Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

KI-Zusammenfassung

: Welche Rolle Bitcoin künftig im Finanzsystem spielen kann, fragt der Startbeitrag mit Blick auf Wertspeicher gegen Inflation und kleine Portfolio-Beimischung.

Welche Rolle Bitcoin künftig im Finanzsystem spielen kann, fragt der Startbeitrag mit Blick auf Wertspeicher gegen Inflation und kleine Portfolio-Beimischung.

  • Mehrere Beiträge sehen knappes digitales Geld mit Netzwerkeffekten und wachsender institutioneller Nachfrage, während Kritiker Bitcoin als spekulatives Gut ohne laufende Erträge oder inneren Wert einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu kleinen Positionen, starker Volatilität und sicherer Verwahrung über Seed-Phrasen oder Hardware-Wallets.
  • Viele Beiträge behandeln begrenzte Beimischung eher als spekulative Option denn als risikoarme Standardanlage oder Ersatz für Gold, Aktien oder ETFs.

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  • Was lehrt die Geschichte? 🤔

    Das Debasement-Narrativ hat Bitcoin in den letzten Wochen ordentlich Rückenwind gegeben. Der spannende Unterschied zu damals sind allerdings die heutigen Schuldenstände. Zinsen wie Anfang der 80er wären für viele Staaten heute fiskalisch kaum durchzuhalten. Genau daraus entsteht wiederum die Bitcoin-These: Irgendwann wird die Wahl zwischen harter Geldpolitik und zunehmender Geldentwertung immer unangenehmer. Daher macht es ja auch Sinn, zumindest einen kleinen Teil des Vermögens parallel in harte Assets zu diversifizieren. Die nächsten Jahre werden spannend.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Das Debasement-Narrativ hat Bitcoin in den letzten Wochen ordentlich Rückenwind gegeben. Der spannende Unterschied zu damals sind allerdings die heutigen Schuldenstände. Zinsen wie Anfang der 80er wären für viele Staaten heute fiskalisch kaum durchzuhalten. Genau daraus entsteht wiederum die Bitcoin-These: Irgendwann wird die Wahl zwischen harter Geldpolitik und zunehmender Geldentwertung immer unangenehmer. Daher macht es ja auch Sinn, zumindest einen kleinen Teil des Vermögens parallel in harte Assets zu diversifizieren. Die nächsten Jahre werden spannend.

    Den grundsätzlichen Punkt sehe ich ähnlich. Bei den heutigen Schuldenständen wären Zinsen wie Anfang der 80er für viele Staaten richtig unangenehm, dass daraus langfristig Druck in Richtung finanzieller Repression, Inflation und schleichender Geldentwertung entsteht, ist absolut plausibel. Und einen Teil des Vermögens in knappen oder harten Assets zu halten, kann man daraus ebenfalls schlüssig ableiten.

    Bei einem Punkt muss man aber einhaken, nämlich dass ausgerechnet das Debasement-Narrativ Bitcoin in den letzten Wochen ordentlich Rückenwind gegeben hat, gibt der Markt für mich absolut nicht her.

    In unserem Vergleich liegt der DPMI seit Start bei rund +16,7 Prozent, Bitcoin bei rund +9 Prozent und sogar der gesamte Kryptomarkt läuft besser als BTC. Gleichzeitig steigt Gold aktuell ebenfalls nicht. Es gibt also durchaus einen kräftigen Risk-on-Move, aber Bitcoin fällt darin gerade nicht als besonderer Gewinner einer Flucht in hartes Geld auf. Das widerlegt die Bitcoin-These natürlich nicht. Aber bei der Erklärung der aktuellen Kursbewegung wäre ich vorsichtiger. Wenn Debasement gerade der entscheidende Treiber für Bitcoin wäre, müsste man eigentlich erwarten, dass BTC gegenüber anderen Risikoassets wenigstens eine besondere relative Stärke zeigt. Genau die sehe ich momentan absolut nicht.

    Vielleicht ist die spannendere Lehre der letzten Wochen deshalb gerade, dass Märkte viel weniger sauber nach Narrativen funktionieren, als wir ihnen hinterher gerne erzählen. 😉


  • Bitcoin hat seit Ende August rund +40% gemacht, aber „fällt gerade nicht als besonderer Gewinner einer Flucht in hartes Geld auf." :S

    Die institutionellen Anleger werden am Ende darüber entscheiden, welche Rolle Bitcoin spielt. Schau dir mal die neuesten Studien von Bitwise und Blackrock an. Bitcoin ist die einzige Kryptowährung, die dank ihrer Eigenschaften überhaupt als Hedge für so ein Setting infrage kommen würde. Daher spielt es überhaupt keine Rolle, wie Coin X in den letzten 3 Wochen performt hat. Aus der Studie:

    "While bitcoin is the consensus among institutional investors, Ethereum and Solana (and other smaller crypto assets) are not. Institutions that own them hold smaller positions, with shorter horizons and explicit exit conditions. Several institutions do not own any Ethereum or Solana at all, for various reasons. One had used DeFi applications extensively across lending, trading, stablecoins, and staking, and saw no clear mechanism by which value accrues to the underlying token. Users, in their view, are blockchain- agnostic and indifferent to whether an application runs on Ethereum or Solana. Another could not easily classify Ethereum or Solana within its investing framework. (Are they stores of value? Equity-like? Commodities?) Without a clear value-accrual thesis, or a clean fit in an existing investment framework, the default decision is not to invest."

