Aktienquote vs. Cash aktuell

  • Und selber?

    Menhir Hast du denn schon Erkenntnisgewinne mitnehmen können?

    Es scheint hier doch höhere Aktienquoten gefahren zu werden als ich dachte.

    Also ich bin mittlerweile bei einer sehr (erschreckend) hohen Aktienquote (aktuell 1% Cash / Notgroschen womit ich ein paar Monate auskomme zu 99% Aktien / Aktien ETF).

    Ich hatte mir im September aber vorgenommen mein Cash auszubauen. Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt egal kommt immer genug rein aber mittlerweile sind Arbeitsplätze in Dtl. nicht mehr so sicher.

    Dann kam im November der erste kleinere Dip und ich konnte es leider wieder nicht lassen die Hälfte meines Cashs zu investieren.

    Idee war damals noch die Jahresendrally mitzunehmen und Anfang nächstes Jahr was in Cash umzuschichten.

    Meine Hauptdepot ist bei der Ing (da wird schon länger nichts angerührt) aber beim Neobroker handle ich manchmal.

    Nun sind meine letzten Investitionen knapp im Minus (November und Anfang Dezember lief nicht so gut) - und da zögere ich wieder den Ursprungsplan durchzuziehen und meine Cash Quote auszubauen.

    Bei der Fragestellung geht der TE davon aus, dass Aktien plus Cash, in welchem Verhältnis auch immer, den Großteil des Vermögens ausmachen. Das allerdings dürfte, abhängig von Alter und Lebenssituation, stark variieren.

    Nein davon gehe ich nicht aus. Mir ist natürlich klar das jeder individuelle Situationen hat, und Rentenansprüche, individuelle Immobiliensituationen oder Güter besitzt.

    GMF ist für mich uninteressant wegen der Transaktionsgebühren. Auf blutdrucksteigernde Geschäftsbeziehungen zu Nullgebühren-/Nullservice-Neobrokern kann ich verzichten.

    Warum mache ich das so? Weil die Flexibilität dadurch stressreduzierend wirkt. Ich muss dann eben nicht überlegen, welche ETF-Anteile ich jetzt verkaufen muss, wenn mir der Dachdecker sagt, dass die Reparatur/Renovierung wohl einige Zehntausend kosten wird. Übrigens ist auf dem Girokonto auch genügend Geld, damit ich nicht über Weihnachten hungern muss, wenn die Kfz-Versicherung versehentlich ein paar Tage zu früh abbucht;). Nebenbei kann man auch mal solche Nobrainer mitnehmen, wie den Kursrückgang bei Gold vor einigen Wochen.

    Ja dafür habe ich einen Neobroker als Zweitdepot um handeln zu können. 95% Depotwert liegt bei der Ing und bleibt unangetastet.

    Mein Zwiespalt ist hohe Aktienquote und zur Not beim Neobroker was verkaufen aber dafür beim Rücksetzer nur Zuschauer zu sein oder höherer Cashanteil

  • Mein Zwiespalt ist hohe Aktienquote und zur Not beim Neobroker was verkaufen aber dafür beim Rücksetzer nur Zuschauer zu sein oder höherer Cashanteil

    Und was wäre so schlimm daran, bei einem Rücksetzer nur Zuschauer zu sein? Eine verpasste Gelegenheit bringt dir zwar keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust.

  • Ich bin auch überrascht, wie hoch die Aktienquote ist. Liegt es daran dass der letzte große Crash für viele schon zu lange zurück liegt? Oder setzt sich zumindest hier im Forum das Wissen durch, dass man langfristige Rendite nicht ohne Aktien hinbekommt.

    Eher letzteres? Vielleicht auch die Alternativlosigkeit? Ich wüsste aktuell nicht, was ich mit (viel) Cash sollte, außer als Investitionsreserve, aber da bin ich eher der Meinung, dass sie nicht viel bringt (warten auf den Crash). Also auch bei mir rund 95% Aktienquote. Miet-Immobilien erscheinen mir zu aufwändig, vielleicht werde ich mich mal da einarbeiten. Von Krypto habe ich auch zu wenig Ahnung.

  • Und was wäre so schlimm daran, bei einem Rücksetzer nur Zuschauer zu sein? Eine verpasste Gelegenheit bringt dir zwar keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust.

