Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Ich behaupte nix.
    Du hast behauptet, dass 75% der Dimensional Fonds Ihre Benchmark schlagen. Und ich frage Dich jetzt einfach nach ein paar WKN und der im zugehörigen Produktdatenblatt genannten Benchmark.

    75 % steht auf der Webseite. Das habe ich mehrfach erwähnt.

    Eine Auswahl der Fonds und der Vergleich zu Benchmarks wird ab Minute 10 genannt – inklusive Ticker. Auch das habe ich mehrfach erwähnt.

    Ich denke du schaffst es auch ohne Fondsweb richtige Schlüsse zu ziehen.;)

    Schon seltsam: Normalerweise bist du immer sehr fit, aber sobald es um Fakten geht, die nicht zu deiner Strategie passen, wirst du plötzlich unglaublich träge …:/

  • Es ist wirklich schade, dass in den Medien über Börse und Aktien meist nur dann berichtet wird, wenn gerade Krise herrscht. Berichte über gute Phasen wie momentan oder langfristige Entwicklungen kommen dagegen kaum vor. Bad news sells better. Die meisten Menschen in diesem Land haben nicht die leiseste Ahnung, was sie dadurch verpassen.

    Jeder sollte ruhig einmal einen Blick ins eigene Depot werfen, die Gewinne der letzten Jahre oder auch nur Monate in Euro zusammenrechnen und sich fragen, wie lange man dafür im Beruf hätte arbeiten müssen. Ich habe im letzten halben Jahr fast 700.000 Euro an der Börse „verdient“. Ohne dafür aktiv arbeiten zu müssen. Wenn man sich überlegt, wie viele Jahre man selbst in sehr gut bezahlten Berufen dafür arbeiten müsste und welchen Stress sowie Unsinn man dabei oft ertragen muss, wirkt das schon verrückt.

    Genau dieses Denken fehlt in der kapitalmarktfeindlichen Kultur Deutschlands völlig. Statt Vermögen aufzubauen, wird weiter malocht, Geld überwiegend aufs Sparbuch oder in anderen Unsinn gesteckt, konsumiert und dann wieder malocht. Auch wenn ich als Aktionär davon profitiere ist das für mich eine völlig absurde Mentalität. Und wenn man sich die Diskussionen in der Politik sowie bei vielen Mitmenschen anhört, wird sich daran so schnell wohl auch nichts ändern. Andere Länder sind da deutlich weiter.

    Globaler Aktienmarkt

  • Also wenn ich so „eingeschossen“ wäre auf diese Firma aus Texas (Dimensional), würde ich mal den Kommer-ETF um 500.000 Euro reduzieren und in Dimensional investieren.

    Ich halte es für extrem wichtig, Produkte und Unternehmen auch dann sachlich und neutral bewerten zu können, wenn man selbst weder investiert ist noch die Produkte oder Services nutzt. Positive Eigenschaften sollten unabhängig davon anerkannt werden, ob sie zur eigenen Strategie oder persönlichen Präferenz passen. Genau diese Fähigkeit fehlt vielen in diesem Forum völlig.

  • Es ist wirklich schade, dass in den Medien über Börse und Aktien meist nur dann berichtet wird, wenn gerade Krise herrscht.

    Es ist wirklich Schade, dass in den Medien über den Autoverkehr meist nur dann berichtet wird, wenn Unfälle passiert sind oder gerade Superstau herrscht.

    Nachrichten wie: Heute sind alle heile zuhause angekommen und es herrschte kein Stau habe ich noch nie gelesen.

    Aber ich habe schon gelesen das für Privatanleger das Jahr 2025 ein erfolgreiches Jahr gewesen ist.

  • Aus: Quelle

    "Gerd Kommer Invest nutzt in seiner Vermögensverwaltung Dimensional Fund Advisors (DFA) Fonds, um einen wissenschaftlich basierten, faktororientierten Ansatz umzusetzen. Diese Fonds bieten Zugang zu spezifischen Asset-Klassen und stehen für ein strukturiertes Multi-Faktor-Investment, das auf systematischer Risikoprämie basiert."

