Motivation schwindet

  • Hi spopovic,


    Spannende Fragestellung.

    Ich denke, du würdest von mir und hier im Forum klarere Antworten erhalten, wenn du dir über das WARUM für deine Gedanken bzw. die nicht so ganz klare Zielvorstellung Gedanken machen und das dann hier teilen würdest.


    Ansonsten kann ich hier den Antworten der Forenmitglieder nur zustimmen.


    LG Finanzschlumpf

  • Ich sehe, man hat dir schon mal versucht die Lücken in deiner Planung aufzuzeigen.

    spopovic
    16. Dezember 2025 um 23:48

    Ich wünsche dir viel Glück

  • Dein zitierter Faden ist gerade mal 3 Monate her... und nun hat er seiner Meinung nach für die Rente ausgesorgt :S

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Man kann doch einfach für die Fragestellung und den Gedankengang didie Vorsorge für die Rente als gegeben hinnehmen.

    Kann "man" das? Ich könnte sowas nur, wenn durch das vorhandene Vermögen mein Auskommen ab heute bis zum vermuteten Ableben gedeckt wäre.

    Selbst mit einer auskömmlichen BU und dem festen Willen, den Beziehungsstatus nur zu ändern, wenn sich damit an meiner Finanzierung nichts ändert, kann ich noch nicht einmal 7-10 Jahre vor Rente wirklich absehen, wie hoch meine Einnahmen dann sein werden.

    Meine BAV kann ich nach heutiger Gesetzgebung berechnen, meinen Depotstand kann ich erträumen (der Markt kann morgen fallen und 10 Jahre im Minus bleiben), genauso die Zahlung der gesetzlichen Rente. Ob meine erträumten Netto-Alterseinkünfte in 7-10 Jahren real sein werden, weiss ich erst dann.

    Erst zu dem Zeitpunkt, zu dem meine vermuteten und pessimistisch geschätzen) inflationsbereinigten Einnahmen zur Rente weit über dem lagen, was ich mir heute als monatlichen Wunschbetrag vorstellen kann, habe ich meine Vorsorge als abgeschlossen angesehen.

    Im Alter von 30-40 hätte ich dann mein (damaliges) Hobby zum Beruf gemacht (alle finanziellen Unwägbarkeiten wären abgesichert gewesen). Ab Mitte 40 (oder spätestens Ende 40) hätte ich wohl einfach den Job hingeschmissen und versucht, mit der dann vorhandenen Freizeit einen Nebenverdienst aufzubauen.

    Mein Job hat mir zwar lange Spaß gemacht, aber die unschönen Aspekte davon wären mt einer Teilzeit nicht verschwunden.

    Kann es nicht in beiden Fällen positiv sein?

    Das ist noch spekulativer wie die Frage, ob Du Deinen Finanzbedarf in 30-50++ Jahren bereits gedeckt hast.

  • Heute bin ich kein Millionär wo und wie ich genau investiert bin und welches Vermögen dahinter steckt ist doch ebenfalls für die Frage nicht relevant.

    Das ist meiner Meinung nach zentral, um deine Situation überhaupt seriös bewerten und deine Eingangsfrage beantworten zu können.

    Inflation von 2 % (eher 3 %) wurde berücksichtigt? 2.000 Euro sind in 30 Jahren nur noch 1.110 Euro wert ... Bei 3 % 820 Euro. Der Kaufkraftverlust beträgt somit über 58 %, wodurch sich der reale Wert deines Geldes mehr als halbiert.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich träume auch davon, endlich in Rente zu gehen. Was wäre dann ?

    Ich lebe jetzt, was später ist, weiß nicht. Ich hab Rücklagen und Ersparnisse, ich hab mein Auskommen. Ein wichtiger Punkt ist: fang jetzt an wie ein Rentner zu leben. Pflege Freundschaften, Hobbys. Mit 70 ist es schwer, Freundschaften zu knüpfen. Was dir Freude macht und am Herzen liegt.

    Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue!

  • Das ist meiner Meinung nach zentral, um deine Situation überhaupt seriös bewerten und deine Eingangsfrage beantworten zu können.

    Inflation von 2 % (eher 3 %) wurde berücksichtigt? 2.000 Euro sind in 30 Jahren nur noch 1.110 Euro wert ... Bei 3 % 820 Euro. Der Kaufkraftverlust beträgt somit über 58 %, wodurch sich der reale Wert deines Geldes mehr als halbiert.