    Also schlimm erstmal gar nichts, nur wenn (wie z.B. im April 25) es steil abwärts geht und das Depot mal über Nacht mal höhere 5 stellige Beträge verliert, da war es schon sehr tröstend das noch was da war, um günstig einzukaufen.

    Zweiter Grund sind die unsicheren Zeiten (auch mein Arbeitgeber versucht seit diesem Jahr Personal loszuwerden)

  • Entweder ist der Notgroschen realistisch dimensioniert und man kann sich dann nicht "gesund" daran bedienen oder man hält bewusst Cashreserven, um nachzukaufen. Beides ist keine sinnvolle Strategie. FOMO aushalten, Sparplan beibehalten. Rest ist markettiming oder fehlende Impulskontrolle.

  • Ich bin auch überrascht, wie hoch die Aktienquote ist. Liegt es daran, dass der letzte große Crash für viele schon zu lange zurück liegt? Oder setzt sich zumindest hier im Forum das Wissen durch, dass man langfristige Rendite nicht ohne Aktien hinbekommt.

    Beides.

    Wenn es mal ein paar Jahre seitwärts-abwärts geht, wird das Forum mit den ein, zwei, drei ETF Sparplan Anlegern spannend.

    Bitte keine Politikwissenschaftler, Volkswirte, Kommunikationswissenschaftler, Soziologen, Journalisten, Versicherungsvermittler oder Juristen mehr als Finanzexperten.

  • Die Vergleichbarkeit der hier angegebenen Quoten hängt natürlich davon ab, was jeder einzelne in nächster Zeit an Geldzuflüssen erwartet. Ist die Auszahlung einer Lebensversicherung abzusehen oder der Erhalt einer Erbschaft oder der Erlös aus einem Unternehmensverkauf, dann lebt es sich auch mit einem kleineren Anteil an risikoarmer Anlage recht entspannt. Das Gleiche gilt für überdurchschnittliche Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung. Wer das alles nicht in Aussicht hat, staunt über 90-100 Prozent Aktien möglicherweise.

  • Nun, der reine Prozent Wert bringt halt nicht allzu viel um zu bewerten wie viel Cash dass denn ist, bzw. Wie gros das gesamt Vermögen ist. Auch fehlt die Angabe wie hoch die monatlichen Ausgaben denn so sind, um zu bewerten wie gut oder schlecht dann die Cash Reserve dimensioniert ist. Übrigens sehe ich das Geld auf meinem Tagesgeld Konto nicht als „notreserve oder Notgroschen“ an, das Geld was dort liegt ist zum größten Teil tatsächlich zum ausgeben da, sonst wäre dass ja sinnlos es auf diese Art vorzuhalten.

    Einen Teil davon, rund 8000€ sind bereits für Urlaub(e) im kommenden Jahr vorgesehen. Dass ist wohl bereits eine Summe die für viele nicht einfach ansparbar ist, für mich jedoch nicht.
    Für andere wäre das bereits 1/3 Jahresgehalt…

  • Frohe Festtage 🎄. Die Barreserve an sofort verfügbarem Geld habe ich dieses Jahr drastisch reduziert. Aktuell liegen noch (in etwa) 1% auf dem TG und nochmal etwa gleich viel verteilt auf verschiedene Giro- und Verrechnungskonten. Im Januar steht ja wieder die allseits beliebte Vorabpauschale ins Haus, da ist es mir ganz recht, wenn die Konten gut gedeckt sind. Der Großteil ist weiterhin per Buy and Hold in ETF angelegt. Wer dieses Jahr hin und wieder in das Amumbo-Thema gelunzt hat, hat sicherlich gesehen, dass sich damit für mich eine effektive Aktienquote größer 100% ergibt. Bisher fühle ich mich damit wohl :)

  • Menhir

    vorab der guten Ordnung halber: Ich bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (investiere seit gut 50 Jahren aktiv u. a. in Aktien und Immobilien).

    Nach meinem Dafürhalten sind Depots - das gilt erst recht für Portfolios - eine ziemlich bis sehr individuelle Angelegenheit. Wahrscheinlich nicht so individuell wie Fingerabdrücke aber zumindest so individuell wie beispielsweise Körpermaße in cm.

