Bargeldeinzahlung über 10000,- EURO

  • Wer hat's erfunden? ;)

    Die Schweiz hat das "Problem", daß ihre Währung als tendenziell "sicherer Hafen" gilt und der CHF zudem ein (sehr) kleiner Währungsraum ist. Da brauchte es schon immer "Abwehrreaktionen".

    Der Vorteil dabei ist aber immerhin, daß dadurch auch die Inflation in der Schweiz niedriger bleibt (im Dezember 2025 bei 0,1% meines Wissens ...) als in so manchen anderen Ländern (Stichwort: Importierte Inflation über einen schwachen Wechselkurs) und daß Schweizer (Beispiel: Reisen) mit ihrer Währung im Ausland gut aufgestellt sind.

    Du kannst ja man aktuell "Esperantogeld" (Euro) gegen CHF tauschen ...

    Erinnere mich noch an Kurse um 1,67 gegen den EUR - aktuell nur noch um die 0,93 ... ?


    Nach meiner Erinnerung hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) Mitte Januar 2015 die Verteidigung ihres Mindestkurses zum Euro (1,20 CHF) aufgegeben.

    Um einen Mitarbeiter der SNB im persönlichen Gespräch zu zitieren:

    "So viel Geld, wie die EZB im Rahmen der Griechenlandkrise und Eurokrise druckt, kann das nur den Euro noch weiter schwächen. Da mit immer noch höheren Devisenkäufen gegenzuhalten, um den Euro zu stützen, ergibt irgendwann keinen Sinn mehr. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen"

  • der ganz bestimmte Grund ist privat. Tut aber eigentlich auch nichts zur Sache

    Möglicherweise könnte es neue Ideen / alternative Möglichkeiten geben, wenn wir verstehen, worum es Dir eigentlich geht.

    Wenn das Problem ist, dass man nicht zuviel Geld zu Hause rumliegen haben möchte, ist die mögliche Lösung vielleicht eine andere als wenn das Problem ist, dass man am Tag X den Betrag von 10.500 EUR auf dem Konto braucht, weil genau dieser Betrag da abgebucht wird usw...

  • Hallo 12,

    ich habe kein Problem damit zuviel Geld zu Haus rumliegen zu haben. Ich benötige diese Summe auch nicht am Tag X. Ich möchte/will nur einen bestimmten Betrag über 10000,- EURO Bargeld auf mein Konto einzahlen. Das geht nicht so einfach bzw. überhaupt nicht. Ich war der Meinung/Überzeugung, daß es in diesem Forum Mitglieder gibt, die Gleiches auch schon mitmachten. Aber da irrte ich wohl. Daß das Ganze so "ausartete" wollte ich natürlich nicht, war aber dann der Meinung auf dieses Problem aufmerksam machen zu können/müssen. Aber auch da habe ich mich geirrt. Mit dem Stoizismus vieler dieser TN habe ich nicht gerechnet. Das war es dann für mich.

  • Mit dem Stoizismus vieler dieser TN habe ich nicht gerechnet.

    Der Stoizismus ist eine antike Philosophie, die lehrt, wie man durch innere Ruhe, Selbstbeherrschung und Tugend ein glückliches und erfülltes Leben führt, indem man sich auf das konzentriert, was man kontrollieren kann (Gedanken, Handlungen), und akzeptiert, was außerhalb der eigenen Macht liegt (Äußere Umstände, Schicksal). Das Ziel ist die Seelenruhe (Ataraxie), die durch die Entwicklung von Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung erreicht wird, selbst in widrigen Situationen.

    So habe ich am Ende dieses Threads dann tatsächlich doch noch was gelernt ... also ich bin gerne Stoiker. 😉

  • Hallo AW und Hans2204,

    mitnichten geht es mir hier nur um das Prinzip. Aus einem ganz bestimmten Grund muß ich/will ich auf mein Konto ein wenig mehr als 10000,- EURO Bargeld einzahlen. Das versteuerte Geld stammt aus verschiedensten Töpfen, die über Jahrzehnte gefüllt wurden und somit eine Bargeldrücklage bildete. Und dieses Geld will ich auf mein Konto einzahlen. Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun? fragte ich. Gleiche Antwort wie hier mehrmals geschrieben, Stückelungseinzahlungen mit zeitlichen Abständen.

