Edelmetalle: Bin ich verrückt ?
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Mischu -
28. Dezember 2025 um 12:06 -
Geschlossen -
Erledigt
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Um deine zwei Fragen zu beantworten:
Nein, nicht verrückt. Aber etwas arrogant die eigene Finanzentscheidung zur (optimalen) Maxime zu erklären. Fällt immer leicht wenns mal gut gelaufen ist.
Nein, es ist keine Zeit die Einschätzung zu ändern, da die Argumente bleiben: Gold & Co sind unproduktive Spekulation auf schlechte Zeiten. Dass die Gewinnung von Edelmetallen eigentlich immer ethisch fragwürdig geschieht kommt für mich noch dazu.
Das sind meine Überlegungen dazu, die ich aber niemandem aufzwinge.

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Um deine zwei Fragen zu beantworten:
Nein, nicht verrückt. Aber etwas arrogant die eigene Finanzentscheidung zur (optimalen) Maxime zu erklären. Fällt immer leicht wenns mal gut gelaufen ist.
Nein, es ist keine Zeit die Einschätzung zu ändern, da die Argumente bleiben: Gold & Co sind unproduktive Spekulation auf schlechte Zeiten. Dass die Gewinnung von Edelmetallen eigentlich immer ethisch fragwürdig geschieht kommt für mich noch dazu.
Das sind meine Überlegungen dazu, die ich aber niemandem aufzwinge.

Da hast du was falsch verstanden, ich erkläre meine Sichtweise nicht zur Maxime, auch bin ich nicht arrogant, eher das Gegenteil, stellte hier auch erst mal nur eine Frage und erklärte wie ich das mache. Mir war halt Sicherheit wichtiger als eine hohe Rendite. Ich finde man darf auch mal anders an finanzielle Sicherheit rangehen als nur mit dem MSCI World, der hier zu 90% und mehr empfohlen wird. Mich würden hier noch mehr interessante Invests interessieren wie Kunst, Oldtimer oder Diamanten etc.
Wenn dir Edelmetalle und deren Gewinnung ethisch Fragwürdig sind, dann mach dir mal Gedanken wo alles Gold und vor allem Silber (auch Platin) eingesetzt wird, dann sind Aktien auch nix für dich.
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Ist in deinem 15 Jahreschart auch die Steuer berücksichtigt? Wird ja gerne immer unterschlagen.
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Abk. sparen halt Tastendrücke. Daher wird gern in Kauf genommen, daß der Leser nicht versteht, was man meint. Kleine Quizfrage: Was bedeutet die Abk. NEM?
Die Modelleisenbahner sollten es wissen

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Die Modelleisenbahner sollten es wissen

Na, das passt ja.
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Bei dieser enormen Wertsteigerung habe ich auf 5% reduziert und das Plus in den FTSE geschoben. Weil ich das dort als sicherer betrachte.
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Mal ein bisschen vom Thema weg: Die Abkürzung "EM" für Edelmetalle ist wohl wenig gebräuchlich. Vor allem hier im Forum (und anderswo) wird unter "EM" häufig Emerging Markets verstanden.
Abk. sparen halt Tastendrücke. Daher wird gern in Kauf genommen, daß der Leser nicht versteht, was man meint. Kleine Quizfrage: Was bedeutet die Abk. NEM?
Wenn du meinen Eingangspost gelesen hättest, hättest du auch ohne viel Phantasie wissen können was ich mit EM meine. In Artikeln ausserhalb von FinanzTip ist das durchaus eine gängige Abkürzung für Edelmetalle. Übrigens kannst du google die Frage stellen, das wirft als ersten für EM die Europameisterschaft aus.
Wenn Du den Thread sinnentnehmend gelesen hättest, hättest Du auch ohne viel Phantasie erkennen können, daß in diesem Fall nicht ich kritisiert habe, daß Du Abk. als Verständnisbremsen einsetzt, sondern lieberjott. Er hat für seine Anmerkung nennenswert Zustimmung bekommen, sprich: Er ist nicht der einzige, der das so sieht.
Wenn Du anführst, daß Google bei der Suche nach EM Europameisterschaft auswirft, stärkt das seine Position. Mit einer ungeschickt gesetzten Abk. kann man einen ganzen Text unverständlich machen. Ich schreibe sie aus, das macht weniger Mühe, als sie hinterher zu erklären - oder keine Antwort auf eine Frage zu bekommen, die einer Abk. wegen unverständlich ist.
