MSCI World IMI Ausschütter ab dem 7. Lebensjahrzehnt gesucht

  • Moin, ich bin seit 1,5 Jahren Rentner und würde gern meinen bisherigen Sparplan in den thesaurierenden SPDR MSCI IMI ETF gegen einen ausschüttenden MSCI IMI tauschen. Hintergrund wäre, dass ich schon weiter gerne investiert bleiben möchte, aber meine Rentenzeit auch genießen will. Dies sind bei mir vor allem Reisen.

    Starten würde ich da mit einem mittlerem 4stelligen Betrag und dann einem monatlichen 200 Euro Sparplan.

    Weitere gehaltene ETF sind ein Geldmarktfond LU0290358497, der besagte obige Thesaurier, ein nicht mehr besparter WorldETF LU0274208692 sowie ein Hobby-Rohstoff Hydrogen IE00BMYDM794. Diese werden auf absehbare Zeit nicht verkauft. Das Einkommen reicht, das gelebt und weiter investiert werden kann. Wenn meine Frau in 2 Jahren in Rente geht, muss man sehen, wie es dann weitergeht. Die Finanzen sind derzeit 50/50 aufgegliedert. Das besteht aus einer Festgeldtreppe und Tagesgeld, das aber auf Sicht in den GeldmarktETF wandern soll. Ein 35/65 Stand ist anvisiert.

    Bislang stehen zur Auswahl der Ausschütter von SPDR

    SPDR MSCI All Country World Investable Market UCITS ETF (Dist) | IE000DD75KQ5 | A40F93
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum SPDR MSCI All Country World Investable Market UCITS ETF (Dist) (IE000DD75KQ5 | A40F93) – extraETF – Das ETF…
    extraetf.com

    zu dem Tomarcy aber das Argument eines ungünstigen Spreads in einem anderen Thread einwarf.

    Weitere Vorschläge waren dort

    Invesco FTSE All-World UCITS ETF (Dist) | IE0000QLH0G6 | A3D7QY
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Invesco FTSE All-World UCITS ETF (Dist) (IE0000QLH0G6 | A3D7QY) – extraETF – Das ETF Portal
    extraetf.com
    Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) | IE00B3RBWM25 | A1JX52
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) (IE00B3RBWM25 | A1JX52) – extraETF – Das ETF Portal
    extraetf.com
    Amundi Prime All Country World UCITS ETF (Dist) | IE0009HF1MK9 | ETF150
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Amundi Prime All Country World UCITS ETF (Dist) (IE0009HF1MK9 | ETF150) – extraETF – Das ETF Portal
    extraetf.com

    Welchen würdet ihr da nehmen, wenn das Spreadargument berücksichtigt würde und der ETF nicht zu klein und nicht zu "jung" sein soll. 3-4 Jahre sollte er schon leben. Vielen Dank für eure Meinungen!

  • Boersenfeger 20. Januar 2026 um 17:47

    Hat den Titel des Themas von „Geldmarkt-Ausschütter ab dem 7. Lebensjahrzehnt gesucht“ zu „MSCI World IMI Ausschütter ab dem 7. Lebensjahrzehnt gesucht“ geändert.
  • Die Idee im Rentenalter ausschüttende ETFs zu nutzen, klingt im ersten Moment logisch, ist es aber nicht.

    Ich sehe in ausschüttenden ETFs eigentlich in keiner Situation irgendeinen Sinn.

    Thesaurierende ETFs investieren die Dividenden nachdem sie eingehen wieder in Aktien (oder kurzfristig auch mal Derivate).

    Ausschüttende ETFs tun es aber auch! Denn andernfalls käme es zum Cash Drag. Man würde bis zur Ausschüttung nicht investiertes Kapital haben, das an der Performance zieht. Erst zum Ausschüttungstermin wird das Geld zur Auschüttung wieder de-investiert.


    Ob nun aber der ETF 2% seiner Positionen auflöst oder du 2% deiner ETF Anteile ist praktisch äquivalent.

    Du kannst also auch einfach weiter Thesaurierer nutzen und jährlich ein bisschen was entnehmen. Ist auch flexibler.


    Wenn die bisherigen ETFs bereits gut im Plus sind, kann ein neuer Sparplan trotzdem steuerlich Sinn machen.

  • Von den genannten Kandidaten ist sicherlich jeder einzelne eine tolle Option. Du könntest blind tippen und lägst trotzdem immer richtig. Welcher es schlussendlich werden sollte wird wohl vor allem von deinen persönlichen Präferenzen bestimmt.