    Wir haben für unsere Tochter bei FNZ (ehemals ebase) Dimensional Fonds (es sind aber ETFs) im Portfolio:

    In manchen Zeiträumen / Jahren laufen die klassischen Produkte von Blackrock und Vanguard besser, in anderen die von Dimensional.

    Ich würde da jetzt keine Wissenschaft draus machen.

    Rein von der TER Seite her können die Dimensional Fonds nicht mithalten. Ich denke, hier in der Community eher Nischenprodukt.

    Warum: Empfehlung von Kommer und in Euro-Währung zu kaufen, gerade bei FNZ keine Währungsmarge wie bei den Produkten von iShares und Co.

  • Es ist wirklich Schade, dass in den Medien über den Autoverkehr meist nur dann berichtet wird, wenn Unfälle passiert sind oder gerade Superstau herrscht.

    Nachrichten wie: Heute sind alle heile zuhause angekommen und es herrschte kein Stau habe ich noch nie gelesen.

    In vielen asiatischen Ländern ist das allerdings nicht der Fall. Auch dort wird überwiegend reißerisch und negativ berichtet, gleichzeitig erscheinen aber bewusst auch viele positive Nachrichten, die für europäische Leser/Zuschauer teilweise überraschend sind. Und es funktioniert.

    Ich bezweifle, dass man mit dauerhaft negativem, zugespitztem Journalismus langfristig einen Mehrwert schafft. Zumal es durchaus Alternativen gibt. Oft fehlt zudem der Zusammenhang. Es ist nicht grundsätzlich problematisch, über einen Crash zu berichten, aber ohne langfristige Einordnung, etwa in Bezug auf reale Renditen und historische Entwicklungen, bleibt es letztlich reine Effekthascherei.

    Das ist im Bereich privater Medien weit verbreitet, bei öffentlich-rechtlichen Angeboten jedoch eigentlich nicht akzeptabel. Aber eher die Regel. Es gibt allerdings auch positive Beispiele: etwa The Economist. Dort werden Nachrichten konsequent in einen größeren Kontext gestellt und das „Big Picture“ sichtbar gemacht. Ich halte das für deutlich wertvoller als dieses ständige mediale Gebrüll.

  • Wir haben für unsere Tochter bei FNZ (ehemals ebase) Dimensional Fonds (es sind aber ETFs) im Portfolio.

    Bist du dir da sicher? Das sieht aus als wären das ,,normale" Fonds. Also klassische Fonds, die nur über die KAG gehandelt werden können. Das ist nicht weiter schlimm bei Dimensional, weil die TER günstig ist, hat aber einen großen Nachteil bei der US-Quellensteuer auf Fondsebene. Die zahlen in der Regel 30%. Auch in Irland. ETFs nur 15%. Falls irgendwie preislich oder steuerlich sinnvoll, würde ich in ETFs tauschen. Die 15% machen ganz schön was aus...

  • Jeder sollte ruhig einmal einen Blick ins eigene Depot werfen, die Gewinne der letzten Jahre oder auch nur Monate in Euro zusammenrechnen und sich fragen, wie lange man dafür im Beruf hätte arbeiten müssen. Ich habe im letzten halben Jahr fast 700.000 Euro an der Börse „verdient“. Ohne dafür aktiv arbeiten zu müssen. Wenn man sich überlegt, wie viele Jahre man selbst in sehr gut bezahlten Berufen dafür arbeiten müsste und welchen Stress sowie Unsinn man dabei oft ertragen muss, wirkt das schon verrückt.

    Du hast auch ein 5-Millionen-Portfolio.

    Wer mit 300 EUR im Monat Sparrate vor drei Jahren angefangen hat, hat gut 10.000 EUR eingezahlt und vielleicht irgendwas um die 12.000 EUR Depotvolumen. Der hat 2.000 EUR (vor Steuer) an Gewinn, nach Steuer also irgendwas um die 1.500 EUR.

    Klar, wer über Jahre vierstellige Beträge im Monat investiert, kommt irgendwann an den Punkt, wo der durchschnittliche Aktiengewinn eines Jahres mehr ist als die Sparrate, aber dass die jährliche Rendite ein Vielfaches des eigenen Arbeitseinkommens ist, da kommt jemand mit durchschnittlichem Job niemals hin (wenn er nicht geerbt oder aus sonst einer Quelle größere Einkünfte hat).

