Gemeinsam nebenbei sparen

KI-Zusammenfassung

: Welchen thesaurierenden, nachhaltigen ETF sollen zwei unverheiratete Partner nach dem Hauskauf mit kleineren Monatsbeträgen besparen, und eher gemeinsam mit etwa 500 € oder getrennt mit je 250 €? Die meisten Beiträge sprechen sich für getrennte Depots aus, teils mit demselben weltweit streuenden ETF, weil ein Gemeinschaftsdepot Fragen zur Schenkungsteuer, keinen gemeinsamen Freistellungsauftrag und mehr Aufwand bei Entnahmen oder Trennung bedeuten kann. Bei der konkreten nachhaltigen ETF-Auswahl gibt es keinen klaren Favoriten. Offen bleibt auch, ob erst ein Tagesgeldpuffer oder Sondertilgung bei 3,96 % Kreditzins wichtiger ist.

Welchen thesaurierenden, nachhaltigen ETF sollen zwei unverheiratete Partner nach dem Hauskauf mit kleineren Monatsbeträgen besparen, und eher gemeinsam mit etwa 500 € oder getrennt mit je 250 €? Die meisten Beiträge sprechen sich für getrennte Depots aus, teils mit demselben weltweit streuenden ETF, weil ein Gemeinschaftsdepot Fragen zur Schenkungsteuer, keinen gemeinsamen Freistellungsauftrag und mehr Aufwand bei Entnahmen oder Trennung bedeuten kann. Bei der konkreten nachhaltigen ETF-Auswahl gibt es keinen klaren Favoriten. Offen bleibt auch, ob erst ein Tagesgeldpuffer oder Sondertilgung bei 3,96 % Kreditzins wichtiger ist.

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  • Hallo zusammen,

    das ist quasi ein Follow Up zu Eure Empfehlungen für den Start bei 0 nach dem Hauskauf + Ehe

    Ich habe mit meiner Partnerin ein Haus gekauft und wir haben die Möglichkeit, noch ein kleines bisschen Geld zu sparen. Ich habe mein Hauptkonto bei der Volksbank, sie hat ihr Hauptkonto bei der Sparkasse. Beide Konten wollen wir auch behalten, da kommt das Gehalt, da hat jeder sein "Taschengeld". Monatlich überweisen wir beide einen Betrag X auf das ING Gemeinschaftskonto. Davon bezahlen wir dann alles, was uns beide betrifft (Tanken, Einkauf, ...)


    Wir sind beide von der Sorte "so risikoarm wie möglich" und können es uns auch nicht erlauben, groß zu zocken. Deshalb überweisen wir von unseren Hauptkonto erstmal einen Betrag X auf das ING Tagesgeldkonto.

    Zusätzlich möchten wir aber auch noch bei der ING ein gemeinsames Depot eröffnen und dort eine Sparrate für ETFs setzen. Beispielhaft nehme ich einfach mal 500 Euro pro Monat, die für das Depot genutzt werden sollen.


    Da wir das Haus jetzt schon haben und der ETF einfach viele Jahre nebenbei laufen soll, wünschen wir uns einen thesaurierenden ETF.


    Damals habe ich mit einem MSCI World ETF auf das Haus gespart, ich denke, es war iShares Core MSCI World, bin mir aber nicht mehr sicher.


    Könnt ihr uns einen nachhaltigen und langfristigen ETF empfehlen? Das Depot startet bei 0 und wir hatten uns gedacht, vielleicht 70 % in einen sehr populären und "sicheren" ETF zu stecken und den Rest vielleicht in einen anderen, der etwas mehr Rendite verspricht aber auch mit mehr Risiko kommt. Falls sich das bei unseren kleinen Beträgen aber gar nicht lohnt, reicht uns auch ein großer ETF. Da ich die ganzen ETFs gar nicht im Blick habe, wäre es super, falls ihr Vorschläge habt :) Das Depot soll aber definitv erstmal bei der ING bleiben, da wir da alle Gemeinschaftssachen geparkt haben. Vielen Dank!

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  • Könnt ihr uns einen nachhaltigen und langfristigen ETF empfehlen? Das Depot startet bei 0 und wir hatten uns gedacht, vielleicht 70 % in einen sehr populären und "sicheren" ETF zu stecken und den Rest vielleicht in einen anderen, der etwas mehr Rendite verspricht aber auch mit mehr Risiko kommt

    Vergiss die Ideen mit diesem Gemeinschafts-Depot einfach. Startet ab Januar 2027 jeder für sich mit dem geförderten Altersvorsorge-Depot. Und gut isss…

    Alles Gute.