    Beachte, dass die drei unteren normale All-Country ETF sind, der obere (SPDR) ein nochmals breiter angelegter IMI.

    Der vanguard hat eine gigantische fanbase und entsprechende Liquidität. Das ist ja so bisschen der Standard FTSE All-World ETF.

    Den Invesco hat es vor ein paar Monaten mal aufgrund seiner ganz guten Tracking Differenz in den Fokus der Aufmerksamkeit gespült. Ich habe nicht geschaut ob das immernoch so ist, aber auch aufgrund des praktischen anteilswertes (kleine Stückelung) vielleicht interessant.

    Zum ETF150 mit dem solactive Index hat mir bisher der Zugang gefehlt. Aber auch hier lässt sich gutes sagen. Da hast du natürlich bisschen Heimvorteil aus buy from eu Sicht. Europäische Fondsgesellschaft, europäischer Index Anbieter, Joa, Long live Europe 🇪🇺.

    Sind alle gut.

    Zu der Geschichte, obs nu ein ausschüttender ETF sein darf hat Benutzername#0815 schon ein paar gute Gedanken formuliert. Der Blick ins nachbarthema offenbart, dass da auch emotionale Beweggründe eine Rolle spielen. Muss man halt wollen.

  • Welchen würdet ihr da nehmen

    Wenn es schon unbedingt ein Ausschütter sein soll, dann den, der am meisten ausschüttet. Und im Zweifel dann den, der auch von der Stückelung am Besten zu den von mir evtl. doch mal gewünschten Entnahme passt. Was bringen mir 0,1% mehr Rendite, wenn ich dann in Stückleung von 140€ anstatt 7€ verkaufen muss und diese Stückelung nicht zu meinen vermuteten Entnahmen passt.

    Amundi, muss halt jeder selber wissen. Ich halte mich von denen fern, wenn ich eine Alternative sehe. Gefühlt ist das der Anbieter, der am liebsten seine ETFs kreuz und quer ummodelt. Auch wenn der genannten scohn in IE beheimatet ist.

    Wobei ich in meiner Rentenphase nicht wüsste/einsehe, warum ich einen Ausschütter nehmen sollte, wenn ich parallel überschüssiges Geld als Sparrate investiere. Eine Einmalzahlung ist etwas anderes, aber 5000€ leifern bei 1,5% Bruttoauschüttung übers Jahr mit Glück einen Krimesbesuch mit den Enkeln. Dafür kann ich auch eine Sparrate aussetzen, wenn ich keine Anteile verkaufen möchte.

  • Ich sehe in ausschüttenden ETFs eigentlich in keiner Situation irgendeinen Sinn.

    Du - ok, ich sehe das anders.
    Wenn die normalen Rentenzahlungen für das "normale" Leben ausreichen, dann sind die automatischen Ausschüttungen für die kleinen täglichen Extras, die man sich leisten will.
    Für die größeren Extras wird dann noch zusätzlich aus dem Depot entnommen.
    Ich brauche keine monatlichen Renten aus dem Depot. Ich kenne den maximalen Entnahmebetrag pro Jahr, und investiere das Geld aus dem Depot fürs Leben.

    Thesaurierende ETFs investieren die Dividenden nachdem sie eingehen wieder in Aktien

    Und du musst anfang jeden Jahres Anteile verkaufen um deine Abgeltungssteuer zu zahlen.

    Wobei ich in meiner Rentenphase nicht wüsste/einsehe, warum ich einen Ausschütter nehmen sollte, wenn ich parallel überschüssiges Geld als Sparrate investiere.

    Wer in der Rentenphase dauerhaft etwas anspart, hat irgendetwas falsch gemacht.
    Ich gebe mein Geld aus und lebe davon.
    Beim Übergang von Sparen auf Entsparen muss man sein Mindset ändern, sonst hat man nix vom Ersparten.

  • Boersenfeger
    ich hab den Vanguard und den Amundi, die sind sehr gefragt und haben niedrige spreads.

    Die Spreads kann man auch bei ING anschauen:
    z.B.: https://wertpapiere.ing.de/investieren/fo…ze/IE00B3RBWM25

    Das sind jetzt hohe Werte, da kein Handel.
    Während der Handelszeiten geht der spread auf bis zu 0% runter.
    Du siehst hier wieviele Anteile an den verschiedenen Börsen gehandelt werden.
    Je höher der Umsatz, desto geringer der Spread.

  • Wer in der Rentenphase dauerhaft etwas anspart, hat irgendetwas falsch gemacht.

    Warum das? Es gibt auch Leute, die einfach Spaß an ihrem Beruf/ihrer Selbstständigkeit haben oder dann endlich Zeit haben, ihr Hobby zu versilbern und in der Rentephase dieses Geld nicht (oder nicht sofort) benötigen.