    Mich würde mal interessieren wie hoch eure Aktienquote (inkl. Aktien ETFs) im Verhältnis zum Cash (Tagesgeld, in gewisser Weise Festgeld, Geldmarkt ETFs) derzeit ist.

    Insoweit erschließt sich mir eine solche Frage zwar aus Gründen des allgemeinen Interesses (oder der Neugier) - Erkenntnisgewinn für den eigenen Fall oder gar allgemeine Regeln dürfte sich daraus schwerlich bis gar nicht ableiten lassen. Dafür sind die (objektiven und subjektiven) Rahmenbedingungen des jeweiligen Einzelfalls (viel) zu unterschiedlich.

    Dazu kommt noch (erschwerend):

    Ein solches "Special Interest Forum Finanzen" samt dessen Protagonisten ist jedenfalls nicht ansatzweise repräsentativ für die Gesamtbevölkerung (vom Kenntnistand angefangen bis auch - um das Modewort mal zu benutzen - hin zum "Mindset" das Thema Finanzen betreffend).


    Last but not least: So manche bis eher ziemlich viele werden vermutlich ihre Aktienquote nicht bezogen auf ihr Gesamtvermögen sehen (einschätzen, nennen, berechnen) - sondern lediglich in Bezug auf ihre freien finanziellen Mittel.

    Beispiel: Ein alter Freund (ehemals parlamentarischer Staatssekretär und nunmehr im Ruhestand) meinte schon vor einigen Jahren, daß er "für deutsche Verhältnisse eine sehr hohe Aktienquote von 50%" habe. Viele in seinem Umfeld "hätten nämlich gar keine Aktien". Bei sachlich-nüchterner finanzieller Gesamtbetrachtung dürfte seine Aktienquote aber bei wenigen Prozentpunkten gelegen haben (und noch immer liegen), da er dabei den Barwert seines lebenslang fließenden Ruhestandeinkommens und den Marktwert seines Eigenheims (beides für sich genommen siebenstellig) gar nicht berücksichtigt hatte.


    Um mich nicht um Antworten zu drücken

    Mich würde mal interessieren wie hoch eure Aktienquote (inkl. Aktien ETFs) im Verhältnis zum Cash (Tagesgeld, in gewisser Weise Festgeld, Geldmarkt ETFs) derzeit ist.

    Meine Aktienquote liegt bei ca. 30% bezogen auf mein Gesamtvermögen. Meine Asset-Allocation betreffend liegt die Gewichtung "risikoarme vs risikoreiche" Anlageklassen bei ca. 30 : 70.

    Gold/Rohstoffe/Cryptokram bleiben außen vor - das bitte vom Gesamten erstmal abziehen.

    "Rohstoffe" und "Cryptokram" habe ich nicht. Allerdings halte ich "Gold" als "Versicherung" (in homöopathischer Dosierung seit den 70er Jahren, in relevanter Dosis seit Ende der 90er Jahre). Versicherungen subsumiere ich - im weiteren Sinne jedenfalls - auch unter Vermögenswerte. Zumal diese "spezielle Versicherung" jederzeit und weltweit liquidierbar wäre und damit auch nicht nur im Schadensfall greift.

    Weiterhin würde mich interessieren ob da Reserven für: ...

    Über die übliche "Rücklage für Notfälle" hinaus halte ich seit gut 40 Jahren auch eine sozusagen adäquate strategische Liquidität (allein schon aus Gründen des guten Schlafs aber auch, um jederzeit bei sich bietenden Gelegenheiten agieren zu können).

    oder alles Sicherheitsbaustein ist.

    An "Sicherheiten" glaube ich generell eher weniger bis gar nicht. Von daher auch nicht an "Sicherheitsbausteine". Im Leben ist nur der Tod (früher oder später) "sicher". Siehe "Mors certa, hora incerta". Für das Finanzleben bzw. die privaten Finanzen betreffend gilt meines Erachtens das Folgende:

    Das mit den "Sicherheiten" und dem "Sicherheitstyp" halte ich in dem Bereich "private Finanzen" für so eine Sache. Nach meinen Erfahrungen existieren da keine "Sicherheiten" - "sicher" sind da nur die Inflation, die Steuern und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten sprich Gebühren.

