2026 erneut deutliche Beitragserhöhungen

  • Danke fürs Feedback!

    Mal schaun, wann dann das unselige Schreiben in der Postbox erscheint.

    Ich hab diverse Vertragsbestandteile, von denen jetzt auch einer wegfallen sollte (und trotzdem ist es offensichtlich insgesamt teurer geworden), darum bin ich ziemlich daran interessiert, die Berechnung zu sehen.

    LG

    ohne_Peil

  • Ich hab diverse Vertragsbestandteile, von denen jetzt auch einer wegfallen sollte

    Als wegfallende Vertragsbestandteile kenne ich (1) den gesetzlichen Zuschlag in Höhe 10% auf den Versicherungsbeitrag sowie (2) den Beitrag für die Krankentagegeldversicherung, der entfällt (typischerweise) ab Renteneintritt. Beide kenne ich, da weiss ich also genau, um wieviel Euro sich der Monats- oder Jahresbeitrag der Versicherung reduziert. Entsprechend wirst du die für deinen Vertrag auch kennen, nehme ich an. ;)

    Was wird bei deinem Vertrag entfallen?

  • Hallo zusammen,

    ich bekam Anfang der Woche per App von meiner KV Bescheid für die Beiträge 2026. Ich bin bei der Generali (früher CKV); dort bin ich freiwillig seit 1982 versichert. Heute bin ich 71 Jahre. Versichert ist bei der Generali Tarif V323S2 mit 800 SB und PVN. Im Jahre 2021 bezahlte ich monatl. 452 EUR - ab 01.01.2026 soll ich 802 EUR (!!!!!) zahlen - eine Steigerung von fast 80%!! in nur 5 Jahren. Muss man in der Tat alles schlucken oder kann man sich gegen diese Wucherungen wehren?? Danke und Servus F.J.

  • Als wegfallende Vertragsbestandteile kenne ich (1) den gesetzlichen Zuschlag in Höhe 10% auf den Versicherungsbeitrag sowie (2) den Beitrag für die Krankentagegeldversicherung, der entfällt (typischerweise) ab Renteneintritt. Beide kenne ich, da weiss ich also genau, um wieviel Euro sich der Monats- oder Jahresbeitrag der Versicherung reduziert. Entsprechend wirst du die für deinen Vertrag auch kennen, nehme ich an. ;)

    Was wird bei deinem Vertrag entfallen?

    Ich habe inzwischen bei der Hotline angerufen und jetzt sind auch die Schreiben zu den Beitragsanpassungen in meiner Postbox.

    LG

    ohne_Peil

  • Ich wollte kurz berichten, dass ich von der Barmenia eine saftige Erhöhung als Beamtenanwärter erhalten habe, es geht von 98 Euro auf fast 130 Euro an Monatsbeitrag(Kranken- und Pflegeversicherung). Ist eine Beitragssteigerung um die 30% noch normal??

  • Hallo zusammen,

    ich bekam Anfang der Woche per App von meiner KV Bescheid für die Beiträge 2026. Ich bin bei der Generali (früher CKV); dort bin ich freiwillig seit 1982 versichert. Heute bin ich 71 Jahre. Versichert ist bei der Generali Tarif V323S2 mit 800 SB und PVN. Im Jahre 2021 bezahlte ich monatl. 452 EUR - ab 01.01.2026 soll ich 802 EUR (!!!!!) zahlen - eine Steigerung von fast 80%!! in nur 5 Jahren. Muss man in der Tat alles schlucken oder kann man sich gegen diese Wucherungen wehren?? Danke und Servus F.J.

    Laut BGH muss eine solche Beitragserhöhung begründet werden, da reichen allgemeine Kostensteigerungen nicht aus. Hast du zudem Angaben zum Schwellenwert und zum Treuhänder?

  • Ich wollte kurz berichten, dass ich von der Barmenia eine saftige Erhöhung als Beamtenanwärter erhalten habe, es geht von 98 Euro auf fast 130 Euro an Monatsbeitrag(Kranken- und Pflegeversicherung). Ist eine Beitragssteigerung um die 30% noch normal??

    Bei mir (Universa VF) waren es diesmal 42%. Im Jahr davor 25%.....Normal kam mir das nicht vor.


    Gruß

    Jochen M.

