Gemeinsam nebenbei sparen

KI-Zusammenfassung

: Welchen thesaurierenden, nachhaltigen ETF sollen zwei unverheiratete Partner nach dem Hauskauf mit kleineren Monatsbeträgen besparen, und eher gemeinsam mit etwa 500 € oder getrennt mit je 250 €? Die meisten Beiträge sprechen sich für getrennte Depots aus, teils mit demselben weltweit streuenden ETF, weil ein Gemeinschaftsdepot Fragen zur Schenkungsteuer, keinen gemeinsamen Freistellungsauftrag und mehr Aufwand bei Entnahmen oder Trennung bedeuten kann. Bei der konkreten nachhaltigen ETF-Auswahl gibt es keinen klaren Favoriten. Offen bleibt auch, ob erst ein Tagesgeldpuffer oder Sondertilgung bei 3,96 % Kreditzins wichtiger ist.

Welchen thesaurierenden, nachhaltigen ETF sollen zwei unverheiratete Partner nach dem Hauskauf mit kleineren Monatsbeträgen besparen, und eher gemeinsam mit etwa 500 € oder getrennt mit je 250 €? Die meisten Beiträge sprechen sich für getrennte Depots aus, teils mit demselben weltweit streuenden ETF, weil ein Gemeinschaftsdepot Fragen zur Schenkungsteuer, keinen gemeinsamen Freistellungsauftrag und mehr Aufwand bei Entnahmen oder Trennung bedeuten kann. Bei der konkreten nachhaltigen ETF-Auswahl gibt es keinen klaren Favoriten. Offen bleibt auch, ob erst ein Tagesgeldpuffer oder Sondertilgung bei 3,96 % Kreditzins wichtiger ist.

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  • Könnt ihr uns einen nachhaltigen und langfristigen ETF empfehlen? Das Depot startet bei 0 und wir hatten uns gedacht, vielleicht 70 % in einen sehr populären und "sicheren" ETF zu stecken und den Rest vielleicht in einen anderen, der etwas mehr Rendite verspricht aber auch mit mehr Risiko kommt.


    Mein Vorschlag für diese Frage:

    70%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=IE00BK72HH44

    30%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1048313891

    Die gibts beide bei Bedarf auch thesaurierend. Damit hättest du ziemlich stark nachhaltigkeitszertifizierte bzw. gefilterte ETFs, die sich trennscharf perfekt ergänzen (keine Dopplungen) und den Weltmarkt fast aller investierbaren Länder abdecken. Bei den 30% Schwellenländern (neben 70% Industrieländern) gehen manche von einer Political-Risk-Premium aus. Die sollten demnach langfristig (bei etwas höherem Risiko) auch eine etwas höhere Rendite bringen, wie gewünscht.

    Insgesamt deckst du damit sehe breit gestreut den Weltmarkt ab, was die Sicherheit im Sinne von Ausfallsicherheit erhöht.

  • Mein Vorschlag für diese Frage:

    70%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=IE00BK72HH44

    30%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1048313891

    Die gibts beide bei Bedarf auch thesaurierend.

    Das ist eine fundierte Empfehlung, die natürlich ein simples 70/30 Aktien-ETF-Portfolio „nachhaltig“ abbildet.

    Leider sind diese ETFs nicht bei der ING besparbar.

    Zusätzlich möchten wir aber auch noch bei der ING ein gemeinsames Depot eröffnen und dort eine Sparrate für ETFs setzen.

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, läuft das Haus auf Deinen Namen und ihr seid nicht verheiratet.

    Ein Gemeinschaftsdepot kann sehr schnell dazu führen, dass ihr in eine Steuerproblematik in Bezug auf Schenkungen hinein lauft. Daher bin auch ich für getrennte Konten.

    Ich bin kein Steuerfachmann, aber entsteht das Thema Schenkung nicht auch dann, wenn z.B. er auf ihr Depot einzahlt? Der Gedanke (als Ausgleich z.B. für Haushalts- oder Carearbeit) wird ja auch hier und da mal in den Raum geworfen.

    Meine Partnerin und ich haben ebenfalls ein Haus (das uns allerdings beiden je zur Hälfte gehört) und abgesehen von einem Gemeinschaftskonto für die laufenden Kosten auch komplett getrennte Finanzen.