    Und hier fragt man, wo eigentlich das Problem liegt?

    Nun kommt allmählich das eigentliche Problem? Du willst nicht (Zukunft) sondern Du hast (Vergangenheit) und das ging schief.

    Die Einzahlung ist erfolgt und die Bank akzeptiert den Nachweis nicht. Wie weit ist das Problem schon hochgekocht? Konto gesperrt? Selbstanzeige? Wo ist das Geld aktuell?

  • Da sollten doch die Direktiven - gerade bei einem solch hoch angesetzten Thema - bei allen Banken gleich umgesetzt werden.

    Es gibt immer noch Ermessensspielräume, die jedes Institut für sich selber auslotet und auslegt. Und im Endeffekt kann es immer noch an einer einzelnen Person hängen, die unternehmensweit gültige Weisungen vielleicht ein bisschen anders interpretiert als der/die Kollegin.

  • Der Stoizismus ist eine antike Philosophie, die lehrt, wie man durch innere Ruhe, Selbstbeherrschung und Tugend ein glückliches und erfülltes Leben führt, indem man sich auf das konzentriert, was man kontrollieren kann (Gedanken, Handlungen), und akzeptiert, was außerhalb der eigenen Macht liegt (Äußere Umstände, Schicksal). Das Ziel ist die Seelenruhe (Ataraxie), die durch die Entwicklung von Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung erreicht wird, selbst in widrigen Situationen.

    Nur am Rande aber in dem Kontext:

    Ataraxie (Seelenruhe) sollte nicht mit Apathie, Selbstaufgabe, Unterwürfigkeit oder Friedhofsruhe erkauft, verwechselt oder gleichgesetzt werden.

    Für meinen Teil fühlte ich mich schon immer - selbst als ich diese Formel also noch gar nicht kannte - dem sogenannten Gelassenheitsgebet (Serenity Prayer, wird meines Wissens dem US-Theologen Reinhold Niebuhr zugeschrieben, soll vor oder während des 2. Weltkriegs entstanden sein) - deutlich näher.

    Der Unterschied zum stoischen Denken besteht in seiner starken Ermunterung zur Änderung der änderbaren Dinge oder wenigstens dem intensiven Versuch dazu:

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu verändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden"


    Änderbar ist, wie die Weltgeschichte zeigt, ziemlich bis sehr vieles. Und so lange sich die Dinge nicht ändern lassen, gilt für mich - als ultima ratio - stets das Gebot der Evolution sprich Anpassungsfähigkeit. In dem Fall im Sinne einer wenigsten bestmöglichen individuellen Resilienz und robusten Aufstellung gegenüber dem Status Quo.

    So habe ich am Ende dieses Threads dann tatsächlich doch noch was gelernt ...

    Geht mir hier tendenziell zumindest ähnlich und öfter mal so - wenn auch nicht meine Finanzen betreffend. Aber bezüglich der Frage, wie es in so manchen Bereichen so (weit) kommen konnte, wie es gekommen ist.

  • Der ganz bestimmte Grund ist privat. Tut aber eigentlich auch nichts zur Sache, denn mir geht es um etwas anderes, das leider viele der TN hier nicht verstehen können/wollen.

    Wir wollen allerdings eins nicht verkennen: Derjenige, der aktuell ein Problem hat, bist Du, nicht wir, nicht ich.

    Und Dein Problem ist offensichtlich größer, als Du das bisher zugeben wolltest: Du hast die Einzahlung bereits probiert, die Postbank hat einen Nachweis gefordert und Deinen Nachweis nicht akzeptiert. Das Kind liegt also bereits im Brunnen.

    Daß Du von jetzt an kein Geld mehr aus dem Geldautomaten holst, sondern all Deine Käufe bar tätigst, dürfte klar sein. Je nach familiärer Situation kann das auch Deine Frau tun, die Dir dann monatlich einen Zuschuß zur gemeinsamen Lebensführen aufs Konto überweist.

    Du hast das Geld wohl bisher nicht gebraucht, sollte es nun ein Jahr oder so in der Schublade herumliegen, bis es aufgebraucht ist, hast Du einen Zinsverlust von allenfalls wenigen hundert Euro. Das macht nichts, bisher hat das Geld ja auch keine Zinsen getragen.

