GRV ungleich Investment

KI-Zusammenfassung

: Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

  • Mehrere Beiträge betonen die Risikoabsicherung der GRV, während andere freiwillige Einzahlungen als Geldanlage neben Rürup, privaten Rentenversicherungen oder ETFs einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Nachzahlungen für Ausbildungszeiten bis 45, Ausgleichszahlungen ab 50, Steuerwirkung, Rentenbeginn und ausführlicher Rentenauskunft.
  • Ein klarer Konsens zur GRV als gute oder schlechte Anlage entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen private Kapitalanlagen eher als Ergänzung zur lebenslangen Basisrente.
  • 19.10.2023

    Von McProfit speziell an Forumsfreund Hornie

    Da ich gerade am PC sitze kommt hier eine Sofortantwort.

    Lieber Hornie mit dem Hinweis auf eine Kursrückgang oder eine Stagnation bei einer Aktie will ich lediglich sagen, dass auch ich nicht nur Aktien im Depot habe bei denen immer meine Erwartungen erfüllt wurden.

    Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken ich wäre so ein Schlauberger, der mit allen Aktien jedes Jahr nur Wertsteigerungen erzielt und dazu noch steigende Dividenden.

    Die Börse ist nun mal bei aller Analyste unberechenbar, daher heißt sie auch "DIE" Börse.

    Entscheidend ist immer nur dass der SALDO der Anlagen wächst und dass speziell bei meiner Strategie die Dividendenzahlungen jedes Jahr auf dem Kontoauszug höher ausfallen.

    Es hat bei mir aber auch viele Jahre gedauert bis ich bei dieser Strategie gelandet bin.

    Übrigens falls es Dich interessiert, ich habe gerade mal wieder aus Spass Firmen ausgesucht die am längsten jedes Jahr Dividende zahlen.

    Aktuelle Rekordhalter sind übrigens: (Dividende JEDES Jahr SEIT...)

    1833 SCOTIABANK Canada

    1891 Procter & Gamble USA

    1895 Colgate Palmolive

    1893 Coca Cola

    1907 Air Liquide Frankreich

    1923 NESTLE SChweiz

    wohlgemerkt jedes Jahr ohne Ausnahme.

    Die höchste jährlichen Steigerung bei meinen eigenen Aktien habe ich übrigens bei HOME DEPOT Baukmarkt USA.

    In den letzten 13 Jahren jedes Jahr um rund 20% gesteigert damit habe ich meine ersten Aktien von Home Depot aktuell eine Rendite von 15% bezogen auf meinen Einkaufspreis.

    Die Aktie mit der allerhöchsten Dividendensteigerung (diese habe ich jedoch nicht im eigenen Depot sondern im Depot meines Juniors (22)

    Es ist die Kaffeekette Starbucks. Dabei habe ich ihm alterstypisch zuusammen mit McDonalds empfohlen.

    Er erhält bei Starbucks trotz dem Kauf erst vor ein paar Jahren aktuell schon über 10% Dividende auf seinen Aktienkaufpreis.

    Ein Starbucks Aktionär der jedoch vor 20 Jahren das Potential dieser Firma erkannt hat (ich nicht) der hat bis heute eine persönliche Dividenenrendite jedes Jahr von 36%.

    In Zahlen:

    Für lediglich 10.000 Euro Anlage gibt es für diesen Starbucks-Aktionär jedes Jahr 3.600 Euro Dividende.

    Aber ganz ehrlich:

    Starbuck und Home Depot sind neuere Aktien bei mir.

    Mit der hohen Steigerung der Dividende verkrafte ich übrighens den Dividendenausfall leichter bei Gazprom, wo ich gemeint habe ich könnte mal relativ risikolos "fremdgehen".

    So ist es eben an der Börse, auch bei sogenannten Profis.

    Viele Grüße McProfit

  • Ich wollte Dich nur mal wieder etwas kitzeln, lieber McProfit ;)

    Ich mag ja Deine Kommentare und die Strategie, die ich auch vom Stuttgarter Aktien-Club aus den 80er Jahren kenne.

    Nur die Betrachtung der "persönlichen Dividendenrendite" über lange Zeiträume halte ich eben für nur eingeschränkt sinnvoll, da hier ja die Inflation völlig außer acht gelassen wird. Es ist eben ein erheblicher Unterschied, ob vor kurzem 10.000€ in eine Aktie investiert wurde oder vor zig Jahren.

    Wenn die Dividende von McDoof heute mit 4€ zehnmal so hoch ist, wie vor 30-40 Jahren, so ist die Kaufkraft der Dividende vermutlich eher unverändert geblieben.

  • Zitat

    Ein realistisches Bild der Einkommenslage von Rentnern vermittelt der aktuelle Alterssicherungsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2020. Danach erreichen Ehepaare in Deutschland ein durchschnittliches Netto-Gesamteinkommen aus Alterssicherungsleistungen und zusätzlichen Einkommen in Höhe von 2.907 Euro im Monat. Unter den alleinstehenden 65-Jährigen und Älteren beziehen Männer im Durchschnitt ein Gesamteinkommen von 1.816 Euro, Frauen verfügen über 1.607 Euro.

    Der Median wäre hier, wie so oft interessanter gewesen.

    Nach Abzug von KV+PV und eventuell Steuern sieht es dann aber sehr mies aus für die Rentner, und wenn dann noch Miet abgeht...