  • Leider sind diese ETFs nicht bei der ING besparbar.

    Kaufbar schon aber leider nicht als Sparplan, auch nicht in der thesaurierenden Variante

    Verstehe die Produktpolitik der ING an der Stelle nicht, die meisten anderen Banken haben da bessere Angebote hinsichtlich der SRI-ETFs.

    Beim ersten ETF könnte man den in Luxemburg aufgelegten Vorgänger nehmen, da spricht in meinen Augen wenig gegen.

    Was dagegen spricht, ist der steuerliche Nachteil in LU, den man in IRL eben nicht hat. Über die Jahre/Jahrzehnte summiert sich das, siehst du heute durchaus im direkten Chartvergleich der zwei ETFs.

    Ich persönlich würde den Kompromiss mit der alten Variante in Luxemburg nicht machen, sondern auf den S-Broker, die DKB oder andere ausweichen, bei denen der ETF im Sparplan verfügbar ist.

    Ob ihr das als Gemeinschaftsdepot oder als jeweilige Einzeldepots machen wollt, ist nochmal eine andere Frage…

  • Anders herum ergibt die Frage viel mehr Sinn.

    Wieso sollte man unverheiratet ein gemeinsames Depot anstreben? Es gibt keinen einzigen Vorteil gegenüber den Nachteilen.

    Ich denke, es ist auch unverheiratet möglich, eine Beziehung auf Dauer anzulegen und von daher kann ja das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. :)

    Abgesehen davon finde ich: Es ist begründungspflichtig, dass jemand etwas nicht machen darf oder soll; umgekehrt ist es das nicht.

    Und ich kann hier abgesehen von der Unmöglichkeit, einen gemeinsamen FSA zu stellen, wirklich keine Nachteile erkennen, solange man sich nicht trennt. (Weil dann wird es unmöglich, die Anteile steuergerecht auseinanderzupfriemeln … Das ist aber bei Verheirateten nicht anders.)

  • Ja, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das nicht mehr der Fall ist ^^

    Mmmhhh, okay. Ich finde immer, man sollte die Probleme dann lösen, wenn sie sich tatsächlich stellen, nicht einen Zeitraum X im Voraus … weil wenn das Problem gar nicht auftritt, hat man viel Zeit mit Grübeln verplempert. Und es kann ja auch sein, dass die die Entscheidung beeinflussenden Parameter dann andere sind, wenn das Problem eintritt.

  • Abgesehen davon finde ich: Es ist begründungspflichtig, dass jemand etwas nicht machen darf oder soll; umgekehrt ist es das nicht.

    Sehe ich nicht so. Wenn man vom aktuellen Stand abweichen möchte, bräuchte man einen konkreten Grund das zu tun.

    Beide wollen was für die Altersvorsorge tun? Fein. Jeder eröffnet für sich selbst ein Depot. Ein gemeinsames Depot hat genau 0 Vorteile.

    Risiken / Probleme / Nachteile:

    dem Finanzamt belegen müssen , dass keine Schenkungen vorliegen, weil beide immer gleich einzahlen. Sobald das Mal nicht sonst, sind eigentlich auch die Kapitalerträge nicht mehr 50/50 aufzuteilen. Viel Spaß dabei!

    Wenn man mal was entnimmt muss man auch hier wieder säuberlich 50/50 auf die eigenen Girokonten aufteilen oder das Geld auf einem gemeinsamen Giro parken.

    Im Fall der Trennung ist man gezwungen zu verkaufen.

    Funfact: diese Punkte gelten eigentlich auch bei verheirateten. Nur das Schenkungsproblem ist dort aufgrund des höheren Freibetrags eher nicht relevant.

  • Es wurde bereits mehrfach geschrieben, welche Nachteile mit einem Gemeinschaftskonto verbunden sind.

    - kein Freistellungsauftrag möglich

    - Problem der Schenkung sobald einer mehr einzahlt als der andere

    - Problem bei Entnahmen, wenn sie zugunsten eines einzelnen erfolgen

    - Unnötiger Spaß mit dem Finanzamt

    - Tagesgeldhopping und Depotüberträge sind deutlich schwieriger


    Dem stehen die Vorteile gegenüber

    - Gefühl der Verbundenheit

    - sonst noch was?


