Welche sicheren Anlagen meinst du denn?
Die Langläufer Anleihen die so einige Depots rot gefärbt haben können es nicht sein.
Altersvorsorgedepot ab 2026
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Tomarcy -
1. November 2024 um 12:20 -
Erledigt
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Ist das Problem nur die Finanzlobby oder eher wir selbst?
Wäre ich Banker oder Politiker, würde ich ebenfalls Garantieprodukte verkaufen oder die Illusion von Sicerheit vermitteln. Warum? Weil die meisten Menschen in diesem Land schlicht (noch) nicht für Preisschwankungen gemacht sind.Kaum geht das Kapital nur 1–2 % nach unten, herrscht Aufruhr. Wer soll sich da als Politiker oder Banker noch glaubwürdig positionieren? Ohne ein grundlegendes Verständnis für den Kapitalmarkt bleibt die Mehrheit der Bürger in einer ständigen Komfortzon und die eigene finanzielle Zukunft gerät so schnell ins Hintertreffen.
Die Politiker sind schuld? Wer hat sie gewählt.
Die Finanzlobby ist schuld? Wer nimmt die Beratung der Banken in Anspruch.
Am Ende tragen wir alle Verantwortung. Nur zuschieben bringt niemanden weiter.Wer sich mit Menschen außerhalb der Finanz-Bubble unterhält, merkt schnell: Die Mehrheit will gar nicht am Kapitalmarkt mitspielen. Punkt.
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Ich würde das Altersvorsorgedepot nicht einrichten, sondern einen aktienlastigen Staatsfonds auflegen. Auch dieser würde Gegenwind erfahren, aber beim Thema „Der Staat verbrennt Geld“ scheint die Bevölkerung toleranter zu sein als beim Verlust des eigenen Geldes auf dem eigenen Konto. Sobald sich erste Erfolge abzeichnen, ließe sich der Fonds zudem nur schwer rückgängig machen.
Das Thema „70 % machen nicht mit“ wäre damit ebenfalls erledigt. Die Verwaltungsgebühren wären niedrig, und auch die Bürokratie würde reduziert.
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Das war mir bislang noch entgangen. Das ist doch fast der gleiche Mist wie bisher bei Riester. Da gehe jemand mit beispielsweise 65 in Rente und muss 70 % in risikoarmen Anlagen investiert sein. Und dann gehen noch bis zu 1,5 % jährlich bei der Rendite für Kosten weg. Wie unfähig ist so eine Regierung?
Da bin ich auch drüber gestolpert. Aber das gilt ja nur für das Standardprodukt. Für das Altersvorsorgedepot bleibt nach meinem Verständnis die Freiheit, seine Assetallokation zu wählen
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Sobald sich erste Erfolge abzeichnen, ließe sich der Fonds zudem nur schwer rückgängig machen.
Schweden ist diesen Schritt Ende der 90'er gegangen.
2009 gab es von einigen Parteien in Schweden Bestrebungen den Fonds wieder einzustampfen. Schlichtweg weil der Fonds nach > 10 Jahren fett im Minus war.
Aus heutiger Sicht natürlich totaler Blödsinn. Aber so sind die Menschen halt. Wirklich langfristig denken fällt vielen Menschen einfach schwer. -
Schweden ist diesen Schritt Ende der 90'er gegangen.
2009 gab es von einigen Parteien in Schweden Bestrebungen den Fonds wieder einzustampfen. Schlichtweg weil der Fonds nach > 10 Jahren fett im Minus war.
Aus heutiger Sicht natürlich totaler Blödsinn. Aber so sind die Menschen halt. Wirklich langfristig denken fällt vielen Menschen einfach schwer.Ein Dilemma: Im Crash, also dann, wenn die zukünftigen Renditen besonders hoch sein könnten, traut sich kaum jemand zu investieren und einen solchen Stastsfonds aufzulegen. In guten Zeiten hingegen, wenn jeder für Aktien ist, besteht die Gefahr einer langen Durststrecke.
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ungelegte Eier..... (+ formales Extrawort, da ich sonst nicht kommentieren kann)
Gerade in diesem dem Fall hättest du es dir auch einfach sparen können

