Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Im Dezember wurde [...] auch der Transfer und Handel mit Kryptowährungen verboten.

    Hast du da eine Quelle?

    Natürlich ist es naiv zu glauben, Bitcoin sei im Iran ein bequemes Alltagsprodukt. Aber genauso naiv ist die Annahme, ein Verbot oder Internetüberwachung würde Nutzung unterbinden. Weder Gold noch Devisen, noch Kryptowährungen verschwinden in autoritären Regimen.

    Bitcoin „fixed“ nicht das Regime und schützt niemanden vor Repression. Aber er bietet eine Option, wo vorher keine war. Dass diese Option gefährlich ist, liegt nicht an Bitcoin, sondern am Staat. Wenn etwas nur unter Todesstrafe verboten werden kann, ist das eher ein Argument für seine Relevanz als dagegen.


    Bitcoin ist stromlos nichts wert, ist nicht unrealistisch z.B. Sonnensturmfolgen.

    Stimmt – ohne Strom funktioniert Bitcoin nicht. So wie Banken nicht funktionieren, Geldautomaten nicht funktionieren, Börsen nicht funktionieren und dein digitales Buchgeld ebenfalls wertlos ist ;) Ein großflächiger, dauerhafter Stromausfall durch einen extremen Sonnensturm wäre kein Bitcoin-Problem, sondern ein Zivilisationsproblem.

    Und selbst dann: Bitcoin ist nicht an ein einzelnes Rechenzentrum gebunden. Nodes laufen weltweit verteilt, Daten sind redundant gespeichert, das Netzwerk kann nach Ausfällen wieder anlaufen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Hast du da eine Quelle?

    Im Februar 2025 hat das Regime die Werbung für Kryptowährung verboten. Ein generelles Verbot gab es aber nicht!

    تبلیغات رمزارز‌ها ممنوع شد
    محمدیان از شهروندان خواست تا از انجام هرگونه معامله یا سرمایه‌گذاری در حوزه رمز ارزها خودداری کنند. وی هشدار داد: فعالیت در این حوزه نه تنها فاقد پشتوانه…
    www.etemadonline.com

    Übersetzen lassen... Zitat auszugsweise:

    Kryptowährungswerbung verboten

    Mohammadian forderte die Bürger auf, keine Transaktionen oder Investitionen im Bereich der Kryptowährungen zu tätigen. Er warnte davor, dass die Aktivität in diesem Bereich nicht nur an rechtlicher Unterstützung fehle, sondern auch zu irreparablen finanziellen Verlusten führen und sogar in den Kreislauf krimineller Aktivitäten eintreten könne. Der Generaldirektor für Werbung und Information des Ministeriums für Kultur und islamische Führung kündigte an: Krypto-Werbung wurde in allen inländischen Medien, einschließlich Print, Digital und Cyberspace, verboten.

  • Das Werbeverbot war im Februar. Der Handel mit Kryptowährungen wurde jetzt erst im Dezember verboten.

    بانک مرکزی ایران: استفاده از رمزارز و طلا برای پرداخت بجای ریال ممنوع است - BBC News فارسی
    بانک مرکزی ایران گفت که استفاده از رمزارزها و طلا و سایر فلزات گرانبها به‌عنوان ابزار پرداخت ممنوع است و جایگزین‌کردن این دارایی‌ها با پول ملی تخلف است. همزمان…
    www.bbc.com
  • P.S.: genaugenommen ist nicht der Handel oder Besitz das Problem, sondern die Verwendung als Zahlungsmittel. Das ist gar nicht ungewöhnlich. Sobald das Regime mit Gelddrucken anfängt, also das Volk per Hyperinflation enteignet, neigt der Untertan dazu, auf alternative Zahlungsmittel auszuweichen, z.B. US-Dollar, Goldmünzen, und in Zukunft vielleicht auch Kryptowährungen. Sowas möchte das Regime natürlich unterbinden sonst wäre die ganze Gelddruckerei ja sinnlos.

  • P.S.: genaugenommen ist nicht der Handel oder Besitz das Problem, sondern die Verwendung als Zahlungsmittel. Das ist gar nicht ungewöhnlich. Sobald das Regime mit Gelddrucken anfängt, also das Volk per Hyperinflation enteignet, neigt der Untertan dazu, auf alternative Zahlungsmittel auszuweichen, z.B. US-Dollar, Goldmünzen, und in Zukunft vielleicht auch Kryptowährungen. Sowas möchte das Regime natürlich unterbinden sonst wäre die ganze Gelddruckerei ja sinnlos.

