil einzustreichen. Oder es werden unnötige Risiken mit irgendwelchen Spezial-ETFs oder Übergewichtungen bestimmter Segmente, eingegangen, die nicht ausreichend prämiert sind. Um damit vielleicht ein Zehntel höhere unsichere Rendite zu erzielen.
Die Kosten hingegen sind sicher. Wenn ich diese im Bereich von breit gestreuten Welt-ETFs halbieren kann, dann nehme ich das doch gerne mit. Und zwar unabhängig von welchem Niveau ich komme. Ob das von 0,4% TER auf 0,2% oder von 0,2% auf 0,1% ist, ist doch egal. Und ob das Fondsvolumen 50.000 oder 5 Millionen ist, auch egal. Oder die Anlagedauer 10 oder 40 Jahre. In allen Fällen ist es eine einfache und sichere Methode, höhere Rendite zu erzielen.
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Es haben nicht alle Jahrzehnte vor sich. Da kommt es darauf an, Aktieninvest fürs Alter anzusparen, indem es eben nicht nur auf TER ankommt. Da ist es für manche vielleicht relevanter, europäische Anbieter zu nehmen, auf IMI wegen zusätzlichem Risiko zu verzichten, auf ESG/SRI zu setzen, weil es Risiken minimiert. Was auch immer.
Wenn die Anlegerkriterien bis auf den TER, der möglicherweise kein Dumping-TER ist, stimmen, dann ist TER (< 0,3%) nicht entscheidend.
Finde das erstaunlich, dass bei 2,5 Mio Endergebnis die 50.000 für manche den Ausschlag geben könnten

2% Unterschied wären schon eine relevante Größe, wenn leicht verdient und garantiert.
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Ein ETF mit einer TER von 0,5 % wird sich trotz eines perfekten Setups (...) schwertun, langfristig besser abzuschneiden als ein ETF mit 0,12 % TER.
Mein ältester World (seit 2008 im Depot) ist der DBX1MW mit 0,45% TER. Den Index kann man auch mit 0,05% TER bekommen.
Ein schneller Vergleich überrascht: Vergleichen - fondsweb
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Mein ältester World (seit 2008 im Depot) ist der DBX1MW mit 0,45% TER. Den Index kann man auch mit 0,05% TER bekommen.
Ein schneller Vergleich überrascht: Vergleichen - fondsweb
Was überrascht denn da?
jedes Jahr im Durchschnitt 0,2 % schlechter …der alte von Xtrackers. -
Kosten sind einer der wenigen Renditefaktoren, die Anleger kontrollieren können.
Das Problem ist, dass die TER nur ein Teil der Gesamtkosten darstellt. Es ist zwar ein tolles Gefühl ein Auto mit weniger Treibstoffverbrauch zu fahren. Wenn es aber dann mehr Reparatur und Wartung hat, zahlt man eventuell trotzdem drauf.
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Mein ältester World (seit 2008 im Depot) ist der DBX1MW mit 0,45% TER. Den Index kann man auch mit 0,05% TER bekommen.
Ein schneller Vergleich überrascht: Vergleichen - fondsweb
Der geringe Renditeabstand liegt m.E. daran, dass beides synthetische ETFs (Swapper) sind.
Bei physischer (Voll)Replikation dürfte das kaum möglich sein.
PS: was hast du denn bei dem Teil für ne Performance? Tenbagger nehme ich an?

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jedes Jahr im Durchschnitt 0,2 % schlechter …der alte von Xtrackers
Ja, in den letzten Jahren 0,2% (statt 0,4% TER-Diff.) schlechter. Insgesamt sogar etwas besser.
was hast du denn bei dem Teil für ne Performance? Tenbagger nehme ich an?
nur +750%, aber steuerfrei

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Mein ältester World (seit 2008 im Depot) ist der DBX1MW mit 0,45% TER. Den Index kann man auch mit 0,05% TER bekommen.
Ein schneller Vergleich überrascht: Vergleichen - fondsweb
Ohne Frage, der Swapper läuft besser als man vermuten könnte und doch kommt der leichte Renditevorteil bei der langen Laufzeit aufgrund früherer Renditen. In den letzten Jahren lag er konsequent hinter dem Invesco (TER 0,19 %). Solange der Unterschied so klein ist, würde ich auch nicht umschichten.
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Ja, in den letzten Jahren 0,2% (statt 0,4% TER-Diff.) schlechter. Insgesamt sogar etwas besser.
nur +750%, aber steuerfrei

Chapeau

Ich habe auch einige Alt-ETFs aus dieser Zeit mit teilweiser horrender TER, aber eben Altbestandsregelung.
Habe mir kürzlich ausgerechnet ob es sich lohnt zu verkaufen und zu einem günstigeren ETF zu wechseln. In Abhängigkeit der erwarteten langfristigen Rendite und Haltedauer liegt der Breakeven bei ca. 0,50-0,60% TER. Also wenn der Altbestands-ETF günstiger ist, besser diesen behalten. Zumindest bis der 100.000 EUR Freibetrag erschöpft ist.
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Ich habe auch einige Alt-ETFs aus dieser Zeit mit teilweiser horrender TER, aber eben Altbestandsregelung.
Hier genauso.
IE00B14X4M10 iShares MSCI North America UCITS ETF USD Dis.
mit 860 % bei einer TER von 0,4 %LU0322253906 Xtrackers MSCI Europe Small Cap UCITS ETF Acc.
mit 659 % bei einer TER von 0,3 %Natürlich würde ich keinen von denen heute kaufen, aber solange der Freibetrag für Altbestände nicht ausgeschöpft ist, werfe ich die nicht raus.
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solange der Freibetrag für Altbestände nicht ausgeschöpft ist
Ja, zumal der Freibetrag personenbezogen und somit durch Schenkung oder Vererbung multiplizierbar ist
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Ich habe mal eine Frage auf die ich keine finale Antwort finde.
Angenommen ich investiere alternativ in eines der beiden folgenden Portfolios:
Portfolio A: 100% Xtrackers oder Vanguard FTSE All-World ETF (TER 0,12 bis 0,19%)
Portfolio B: Kombination aus einem beliebigen USA-ETF (TER 0,03%) und dem Xtrackers FTSE All-World ex-USA ETF (TER 0,15%)Portfolio B jedoch nicht um die USA wegen eines etwaigen Klumpenrisikos anders zu gewichten, sondern einfach nur um Kosten zu sparen.
Bei Portfolio B würde ich daher den USA-Anteil zu Beginn exakt so wählen, wie er an dem Anschaffungstag im FTSE All-World enthalten ist, also z. B. 61,6% USA. Und den Rest von 38,4% in den ex-USA ETF. Danach würde ich niemals ein Rebalancing durchführen.
Entwickeln sich dann beide Portfolio-Varianten exakt gleich?
Aber Portfolio B zu einer deutlich niedrigeren TER von 0,076%Wo ist der Haken?

Seit gestern ist nun der gesamte Thread und die eingangs gestellte Frage quasi obsolet geworden. Denn Xtrackers hat den Preis des FTSE All-World ETFs auf 0,07% gesenkt. Also sogar niedriger als ich mit meinem selbst gebastelten erreichen würde

Was lernen wir nun daraus?
Na, ohne Welt-ETF wird’s schwer

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