"Kunden: Gesamtes Vermögen in Schließfächern deponiert"

  • und wie will man jetzt nachweisen dass bei dem Schließfach-Raub die Pickelhaube von Kaiser Wilhelm abhanden gekommen ist?

    Ich würde sagen, du musst es der Versicherung glaubhaft machen können. Es ist ja genau wie bei einem Wohnungseinbruch. Da kannst du der Versicherung auch erzählen, dass du mehrere Picassos an der Wand hattest. Ob sie es dir glauben, sei dann mal dahin gestellt.

    Ich habe selbst kein Schließfach, könnte mir aber vorstellen, dass es nicht schaden kann, den Inhalt zu fotografieren. So hat man zumindest irgendeinen Nachweis

  • Erstaunlich auch dass mehrere Leute tagelang in einer Bank rumlaufen und ein Riesenloch in eine Tresorwand schneiden können ohne dass Bewegungsmelder oder Überwachungskameras etwas mitbekommen.

    Von daher ist an dem Sicherheitskonzept der Sparkasse auch was oberfaul. Und daher dürfte die vor Gericht nicht ungeschoren davonkommen.

  • Ist der Seed vorgegeben oder frei wählbar?

    Der Seed, also die 12 oder 24 Wörter, wird bei der Einrichtung einer Wallet zufällig von dieser erzeugt. Die Wörter sind aber nicht völlig wahrlose Wörter, sondern basieren auf der BIP 39 Wortliste aus 2048 fest definierten englischen Wörtern. Dabei sind die ersten vier Buchstaben keines dieser 2048 Wörter identisch. Eine eigene Erstellung des Seed geht auch (z. B. per Würfeln/Entropie), ist aber eher unüblich.

  • Ich kriege gerade eben echt nen Vogel beim Lesen der Nachrichten über den Einbruch in der Sparkasse auf Schalke:

    "Einige sagten, sie hätten ihr gesamtes Vermögen im Wert von mehreren 100.000 Euro in einem der Fächer deponiert." Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regiona…irchen-100.html

    Mein Gott, wie dumm kann man sein?! Ich bin wirklich nicht so gestrickt, dass ich Leute verurteile, wenn sie aus Unwissenheit Fehler machen, aber wie blöd kann man sein, sein Vermögen in einem Schließfach zu horten?!

    "Nur in Ausnahmefällen ist der Inhalt der Bankfächer standardmäßig gut versichert. Laut Stiftung Warentest lag die maximale Deckungssumme bei einem Anbieter zum Zeitpunkt der Erhebung bei 40.000 Euro." Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regiona…sicher-100.html

    Dann schmeißt euer Geld doch einfach auf ein oder mehrere Tagesgeldkonten…

    Mit einer guten Hausratversicherung, die übrigens nicht teuer sein muss, lassen sich solche "Schäden" auch versichern.

  • Kleiner Funfact am Rande: Aus der Kombination dieser 24 aus 2048 Wörtern, noch dazu in korrekter Reihenfolge ergeben sich derart viele Kombinationsmöglichkeiten, dass sie die menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Es sind etwa so viele Möglichkeiten wie die Anzahl an Atomen im gesamten Universum.

  • Die Bankschließfachkunden dieser Sparkasse haben wohl wieder mal nicht das Kleingedruckte ihres Vertrags gelesen sonst wären sie über die Höhe der Entschädigungssumme informiert gewesen.

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    Ob die Sparkasse irgendwelche Sicherheitseinrichtungen vernachlässigt hat darüber wissen wir nichts.

    Die Gangster waren sicher keine Amateure und wissen wie man sowas ausschaltet.

  • Ich denke gerade an den Haufen an Unterlagen und sonstigen Dingen, die die Einbrecher aus den Schließfächern geholt und weil nicht objektiv wertvoll bzw. problemarm konvertierbar in dem Keller irgendwo hingeschmissen haben. Das wird ein buntes Durcheinander sein. Das auseinanderzulesen, wem da was gehört und was da so dabei ist, dürfte hochgradig spannend werden.

  • Ich denke gerade an den Haufen an Unterlagen und sonstigen Dingen, die die Einbrecher aus den Schließfächern geholt und weil nicht objektiv wertvoll bzw. problemarm konvertierbar in dem Keller irgendwo hingeschmissen haben. Das wird ein buntes Durcheinander sein. Das auseinanderzulesen, wem da was gehört und was da so dabei ist, dürfte hochgradig spannend werden.

    Was man auf dem bekannten Tatortfoto sieht, ist der Aktenarchivraum. Warum die Einbrecher sich damit rumgeplagt haben, habe ich auch nicht verstanden. Bei mehreren tausend Schließfächern sollte man Prioritäten setzen...

    Der Vollständigkeit halber: Es war die Filiale in Buer, nicht in Schalke. Auch wenn viele von Gelsenkirchen nicht mehr kennen als letzteres.

  • Ich habe mir verwundert die Augen gerieben, als ich gesehen habe, dass die Tresore auf Holzregalen stehen.

    Das kenne ich von meinem Schließfach aber ganz anders. Neben Kameras und Bewegungsmeldern, sind das Tresorschränke und dahinter sind dann nochmal Türen um an die einzelnen Fächer zu kommen.

    Was du auf dem überall verbreiteten Bild siehst, ist ein Akten- oder Archivraum der Sparkasse, von dem aus die Täter die Bohrung ansetzten. Der Tresorraum liegt dahinter.

    Kameras im Raum mit den Schließfächern? Genau die sollten da nicht vorhanden sein. Oder soll auf Video festgehalten werden, was die Leute in ihrem Schließfach deponieren?

  • Kameras im Raum mit den Schließfächern? Genau die sollten da nicht vorhanden sein. Oder soll auf Video festgehalten werden, was die Leute in ihrem Schließfach deponieren?

    Können die nicht nur laufen, wenn keine Geschäftszeiten sind?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Können die nicht nur laufen, wenn keine Geschäftszeiten sind?

    Technisch gesehen schon. Der Kunde kann das allerdings nicht unterscheiden und würde sich trotzdem beobachtet fühlen. Davon mal abgesehen, können Kameras sehr leicht von den Tätern unschädlich gemacht werden. Es gibt genügend technische Mittel, um unbefugtes Eindringen zu bemerken, Kameras sind da nicht nötig. Eine professionelle Alarmanlage auszuschalten, ist alles andere als trivial.

  • Es gibt genügend technische Mittel, um unbefugtes Eindringen zu bemerken, Kameras sind da nicht nötig. Eine professionelle Alarmanlage auszuschalten, ist alles andere als trivial.

    Schon kurios, was die Provinzial da in der Sparkassenorganisation versichert…

    Seismische Sensoren mit Auslösung eines stillen Alarms sind eigentlich normal.
    Das Ganze richtig mal wieder nach Insiderwissen.