Hilfestellung zur Schenkung/Verkauf an Enkel

  • Und in diesem Fall sind ja nicht nur die Eltern involviert, sondern wenn ich es richtig verstanden habe eine Schwester (bzw. ein weiteres Enkelkind). M.E. sollte ein Erblasser wenn meine triftigen Gründe dagegen sprechen immer dafür sorgen, dass alle Enkel gleich behandelt werden.
    Wenn die Großeltern das Haus am See lieber direkt an die Enkel weiter geben wollen, ist das m.E. völlig in Ordnung. Dann aber an alle Enkel bzw. es muss einen entsprechenden finanziellen Ausgleich geben.

    Sonst ist der Samen der Zwietracht in die nächste/übernächste Generation gepflanzt.

  • Vielen Dank an alle bis hierher. Da ist vieles dabei was zur besseren Einschätzung beiträgt.

    Die Schwester ist in Wirklichkeit eine Halbschwester, "angeheiratet" über den verstorbenen Stiefvater. Spielt sowas eine Rolle? Ein großes Erbe daneben wird es nicht geben. Die Großeltern verteilen zwischendurch ihr freies Guthaben zu gleichen Teilen an alle Kinder/Enkel. Was da ggf noch liegen bleibt weiß ich ehrlicherweise nicht. Weiteres Eigentum gibt es nicht.

    Für mich kristallisiert sich ein Kauf als sauberste Lösung heraus. Da ich ggf plane damit in begrentem Rahmen Einnahmen zu erzielen lockt dazu das Thema Afa. Vorstellbar wäre die Auszahlung an die eigentlichen Erben als Zinsloses Darlehen zu tätigen.

  • Ich glaube fast auch, dass ein Kauf die sauberste Regel wäre. Da wäre dann die Frage, ob durch die Eintragung eines Wohnrecht/Nutzungsrecht oder sogar Nießbrauch dann der Kaufpreis nicht erheblich gemindert wäre, was dann vermutlich auch wieder die liebe Verwandschaft auf den Plan ruft.

    Solange deine Halbschwester das Kind deiner Mutter ist, ist sie ganz normal mit im Boot.

  • Für mich kristallisiert sich ein Kauf als sauberste Lösung heraus. Da ich ggf plane damit in begrentem Rahmen Einnahmen zu erzielen lockt dazu das Thema Afa. Vorstellbar wäre die Auszahlung an die eigentlichen Erben als Zinsloses Darlehen zu tätigen.

    Du berichtest von einer streitträchtigen Familiensituation.

    Ich möchte nicht in deiner Haut stecken.

    Ich verbringe viele Urlaube in Ferienwohnungen oder -häusern. Ich reise an, Haus oder Wohnung sind für meine Ankunft vorbereitet, ich verbringe meinen Urlaub dort und reise wieder ab. Den Rest des Jahres brauche ich mich nicht zu kümmern. Wenn ein Wasserhahn tropft, das Dach undicht ist oder der Sturm ein Fenster eindrückt, ist das nicht meine Sache, und es sind auch nicht meine Kosten. Ich bezahle dafür um die 1000 € pro Woche.

    Willst Du wirklich 120.000 € in die Hand nehmen - einen Betrag, den viele Leute in vielen, vielen Jahren nicht für Urlaub ausgeben - damit ein Ferienhaus in der Familie bleibt?

    Allein von den Darlehenszinsen, die dieser Betrag kosten würde, kann man jedes Jahr einen schönen Urlaub machen. Und wenn ich schon unbedingt meinte, das machen zu müssen, würde ich mich nicht per Verwandtendarlehen von meiner Familie abhängig machen, sondern zur Bank gehen.

    Ich würde die Finger von der Sache lassen.

  • Ein großes Erbe daneben wird es nicht geben. Die Großeltern verteilen zwischendurch ihr freies Guthaben zu gleichen Teilen an alle Kinder/Enkel.

    hm, also das Ferienhaus stellt den grössten Vermögensposten dar?

    wovon wollen denn die Grosseltern, denen es ja scheinbar nicht mehr so gut geht, dann in nicht allzu ferner Zukunft ihr Pflegeheim bezahlen, falls sie eines brauchen?

    Dementsprechend wäre also ein Verkauf an euch die beste Lösung, dann haben sie zumindest einiges an Eigenmitteln um ihren Lebensabend selber zu planen. Allerdings käme wohl ein höherer Verkaufspreis raus, wenn sie das Haus an unbeteiligte Dritte verkaufen.

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