    :thumbup:


    Dafür braucht man nicht bis in den Iran zu schauen. Es reicht auch schon der Blick beispielsweise in die Türkei und auf die dortige Politik, Geldpolitik und die Entwicklung der türkischen Lira (TRY).

    Nach meiner Erinnerung kauften noch im Jahr 2012 nur 1,8 TRY einen US-Dollar. Aktuell braucht es für einen US-Dollar rund 43 TRY. Und der Dollar ist zwar (noch) die Welt- bzw. Leitwährung, aber eben auch nur staatliches Papiergeld. Die ohnehin schon traditionelle Beliebtheit von Gold in der Türkei hat diese Entwicklung der eigenen Währung in der jüngeren Vergangenheit jedenfalls und signifikant noch zusätzlich befördert.

  • P.S.: genaugenommen ist nicht der Handel oder Besitz das Problem, sondern die Verwendung als Zahlungsmittel. Das ist gar nicht ungewöhnlich. Sobald das Regime mit Gelddrucken anfängt, also das Volk per Hyperinflation enteignet, neigt der Untertan dazu, auf alternative Zahlungsmittel auszuweichen, z.B. US-Dollar, Goldmünzen, und in Zukunft vielleicht auch Kryptowährungen. Sowas möchte das Regime natürlich unterbinden sonst wäre die ganze Gelddruckerei ja sinnlos.

    Danke für die Ergänzung. Genau für solche Situationen wurde Bitcoin geschaffen: als Peer-to-Peer-Zahlungssystem ohne zentrale Zwischenpartei, das Menschen nutzen können, wenn Staaten oder Regime versuchen, den Geldverkehr zu kontrollieren, einzuschränken oder durch exzessives Gelddrucken faktisch zu enteignen. Da helfen auch keine Verbote seitens des Staates, Bitcoin ist zensurresistent.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Danke für die Ergänzung. Genau für solche Situationen wurde Bitcoin geschaffen: als Peer-to-Peer-Zahlungssystem ohne zentrale Zwischenpartei, das Menschen nutzen können, wenn Staaten oder Regime versuchen, den Geldverkehr zu kontrollieren, einzuschränken oder durch exzessives Gelddrucken faktisch zu enteignen. Da helfen auch keine Verbote seitens des Staates, Bitcoin ist zensurresistent.

    Wie sieht das denn dann in der Praxis, z.B. aktuell im Iran aus? Um Bitcoin zu verwenden, benötigt man entweder eine Hardware Wallet oder einen Dienstleister. Die Verwendung einer Hardware Wallet setzt bestimmte Kenntnisse voraus, über die der allergrößte Teil der Bevölkerung nicht verfügen dürfte. Davon mal abgesehen, muss auch die Möglichkeit bestehen, sich so ein Teil zu beschaffen. Das könnte sich in totalitären Ländern vielleicht als schwierig erweisen.

    Bewahrt man seine Coins bei einem Dienstleister auf, benötigt man Zugang via Internet hierauf. Das gilt übrigens ebenso für Coins auf einer Wallet, ohne Internetzugang sind die nutzlos. Den Zugang hierzu, egal ob durch selektive oder totale Sperren, ist für eine Regime einfach durchzusetzen. Natürlich gibt es immer Wege, so solche Sperren zu umgehen, z.B. durch Starlink. Aber auch das ist wiederum kein Weg für die breite Bevölkerung, selbst wenn die Verwendung nicht verboten wäre.

  • Genau für solche Situationen wurde Bitcoin geschaffen: als Peer-to-Peer-Zahlungssystem ohne zentrale Zwischenpartei, das Menschen nutzen können, wenn Staaten oder Regime versuchen, den Geldverkehr zu kontrollieren, einzuschränken oder durch exzessives Gelddrucken faktisch zu enteignen. Da helfen auch keine Verbote seitens des Staates, Bitcoin ist zensurresistent.

    Wie sieht denn so eine BTC-Kasse im Tante-Emma-Laden im Iran oder in der Türkei aus? Wo stehen dort die frei zugänglichen On/Off-Ramps?

