ChatGPT (und andere Kisten)

  • Ich würde es nicht 'lügen' nennen, wenn Antworten der KI auf Grund veralteter Informationen generiert werden.

    Das ist richtig. Aber gleichzeitig auch zu simpel. Es wäre jetzt ohnehin nicht mein Ansatz, einen Chatbot nach dem aktuellen Kanzler zu fragen, das kann Wikipedia viel besser. Aber wie kann man herausfinden, auf welchem Stand ein Chatbot ist?

    Mir ist noch kein Fall untergekommen, in dem jemand behauptete: „Das muss so stimmen, weil die KI das gesagt hat.“

    Noch viel lernen du musst, junger Padawan. Man muss etwas nicht behaupten, man kann die Behauptung durch seine Handlungen zeigen.

    Und Beispiele für die unreflektierte Nutzung von KI gibt es massenhaft. In die Nachrichten schaffen es nur wenige, zum Beispiel wenn man sich als Richter Präzedenzfälle vom Chatbot generierten lässt. Auch dürfte mittlerweile massenhaft von ChatGPT und co. generierter Code in den Produktionsumgebungen sein. Natürlich alles ganz streng kontrolliert...ja ne ist klar. Schnitzer beim Vibe-Coding füllen mittlerweile ganze Instagram-Kanäle...


    So ein Chatbot ist super für Prototyping. Einfach mal schnell Dinge ausprobieren und den Teil runterschreiben lassen, den man selbst noch nicht beherrscht. Wobei ich da oft noch diverse Extrarunden drehen muss, damit es dann doch klappt. Die Realität ist eben oft komplexer. Und wie immer gilt halt, dass ein Prototyp nicht dazu geeignet ist, tatsächlich in der freien Welt genutzt zu werden


    PS: https://de.wikipedia.org/wiki/Thermosta…hermostatventil

  • Was ich momentan in Kurse lerne ist, dass man den Prompt (die Anweisung an die KI) möglichst genau und detailliert ausformulieren muss. Das Ergebnis kann man bei der KI auch nochmals hinterfragen und die Quellen benennen lassen um sogenannte Halluzinationen (dazu gedichtete Fakten) auszufiltern. Generell sollte man die Ergebnisse nicht 1 zu 1 irgendwo übernehmen, sondern nochmals auf Richtigkeit bzw Fehler überprüfen.

  • Was ich momentan in Kursen lerne ist, dass man den Prompt ... möglichst genau und detailliert ausformulieren muss. Das Ergebnis kann man bei der KI auch nochmals hinterfragen und die Quellen benennen lassen um sogenannte Halluzinationen ... auszufiltern. Generell sollte man die Ergebnisse nicht 1 zu 1 irgendwo übernehmen, sondern nochmals auf Richtigkeit bzw Fehler überprüfen.

    Es ist halt die Frage, was man erreichen will.

    Ich benutze die KI in den allermeisten Fällen als Suchmaschine - und das funktioniert gut. Ich möchte wissen, wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze für Krankenversicherung im Jahr 2026 sein wird? Die KI verrät mir das im ersten Ergebnis. Klassisch Google hingegen spammt mich erstmal mit Dumm-Ergebnissen zu, beispielsweise, wo ich die besten Beitragsbemessungsgrenzen kaufen kann und ob nicht vielleicht in eine PKV wechseln will.

    Das ist einfach ein anderer Einsatzfall als wenn man sich den Text für eine schöne Geburtstagskarte formulieren lassen will.

  • Ich nutze KI eher für kreative Aufgaben (Brainstorming, Sparringpartner, Redeentwürfe, Fließtexte nach inhaltlichen Vorgaben, grafische Darstellungen oder Präsentation).

    Oder für die Analyse komplexer Probleme und Fragestellungen (Diagnosen, Verhandlungssituationen, Motivlagen und Interessen).

    Oder zum schnellen Übersetzen von Texten in andere Sprachen - spart viel Zeit und wenn man die Sprache selbst spricht, kann man prima Korrektur lesen, Fehler ausmerzen und Nuancen feintarieren.

    Ich würde es nicht als Suchmaschine nutzen. Dafür sind Suchmaschinen besser geeignet. KI ist keine Wissensbank und ich möchte mir Informationen auch nicht vorkauen oder halluzinieren lassen.

    Informationen gebe ich lieber selbst in die Ki ein und sage ihr dann, was sie damit anfangen soll.

  • Klassisch Google hingegen spammt mich erstmal mit Dumm-Ergebnissen zu, beispielsweise, wo ich die besten Beitragsbemessungsgrenzen kaufen kann und ob nicht vielleicht in eine PKV wechseln will.

    Kann ich so nicht bestätigen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich schon lange nur noch mit Werbeblocker unterwegs bin. Anders ist das Internet nicht zu ertragen

  • Dazu befrage ich keinen Computer, aber jeder Jeck ist anders. :)

    Für Formbriefe sehr geeignet, für Listen, für Informationsrecherchen, die keinen etwas angehen. Viele harmlose Anfragen ergeben auch ein Profil.

    Je weniger in irgendwelchen Clouds steckt, umso besser. Deshalb die Vorliebe für Proton, inzwischen sogar die Bezahlversion.

  • Je weniger in irgendwelchen Clouds steckt, umso besser.

    So isses, deswegen sind von mir auch keinerlei Dateien in irgendwelchen Clouds, sondern auf mobilen Sticks bzw Festplatten gesichert. Ebenso nutze ich keine cloudbasierte Software wie etwa 365 Office von Microsoft. Wer die Fehlermeldungen einschlägiger Fachmedien zu diesen Bereichen verfolgt, kann gar nicht anders. ;)

  • Wer sich über Datenschutz amüsiert oder sagt, er habe nichts zu verbergen - mit den eigenen Daten ein detailliertes Profil abgeben, ist es die Bequemlichkeit wert?

    amazon z.B.:

    Das Unternehmen erfasst laut Surfshark auch besonders persönliche Informationen – von politischen Meinungen über biometrische Merkmale und genetischen Daten hin zu der (*** Begriff mit drei Buchstaben) Orientierung oder Angaben zu einer Schwangerschaft.

    Diese Shopping-Apps sammeln die meisten Daten über Nutzer
    Laut einer Studie greift Amazon stärker in die Privatsphäre ein als andere Shopping-Apps. Wer seine Daten schützen will, sollte Berechtigungen prüfen.
    www.computerbild.de
  • Ich könnte ja mal ketzerisch fragen: JA UND? :)

    Ja und?;)

    Nur ein vielleicht überflüssiger Hinweis für die, die noch treu, brav und naiv überall ihre Daten hinterlassen. Gab und gibt immer wieder Zeiten, wo Ansichten und Ausrichtungen besser privat blieben. Siehe aktuell die USA und wie schnell sich das negativ entwickelt hat. Manch Fußballfan kann seine WM-Reise jetzt vergessen. Und das sind relativ harmlose Schäden. Spitze des Eisbergs.