Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Wie viele hier im Forum legen hier per Sparplan auf einen Zeitraum von 20-40 Jahren an?

    Wie viele? Verrat es gern.

    Was spielt es da für eine Rolle, ob etwas 1, 5 oder 10 Jahre besser läuft?

    Wenn es für dich keine Rolle spielt und du zu den 20-40ern gehörst, okay. Trotzdem solltest du kürzere Zeiträume nicht diskreditieren. Es gibt nämlich Leute, die können und wollen nicht solche Anlagezeiträume. Die von FT genannten 15 Jahre sind dann was? Dass TO mit seinen Wettrennen und Kurzfristaussagen anderes im Sinn hat als Lösungen für Langfristanlagen zu diskutieren, ist ja offensichtlich.

  • Dass TO mit seinen Wettrennen und Kurzfristaussagen anderes im Sinn hat als Lösungen für Langfristanlagen zu diskutieren, ist ja offensichtlich.

    Also ich sehe das so wie Professor Hartmut Walz, mit dem ich mich auch über dieses Thema privat unterhalten habe:

    Für Anfänger und bis zu bestimmten Höhen des Volumens ist doch die Lösung mit einem einzigen Welt ETF völlig in Ordnung und auch zielführend.

    Gar kein Problem gar keine Debatte.

    Ein ehemaliger Forist hier pflegte zu sagen, melde dich mal, wenn du sechsstellig bist.

    Das hat ja auch einen Sinn.

    Und natürlich ist es ab bestimmten Volumina oder bei der neuen Investition von zum Beispiel 200.000 € in den Markt hinein erlaubt, sich Gedanken zu machen, wie man überhaupt weltweit sein Geld anlegt.

    Und da gibt es interessanterweise unheimlich viele Menschen, die eben nicht 70 % in den USA anlegen wollen.

    Und noch etwas: es gibt viele, die zwar 70 % in den USA anlegen würden aber nicht insgesamt über 30 % in fünf oder sechs Titeln,die ihnen vielleicht einfach auch gar nicht gefallen.

    Passives investieren ist absolut richtig. Finger weg von Einzelaktien. Das sieht man ja auch gerade an der SAP Diskussion.

    Aber: jeder darf überlegen.

    Finanztip äußert sich übrigens sehr wohl positiv zu Europa-ETF.

    Mein Schlusswort zu der Sache:

    Wichtig ist das konsequente investieren in passive ETF, die weltweit die Aktien Welt abdecken.
    Hauptsache so etwas und keinesfalls irgendwelche Produkte von Finanzdienstleistern.

    0b man dann selbst den USA Anteil auf 60 % oder 44 % oder meinetwegen 10 % reduziert ist eigentlich gar nicht so wichtig. Hauptsache konsequent in Passive ETF investieren.

  • Wichtig ist das konsequente investieren in passive ETF, die weltweit die Aktien Welt abdecken.
    Hauptsache so etwas und keinesfalls irgendwelche Produkte von Finanzdienstleistern.

    Dann sind wir uns ja hierin einig. Das andere Rennen ist dann eben eine nette Spielwiese, deren Bedeutung nicht überbetont werden sollte.

    Ich habe voriges Jahr nach Trumps Auftritt im Oval Office verkauft, die Kinder mit den Gewinnen beglückt, die Steuer übernommen und bin tiefer mit Welt- und Europa-ETF wieder eingestiegen. Win-win-win. In dem Fall mal market timing, na und? Die reine Lehre ist das Eine, die Realität manchmal das Andere.

  • Tomarcy

    Hauptsache konsequent Passive ETF?

    Vanguard Life Strategy wäre dann draussen, weil aktiver ETF? Oder ist das als Mischfonds-ETF etwas anderes?

    Der hier ist eine Alternative mit Europa-Schwerpunkt:

    Amundi Multi-Asset Portfolio Defensive UCITS ETF Dist | ETF702 | DE000ETF7029
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Amundi Multi-Asset Portfolio Defensive UCITS ETF Dist (ETF702 | DE000ETF7029) ➤ justETF – Das ETF Portal
    www.justetf.com
  • Und da gibt es interessanterweise unheimlich viele Menschen, die eben nicht 70 % in den USA anlegen wollen.

    Man kann nur nochmal wiederholen: 70% USA in einem ETF heißt: 70% der dort (irgendwie) enthaltenen Firmen haben ihren Hauptsitz (im Sinne von Briefkasten) in den USA. Es heißt aber nicht: 70% Umsatz oder Gewinne oder Arbeitsplätze oder... [irgendeine Kennzahl die was mit Wirtschaft zu tun hat] in den USA. Und auch nicht: 70% könnte ein komischer US-Präsident mit einem Morgenschiss mal eben wertlos machen. Nach solchen Kriterien in der globalen Weltwirtschaft herum zu diversifizieren hat praktisch keinen Sinn, außer dem persönlichen Wohlfühlfaktor.

