Hallo zusammen,
ich habe aktuell ein paar (bzw. einige Fragen) zu einem Immobilienkauf.
Mein Partner beabsichtigt in den nächsten Monaten eine Immobilie (Eigenheim) zu erwerben. Grundsätzlich kann ich die Entscheidung mittragen, allerdings weiß ich gerade nicht wie das Beste Vorgehen wäre, da die Situation etwas komplizierter ist:
- Mein Partner hat ca. 300.000 € Eigenkapital, ich verfüge nur über 60.000 € Eigenkapital, da ich ein Großteil meines "Vermögens" am Kapitalmarkt angelegt habe (Altersvorsorge) und dort auch kein Geld für den Immobilienkauf entnehmen möchte. Zumindest wenn es nicht unbedingt nötig ist.
- In der Region, sind Immobilien teilweise noch "erschwinglich" und wir bewegen und da in einer Range von 500.000 € - 700.000 € (wobei 700.000 € für uns persönlich schon das obere Limit wäre)
- Für mich ist es auch grundsätzlich in Ordnung "weniger Immobilie" zu besitzen z.B. nur 20%, da im Falle einer Trennung, ich wahrscheinlich nicht dort in der Region bleiben werde, mein Partner allerdings schon. Ihm würden theoretisch (in meiner Rechnung) 80% des Hauses gehören.
- Hinzukommt, dass ich selbst eine Immobilie nicht als die beste Anlageklasse für mich halte. Hier haben wir unterschiedliche Mindsets
- Aktuell habe ich einen befristeteten Arbeitsvertrag (Sachgrund Befristung, Projektstelle), was mir wahrscheinlich nicht ermöglicht einen Kredit zu bekommen bzw. schlechte Kreditkonditionen einbringt bzw. ist mir auch das Risiko zu hoch mit einem befristeten Arbeitsvertrag einen Kredit aufzunehmen
- Ich bin aktuell in der Region wo die Immobilie sein wird auf Jobsuche, da ich mich auch beruflich in eine andere Richtung entwicklen möchte, Ziel wäre natürlich ein unbefristeter Vertrag
- Jetzt besteht natürlich die Möglichkeit, dass eine geeignete Immobilie in den nächsten Monaten zum Verkauf steht und ich noch im befristetet Vertrag "stecke"
Was wäre eurer Meinung nach die beste Vorgehensweise in dieser Situation?
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, allerdings bin ich noch zu keiner Ideallösung gekommen.
- Mein Partner kauft die Immobilie erstmal alleine, zu einem späteren Zeitpunkt würde ich mit Betrag X, Anteil z.B.: 20 % in die Immobilie mit einsteigen.
- Das uns die Immobilie nicht zu gleichen Teilen gehört ist aus meiner Sicht fair, da er eben mehr EK einbringt und auch ggf. noch etwas zum EK aus der Familie dazubekommt, auf diesen Anteil möchte ich keinen Anspruch erheben. Zudem möchte ich mein Einkommen nicht komplett für die Tilgung des Kredits aufbringen sondern auch noch paralell oder zumindest nach kurzer Pause wieder am Kapitalmarkt anlegen.
Ich habe auch darüber nachgedacht eine Art Miete zu zahlen. Allerdings wäre in meiner "Lebensplanung" früher oder später auch der Erwerb einer Immobilie angestanden. Von daher passt diese Entscheidung und ich möchte gerne gezahltes Geld/Miete = Anteile am Haus.
- Welche rechtlichen und steuerlichen Aspekte sind bei diesem gestaffelten Erwerb zu beachten?
- Welche Nachteile oder Risiken ergeben sich aus dieser Vorgehensweise?
- Wie berechnen sich die Notar- und Grundbuchkosten beim späteren Einstieg – werden diese auf Basis des gesamten Immobilienwerts oder lediglich anteilig auf die zu übertragenden 20% berechnet?
- Welche Absicherungsmöglichkeiten bestehen für mich in der Zwischenzeit?
- Welche vertraglichen Vorkehrungen müssen wir unbedingt treffen?
- An welche Stellen (Fachanwalt, Notar) sollte ich mich wenden?
Vielleicht war von euch jemand schonmal in einer ähnlichen Situation und kann mir weiterhelfen.
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Vielen Dank vorab schon mal für eure Kommentare.