    Man agiert also - aus meiner Sicht und nach meinen Erfahrungen - unter dem Umstand "gewisser Ungewissheiten".

    Mir ist klar, daß man dies auch anders sehen kann. Oder wie es manche sagen: "Wer sich absolut sicher ist, muß nicht diversifizieren". Dieser Denkschule gehören auch manche an. Ein gewisser Thomas.Schreiber (oder so ähnlich) beispielsweise hat hier mal in Richtung bzw. Tendenz 100% Aktien getrommelt, als beste aller Lösungen (da der globale Aktienmarkt ohnehin in Wechselwirkung mit allen anderen Anlageklassen stünde sprich diese entscheidend beeinflusst). Hintergrund dürfte die Cederburg-Studie gewesen sein (als vermeintliche Conclusio eigentlich eine Binse, da Aktien - in the long run jedenfalls - als renditestärkste Anlageklasse gelten). Das setzt aber voraus sich rein auf Rendite/Risiko-Aspekte zu konzentrieren (zu limitieren). Daher kam da bei ihm auch gebetsmühlenartig die "risikoadjustierte Rendite" ins Spiel.

    Die subjektive Seite dabei mal ganz außen vor gelassen (habe diverse Fälle mit falsch eingeschätzter und/oder eingestellter subjektiver Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz live erlebt - und auch Drawdowns, die die Disziplin (samt Compliance) so mancher (selbst vermeintlich hardboiled) Anleger haben erodieren lassen. Die Folgen waren nicht selten fatal):

    Damit trifft man aber starke Annahmen beispielsweise zu stets funktionierenden Märkten, zu immer rational handelnden Anlegern, ebenso zu stets rational handelnden Politikern (Obrigkeit), zu einer stets stabilen Rechtsordnung (inklusive garantierten Eigentumsrechten), zu politischer und institutioneller Kontinuität etc. pp. Der Blick auf die aktuelle Lage und Weltlage gibt das kaum (eher weniger denn je in den letzten 75 Jahren ...) her - der Blick in die Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte (inkl. der Blick auf Währungsunionen (!)) gab das noch nie her - und ist ebenfalls ein Beleg für Unsicherheiten und Ungewissheiten (als der sozusagen "rote Faden" durch die Finanzgeschichte).

    Wer das Ganze eher so sieht, wird sich - neben Aktien - auch den Risiken und Chancen anderer Anlageklassen aussetzen bzw. diese nutzen, da dies den Grad der Diversifikation erhöht, was sich dann in einem insgesamt besseren Rendite/Risiko-Verhältnis abbildet (bei dem zudem auch weitere Risiken (siehe oben) Berücksichtigung finden).


    Oder einfach: "Paragraph Eins - jeder macht Seins"


    Dir gute Gedanken und ebensolche Finanzentscheidungen !

  • Naja, ich fürchte da hast du recht. Das wird bei vielen außerhalb der Finanztip Bubble wohl so sein.

    Allerdings wenn man mal ein Mediamarkt/expert/ oder sogar Lidl Prospekt zu Hand nimmt stellt man fest, so eine Waschmaschine sollte sich notfalls eigentlich sogar aus dem laufenden Gehalt bezahlen lassen. Muss ja nicht immer Miele sein. .. ok ja, sollte. Wer natürlich regelmäßig am Dispo kratzt der hat es da schwer. Aber das ist vermutlich einfach eine andere Zielgruppe.

  • Naja, ich fürchte da hast du recht. Das wird bei vielen außerhalb der Finanztip Bubble wohl so sein.

    Na ja, die sind hier ja auch gar nicht gefragt, insofern war das natürlich eine unsinnige Anmerkung.

    Trotzdem: Auch bei mir wären 1% einfach zu wenig, weshalb ich den Ansatz des Safe-Asset-Floors gewählt habe, wobei das Moospolster auch regelmäßig gepflegt werden soll.