  • Nach solchen Kriterien in der globalen Weltwirtschaft herum zu diversifizieren hat praktisch keinen Sinn, außer dem persönlichen Wohlfühlfaktor.

    Der Hinweis auf den Firmensitz ist zwar korrekt, aber die Schlussfolgerung greift zu kurz. Die Ländergewichtung im MSCI World spiegelt reale Konzentrationsrisiken wider: rechtliche Rahmenbedingungen, Währungsrisiken, Steuerpolitik, Regulierung, Kapitalmarktstrukturen und politische Risiken wirken sehr wohl länderspezifisch. Also unabhängig davon, wo Umsätze erzielt werden.

    Dass viele US-Unternehmen global tätig sind, reduziert das Klumpenrisiko, hebt es aber nicht auf. Wenn der US-Markt, der Dollar oder die US-Finanzmärkte insgesamt unter Druck geraten, trifft das 70 % des ETFs unmittelbar. Das ist ein reales Risiko und kein esoterisches Diversifikationsgefühl.

  • Die Idee besteht ja auch darin, dass Menschen die reine Lehre so gut wie möglich umsetzen. Sonst nützt sie einen in der Tat nichts.

    Die physikalischen Erkenntnisse zur Schwerkraft nützen einen ja auch nichts, wenn man von der Brücke springt.

    Sehe ich nicht so absolut. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Ich erlaube mir, Erkenntnisse auf meine Situation zu adaptieren. Leute, die angeblich die reine Lehre kennen und verkünden, sollte man kritisch hinfragen.

    Egal, ob aus Lust oder Frust, jeder weiß vor dem Sprung, dass er nicht nach oben fliegt. Das Wissen über die Schwerkraft ist in jedem Fall hilfreich.

  • Der „Crash“ ist doch in einigen wichtigen Bereichen schon da:

    In den letzten vier Monaten ist Microsoft um 22 % gefallen, Oracle 41 %, Adobe 20 % und SAP um 28 %.

    Mit einem passiven ETF ist es natürlich nicht schlimm. Man merkt es ihm nur daran, dass nicht mehr viel nach oben geht…. Das ist ein großer Vorteil.

  • Wenn ich nicht irre, führt MSCI etwa in einer Woche sein vierteljährliches Rebalancing durch. Bin gespannt, ob und wie meine Issuer-Capped-ETFs da nachregeln.

    Der ehemals größte Titel im Stoxx 600 Europe aus Dänemark ist im ETF nicht mal mehr unter den ersten Zehn dabei.
    Das System funktioniert also glänzend.

  • Der Hinweis auf den Firmensitz ist zwar korrekt, aber die Schlussfolgerung greift zu kurz. Die Ländergewichtung im MSCI World spiegelt reale Konzentrationsrisiken wider: rechtliche Rahmenbedingungen, Währungsrisiken, Steuerpolitik, Regulierung, Kapitalmarktstrukturen und politische Risiken wirken sehr wohl länderspezifisch. Also unabhängig davon, wo Umsätze erzielt werden.

    Also gilt z.B. für das Teslawerk Grünheide nicht das deutsche Steuer- und Arbeitsrecht, die deutsche Infrastruktur und deutsche politische Zielsetzungen? Ich überlege gerade, ob die schnelle Errichtung dort trotzdem, oder gerade deswegen funktioniert hat ;)

    Nein, ein Unternehmen mit mind. einem Produktions- oder Logistikstandort außerhalb der USA wird niemals 100%ig nur den länderspezifischen Risiken der USA unterliegen.

  • Der ehemals größte Titel im Stoxx 600 Europe aus Dänemark ist im ETF nicht mal mehr unter den ersten Zehn dabei.
    Das System funktioniert also glänzend.

    Welches System?:/
    Ist doch völlig normal, dass in einem MCAP basierten Index die Unternehmen die an MCAP verlieren nach hinten durchgereicht werden.
    Was hat mit dem von fabioso genannten Issuer-Capped zu tun?:/

    Wenn ich nicht irre, führt MSCI etwa in einer Woche sein vierteljährliches Rebalancing durch. Bin gespannt, ob und wie meine Issuer-Capped-ETFs da nachregeln.

    Die ETF werden das machen, was der Indexanbieter an Daten vorgibt. ;)

  • Es ist nicht nur die politische Instabilität, die mich an den USA zweifeln lässt. Es gibt auch ganz fundamentale Gründe warum der US-Markt nicht so attraktiv erscheint - völlig losgelöst von der Frage ob das nun weltweit tätige Konzerne sind:

    S&P 500-KGV vom 04.02.2026: 29,10