    Selbstlob darf natürlich nicht fehlen, alles bestens bei der GRV. Wie die politisch und verwaltungstechnisch verantwortlichen die Rentenversicherung an die Wand gefahren haben (Rentenhöhe schlecht, angewiesen auf massive Steuerzuschüsse), dazu gibt es natürlich nirgends etwas zu lesen.

  • Der Median wäre hier, wie so oft interessanter gewesen.

    Nach Abzug von KV+PV und eventuell Steuern sieht es dann aber sehr mies aus für die Rentner, und wenn dann noch Miet abgeht...

    Selbstlob darf natürlich nicht fehlen, alles bestens bei der GRV. Wie die politisch und verwaltungstechnisch verantwortlichen die Rentenversicherung an die Wand gefahren haben (Rentenhöhe schlecht, angewiesen auf massive Steuerzuschüsse), dazu gibt es natürlich nirgends etwas zu lesen.

    1.

    Wieso so hart getriggert?

    2.

    Ist bei Zitaten nicht die Fundstelle anzugeben?

    3.

    Wer Steuern zahlen muss, der kann doch so schlimm gar nicht dran sein, wenn doch das Existenzminimum steuerfrei zu belassen ist.

  • Super Diskussionsniveau, wenn Teilnehmer nicht mal die eigenen Artikel lesen.

    Um den Verlinkenden geht es nicht. Der weiß schon, was er gelesen hat.
    Für alle, die mit- oder später lesen, ist die Quellenangabe sehr hilfreich. Ich habe auch erst mal in den Beiträgen nach dem Text gesucht, ihn dann auf der verlinkten Seite gefunden.

  • Es wurde ein Antrag im Bundestag eingebracht:

    https://www.ihre-vorsorge.de/rente/nachrich…nd-witwenrenten

    Geht mir hier um den Antrag hinsichtlich der Witwen- und Witwerrenten. (Bundestagsdrucksache 20/6582)

    Die Stoßrichtung des Antrages passt grundsätzlich dazu, dass es bei Waisenrenten seit Jahren keine Einkommensanrechnung mehr gibt und bei Altersrenten die Hinzuverdienstgrenzen komplett entfallen sind. Man kann also darüber diskutieren, ob man hier auch eine Änderung herbeiführen will, wobei Altersrenten (Einkommensersatz) und Witwen- und Witwerrenten (Unterhaltsersatz) zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

    Ich finde es aber bezeichnend, dass ein Antrag, der von min. vier Doktoren unterschrieben und ggf. von mehreren Personen gegengelesen wurde, zwar die Paragraphen richtig benennt, aber die Begriffe "Hinzuverdienst" und "Einkommensanrechnung" durcheinander bringt.

    Wenn man "die Hinzuverdienstgrenzen bei Witwerrenten neu regeln" will und dann Änderungen in einem Paragraphen vornehmen will, in dem nicht einmal das Wort "Hinzuverdienst" fällt, dann steht der Vorwurf der Stümperei nicht zu Unrecht im Raum.

    https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/97.html

    In diesem Sinne...

  • https://www.cfainstitute.org/about/press-re…sion-index-2023

    Deutsches Rentensystem minimal besser bewertet als das von Kasachstan.

    Hochinteressante Studie - allerdings 144 Seiten lang, die erstmal gelesen werden wollen.

    Sie vergleicht und bewertet die Rentensysteme von 47 Ländern.

    Vornedran die Niederlande und Skandinavier, Israel, Australien, Singapur. Deutschland im hinteren Drittel der europäischen Industrieländer. Kasachstan steht verblüffend hoch, das vielgelobte Österreich unerwartet tief - Defizite vor allem bei der Nachhaltigkeit, was auch für Deutschland der schwache Punkt ist.

  • Selbstlob darf natürlich nicht fehlen, alles bestens bei der GRV. Wie die politisch und verwaltungstechnisch verantwortlichen die Rentenversicherung an die Wand gefahren haben (Rentenhöhe schlecht, angewiesen auf massive Steuerzuschüsse), dazu gibt es natürlich nirgends etwas zu lesen.

    Bewerte ich ähnlich. Ist aber (leider) der Tenor und das Procedere seit Jahrzehnten.

    Für diese Art von Verdrängung und dem Ignorieren mag es Gründe geben, doch der Preis dafür ist hoch. Folgt auf die Weigerung, sich der Realität (in dem Fall den Realitäten der GRV) zu stellen, doch nicht selten Realitätsverlust.

    Wahrscheinlich einer der Gründe (oder vielleicht auch nur schlicht Desinteresse ?!), warum es um die Finanzbildung (samt den privaten Finanzen) in Deutschland bestellt ist - wie es eben bestellt ist.

  • Hat der bei mir abgeschrieben? :/

    Aber Hauptsache es hilft. 8o

    Denkfabrik Forum ... ;)
    Hab ich die 10%-Version bei dir überlesen?

    Kurzzeitig habe ich nachgedacht, ob meine 99,99%-Umsetzung richtig war. Aber wenn er die beworben hätte, wären auch noch ETF-Geldanlagen ins Spiel zu bringen gewesen.

  • Denkfabrik Forum ... ;)
    Hab ich die 10%-Version bei dir überlesen?

    Kurzzeitig habe ich nachgedacht, ob meine 99,99%-Umsetzung richtig war. Aber wenn er die beworben hätte, wären auch noch ETF-Geldanlagen ins Spiel zu bringen gewesen.

    Er hat die harmlose Variante genommen, nicht die vorgezogene Altersrente mit Reinvestition in Sonderbeiträge zum Abschlagsausgleich. Also eher Inspiration als Plagiat. ^^

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