Prof. Walz: Alle 100k€ einen neuen ETF

  • "Wechseln" macht keinen Sinn. Aber wenn Du Dich auf die Entnahmephase zubewegst, ist ein zweites Depot und ein zweites Konto ein Vorteil. Für mich war es ein Schlüsselerlebnis, als meine Kreditkartendaten (vermutlich von der Bank) kompromittiert wurden. Karte wurde gesperrt und ich stand am Flughafen und musste einen Leihwagen abholen. War nicht wirklich lustig. Man muss auch nicht alle paar Jahre ein weiteres Depot eröffnen. Aber zwei Depots zur Auswahl machen schon Sinn, damit eine jederzeitige Entnahme gesichert ist.

  • Zu den beiden Videos von Elias Huber. Da steckt einiges an Wahrheit drin und einiges an Unsinn. Vieles davon ist ein Beweis für seine Jugend und mangelnde Erfahrung. Der Verkauf von soliden Anleihen mit 3 Jahren Restlaufzeit würde ich auch nicht als Glanzleistung seiner Beratung bezeichnen.

  • Er schreibt übrigens, dass der ETF-Wechsel alle 10000 € im „Schulnotenbereich“ 1+ wäre.

    Wenn einem eine 2+ reicht, ist ein ACWI IMI bzw. All World ETF plus Liquiditätsreserve laut diverser Aussagen seinerseits ja eine Lösung. Nachwürzen und Co. ist dann für die, die eine 1 von Ihm haben wollen.

  • Ich finde es bemerkenswert, dass regelmäßig suggeriert wird, eine einfache Ein-ETF-Strategie sei nicht optimal (hier:fixiert) und mehr Komplexität irgendwie doch besser.
    „Kann mehr im Erbfall?“ Muss sie das überhaupt? Wäre es von Vorteil? :/
    Ist die Verwaltung zahlreicher Produkte und parallel laufender Strategien wirklich ein „Mehr“?

    Offenbar missverstehst Du, weil Du missverstehen willst. Du bist anscheinend so auf Deine Strategie fokussiert, dass Du betriebsblind wurdest und alle anderen Argumente und Gedanken wegschlägst.

    Es geht überhaupt nicht um „die Verwaltung zahlreicher Produkte und parallel laufender Strategien“, sondern darum, bspw. zwei FTSE AllWorld-ETfs bei zwei Banken zu haben - falls ein Schwarzer Schwan daherkommt, den wir jetzt noch nicht kennen.

    Bin gespannt, ob Du auf diese Gedanken entweder gar nicht reagierst, oder sie als „Schwurblerei“ abtust. :)

  • Ich bespare auch alle xk€ einen neuen ETF, macht ja auch steuerlich Sinn und ich sehe darin keinen Mehraufwand oder höhere Komplexität solange sie vom Inhalt her gleich/sehr ähnlich sind.

    Diversifikation schadet meiner Meinung nach auch beim Fondsanbieter nicht...

  • Alle 10.000 Euro? Wie sollen das vermögendere Menschen machen? 8|

    Das wäre geradezu absurd. So viele vergleichbare ETFs gibt es gar nicht, dass man alle 10.000 EUR einen neuen besparen kann.

    Er schreibt übrigens, dass der ETF-Wechsel alle 10000 € im „Schulnotenbereich“ 1+ wäre.

    Wenn einem eine 2+ reicht, ist ein ACWI IMI bzw. All World ETF plus Liquiditätsreserve laut diverser Aussagen seinerseits ja eine Lösung. Nachwürzen und Co. ist dann für die, die eine 1 von Ihm haben wollen.

    Zum Glück will ich gar keine 1 von Hartmut Walz haben.

    Er schreibt viel Gutes in Sachen Verbraucherschutz, aber was ETF-Anlagen angeht klingt das eher nach "viel hilft viel" und als hätte er nach seinem persönlichen Gusto und Bauchgefühl irgendwas zusammengeworfen, und da dann "die Note 1" drangeklebt. Irgendwie befremdlich.

    Ich bleibe bei meiner KISS-Strategie mit einem einzigen Welt-ETF und Tagesgeld als Notgroschen. Vielleicht wird irgendwann mal ein zweiter bespart und/oder ein zweites Depot genutzt, in einigen Jahren oder wenn tatsächlich ein höherer sechsstelliger Betrag drinliegt. Alle 100.000 EUR oder gar alle 10.000 EUR zu wechseln ist für mich einfach Quatsch.

  • 12345 ich denke die alle 100k€ sind hier eher zu Veranschaulichung und abhängig vom Zielvermögen zu sehen.

    Wenn ich als privater Altersvorsorge Anleger ca. 300k€ brauche um meine Rentenlücke zu schließen, dann sind die alle 100k ein neuer ETF doch realistisch und deckt sich sogar mit den Empfehlungen von Finanztip (3x10).

    Wenn mein Zielvermögen eher so bei 5 Mio liegt, dann würde ich halt alle 1 Mio einen neuen ETF nehmen...

  • Das wäre geradezu absurd. So viele vergleichbare ETFs gibt es gar nicht, dass man alle 10.000 EUR einen neuen besparen kann.