  • Hallo zusammen,

    ich bekam Anfang der Woche per App von meiner KV Bescheid für die Beiträge 2026. Ich bin bei der Generali (früher CKV); dort bin ich freiwillig seit 1982 versichert. Heute bin ich 71 Jahre. Versichert ist bei der Generali Tarif V323S2 mit 800 SB und PVN. Im Jahre 2021 bezahlte ich monatl. 452 EUR - ab 01.01.2026 soll ich 802 EUR (!!!!!) zahlen - eine Steigerung von fast 80%!! in nur 5 Jahren. Muss man in der Tat alles schlucken oder kann man sich gegen diese Wucherungen wehren?? Danke und Servus F.J.

    Das ist in der Tat eine sehr happige Steigerung in 5 Jahren, vor allem für einen Rentner, dessen Einkünfte mit Sicherheit absolut in Euro weniger stark gestiegen sind.

    Hattest du im Jahr 2000 dem 10% gesetzlichen Beitragszuschlag nicht zugestimmt? Denn wenn doch, dann hätten die angesparten Mittel aus diesem Zuschlag ab dem Jahr 2020 zur Finanzierung von Beitragserhöhungen aufgebraucht werden müssen.

    Ein anderer Kommentator hatte hier im Thread bereits über die Steigerungen seines Debeka-Vertrags in den letzten 5-6 Jahren berichtet, die in Summe auch ähnlich deiner Steigerung waren.

    Ich vermute, es handelt sich jedesmal um geschlossene Bisex-Tarife, die so übermäßig stark gestiegen sind in den letzten 5-6 Jahren.

  • Das ist in der Tat eine sehr happige Steigerung in 5 Jahren, vor allem für einen Rentner, dessen Einkünfte mit Sicherheit absolut in Euro weniger stark gestiegen sind.

    Hattest du im Jahr 2000 dem 10% gesetzlichen Beitragszuschlag nicht zugestimmt? Denn wenn doch, dann hätten die angesparten Mittel aus diesem Zuschlag ab dem Jahr 2020 zur Finanzierung von Beitragserhöhungen aufgebraucht werden müssen.

    Ein anderer Kommentator hatte hier im Thread bereits über die Steigerungen seines Debeka-Vertrags in den letzten 5-6 Jahren berichtet, die in Summe auch ähnlich deiner Steigerung waren.

    Ich vermute, es handelt sich jedesmal um geschlossene Bisex-Tarife, die so übermäßig stark gestiegen sind in den letzten 5-6 Jahren.

    Danke für die Info - hab´s gerade gelesen. Da muss ich erst mal in meine Unterlagen schauen; ich gehe mal davon aus, dass ich das gemacht habe. VG F.J.

  • Ich vermute, es handelt sich jedesmal um geschlossene Bisex-Tarife, die so übermäßig stark gestiegen sind in den letzten 5-6 Jahren.

    Also laut unserem Chef-Lobbyisten für PKV hier im Forum kann das doch gar nicht sein. Das ist ja alles ganz anders und hat nichts mit geschlossenen oder offenen Tarifen zu tun. Zumindest hat er meine überschlagige (und auch an einigen Stellen durchaus vereinfachte) Rechnung damit abgetan, dass Versicherungsmathematik doch ein super komplexes Thema ist, welches nur ausgewählte Koryphäen beherrschen.

  • Also laut unserem Chef-Lobbyisten für PKV hier im Forum kann das doch gar nicht sein. Das ist ja alles ganz anders und hat nichts mit geschlossenen oder offenen Tarifen zu tun. Zumindest hat er meine überschlagige (und auch an einigen Stellen durchaus vereinfachte) Rechnung damit abgetan, dass Versicherungsmathematik doch ein super komplexes Thema ist, welches nur ausgewählte Koryphäen beherrschen.

    Die von dir als "Chef-Lobbyist für PKV hier im Forum" bezeichnete Person hat auf ihrer Website stehen, dass es keine Vergreisung von PKV-Tarifen gibt. Diese Aussage stimmt nicht, denn es gibt in der Tat eine Vergreisung von PKV-Tarifen. Und seit wenigen Jahren erkennt man das an immer mehr alten Bisex-Tarifen, deren Beitragssteigerungen höher ausfallen als die der vergleichbaren Nachfolgetarifen aus der Unisex-Welt. Warum das so ist, versuche ich nun mal so gut wie möglich zu erklären.