    Du könntest erwägen, ein kostenloses Konto bei der comdirect zu eröffnen (anderes Institut) oder gleich bei der Commerzbank, auf das Du über die Automaten der Commerzbank Bargeld einzahlen kannst. Da gehst Du in größeren Zeitabständen viermal hin, zahlst viermal 3.000 € ein und hast Dein Problem gelöst.

    Ok: Mehr Aufwand als hier im Forum herumzujammern, macht das schon. Das will ich zugeben.

  • Du könntest erwägen, ein kostenloses Konto bei der comdirect zu eröffnen (anderes Institut) oder gleich bei der Commerzbank, auf das Du über die Automaten der Commerzbank Bargeld einzahlen kannst. Da gehst Du in größeren Zeitabständen viermal hin, zahlst viermal 3.000 € ein und hast Dein Problem gelöst.

    aber er will doch € 10.000,- und ein paar zerquetschte einzahlen... :saint:

  • der ganz bestimmte Grund ist privat. Tut aber eigentlich auch nichts zur Sache, denn mir geht es um etwas Anderes, das leider viele der TN hier nicht verstehen können/wollen.

    hier im Forum wirst du nur wenige (vermutliche gar keine) Leute finden, die 10k unter der Matratze liegen lassen. Viel wahrscheinlicher wäre eine detailreiche Diskussion, welcher ETF, MDF oder PDF geeignet wäre die optimale Rendite in der zweiten Nachkommastelle zu erzielen.

    Mit deinem Problem bist du also alleine.

    aber er will doch € 10.000,- und ein paar zerquetschte einzahlen...

    ...für einen Cousin aus Gelsenkirchen...

  • aber er will doch € 10.000,- und ein paar zerquetschte einzahlen... :saint:

    Viermal 3.000 € sind doch 10.000 € und ein paar zerquetschte!

    Oder habe ich Dich falsch verstanden?

  • Fangen wir doch noch mal von vorn an. Du hattest ein Anliegen:

    Ich beabsichtige wenig mehr als 10000,- EURO in bar auf mein Konto bei der PB einzuzahlen. Das Geld stammt aus langjährig hingelegten Bargeldrücklagen. Dieses Geld ist nachweispflichtig. Wie weise ich in solchen Fällen die Herkunft nach? Meine Historie wird wohl schwerlich akzeptiert.

    Nun gab es im weitesten Sinne diese Tipps:

    - Erkläre einfach die tatsächliche Herkunft des Geldes, am besten vorher die HB, also die PB, fragen, welche Unterlagen sie als NW akzeptiert. Ein User (TO) hat berichtet, dass etwa die DB, zu der deine HB, also die PB, ja gehört, eine einfache, aber wahrheitsgemäße schriftliche Erklärung durchaus akzeptiert
    - Zahle wenig weniger als 10.000 Euro ein oder zwei mal wenig mehr als 5.000 Euro oder etc.

    Ich verstehe nicht den Unwillen, das anzunehmen. Vermutlich liegt das aber nicht an uns, sondern an der gesteigerten Skepsis der Politik gegenüber. Mag sein, dass du Angst hast, dass man dir dein Geld einfach wegnimmt, aber da hörst du, denke ich, die Flöhe husten. "GWG" steht ja nicht für "Bareinzahlungsverhinderungs-Gesetz".

    PS Ich bin jetzt aber auch sehr neugierig, wo das Geld tatsächlich herkommt. Tipp für die Zukunft: Solche Rücklagen in irgendwelche Töpfe einfach quittieren lassen, dann ist das mit dem Nachweisen ganz einfach.

  • Das ist ja ein sehr interessanter Thread. Könnte fast schon auf die Volksbühne….

    Ihr wisst ja, dass ich für die schwäbische Volksbühne in Niederstotzingen, Upflamör und Hinterbohingen regelmäßig Stücke und Sketsche geschrieben habe.

    Ich habe jetzt einen diktiert, allerdings auf „Schriftdeutsch“…Hochdeutsch gibt es bekanntlich nicht…


    :)

    Titel: „Über Zehntausend“
    Ein sehr kurzer Sketch für die Volksbühne

    Personen:
    Franz, leicht zerknittert, nervös korrekt

    Bankangestellte, freundlich

    Freund (Karl), steht daneben, weiß alles besser


    Schalterhalle.
    Franz steht am Schalter, einen Umschlag in der Hand.