  • Kann ich schon verstehen, bei mir lag der Anteil auf dem Tagesgeld ja auch jahrelang viel höher. Allerdings gab es in den letzten zwei Jahren einige größere Ausgaben, sodass sich das schon auf natürliche Weise etwas reduziert hatte. Nachdem nun auch die Renaissance des Tagesgeldes wieder langsam ihr Ende findet hatte ich für mich nun eine Alternative Lösung gefunden. Statt beträchtliche Mengen Geld quasi ungenutzt der Inflation als Opfergabe zu bieten hab ich mir den Scalable Credit eingerichtet. Also als Schufafreie Alternative zu einem rahmenkredit. Sollte sich doch wiedererwartend der bisher Nie dagewesene Umstand ergeben, dass ich quasi übernacht einen Fünfstelligen Betrag bräuchte, wäre auch das zu schaffen. Auszahlung ist binnen 24 Stunden als gewöhnliche SEPA Überweisung möglich. Daher kann ich ganz gut schlafen.

  • Kann ich schon verstehen, bei mir lag der Anteil auf dem Tagesgeld ja auch jahrelang viel höher. Allerdings gab es in den letzten zwei Jahren einige größere Ausgaben, sodass sich das schon auf natürliche Weise etwas reduziert hatte. Nachdem nun auch die Renaissance des Tagesgeldes wieder langsam ihr Ende findet hatte ich für mich nun eine Alternative Lösung gefunden. Statt beträchtliche Mengen Geld quasi ungenutzt der Inflation als Opfergabe zu bieten hab ich mir den Scalable Credit eingerichtet. Also als Schufafreie Alternative zu einem rahmenkredit. Sollte sich doch wiedererwartend der bisher Nie dagewesene Umstand ergeben, dass ich quasi übernacht einen Fünfstelligen Betrag bräuchte, wäre auch das zu schaffen. Auszahlung ist binnen 24 Stunden als gewöhnliche SEPA Überweisung möglich. Daher kann ich ganz gut schlafen.

    Klingt nicht so schlecht! Deine Aktienquote ist aber nicht 98%, oder?

  • Deine Aktienquote ist aber nicht 98%, oder?

    Naja da kommts ja immer drauf an wie man rechnet. Ich bin hier in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, da habe ich ob ich will oder nicht das Glück, eine Anwartschaft auf eine gesetzliche Rente zu erwirtschaften. Davon abgesehen, also wenn wir jetzt nur mal an das liquide Vermögen denken, dann bin ich da schon recht offensiv aufgestellt, bei der Aktienquote. Ja, das ist so. Also naja ich hab’s jetzt nicht auf den Cent genau gerechnet, aber lass es 97% sein. Jedenfalls deutlich oberhalb der 90% sicherlich.

    Speziell ist bei mir aber vor allem auch, dass die Aktienquote technisch sogar höher liegt, als mein liquides Vermögen. Ich hatte mich ja im Bereich des Amumbo ETF aufgeschlossen gezeigt. Das hier ist noch einigermaßen aktuell: RE: Heiliger Amumbo - 2-fach gehebelter ETF

    Damit ergibt sich für mich sozusagen sogar eine Aktienquote von über 100%, auch wenns Gewöhnungsbedürftig klingt, rund 123% sind das aktuell. Wobei du schon raus hörst: ein bisschen Verschnitt ist eben doch dabei, weil ganz auf 0 sind die Konten nun auch nicht. Da kommt immernoch der sicherheitsanleger in mir durch. Das wär mir zu aufreibend.

  • Nein, genau dieses Szenario ist bei den Hebel-ETF ausgeschlossen. Es gibt keinerlei Nachschusspflicht. Maximal lässt sich wie bei gewöhnlichen ETF auch der Angelegte Betrag verlieren, nämlich dann, sollten die ETF-Anteile wertlos werden. Bei den speziellen ETF Amumbo =
    USA, Awumbo = World ist aber auch das im Rahmen der allgemein vorstellbaren Szenarien auszuschließen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich Verluste im Fall eines lang anhaltenden Abwärtstrends durch den täglichen Hebel selbst verstärken würden. Daher gehe ich hier anders als von den bekannten -50% Drawdown beim MSCI World eher von einem Worst-Case von -80% aus. Das ist vorstellbar.


    Dir 123% ergeben sich rechnerisch, da ca. 23% auf die Hebel ETF mit täglichem Hebel von 2x entfallen.

    77% + 2 * 23% =123 % effektive Aktienquote (minus Verschnitt).