    Die Risikostruktur der geschlossenen Tarife entwickelt sich im Zeitverlauf ungünstiger, weil der Bestand zunehmend altert und keine jungen, gesunden Beitragszahler mehr nachkommen. D. h. es findet nicht mehr der Risikoausgleich statt, den es in verkaufsoffenen Tarifen gibt.

    Mit zunehmendem Alter steigen die Gesundheitskosten bei den einzelnen Versicherten. D. h. in geschlossenen Tarifen sind dann die Kosten pro Kopf höher. Jüngere und gesündere Versicherte sind eher diejenigen, die frühzeitig aus Tarifen mit steigenden Beiträgen in günstigere Tarife wechseln. Hierdurch kommt es zu weiteren Beitragssteigerungen im geschlossenen Tarif. Es entsteht eine Art Beitragsspirale.

    Jeder Versicherte spart zwar in jungen Jahren bis zum Alter von ca. 65 für seine eigenen Altersrückstellungen vor, aber Beitragserhöhungen werden tarifweit (also kollektiv) berechnet. Da in geschlossenen Tarifen im Laufe der Jahre die Altersstruktur kippt, tritt daher dann der Effekt der Vergreisung ein und drückt sich durch vergleichsweise hohe Beitragssteigerungen aus. Die Altersrückstellungen werden für die individuelle Alterung, aber nicht für eine kollektiv beschleunigte Leistungskostenentwicklung gebildet.

    Übrigens ist die von dir angesprochene Person selbst in einem geschlossenen Bisex-Tarif (Arzttarif). Auch dieser Tarif wird in absehbarer Zeit Beitragssteigerungen erfahren, die höher als vergleichbarer verkaufsoffener Tarife sein werden.

  • Auf mich wirkt es eher so, dass dieses Vergreisungsargument auch gerne mal einfach so rausposaunt wird, weil es für den Laien nachvollziehbar klingt und sicherlich auch ein Verkaufsargument ist. Es wäre interessant, dazu mal die Meinung der Aktuare größerer Versicherer zu hören. Das wird aber Wunschdenken sein. Wie genau die Policen berechnet werden bleibt dann letztendlich doch verborgen. Nach dem was man derzeit überall so liest ist aber zumindest vielerorts von horrenden Beitragssteigerungen zu lesen. Ob das nun mit "neuen" Tarifen oder dem Bisex/Unisex-Wechsel dauerhaft besser oder schlechter ist? Ich fürchte wir wissen es nicht.

    Vielleicht auch ein Thema, dem sich Finanztip mal gesondert annehmen könnte? Saidi

  • Felice, wir sind uns da glaube ich grundlegend einig. Ich hatte es ja schon Ende Oktober versucht, den Einfluss von geschlossenen Tarifen auf die Beitragssteigerungen mit einer (zugegeben vereinfachten) Rechnung darzustellen (siehe Beitrag 166). Die genaue Arithmetik wird deutlich komplexer sein, aber am Ende unterliegen auch die Anbieter einer PKV den betriebswirtschaftlichen Grundlagen und keiner wird bewusst Verluste machen wollen (eher das Gegenteil).

    Anstatt sich genauer mit dieser Rechnung zu befassen und mögliche Fehler meinerseits zu benennen, wurde der gesamte Beitrag mit einem (sinngemäßen) "wer nicht vom Fach ist, hat keine Ahnung und kann daher nicht Recht haben" quittiert.


    Felice Hast du Quellen die deine Aussagen stützen?

    Ehrlicherweise benötigt man nicht zwingend Quellen für die Vergreisung von geschlossenen Tarifen. Das ist schlichte Sachlogik und die sollte sich durch den gesunden Menschenverstand erschließen.

  • aber Beitragserhöhungen werden tarifweit (also kollektiv) berechnet. Da in geschlossenen Tarifen im Laufe der Jahre die Altersstruktur kippt, tritt daher dann der Effekt der Vergreisung ein und drückt sich durch vergleichsweise hohe Beitragssteigerungen aus.