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Ein Dilemma: Im Crash, also dann, wenn die zukünftigen Renditen besonders hoch sein könnten, traut sich kaum jemand zu investieren und einen solchen Stastsfonds aufzulegen. In guten Zeiten hingegen, wenn jeder für Aktien ist, besteht die Gefahr einer langen Durststrecke.
Es gab ja sogar Überlegungen, den KENFO (Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung) zu verwenden (Paywall):
https://www.dasinvestment.com/anja-mikus-ken…nion-interview/
Das hätte man m.E. weiter verfolgen können.
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Aber so sind die Menschen halt. Wirklich langfristig denken fällt vielen Menschen einfach schwer.
Das stimmt. Hinzu kommt, dass man sich in richtigen Krisen nicht sicher ist, ob bspw. das Finanzsystem oder der Aktienmarkt an sich, etc. überhaupt weiter funktionieren wird.
Das eigentliche Problem sind m.E. nicht die -40% im Crash, sondern dass man dann überall gesagt bekommt, dass die Welt untergeht und es niemals wieder werden wird, wie es war. Das auszuhalten und trotzdem dabei zu bleiben, ist viel schwerer als eine rote Zahl, von der wir uns jetzt alle sicher sind, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie so grün sein wird, wie noch nie zuvor. (Aktienrisiko bedeutet, dass dieser Fall auch nicht eintreten könnte.)
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Die Finanzlobby ist schuld? Wer nimmt die Beratung der Banken in Anspruch.
Ohhhh ist das ist mir neu das die Finanzlobby Beratung anbietet die für den Kleinsparer zu einer Rendite über der Inflation führt.
Kann das sein das du Verkaufsgespräche meinst?
Das viele Verbraucher Angst vor schwankenden Kursen haben ist eine andere Sache. Wenn sie dann noch in Produkte mit Schwankenden Kursen "beraten" werden die dann noch nicht einmal eine Rendite erzielen eine ganz andere. Da kann ich der Finanzlobby schon den schwarzen Peter zuschieben.
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Ein Dilemma: Im Crash, also dann, wenn die zukünftigen Renditen besonders hoch sein könnten, traut sich kaum jemand zu investieren und einen solchen Stastsfonds aufzulegen. In guten Zeiten hingegen, wenn jeder für Aktien ist, besteht die Gefahr einer langen Durststrecke.
Für einen langjährigen Sparplan ist das wenig relevant.
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Für einen langjährigen Sparplan ist das wenig relevant.
Das ist richtig. Aber für den politischen Rückhalt sieht das anders aus. Eine Mehrheit für geförderte AV am Aktienmarkt gibt es nach langen Bullenmärkten. Ist ja auch einfach, wenn die letzten Jahre alles super war. Das bedeutet aber auch, dass so ein neues System...sei es ein AV-Depot oder ein Fonds...wahrscheinlich relativ bald nach Start einen Bärenmarkt einstecken muss. Und da ist es für die Linken sehr leicht, auf die schlechten Renditen zu zeigen und zu behaupten, dass die Altersvorsorge verzockt wird. Wovor sie schon immer gewarnt hätten...
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Für einen langjährigen Sparplan ist das wenig relevant.
Wenn das nur mehr Menschen in diesem Land verstehen würden: Hätten wir (wie Norwegen) schon vor 30 Jahren oder früher einen aktienlastigen Staatsfonds etabliert, wäre das Rentenproblem heute weitgehend gelöst. Doch die Angst vor dem Kapitalmarkt ist in dieser sicherheitsfanatischen Gesellschaft so tief verankert, dass selbst der kleinste Schritt in diese Richtung bis aufs Messer bekämpft wird.
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Für einen langjährigen Sparplan ist das wenig relevant.
Frag Dich mal, warum in Deutschland so etwas wie Riester mit einer Beitragsgarantie eingeführt wurde? Und dann schau mal auf den Zeitraum der Einführung (Genau zwischen Dotcom-Crash und Finanzkrise).
Glaubst Du, dass in diesem Zeitraum politisch eine Mehrheit ohne irgendwelche Garantien möglich gewesen wäre?
Die Schweden haben einfach nur schneller gehandelt und Ihre Rentenreform 1998 umgesetzt. Da war die Mehrheit von den Kapitalmärkten überzeugt. -
Wenn jetzt kurz vor dem Jahreswechsel 2026/27 die Börsen einknicken steht die Finanzindustrie aber mit ihren Garantieprodukten ganz toll da.
Nur können diese Produkte leider nicht mit nur 1,5% Kosten angeboten werden, da müssen es schon 2,5% oder mehr sein. Und schon verschwindet die "staatliche Förderung" wieder im Aktienkurs der Allianz.

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Wenn jetzt kurz vor dem Jahreswechsel 2026/27 die Börsen einknicken steht die Finanzindustrie aber mit ihren Garantieprodukten ganz toll da.
Nur können diese Produkte leider nicht mit nur 1,5% Kosten angeboten werden, da müssen es schon 2,5% oder mehr sein. Und schon verschwindet die "staatliche Förderung" wieder im Aktienkurs der Allianz.

Ich vermute ohnehin, dass ein Großteil der „Opfa“ (andere sagen „LeO“ dazu) wieder bei den Garantieprodukten landen wird.
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