Daß ich die Abk. Abk. ganz pointiert setze, mag Dir schon aufgefallen sein. Die Selbstbezüglichkeit liegt derart am Wegesrand, daß ich an ihr einfach nicht vorbeigehen kann. Sonst aber bin ich mit Abk. sehr zurückhaltend.
Wenn EM Edelmetall bedeutet, dann wird NEM wohl Nichtedelmetall sein, wenngleich Nichteisenmetall oder Nahrungsergänzungsmittel natürlich auch geht.

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Ist in deinem 15 Jahreschart auch die Steuer berücksichtigt? Wird ja gerne immer unterschlagen.
Ist es doch nie. Steuerlast ist ja auch unterschiedlich. Und auch wenn Gold nach einem Jahr steuerfrei ist. Es ändert nichts an der langfristigen Underperformance.
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Ist es doch nie. Steuerlast ist ja auch unterschiedlich. Und auch wenn Gold nach einem Jahr steuerfrei ist. Es ändert nichts an der langfristigen Underperformance.
Ich schrieb auch das mir Sicherheit wichtiger ist als das maximum aus einem Depot zu hohlen. Das Maximum war noch nie meine Triebfeder, sondern die Zufriedenheit. Ich will halt auch leben und das selbige geniessen. Obwohl ich noch im Berufsleben stehe habe ich mir aktuell einen neuen Camper gekauft um mit der Frau mehr Wochenenden ausserhalb verbringen zu können, genutzt zum Bezahlen habe ich übrigens Papier (FIAT), was ich noch so hatte, vielleicht wird das dauerhaft auch ein guter Invest. Jedenfalls hat der Invest in mein Wohlbefinden und meine Freizeit dauerhaft die höchste Rendite !
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Ich selber hatte schon immer einen Anteil von mindestens 30% EM, aktuell (auch den historischen Preissteigerungen geschuldet) sind es über 60%!
Wie stehst Du zum Thema Rebalancing?
Was die Stabilität der Wertanlage in Gold angeht, ist die je nach gewähltem Zeitraum recht unterschiedlich. Es gab sogar nicht wenige Zeiträume in denen der Besitz von Gold (und Silber) verboten war.
Steuerlich hat Gold definitiv Vorteile gegenüber einem Tagesgeldkonto. Bei Aktien wird es schon weniger eindeutig, denn in der Regel ist die Nachsteuerrendite von Aktien immer noch deutlich besser als die von Gold.
Also meine Frage an euch, wird es nicht mal Zeit die in die Jahre gekommene Empfehlung von 5-10% im Portfolio mal zu überdenken und mal Empfehlungen in Richtung 30% zu geben. M.M. nach stammen diese 5-10% aus dem Finanzalmanach von Anlageberatern, da jeder immer die gleichen Prozentsätze empfiehlt, hatte noch nirgends eine ander Zahl als diese für EM gehört oder gelesen.
Eine generelle Empfehlung von 5-10 % für Gold kenne ich nicht, insofern erkenne ich keine Notwendigkeit, das zu erhöhen.
Wenn ich Deine Fragen lese, denke ich spontan an das Stichwort Recency Bias. Auch wenn Du es nicht hören magst, es macht Sinn sich als Anleger mit seiner Psyche auseinander zu setzen. Der Recency Bias ist eine häufig anzutreffende Verhaltensweise, bei der man Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit hoch bewertet. Dieser Bias gehört zu den kognitiven Verzerrungen.
Davon abgesehen ist Deine Art zu argumentieren (freundlich ausgedrückt) gewöhnungsbedürftig.
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vorab der guten Ordnung halber: Ich bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (investiere seit gut 50 Jahren aktiv u. a. in Aktien und Immobilien).
Meine erste Goldmünze stammt übrigens aus dem Jahr 1967 - ein Krügerrand zum damaligen Preis von 27 ZAR (= südafrikanischer Rand). Der aktueller Preis: 75. 520 ZAR
- es gibt also immerhin noch schlechtere staatliche Papiergeldwährungen als den ("Esperanto") Euro ...Überflogen habe ich zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1 ...