    Natürlich ist das nicht zensurrestient. Es setzt nämlich Infrastruktur, die staatlich kontrollierbar ist, voraus.

    Wieder solche Glaubenssätze, die von der technischen Idee nicht falsch, aber der praktischen Umsetzbarkeit es umso mehr sind.

    Wie viel Prozent der Weltbevölkerung haben uneineingeschränkten Zugang zum Internet? Hier zur Orientierung nur der Anteil der Online-Nutzer: 17% https://www.statista.com/statistics/124…online-freedom/

    Wo werden VPNs eingeschränkt, blockiert? China, Russland, Iran, Türkei, ...

    Ist BTC unter Zensur nutzbar? Vollständig unterdrückbar: nein, massentauglich: nein

  • Argumentativ war nie die Rede davon, dass das für jeden zu jeder Zeit möglich ist. Je nach Repressionsart des jeweiligen Staates wird es einem natürlich schwierig bis unmöglich gemacht. Den Inflationsschutz hat man durch Bitcoin trotzdem in dieser Situation, auch wenn man nicht zwingend sofort an sein Bitcoinvermögen kommt. Denkbar ist ggf. eine Ausreise. Ne hardwarewallet ist da schnell irgendwo versteckt und auch nicht unbedingt als solche zu erkennen, wenn man nicht weiss, was man da vor sich hat. Alternativ muss man sich die 24 Wörter merken, ne softwarewallet nutzen oder eben doch auf ner Börse liegen haben. Ist auf jeden Fall besser, als mit Gold oder mit Devisen versuchen auszureisen. Die ist man in einem derartigen Staat sicher los, wenn man versucht (ggf. sogar illegal) die Grenze zu passieren.

  • Wie sieht das denn dann in der Praxis, z.B. aktuell im Iran aus? Um Bitcoin zu verwenden, benötigt man entweder eine Hardware Wallet oder einen Dienstleister. Die Verwendung einer Hardware Wallet setzt bestimmte Kenntnisse voraus, über die der allergrößte Teil der Bevölkerung nicht verfügen dürfte. Davon mal abgesehen, muss auch die Möglichkeit bestehen, sich so ein Teil zu beschaffen. Das könnte sich in totalitären Ländern vielleicht als schwierig erweisen.

    Bewahrt man seine Coins bei einem Dienstleister auf, benötigt man Zugang via Internet hierauf. Das gilt übrigens ebenso für Coins auf einer Wallet, ohne Internetzugang sind die nutzlos. Den Zugang hierzu, egal ob durch selektive oder totale Sperren, ist für eine Regime einfach durchzusetzen. Natürlich gibt es immer Wege, so solche Sperren zu umgehen, z.B. durch Starlink. Aber auch das ist wiederum kein Weg für die breite Bevölkerung, selbst wenn die Verwendung nicht verboten wäre.

    Mir ging es aber weniger um den Status quo als um die Alternative und die Perspektive.

    Bitcoin ist kein Allheilmittel, das von heute auf morgen ganze Bevölkerungen befreit. Es ist eine Option, die es vorher schlicht nicht gab. Und historisch betrachtet zeigt sich immer wieder: Technischer Fortschritt, sinkende Einstiegshürden und Globalisierung sorgen dafür, dass neue Technologien schrittweise immer mehr Menschen erreichen – auch in Ländern, in denen das zunächst kaum vorstellbar war. Internetzugang, Smartphones, Verschlüsselung, VPNs: All das war einmal elitär, kompliziert und leicht zu unterdrücken. Heute ist es für Millionen Alltag, trotz staatlicher Gegenwehr.

    Dass Regime Infrastruktur kontrollieren können, stimmt. Aber genau deshalb ist es bemerkenswert, dass es überhaupt ein Geldsystem gibt, das nicht zentral abgeschaltet werden kann, sondern nur erschwert. Es geht nicht darum, dass jeder Tante-Emma-Laden im Iran morgen eine BTC-Kasse hat, sondern darum, dass einzelne Menschen, Gruppen oder Generationen eine Ausweichmöglichkeit haben. Und perspektivisch – über Jahre oder Jahrzehnte – werden es mehr werden, nicht weniger.