    Ich habe immer angenommen, dass jeder Jahrgang ein eigenes Kollektiv bildet und so hat es mir zumindest auch ein Debeka Mitarbeiter vorgestern bestätigt. Zum Beispiel gab es in meinem Debeka-Bisex-Tarif PNMS für Männer laut Debeka 2025 kollektivweit scheinbar 7% Leistungsausgaben (laut Beilage zum Tariferhöhungsbrief). Mein Beitrag wurde zum 1.1.26 aber nur um 3 Euro erhöht, von €345 auf €348. Also ca. 1%. Auf meine Frage warum das so sei führte der MA eben obigen Grund an. Tarifweit 7%, aber in meiner Alterskohorte (Jahrgang 71) scheinbar nur 1% (Danke, liebe Altersgenossen, ihr seid die BESTEN :thumbup:). Das spräche gegen die Theorie der Vergreisung bei alten Bisex-Tarifen, Unisex-Tarife vergreisen genauso und als Kollektiv zählt immer der Jahrgang pro Tarif. Der äquivalente Debeka-Unisex-Tarif bei mir wäre übrigens ca. €120 teurer...

  • Ich habe immer angenommen, dass jeder Jahrgang ein eigenes Kollektiv bildet und so hat es mir zumindest auch ein Debeka Mitarbeiter vorgestern bestätigt. Zum Beispiel gab es in meinem Debeka-Bisex-Tarif PNMS für Männer laut Debeka 2025 kollektivweit scheinbar 7% Leistungsausgaben (laut Beilage zum Tariferhöhungsbrief). Mein Beitrag wurde zum 1.1.26 aber nur um 3 Euro erhöht, von €345 auf €348. Also ca. 1%. Auf meine Frage warum das so sei führte der MA eben obigen Grund an. Tarifweit 7%, aber in meiner Alterskohorte (Jahrgang 71) scheinbar nur 1% (Danke, liebe Altersgenossen, ihr seid die BESTEN :thumbup:). Das spräche gegen die Theorie der Vergreisung bei alten Bisex-Tarifen, Unisex-Tarife vergreisen genauso und als Kollektiv zählt immer der Jahrgang pro Tarif. Der äquivalente Debeka-Unisex-Tarif bei mir wäre übrigens ca. €120 teurer...

    Der Tarif heisst "Debeka-Bisex", wird aber dann doch für Männer anders verbeitragt als für Frauen? Und ausserdem wird je Alterskohorte separat berechnet? Wozu dann eigentlich die Zusammenfassung "Bisex" im Tarifnamen? Wegen der Zugangsmöglichkeit für beide, Frauen und Männer?

  • Ein anderer Kommentator hatte hier im Thread bereits über die Steigerungen seines Debeka-Vertrags in den letzten 5-6 Jahren berichtet, die in Summe auch ähnlich deiner Steigerung waren.

    Ich vermute, es handelt sich jedesmal um geschlossene Bisex-Tarife, die so übermäßig stark gestiegen sind in den letzten 5-6 Jahren.

    Ich habe auch einen geschlossenen Bisex-Tarif, den ich auch nicht mehr hergebe... Steigerung waren ca. 15%.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Diese Aussage stimmt nicht, denn es gibt in der Tat eine Vergreisung von PKV-Tarifen. Und seit wenigen Jahren erkennt man das an immer mehr alten Bisex-Tarifen, deren Beitragssteigerungen höher ausfallen als die der vergleichbaren Nachfolgetarifen aus der Unisex-Welt.

    Es gibt Mythen, die sind einfach nicht tot zu kriegen. Das ist so ähnlich wie mit dem Radargerät, das die Tante versehentlich mitgenommen hat, weil sie dachte es wäre eine Wachmaschine. :)

    Ich bin ebenfalls gespannt auf Fakten, Quellen, Studien, die Ihre forsch formulierte Aussage belegen Felice!

    In unserem nicht gerade kleinen Bestand ist jedenfalls in keiner Weise erkennbar, dass geschlossene Tarife - ob Bisex oder nicht - stärker steigen als Unisex Tarife. Ganz im Gegenteil!

    Übrigens wäre ich ökonomisch maximal motiviert, Ihren beizupflichten:

    Liebe Leute, große Panik, ganz schnell raus aus geschlossenen Tarifen, nur noch diesen Monat, die vergreisen und werden DRAMATISCH teurer!!!

    Und dann:

    a) am besten ganz wechseln (Courtage für Neuabschluss) oder

    b) wenigstens in teureren Unisex Tarif wechseln (Courtage für Mehrbeitrag)

    Nur mal so als Denkanstoß!

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
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