    Das war natürlich ein Schreibfehler. Aber der Original Kommentar von Walz war ja schon im ersten Beitrag verlinkt und bildet die Grundlage für diesen Thread.;)


    Ich denke, man sollte es eher wie Nikolaus Braun halten:

    Zitat

    Das Portfolio weiter zu optimieren, ist in der Theorie gar nicht so schwierig. In der Praxis sehe ich aber, dass sich acht von zehn Anlegern dabei verheddern. Lassen Sie es lieber und nutzen Sie die ersparte Zeit sowie die ersparten Nerven für sich oder die Familie. Gut ist gut genug.

  • Meine Frau und ich haben jeweils zwei Depots bei unterschiedlichen Banken (ING und DKB). Da sparen wir teilweise auf die die gleichen Welt ETFs.

    Mit den 2 Depots kann jeder das FIFO anwenden wenn es ans Verkaufen gehen sollte.

    Da wir sowieso schon 5 verschiedene ETFs besparen, fange ich jetzt nicht an noch irgendwelche zusätzlichen ETF´s aufzuteilen. Das US Klumpenrisiko habe ich durch die Wahl der ETF´s sowieso schon ein bisschen rausgenommen.

    Das muss reichen.

    Heute würde ich nur noch maximal 3 ETFs benutzen.

    Freunden ohne Erfahrung die mit dem Investieren anfangen wollen empfehle ich meistens erstmal mit einem ausschüttenden Vanguard Lifestrategy 60 anzufangen und zu schauen wie sich das anfühlt.

    Keep it simple, stupid (KISS) ist schon für das durchhalten wichtig.

    Vor allem wenn man im Alter mal etwas tüdelig wird, denn das ganze Depot soll ja mehrere Jahrzehnte halten.

  • 12345 ich denke die alle 100k€ sind hier eher zu Veranschaulichung und abhängig vom Zielvermögen zu sehen.

    Dann soll er das so schreiben!

    Tatsächlich schreibt er das hier in seinem Beitrag, und bekräftigt in einem Kommentar nochmal die 100.000 EUR als absolute Grenze.

    Auszug aus dem Blogbeitrag:

    Zitat

    Bei größeren Anlagesummen, also z.B. über 100.000 Euro, kippt das Verhältnis von Einfachheit zu Vorsicht (selbst vor Schwarzen Schwänen) und ich würde mich wohler fühlen, dann lieber mehr Zeilen im Depot zu haben und indexgleiche oder indexähnliche Produkte als „Doubletten“ zu führen und das Kapital aufzuteilen.

    Was ist das bitte für eine Begründung "ich würde mich wohler fühlen" und was heißt überhaupt "kippt das Verhältnis von Einfachheit zu Vorsicht (selbst vor Schwarzen Schwänen)"?

    Was ist damit überhaupt gemeint, und warum ab 100.000 EUR? Das hat was vom "Sargdeckelklappern" der Verkäufer aus der Finanzindustrie, die er doch eigentlich so vehement ablehnt.

    Auszug aus einem Kommentar:

    Zitat

    Falls Sie über 100.000 Euro in einem Welt-ETF haben, sollten Sie keineswegs steuerschädlich eine Korrektur vornehmen. Bei Neuanlagen würde ich jedoch auf alle Fälle weitere ETFs auf den gleichen oder ähnlichen Index wählen.

  • Tatsächlich schreibt er das hier in seinem Beitrag, und bekräftigt in einem Kommentar nochmal die 100.000 EUR als absolute Grenze.

    100k sind für den typischen Privatinvestor eine Menge Geld und gleichzeitig aber wenig genug, dass er das auch mehrfach im Leben erreichen kann. Finde 100k auch einer super Daumenregel.

  • Als relativer Neuling ist man schon etwas verunsichert mit welcher Strategie man da jetzt herangehen soll. 200 K, dann auf zwei nahezu gleiche ETF´s aufteilen oder sogar eine zweiten Broker dazunehmen obwohl es eigentlich einfach bleiben sollte.

    Und was soll mir das bringen wenn ein "Schwarzer Schwan" kommt? Wo liegt der Mehrwert wenn ich dann zwei Broker habe?

  • Und was soll mir das bringen wenn ein "Schwarzer Schwan" kommt? Wo liegt der Mehrwert wenn ich dann zwei Broker habe?

    Ich denke da eher an den fiesen Hackerangriff. Letzten Sommer hatten wir zum Beispiel bei Jaguar Land Rover wochenlang Produktionsausfälle. Wenn es deinen Broker erwischt, kommst du eventuell lange nicht an dein Geld.

    Oder schlicht und einfach wilder Betrug. Ich gehe davon aus, dass hiesige Broker etwas besser beaufsichtigt sind als diverse Cryptobörsen. Aber will ich wirklich mit meinem kompletten liquiden Vermögen darauf wetten, dass Sondervermögen auch als solches behandelt wird? Wo die Alternative darin besteht, 2-3 Mal im Leben noch 5 Minuten in die Eröffnung eines zusätzlichen Depots zu investieren