    Franz:
    Ich möchte gern 10.327 Euro einzahlen.

    Bankangestellte (lächelnd):
    Gern. Herkunft des Geldes?

    Franz (zu schnell):
    Ach, das… das ist… äh… Bargeld.

    Bankangestellte:
    Das sehe ich. Woher kommt es?

    Franz (denkt):
    Vom… Leben?

    Bankangestellte:
    Dann leider nein.

    Franz (verzweifelt):
    Ich kann’s auch nicht in Teilbeträgen einzahlen!

    Bankangestellte:
    Warum nicht?

    Franz (flüstert):
    Weil es 10.327 Euro sein müssen. Exakt.

    Freund Karl (mischt sich ein):
    Sag ihr doch die Wahrheit.

    Franz:
    Die Wahrheit bringt mich ins Gefängnis. Oder ins Kabarett.

    Bankangestellte:
    Letzter Versuch, Herr…?

    Franz:
    Franz. Einfach Franz.

    Freund Karl:
    Er hat das Geld gewonnen.

    Bankangestellte:
    Im Lotto?

    Franz:
    Nein. Beim historischen Preisschätzen.

    Bankangestellte:
    Bitte?

    Freund Karl:
    Er hat auf dem Flohmarkt korrekt erraten, wie viel ein originales DDR-Aschenbecher-Set 1987 gekostet hat.
    Drei Jahre Preisgeld. Bar. Steuerfrei. In Umschlägen.

    Bankangestellte:
    …und warum genau 10.327 Euro?

    Franz (stolz):
    Weil ich mich einmal um 27 Euro verschätzt habe. Das wird mir bis heute vorgehalten.

    Bankangestellte (Pause):
    Haben Sie dafür einen Beleg?

    Franz (zieht zerknittertes Papier hervor):
    Hier. Unterschrieben von einem Mann namens „Egon“. Mit Schnurrbart. Sehr überzeugend.

    Bankangestellte (schließt den Umschlag):
    Dann… leider nein.

    Franz (zu Karl):
    Siehst du. Hätte ich doch die Briefmarken behalten.

    Licht aus.

  • "HA" möchte den Betrag aus einem bestimmten Grund in einer Summe auf sein Konto einzahlen.

    "HA" möchte ersichtlich mit dem Kopf durch die Wand.

    Ich denke die Sachen vom Ende her. Wenn irgendwas nicht geht, könnte ja helfen, daß man es trägt.

  • Ich schreibe jetzt mal die 100. Antwort zu diesem Vorgang.

    Bei Bargeldeinzahlungen über einer gewissen Summe ist jede Bank angehalten, nein verpflichtet, die Herkunft des Geldes zu dokumentieren. Dazu gibt es bestimmte Vordrucke, die der Kunde auszufüllen und zu unterschreiben hat und die dann für die nächsten 10 Jahre irgendwo in den Tiefen der Datenbanken abgespeichert werden. Zuvor entscheidet jemand, ein Mensch oder eine KI, ob die gemachten Angaben bei dem betreffenden Kunden plausibel sind oder ob man noch einmal nachfragen muss.

    Manchmal gibt es Kuriositäten - denn nicht jeder Mensch denkt gleich. Es gibt Angestellte, die handeln strikt nach Vorschrift, manche sind da etwas großzügiger bei der Auslegung von Erklärungen und manche Mitarbeiter denken da vielleicht sehr "kleinkariert".
    Wenn dann auch noch die Bafin Stress in einem Haus macht, dann kann es eben passieren, dass plötzlich sehr genau auf dies und das geschaut wird, weil der Chef des Hauses "Stress" hat und diesen von oben nach unten weiter gibt.

    Mir selbst ist es auch schon passiert, dass ich einmal für eine Einzahlung über eine Minisumme von unter € 1.000 meinen Ausweis zücken musste, um mich zu legitimieren, dass ich berechtigt bin, eine solche Einzahlung auf das Konto eines Vereins vornehmen zu dürfen.

    Man kann sich aufregen oder man kann es lassen....