    Studie: https://s3.us-east-1.amazonaws.com/static.bitwise…option-2026.pdf

    https://www.investing.com/analysis/bitco…hedge-200688233

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • An der Stelle nochmal der Hinweis auf "Der Bitcoin Podcast". Neutraler und informativer wird es für den "Allgemeinbürger" im Bitcoinspace nicht, als in dem Podcast. Der geht nämlich auch auf die oben erwähnte Veröffentlichung ein.

    Und im Kern sagt er dasselbe … :thumbup:

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Bitcoin hat seit Ende August rund +40% gemacht, aber „fällt gerade nicht als besonderer Gewinner einer Flucht in hartes Geld auf." :S

    Dass Bitcoin seit Ende August stark gestiegen ist, bestreite ich doch gar nicht. 😉 Mein Punkt war die relative Performance im selben Zeitraum. Wenn der DPMI und sogar der gesamte Kryptomarkt stärker steigen als BTC, ist das eben kein besonders überzeugender Beleg dafür, dass Bitcoin gerade einen speziellen Debasement Rückenwind bekommt.
    Dass institutionelle Anleger Bitcoin grundsätzlich am ehesten als Hedge gegen Geldentwertung einordnen, geschenkt. Genau dafür sind solche Studien interessant. Nur ist das eine andere Aussage als zu behaupten, der aktuelle Bitcoin Anstieg werde gerade vom Debasement Narrativ getragen. Das eine beschreibt die Rolle, die Bitcoin in manchen institutionellen Portfolios spielen kann, das andere soll erklären, warum der Kurs jetzt steigt.

    Und selbst beim Institutionellen Argument wird es sehr interessant, wenn man nicht nur auf die absoluten Dollarbeträge schaut. Bitcoin bekommt natürlich die größten Zuflüsse, weil BTC mit Abstand das größte Asset ist. Relativ zur jeweiligen Market Cap sehen ETH und teilweise auch SOL aktuell deutlich stärker aus. Heißt also, Kapital fließt keineswegs nur oder besonders stark in Bitcoin, sondern breit in den Kryptomarkt. Das passt für mich sehr viel besser zu Risk on und Kapitalrotation als zu einer speziellen Flucht in BTC als angeblich hartes Geld.
    Wenn Debasement gerade wirklich der entscheidende zusätzliche Treiber für Bitcoin wäre, würde ich wenigstens irgendeine besondere relative Stärke erwarten. Genau die sehe ich nicht. BTC steigt kräftig, ja. Ich bin da sogar recht froh für meinen kleinen Mining-Sidekick. Der Rest steigt nur teilweise noch kräftiger. Und genau deshalb spielt es sehr wohl eine Rolle, wie ETH, SOL oder der Gesamtmarkt im selben Zeitraum performen. Nicht für die langfristige Bitcoin These, aber sehr wohl für die Frage, was diesen aktuellen Move gerade antreibt. 😉

    Eigentlich reden wir also an zwei verschiedenen Stellen. Du argumentierst dafür, warum Bitcoin langfristig für Institutionelle als Hedge interessant sein könnte. Da widerspreche ich dir gar nicht groß. Ich rede darüber, ob genau dieses Narrativ die aktuelle Kursbewegung erklärt, wie es Mazen anfangs unterstellt hat. Und dafür liefern die relativen Marktbewegungen momentan eigentlich keine Belege.

  • Passend dazu: In Blau sehen wir die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung, in Rot den Advance-Decline Index der Top 100 Coins – also vereinfacht gesagt, wie breit eine Marktbewegung getragen wird.

    Auffällig ist die extreme Divergenz: Während die Gesamtmarktkapitalisierung weiter auf hohem Niveau liegt, ist der ADI bis auf rund -8.500 gefallen. Heißt: Die Stärke des Marktes wurde zuletzt von immer weniger Coins getragen. Bitcoin und einige große Werte halten den Markt oben, während ein großer Teil der Top 100 deutlich hinterherhinkt.

    Kurzfristig gibt es zwar ein erstes Lebenszeichen: Der ADI hat sich zuletzt leicht auf etwa -8.290 erholt. Das ist noch keine Trendwende, könnte aber der Anfang einer breiteren Altcoin-Bewegung sein, falls mehr Coins mitziehen. Übergeordnet bleibt der Abwärtstrend aber klar intakt – für mich daher weiter eher ein Warnsignal und ein Grund, den Fokus auf Bitcoin zu halten.

    Quelle

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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