  • Ich schließe mich Tomarcy und britty an; zusätzlich (weil bisschen Tagesgeld als Notfallbunker für shit happens gut ist): mag sein, dass die ING gerade vorübergehend gute Tagesgeldzinsen auf neu eröffnete Konten zahlt, aber generell ist die ING in puncto Tagesgeld lausig.

  • Was könnt ihr denn an Sondertilgung in das Haus stecken und wie hoch ist der Zins für den Hauskredit? Wenn der Kredit die aktuellen 4,x % hat würde ich den sicheren Ertrag mitnehmen und alles was geht in die Sondertilgung stecken. Als die Zinsen noch bei <1,5% waren könnte man ja noch mal überlegen ob Sondertilgungen Sinn machen aber aktuell sehe ich keinen guten Grund das Geld im großen Stil in anderen Anlagen zu parken.

    Für den Fall das die Sondertilgungen bereits ausgeschöpft sind ist der Tipp mit dem AV Depot sicher nicht der schlechteste. Am Ende des Jahres dann mal schauen ob die ING ein gutes Angebot hat und eine der ETF Empfehlungen von Finanztip besparen.

  • Was könnt ihr denn an Sondertilgung in das Haus stecken und wie hoch ist der Zins für den Hauskredit? Wenn der Kredit die aktuellen 4,x % hat würde ich den sicheren Ertrag mitnehmen und alles was geht in die Sondertilgung stecken. Als die Zinsen noch bei <1,5% waren könnte man ja noch mal überlegen ob Sondertilgungen Sinn machen aber aktuell sehe ich keinen guten Grund das Geld im großen Stil in anderen Anlagen zu parken.

    Für den Fall das die Sondertilgungen bereits ausgeschöpft sind ist der Tipp mit dem AV Depot sicher nicht der schlechteste. Am Ende des Jahres dann mal schauen ob die ING ein gutes Angebot hat und eine der ETF Empfehlungen von Finanztip besparen.

    Also es ist so, dass ich das Haus alleine gekauft habe (einziger Käufer, alleiniger Eigentümer, haben wir lange besprochen, ich habe das ganze Eigenkapital mitgebracht). Somit läuft der Kredit auch nur über mich und meine Partnerin beteiligt sich an den anfallenden Kosten, überweist mir also monatlich einen "fairen" Betrag rüber (sie steht ja nicht im Grundbuch und hat deshalb Nachteile)


    Aus diesem Grund ist die Sondertilgung ein Thema, das eher auf mich fällt. Also wir gehen die Punkte schon gemeinsam an, aber ich versuche die Sonertilgung eher von meinem eigenen Konto zu schaffen.


    Die Zinsen habe ich mit 3,96% mit der Volksbank verhandelt, da ich einen großen Betrag aus Eigenkapital mitgebracht habe und die anderen Banken nach dem Voba Angebot ausgestiegen sind.


    Deshalb wollen wir auch keine Unsummen ins Depot stecken, sondern eher kleinere Beträge, die einfach auf dem Girokonto übrig bleiben würden. Beispielsweise bei jedem 250 Euro. Tagesgeld ist kein Problem, aber nach der Neukundenaktion bei der ING sind die Zinsen ja auch mau (wie von euch erwähnt)

  • Denselben ETF ja, wenn ihr das gerne möchtet, aber jede und jeder mit eigenem Depot. Das wird später, falls ihr Kinder haben solltet, wichtig für den Teil des Paares, der deswegen beruflich zurücksteckt. Einen Ausgleich schaffen.

    Kannst du mir das genauer erklären? Also wir stecken ja zusammen etwas rein und falls einer von uns zurückstecken muss, kann er sich ja bedienen. Wir verdienen ungefähr gleich, es könnte also auch sein, dass ich "Hausmann" werde oder reduziere.

    Oder hattest du da eher an den Fall einer Scheidung gedacht, als Absicherung?

  • Kannst du mir das genauer erklären? Also wir stecken ja zusammen etwas rein und falls einer von uns zurückstecken muss, kann er sich ja bedienen. Wir verdienen ungefähr gleich, es könnte also auch sein, dass ich "Hausmann" werde oder reduziere.

    Oder hattest du da eher an den Fall einer Scheidung gedacht, als Absicherung?

    Deshalb habe ich es neutral formuliert. Gemeinsam sparen auf ein Ziel ist das eine, ein Polster für AV das andere. 2027 die AV-Depots anlegen und daneben "private", die durch Extraeinzahlungen auch dazu nutze sein können, finanzielle Einbußen (Rentenansprüche (z.B.) auszugleichen. Vielleicht fällt euch auch ein anderer Weg ein.