Ich selber hatte schon immer einen Anteil von mindestens 30% EM, aktuell (auch den historischen Preissteigerungen geschuldet) sind es über 60%!
Eine "richtige" oder "falsche" Goldquote (Anteil) im Portfolio dürfte es - nach meinem Dafürhalten jedenfalls - kaum geben. Es gibt nur individuell "passende" oder "unpassende" Goldquoten.
Kenne genug Leute (mit durchaus etwas Vermögen) für die Gold ein absolutes "Nogo" im Sinne von Tabu ist. Ebenso Leute, die als "Versicherung" die typischen 5 bis 10% Gold halten bis hin zu Protagonisten, die mit 30% aufwärts in Gold (und anderen Edelmetallen wie Silber) engagiert sind.
Was sollte man daraus im Allgemeinen ableiten können - außer der Tatsache, daß dies offensichtlich eine ganz individuelle Entscheidung darstellt.
Auffallend ist allerdings - nach meinen langjährigen Erfahrungen -, daß Menschen mit einem eher gesunden kritischen und distanzierten Blick auf den Staat und die staatliche Notenbank tendenziell eher etwas "Pro Gold" eingestellt sind - während Menschen mit ausgeprägtem oder hohem Staatsvertrauen bis hin zur Staatsgläubigkeit tendenziell eher "Contra Gold" eingestellt sind.
Oder wie ich es formulieren würde:
Ein Portfolio, das zu den individuellen Bedürfnissen aufgrund der persönlichen Sicht und damit zur persönlichen Anlagestrategie paßt, ist das beste Fundament für langfristigen Anlageerfolg.
Damit ist man dann auch schnell bei der - meines Erachtens - so wichtigen "Compliance" den eigenen Finanzplan betreffend (Disziplin, Konsistenz, Konsequenz, Durchhaltevermögen usw.).
Wobei ich für meinen Teil stets einem "Portfolio" vor einem lediglich nur "Depot" den Vorzug geben würde. Diversifikation ist das beste Mittel gegen Disruptionen aller Art und Rendite ist zudem nicht Alles. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf einer möglichst soliden, robusten und resilienten Finanz-Aufstellung.
Der entscheidende Grund übrigens, warum ich mich vor Beginn des Experiments (Ende der 90er) "Einheitswährung" zu einer signifikanten Erhöhung meiner Goldquote entschieden hatte. Nach meinen damaligen Recherchen ist diese Einheitswährung (als Währungsunion) mit signifikanten sprich strukturellen Konstruktionsfehlern behaftet. Meine damalige Entscheidung hat sich in der Ära der gemeinsamen Existenz von Gold und Euro (1999 - 2025) jedenfalls nicht als Fehler herausgestellt ...

Also meine Frage an euch, wird es nicht mal Zeit die in die Jahre gekommene Empfehlung von 5-10%
Kann mich an Zeiten erinnern, da haben beispielsweise die Verbraucherzentralen in ihren Artikeln und Beratungen dem Durchschnittsbürger sprich "Otto Normalverbraucher" explizit von Gold abgeraten mithin also eine Goldquote von Null empfohlen.
Also meine Frage an euch, wird es nicht mal Zeit die in die Jahre gekommene Empfehlung von 5-10% im Portfolio mal zu überdenken und mal Empfehlungen in Richtung 30% zu geben.
Mich - ganz persönlich - interessiert da nicht die Meinung von "fremden Dritten" - sondern meine eigene Sicht auf das sozusagen "Grand Design" sprich das Fiat-Money-System im Allgemeinen (und den Umgang der Staaten und staatlichen Notenbanken damit) und die von mir zu verwendende Währung im Speziellen (und den Umgang der beteiligten Staaten, der EZB und der EU-Kommission mit dieser Einheitswährung und den EU-Verträgen (u. a. AEUV), auf denen diese Einheitswährung eigentlich basieren und beruhen sollte).
Bislang hat da Gold seine Funktion für mich jedenfalls erfüllt - und über ein Vierteljahrhundert ist für einen Menschen ein relevanter Zeitraum.
Dir gute Gedanken, ebensolche Finanzentscheidungen und viel Erfolg dabei !
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Ich schrieb auch das mir Sicherheit wichtiger ist als das maximum aus einem Depot zu hohlen.