    Auf längere Sicht wird es immer Zeiträume geben, wo einer der Partner weniger oder nichts einzahlen wird und schon werden die Einzahlungen des anderen zu hälftigen Schenkungen. Es wird auch immer mal die Situation geben, wo ein neues Auto angeschafft wird aus diesem Topf und schon hat man eine weitere hälftige Schenkung. Nach aktueller Rechtslage bedeutet das, wahlweise Steuerhinterziehung oder Steuerzahlung, wenn man versucht das dann zu lösen, wenn es auftritt.

    Wer glaubt, das Finanzamt interessiert sich nicht dafür, kann recht haben, wenn es um vierstellige Beträge geht. Wenn die Rücklagen aber ins fünf/sechsstellige hineinlaufen wird es spätestens bei einem Todesfall relevant.

  • Es wurde bereits mehrfach geschrieben, welche Nachteile mit einem Gemeinschaftskonto verbunden sind.

    - kein Freistellungsauftrag möglich

    hmmm... Das kann ich nicht nachvollziehen. Meine Frau und ich haben aktuell 2 Gemeinschaftskonten, bei denen Freistellungsaufträge eingerichtet sind und auch von den Banken beachtet werden. Bei unsere Hausbank haben wir sogar für getrennte Konten einen gemeinsamen Freistellungsauftrag. Oder bezieht sich dein Text nur auf unverheiratete Paare?

  • hmmm... Das kann ich nicht nachvollziehen. Meine Frau und ich haben aktuell 2 Gemeinschaftskonten, bei denen Freistellungsaufträge eingerichtet sind und auch von den Banken beachtet werden. Bei unsere Hausbank haben wir sogar für getrennte Konten einen gemeinsamen Freistellungsauftrag. Oder bezieht sich dein Text nur auf unverheiratete Paare?

    Exakt es geht nur um das Problem von Gemeinschaftskonten von unverheirateten Personen. Da geht kein Freistellungsauftrag soweit mir bekannt.

  • Exakt es geht nur um das Problem von Gemeinschaftskonten von unverheirateten Personen. Da geht kein Freistellungsauftrag soweit mir bekannt.

    Unverheiratete Personen können natürlich dann theoretisch auf zwei Brüder sein, die gemeinsam sparen wollen. Oder Tante und Nichte, die gemeinsam sparen wollen.

    Daran merkt man ja, wie sinnlos das alles ist.

    Die Gleichstellung der „Wilden Ehe“ gibt es eben bei einem Gemeinschafts-Depot nicht.

  • - Unnötiger Spaß mit dem Finanzamt

    Wo soll der herkommen, losgelöst von den anderen konkreten Punkten? Oder hast Du das nur zusätzlich aufgenommen, um die Negativ-Liste zu verlängern? ;)

    Auf längere Sicht wird es immer Zeiträume geben, wo einer der Partner weniger oder nichts einzahlen wird und schon werden die Einzahlungen des anderen zu hälftigen Schenkungen.

    Na, Du triffst ja gewagte Voraussagen. Ob das so ist, hat man ja in der Hand.

    Es wird auch immer mal die Situation geben, wo ein neues Auto angeschafft wird aus diesem Topf und schon hat man eine weitere hälftige Schenkung. Nach aktueller Rechtslage bedeutet das, wahlweise Steuerhinterziehung oder Steuerzahlung, wenn man versucht das dann zu lösen, wenn es auftritt.

    Und wie wäre das in dieser Deinen Logik, wenn zwei Personen aus je eigenem Geld gemeinsam ein Auto anschaffen, das beiden gehört?


    Also, dieses Forum ist wirklich gigantisch. Wenn man mal überhaupt gar keine Probleme hat, muss man einfach hierher kommen und nachfragen … hier findet man wirklich das Haar in einem Ozean an Suppe …

  • Wo soll der herkommen, losgelöst von den anderen konkreten Punkten? Oder hast Du das nur zusätzlich aufgenommen, um die Negativ-Liste zu verlängern? ;)

    Im Rahmen einer Erbschaft hatte ich mal passende Fragen zu beantworten (wem gehört das Auto und wo kam das Geld her). Ne - völlig aus dem Blauen kommt das nicht.

    Na, Du triffst ja gewagte Voraussagen. Ob das so ist, hat man ja in der Hand.

    So, so! Arbeitslosigkeit und Krankheit hat man in der Hand.

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