    Meine Großmutter hatte kein Depot, aber ihre eigenen (!) Sparbücher. Meine Großeltern waren in Sachen Finanzen immer einig, die beste Basis, waren fast 60 Jahre zusammen. Mein Großvater Alleinverdiener, hat immer dafür gesorgt, dass ihr Sparkonto angewachsen ist in Anerkennung ihrer Arbeit im Haushalt und mit den Kindern.

  • Tatsächlich ergibt es Sinn, dass jeder von euch ein Depot eröffnet und dann mit einem Sparplan von 250€ füttert. Ob ein nachhaltiger ETF Sinn macht, darüber wurde hier schon eingehend gestritten. Ich bin da eher skeptisch, weil nachhaltig sehr unterschiedlich in den ETFs gesehen wird. Lieber gestalte ich mein Leben nachhaltig und verzichte auf Dinge die da nicht passen. Eure Konten würde ich auch mal auf Kosten überprüfen, es gibt kostenlose Angebote von seriösen Direktbanken, unter anderem die ING, da sind schnell mal 100€ im Jahr gespart.

  • Vorschlag: noch bis 2027 warten, bis alle Angebote zum Altersvorsorgedepot auf dem Tisch liegen, dann zwei eröffnen. Zwangsläufig getrennt, ist aber auch gut so, egal ob verheiratet oder nicht. In der Zwischenzeit erstmal den Tagesgeld-Notfallbunker ansparen. So lange ist es ja nicht mehr hin bis 2027.

  • Vorschlag: noch bis 2027 warten, bis alle Angebote zum Altersvorsorgedepot auf dem Tisch liegen, dann zwei eröffnen. Zwangsläufig getrennt, ist aber auch gut so, egal ob verheiratet oder nicht. In der Zwischenzeit erstmal den Tagesgeld-Notfallbunker ansparen. So lange ist es ja nicht mehr hin bis 2027.

    Hmm, macht aber nur Sinn, wenn die Anlagen für die Altersvorsorge genutzt werden sollen.

  • Wer einen nachhaltigen, weltweit streuenden ETF mit Industrieländer + Schwellenländer nehmen möchte, kann auch einen ETF auf den MSCI ACWI SRI - Index nehmen. Gibt's u.a. von Amundi und iShares.

    Amundi MSCI ACWI SRI Climate Paris Aligned UCITS ETF | IE0000ZVYDH0 | A3DH0C

    iShares MSCI All Country World SRI UCITS ETF (Acc) | IE000JTPK610 | A3D8NX

    Ansonsten finde ich die Strategie: jetzt Liquiditätspuffer auffüllen und 2027 jeder für sich mit einem AV-Depot starten ganz sinnig.

  • Vergiss die Ideen mit diesem Gemeinschafts-Depot einfach. Startet ab Januar 2027 jeder für sich mit dem geförderten Altersvorsorge-Depot. Und gut isss…

    Alles Gute.

    Denselben ETF ja, wenn ihr das gerne möchtet, aber jede und jeder mit eigenem Depot. Das wird später, falls ihr Kinder haben solltet, wichtig für den Teil des Paares, der deswegen beruflich zurücksteckt. Einen Ausgleich schaffen.

    Wir halten es genau anders. Ein Depot für uns beide. Zusätzlich dann das AVD. Beim AVD ist eben wichtig zu wissen, dass man nicht ohne Weiteres an das Geld kommt vor der Rente. Aber jeder so, wie er mag.

    Ansonsten, ein ETF reicht.

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, läuft das Haus auf Deinen Namen und ihr seid nicht verheiratet.

    Ein Gemeinschaftsdepot kann sehr schnell dazu führen, dass ihr in eine Steuerproblematik in Bezug auf Schenkungen hinein lauft. Daher bin auch ich für getrennte Konten. Ein gemeinsames Tagesgeldkonto wo man möglicherweise Geld für gemeinsame Ausgaben (z.B. Urlaub) anspart ist unkritisch. Aber ein Depot wo man für möglicherweise individuelle Ausgaben Geld entnimmt, kann das steuerlich eine Schenkung sein. Bei Ehepaaren wäre das in der Regel kein Problem wegen der hohen Freibeträge. Bei Lebenspartnern kommt man innerhalb von 10 Jahren schnell auf 20.000 Euro.

    Aber auch mit Blick auf den individuellen Vermögensaufbau sind getrennte Konten sinnvoll. Insbesondere bei Sondertilgungen aus diesem Topf hat das einen schlechten Beigeschmack, da das Haus auf Dich alleine läuft. Eigentlich wäre auch das eine Schenkung an Dich!

    Wie das Geld alternativ angelegt wird ist eine andere Frage. Das Altersvorsorgeprodukt ist sicher eine Überlegung wert, ganz besonders für Deine Partnerin, aber vielleicht hat sie andere Pläne. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn ihr in beiden Depots die gleichen ETFs bespart.

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