Gut, dann könnte man ja auch 100% Gold machen. Der Werterhalt sollte ja gegeben sein. Und ein Welt-ETF bietet ja auch keine maximale Rendite, sondern den Marktdurchschnitt. Ist damit ja auch deutlich sicherer als Einzelaktien, mit den ja man ja mit Glück das Maximum rausholen könnte.
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Gut, dann könnte man ja auch 100% Gold machen. Der Werterhalt sollte ja gegeben sein. Und ein Welt-ETF bietet ja auch keine maximale Rendite, sondern den Marktdurchschnitt. Ist damit ja auch deutlich sicherer als Einzelaktien, mit den ja man ja mit Glück das Maximum rausholen könnte.
Die aktuellen 60% kommen auch durch die hohen Kurszuwächse dieses Jahr, mein Welt ETF war dieses Jahr ja eher der Seitwärtsläufer. Allerdings bastel ich meist nicht an meinem Portfolio rum,,sondern bediene nur die Sparverträge zur Zeit. Hatte den Sommer über halt besseres zu tun als Kurse zu studieren, jetzt hab ich halt mal Zeit und Muse dafür. Nächstes Jahr konnte das ja wieder anders aussehen, wenn z.B. mein Welt ETF besser performt.
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Sicherheitsbedürfnis und 60% Gold. Aha.
Der Goldpreis hat sich allein in den letzten ... was? Drei? ... Jahren etwa verdoppelt. Absolut außergewöhnlich! Wäre es nicht höchste Zeit, die Gewinne mitzunehmen und sicherer anzulegen?
Oder lieber von der Gier das Hirn fressen lassen und darauf hoffen, dass es so weiter geht oder mindestens so bleibt?
Jeder wie er mag
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Wie stehst Du zum Thema Rebalancing?
Was die Stabilität der Wertanlage in Gold angeht, ist die je nach gewähltem Zeitraum recht unterschiedlich. Es gab sogar nicht wenige Zeiträume in denen der Besitz von Gold (und Silber) verboten war.
Steuerlich hat Gold definitiv Vorteile gegenüber einem Tagesgeldkonto. Bei Aktien wird es schon weniger eindeutig, denn in der Regel ist die Nachsteuerrendite von Aktien immer noch deutlich besser als die von Gold.
Eine generelle Empfehlung von 5-10 % für Gold kenne ich nicht, insofern erkenne ich keine Notwendigkeit, das zu erhöhen.
Wenn ich Deine Fragen lese, denke ich spontan an das Stichwort Recency Bias. Auch wenn Du es nicht hören magst, es macht Sinn sich als Anleger mit seiner Psyche auseinander zu setzen. Der Recency Bias ist eine häufig anzutreffende Verhaltensweise, bei der man Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit hoch bewertet. Dieser Bias gehört zu den kognitiven Verzerrungen.
Davon abgesehen ist Deine Art zu argumentieren (freundlich ausgedrückt) gewöhnungsbedürftig.
Bin nicht so der Hobbypsychologe und kann mit deinem Fachbegriff nicht viel anfangen, nur soviel, in Edelmetalle investiere ich seit 15 Jahren , also Erfahrung ist nicht nur aus jüngster Vergangenheit. Du darfst aber gerne auch direkt Fragen
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mein Welt ETF war dieses Jahr ja eher der Seitwärtsläufer.
Naja, ca. 7 bis 8 % ist für mich nicht seitwärts, das trotz Trumpcrash und Dollarschwäche. Aber gut, das letzte Jahr lief besser, das stimmt.
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Sicherheitsbedürfnis und 60% Gold. Aha.
Der Goldpreis hat sich allein in den letzten ... was? Drei? ... Jahren etwa verdoppelt. Absolut außergewöhnlich! Wäre es nicht höchste Zeit, die Gewinne mitzunehmen und sicherer anzulegen?
Oder lieber von der Gier das Hirn fressen lassen und darauf hoffen, dass es so weiter geht oder mindestens so bleibt?
Jeder wie er mag
Und in welchen Wertspeicher soll ich das sichern ? Und arbeite mal an deiner Wortwahl...
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Und in welchen Wertspeicher soll ich das sichern ? Und arbeite mal an deiner Wortwahl...
Kurzlaufende europäische Staatsanleihen?
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