    Dein Absatz ist übrigens gerade ein Argument dafür, dass man Aktiengewinne höher besteuern sollte als Arbeitseinkommen, Stichwort "leistungsloses Einkommen"...

    Zitat

    Genau dieses Denken fehlt in der kapitalmarktfeindlichen Kultur Deutschlands völlig. Statt Vermögen aufzubauen, wird weiter malocht, Geld überwiegend aufs Sparbuch oder in anderen Unsinn gesteckt, konsumiert und dann wieder malocht.

    Das sehe ich ja genauso, zumindest was das Sparbuch und sonstige (meist provisionsgetriebene) teure Finanzprodukte mit hohen Kosten und schlechter Rendite angeht.

    Aber es gehört schon auch zur Wahrheit, dass es eine Menge Menschen gibt, die so wenig verdienen, dass schlicht nichts da ist zum Sparen (und das liegt nicht immer an "zuviel Konsum"). Und es gehört auch zur Wahrheit, dass man mit 50-100 EUR Sparrate im Monat nicht viel reißt. Da kann man noch so lange Aktien-ETF kaufen, es wird nicht reichen, um davon in der Rente seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Was ist da die Alternative zum "Malochen"?

  • Dein Absatz ist übrigens gerade ein Argument dafür, dass man Aktiengewinne höher besteuern sollte als Arbeitseinkommen, Stichwort "leistungsloses Einkommen"...

    In der Theorie und in feuchten Träumen bei den Linken ist das so. In der Realität und bei vernünftigen Menschen ist es Quatsch, weil Deutschland Investoren anziehen muss, nicht abschrecken. Und da wir keine Mauer haben und in Konkurrenz zu anderen Ländern stehen, ist jede Steuererhöhung ein Problem. Kapital ist ziemlich scheu, vor allem wenn es liquide ist. Leute wie ich haben eine VV-GmbH in ein, zwei Werktagen aufgesetzt und können einer solchen Steuererhöhung entgehen. Und ans Unternehmenssteuerrecht trauen sie sich dann doch nicht ran. Das wäre der Todesstoß für dieses Land. Und falls doch, geht man halt.

    Wen träfe es wieder? Genau: die Mittelschicht, die eigentlich damit ihre Rente aufbauen soll. Ist ein schwieriges Thema. Es ist auch auf den ersten Blick schwer verständlich, warum das ganze Sozialsystem auf dem Faktor Arbeit aufbaut. Fair ist das nicht. Bohrt man aber weiter, wird es klar.

    Zitat von 12345

    Aber es gehört schon auch zur Wahrheit, dass es eine Menge Menschen gibt, die so wenig verdienen, dass schlicht nichts da ist zum Sparen (und das liegt nicht immer an "zuviel Konsum"). Und es gehört auch zur Wahrheit, dass man mit 50-100 EUR Sparrate im Monat nicht viel reißt.

    Die gibt es. Übrigens auch in Ländern mit hoher Aktionärsquote und aktienlastigen Staatsfonds. Aber die Masse sind diese Leute ohnehin nicht. Mit fast 5 Bio. Euro auf Sparkonten und fast 70 Mio. Bundesbürger, die nicht eine Aktie und einen Fondsanteil besitzen, kann ich nicht mal mehr lachen. Das ist falsch auf einem Level, das nur noch peinlich ist.

  • Die zahlen in der Regel 30%. Auch in Irland. ETFs nur 15%.

    Das ist spannend, danke für den wertvollen Tipp!

    Angehängt das Factsheet, zwar Irland, aber die Unterscheidung Fonds vs. ETF war mich nicht bewusst.

    Woran kann ich erkennen ob Fonds vs. ETF ?

    Aber ich kann es schon riechen, es wird kein ETF sein.

    Frage: ist das dann auch bei allen aktiven Fonds so, also das Thema US Quellensteuer auf Fondsebene?

  • Wer mit 300 EUR im Monat Sparrate vor drei Jahren angefangen hat, hat gut 10.000 EUR eingezahlt und vielleicht irgendwas um die 12.000 EUR Depotvolumen. Der hat 2.000 EUR (vor Steuer) an Gewinn, nach Steuer also irgendwas um die 1.500 EUR.