    Wenn ich als Hobbyfotograf dann ein Nebengewerbe eröffne und meine Ausrüstung schon vom Hobby vorhanden ist, dann wird der Gewinn gespart um mit mit Mitte 70 nochmal eine neue Ausrüstung zu kaufen, die bei rein privater Hobbynutzung nicht geplant war.

    Meine Lotterie werde ich auch nicht einstellen. Mit "Pech" kommt noch eine Sofortrente, die ich weder erwarte noch einplane noch jeden Monat vollständig ausgeben würde.

    Selbst überschüssige Rente in den Monaten, in denen ich das Geld nicht ausgeben will, wird für die anderen Monate gespart. In der Zeit brauche ich aber keine Ausschüttungen aus dem Depot, das Geld dort kann liegen bleiben, bis ich die Anteile verkaufe.

    MIr ist es jedenalls nicht gelungen, meinen Ansparbetrag auf den Euro genau zu berechnen. Dafür müsste schon der Marktcrash ab Rentenbeginn bis Rentenende kommen.

    Beim Übergang von Sparen auf Entsparen muss man sein Mindset ändern, sonst hat man nix vom Ersparten.

    In der Situation sollte man das m.M.n. schon viel früher ändern. Aber es bleibt jedem selber überlassen, es gibt für mich genügend Gründe, warum man selbst in der offizielen Rentenphase noch mehr Einkünfte haben kann wie man ausgeben will.

  • Es gibt auch Leute, die einfach Spaß an ihrem Beruf/ihrer Selbstständigkeit haben

    Die sind solange noch nicht in der Rentenphase.

    Wenn ich als Hobbyfotograf dann ein Nebengewerbe eröffne und meine Ausrüstung schon vom Hobby vorhanden ist, dann wird der Gewinn gespart um mit mit Mitte 70 nochmal eine neue Ausrüstung zu kaufen, die bei rein privater Hobbynutzung nicht geplant war.

    Den Nebengewerdeertrag ansparen und parallel aus dem Depot zum "schöner Leben" entsparen?
    Geldmanagement linke Tasche - rechte Tasche?
    Ich kann rechnen,.... brauche diese Bewegungen nicht.

    Selbst überschüssige Rente in den Monaten, in denen ich das Geld nicht ausgeben will, wird für die anderen Monate gespart. In der Zeit brauche ich aber keine Ausschüttungen aus dem Depot, das Geld dort kann liegen bleiben, bis ich die Anteile verkaufe.

    Da ich mir NICHT monatlich eine bestimmte Summe entnehme, bleibt nicht verbrauchtes Geld auf dem Giro bzw Tagesgeld. Die paar Tausend die über die Ausschüttungen herein kommen, stören da nicht.
    Ich habe mein Geld aufgeteilt ca. 20% safe asset floor (Giro & Tagesgeld & Geldmarkt) und ca. 80% Aktienfonds. Ich entnehme vom safe asset floor was ich zusätzlich zur Rente haben will. EIn Maximalbetrag pro Jahr ist festgelegt.
    In guten Börsenjahren wird der sicherere Anteil wieder aufgefüllt.
    Wenn ich wenig benötige in manchen Monaten ist das Im Giro oder Tagesgeld Guthaben aufbewahrt bis zum nächsten/übernächsten Monat wo wieder eine Reise ansteht, oder ähnliches.

    MIr ist es jedenalls nicht gelungen, meinen Ansparbetrag auf den Euro genau zu berechnen. Dafür müsste schon der Marktcrash ab Rentenbeginn bis Rentenende kommen.

    Weder beim Ansparen, noch beim Entsparen kannst du irgendwas "genau berechnen".
    Beim Ansparen sind als Störfaktoren der Arbeitsmarkt, Aktienmarkt und crashs, Gesundheit, auch deines Partners, Politik, etc. die da deine Planungen über den Haufen werfen können.
    Die Phase habe ich hinter mir.
    Beim Entsparen fällt bei den o.g. Störfaktoren der Arbeitsmarkt weg, aber dafür steigt das Risiko für die Gesundheit und ggf. Pflege und auch das Sterberisiko.
    Da werden die Schätzungen auf jeden Fall nicht einfacher.

  • Ich würde den FTSE All World als Ausschütter wählen, wenn ich müsste. Ähnlich breit diversifiziert wie der SPDR MSCI ACWI IMI aber der Spread ist deutlich besser.