    Man kann natürlich immer darauf schauen, was alles noch nicht funktioniert. Ich persönlich finde aber den Gedanken stark, dass Menschen langfristig Werkzeuge bekommen, um sich zumindest teilweise staatlicher Willkür zu entziehen. Dass das eine gute Entwicklung ist und Bitcoin dazu beitragen kann, darüber sind wir uns vermutlich einig. :)

    In diesem Sinne: Kommt gut ins Jahr 2026 <3

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Währenddessen öffnen sich weitere Länder. Von heute:

    Thailand führt ab 2025 eine 0-%-Steuer auf Bitcoin-Gewinne ein, allerdings nur für Handel auf lizenzierten, in Thailand registrierten Börsen. Gewinne auf ausländischen oder nicht genehmigten Plattformen bleiben steuerpflichtig. Mining- und Staking-Einnahmen werden weiterhin normal besteuert.

    Der Schritt soll Thailand zu einem Krypto-Zentrum machen und ausländische Investoren anziehen. Bereits zuvor hatte das Land eine fünfjährige Steuerbefreiung für Kryptogewinne (2025–2029) eingeführt. Mit dem neuen Gesetz will die Regierung den lokalen digitalen Finanzmarkt stärken und sich im Wettbewerb mit Ländern wie Singapur, Hongkong und Südkorea besser positionieren.

    https://www.tradingview.com/news/coinpedia…ocal-exchanges/

    Spieltheoretisch ist dies auch absolut logisch, denn Länder, die sich von dieser Entwicklung ausschließen bzw. drastisch „tot regulieren", werden sich von diesen Märkten ausschließen und selbst schaden, da sie an der Entwicklung nicht partizipieren.

    Nachdem es 9 Jahre verboten war, öffnet sich jetzt auch Südkorea:

    Südkorea öffnet die Schleusen

    Die südkoreanische Finanzaufsicht FSC hat ein neunjähriges Verbot für Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen aufgehoben.

    Die neuen Regeln:
    – Börsennotierte Unternehmen dürfen bis zu 5% ihres Eigenkapitals in digitale Assets investieren
    – Beschränkung auf die Top-20-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung
    – Finale Regelungen werden im Februar erwartet, erste Investments ab Ende 2026

    Bitcoin: Chaos als Katalysator?
    Bitcoin hält sich stabil um 92.000 US-Dollar, während institutionelle ETF-Abflüsse und politische Konflikte in den USA auf regulatorische Öffnung in Südkorea…
    www.finanztrends.de

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Mahlzeit, langsam geht´s los im Bankensektor:

    Kryptowährung: Volksbank testet Bitcoins als Sicherheit bei Kreditvergabe
    Die Volksbank Bayern Mitte gilt als Krypto-Vorreiter. Die Volatilität könnte bei dem neuen Projekt jedoch zur Schwachstelle werden. Das will die Bank mit einem…
    www.handelsblatt.com

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    Zum Video sage ich jetzt mal nix.

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Frage an die Bitcoin-Kenner: Wie ist denn zu erklären, dass der rund um die Uhr handelbare Bitcoin, dessen Kurschart am gestrigen Sonntag flach und stabil wie ein Brett dalag, just zum mitternächtlichen Gongschlag um mehr als drei Prozent absackt, um anschließend seither heute wieder flach und stabil und gerade zu sein?

  • Frage an die Bitcoin-Kenner: Wie ist denn zu erklären, dass der rund um die Uhr handelbare Bitcoin, dessen Kurschart am gestrigen Sonntag flach und stabil wie ein Brett dalag, just zum mitternächtlichen Gongschlag um mehr als drei Prozent absackt, um anschließend seither heute wieder flach und stabil und gerade zu sein?

    Und Etherium, XRP, Solana…..

  • Frage an die Bitcoin-Kenner: Wie ist denn zu erklären, dass der rund um die Uhr handelbare Bitcoin, dessen Kurschart am gestrigen Sonntag flach und stabil wie ein Brett dalag, just zum mitternächtlichen Gongschlag um mehr als drei Prozent absackt, um anschließend seither heute wieder flach und stabil und gerade zu sein?

    Hat niemand eine Erklärung? Oder zumindest einen Erklärungsversuch?


    Ich meine, am WE hatte hier noch jemand - als es um die Frage ging, wie wohl die Märkte auf die Weltlage am Montag reagieren - gemeint, Bitcoin werde 24/7 gehandelt, und dieser habe übers WE nicht gezuckt …