    Klar, wer über Jahre vierstellige Beträge im Monat investiert, kommt irgendwann an den Punkt, wo der durchschnittliche Aktiengewinn eines Jahres mehr ist als die Sparrate, aber dass die jährliche Rendite ein Vielfaches des eigenen Arbeitseinkommens ist, da kommt jemand mit durchschnittlichem Job niemals hin (wenn er nicht geerbt oder aus sonst einer Quelle größere Einkünfte hat).

    Das will ich so nicht unterschreiben.
    Wenn ich mit 18 statt mit einer KLV und Bausparen mit ETF hätte anfangen können, wäre es mit ziemlicher Sicherheit der Fall, dass ich inzwischen in solchen Regionen angekommen wäre.:/
    Ich habe mir mal den Spaß gemacht und das mal grob überschlagen.

    Der Zinseszinseffekt ist wirklich nicht zu unterschätzen und geht irgendwann richtig ab.

    Dein Absatz ist übrigens gerade ein Argument dafür, dass man Aktiengewinne höher besteuern sollte als Arbeitseinkommen, Stichwort "leistungsloses Einkommen"...

    Ich habe dafür nachher aber auch 45-50 Jahre auf Konsum verzichtet. Daher würde ich das nicht unbedingt als 'leistungsloses' Einkommen bezeichnen wollen. :/
    BTW: Ich hätte keine Probleme damit meine Kapitalerträge in der Entnahmephase voll zu versteuern. Bei 4K€ im Monat (48.000€/Jahr) zu versteuerndem Einkommen liegt die durchschnittliche Steuerbelastung etwa auf dem Niveau der Kapitalertragssteuer von 26,375% plus 30% Teilfreistellung.

  • Das ist spannend, danke für den wertvollen Tipp!

    Angehängt das Factsheet, zwar Irland, aber die Unterscheidung Fonds vs. ETF war mich nicht bewusst.

    Woran kann ich erkennen ob Fonds vs. ETF ?

    Aber ich kann es schon riechen, es wird kein ETF sein.

    Frage: ist das dann auch bei allen aktiven Fonds so, also das Thema US Quellensteuer auf Fondsebene?

    Ja, das ist ein Fonds (KAG), kein ETF (ETF würde im Namen stehen). Es ist sogar ein richtig guter Fonds. Falsch hast du damit nichts gemacht. Grundsätzlich finde ich KAG-Fonds sogar besser, weil sie einfach, kostenlos und ohne Spread handelbar sind. Man kann auch am Wochenende eine Order aufgeben und weiß, dass in ein paar Tagen Geld auf dem Konto ist (bzw. abgebucht wird) und zum „richtigen“ Preis ge- oder verkauft wurde. Keine Handelsplätze, Börsenzeiten, unterschiedliche Spreads usw.

    Das Problem ist aber die Quellensteuer. Das steht sogar auf der Webseite von Dimensional. Das Doppelbesteuerungsabkommen greift bei irischen ETFs immer, weil diese an der Börse gehandelt werden. Das Kriterium allein genügt für die 15 %. „Echte“ Fonds müssen den Irland-Bezug nachweisen und das ist bei global vertriebenen Produkten fast unmöglich. Also zahlen sie 30 %. Selbst wenn es ein irischer Fonds ist. Aktive Verwalter oder Berater werden das Problem herunterspielen. Ist auch klar. Sie verdienen daran. Aber bei einem Fonds mit 60% US-Aktien ist es schon heftig, wenn man doppelt so viele Steuern auf die Dividenden zahlt.

  • Ja, das ist ein Fonds (KAG), kein ETF (ETF würde im Namen stehen). Es ist sogar ein richtig guter Fonds. Falsch hast du damit nichts gemacht. Grundsätzlich finde ich KAG-Fonds sogar besser, weil sie einfach, kostenlos und ohne Spread handelbar sind.

    Danke für den super Hinweis !!! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Nicht das du es finanziell nötig hättest, aber ich würde dir gerne einen köstlichen Cappuccino spendieren. :)

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