    Den Hintergrund verstehen tue ich es trotzdem nicht. Ich bleibe bei den thesaurierenden ETF. Egal ob heute oder als Rentner.

  • Generell kann zusätzliches regelmäßiges Einkommen im Ruhestand aus Ausschüttungen es einem psychologisch erleichtern, sich etwas zu gönnen. Aber rechnerisch und abwicklungstechnisch sehe ich Nachteile: Die Höhe der Ausschüttungen schwankt, sie ist immer entweder höher oder niedriger als der Bedarf / Ausgabenwunsch, und man lässt ggf. Rendite liegen.

    Die angedachte Strategie verstehe ich nicht. 200€/Mon via Sparplan investieren und ca. 20€/Quartal ausschütten lassen - bei 5T€ als "mittlerer 4-stelliger" Anlagebetrag?

    Vielleicht hilft es, sich mit Entnahmestrategien zu beschäftigen. Hier die Ansätze von Shack und Beck.

  • Du - ok, ich sehe das anders.
    Wenn die normalen Rentenzahlungen für das "normale" Leben ausreichen, dann sind die automatischen Ausschüttungen für die kleinen täglichen Extras, die man sich leisten will.
    ...

    Wie meinst Du das?

    Der TO spart monatlich einen bestimmten Betrag in einen ausschüttenden ETF, und die Ausschüttungen sollen Deiner Meinung nach für "kleine Extras" genutzt werden.

    Welchen Sinn ergibt das? Warum kauft man sich seine "kleinen Extras" nicht gleich von seiner Sparrate? Warum muss das Geld den Umweg über einen Fonds nehmen?


    PS: Welchen Fonds der TO nimmt ist natürlich völlig egal.

  • Generell kann zusätzliches regelmäßiges Einkommen im Ruhestand aus Ausschüttungen es einem psychologisch erleichtern, sich etwas zu gönnen. ...

    Wie meinst Du das?

    Man nimmt etwas von seinem monatlichen Gehalt / Rente / Pension und steckt dies in einen ausschüttenden Fonds. Und wenn dieses Geld wieder aus dem Fonds herauskommt, dann ist es zusätzliches Einkommen? Hat ein solcher Fonds einen Durchlauferhitzer, durch den das Geld hindurchläuft und sich dann irgendwie verändert?

    Bemerkst Du selbst etwas?

  • Grundsätzlich wird Boersenfeger sich schon was dabei gedacht haben, wenn er derzeit in einen Ausschütter investieren möchte. In zwei Jahren wird die Ansparphase vermutlich vorbei sein, wenn seine bessere Hälfte in Rente geht. Die finanzielle Entwicklung von ihm kann ich anhand der Informationen hier in diesem Faden nicht beurteilen (Wegfall von zusätzlichen Einnahmen, etc.). Aber er wird schon wissen warum er in einigen Jahren gerne regelmäßige Ausschüttungen haben will.

    Die genannten 4 ETFs sind alle vier gut auf den ersten Blick.

    Wenn man über Sparplan kaufen will, spielt der Spread tatsächlich eine größere Rolle und da fällt der SPDR raus.

    Beim Invesco braucht man einen Broker der über Xetra handelt, an den übrigen Börsen wäre der Spread auch hoch.

    Der Amundi hat die niedrigste Ausschüttung und eine schlechte Historie der Fondsgesellschaft was den Umgang mit den Kunden angeht.

    Der Vanguard ist günstig zu bekommen aber auch derjenige, der die schlechteste Performance von den vieren hat vermutlich aufgrund höherer TER.

    Ich würde zum Invesco tendieren, wegen vergleichsweise hoher Ausschüttung in Kombi mit niedrigen laufenden Kosten, aber am Ende macht man mit keinem der genannten wirklich etwas falsch.

  • Ich hatte ja über 2-3 Wochen hier schon fast den Eindruck gewonnen, als wären die Schlagworte Thesaurierer oder Ausschütter nicht mehr zwangsweiser Auslöser von Glaubenskriegsbeiträgen. Tja, da lag ich wohl falsch.

  • Ich meinte "zusätzlich" zu auskömmlichem Einkommen, wie es der TE erwähnt - keine magische Renditeerzeugung.

    Nochmal:

    Es wird vom monatlichen Einkommen ein Teil in einen Fonds gespart. Und dieser Fonds schüttet dann etwas aus.

    Wo entsteht da ein zusätzliches Einkommen? Kannst Du mir das bitte genau erklären? Ich schnalle es einfach nicht.

    Wenn ich mein Einkommen in einen Spartopf stecke und es nach einiger Zeit wieder heraushole, ist es dann ein "zusätzliches" Einkommen?