    Soweit es halbwegs seriös möglich ist ja, es wurde berücksichtigt. Man kann sich natürlich in den Wahnsinn treiben und sagen man wird 4% Inflation erleben. Oder annehmen dass man 110 jahre wird oder...

    ich hab das für mich durchgerechnet auf Basis der Durchschnittswerte die bekannt sind. ich gehe auch davon aus, dass ich nicht weit über die durchschnittliche Lebenserwartung kommen werde. das sind natürlich Punkte die jeder für sich bewerten und damit in seine Rechnung einfließen lassen muss. Der eine macht so der andere anders.

  • Kann "man" das? Ich könnte sowas nur, wenn durch das vorhandene Vermögen mein Auskommen ab heute bis zum vermuteten Ableben gedeckt wäre.

    Man sollte abstraktes Denken doch beherrschen oder findest du nicht? das führt dazu einen Standpunkt aus verschiedenen Perspektiven zu bewerten und Abschätzungen zu daraus zu ziehen. ich mache das gern, mag sein dass eine Entscheidung dann etwas zeit braucht, aber es ist ein Hilfsmittel welches mir schon viele jahre dazu verholfen hat sehr gute Entscheidungen zu treffen

  • ich hab das für mich durchgerechnet auf Basis der Durchschnittswerte die bekannt sind.

    Ich bin jetzt schon in Rente, aber wenn ich jetzt für mich in 30 Jahren rechnen müsste, dann:
    würde ich von 1 Mio€ im Depot ausgehen, wenn noch andere Renten (DRV. bav, etc.) dazu kommen. Fallen die flach sollte es wesentlich mehr sein. Und dann mal alle 5 Jahre überprüfen wo man ist. Wenn sich dann wieder zuviel ansammelt, dann arbeitsmäßig kürzer treten. Wenn es später nicht reicht ist man in den Ars** gekniffen. und die letzten 18-36 Jahre jeden Pfennig, ne cent, oder was es dann gibt, umdrehen zu müssen macht auch keinen Spaß.

  • Ich bin jetzt schon in Rente, aber wenn ich jetzt für mich in 30 Jahren rechnen müsste, dann:
    würde ich von 1 Mio€ im Depot ausgehen, wenn noch andere Renten (DRV. bav, etc.) dazu kommen. Fallen die flach sollte es wesentlich mehr sein. Und dann mal alle 5 Jahre überprüfen wo man ist. Wenn sich dann wieder zuviel ansammelt, dann arbeitsmäßig kürzer treten. Wenn es später nicht reicht ist man in den Ars** gekniffen. und die letzten 18-36 Jahre jeden Pfennig, ne cent, oder was es dann gibt, umdrehen zu müssen macht auch keinen Spaß.

    Wenn man von einer Millionen mit 67 ausgeht dann braucht man also mit

    55 Jahren 500 000€

    43 Jahren 250 000€

    31 Jahren 125 000€

    19 Jahren 62 500€

    Wer einen dieser Schnittpunkte hat der braucht sehr wahrscheinlich keine weitere Einzahlung machen. Trotzdem wird man das Ziel erreichen.

    Man kann natürlich weiter machen oder aber das anlageziel hinterfragen. Gerade wenn es darum geht weiter anzulegen heißt es ja nicht dass man gar Jacht mehr anlegt

  • Das erscheint mir ein ziemlicher Unsinn zu sein!

    Wenn ein heute 67jähriger 1 Mio benötigt braucht ein heute 19jähriger im Alter 67 Jahren die Mio inflationsbereinigt.

    Jetzt kannst Du versuchen neu zu rechnen.

  • Hört sich wild an wie mit Zahlen um sich geworfen wird. Heute braucht der Rentner also schon 1 Mio. In 30 Jahren dann rund 2 Mio....

    Wer von euch ist eigentlich in der Lage die prognostizierte Rentenlücke zu schließen? Hat schon mal wer gerechnet wie und ob er die Zahlen die nötig sind erreicht?

  • Hört sich wild an wie mit Zahlen um sich geworfen wird. Heute braucht der Rentner also schon 1 Mio. In 30 Jahren dann rund 2 Mio....

    Du hattest doch die Rechnung mit der Mio aufgemacht - nicht ich.

    Wie hoch die eigene Rentenlücke ist, wirst Du selbst ausrechnen müssen. Aber Vorsicht, Du wirst die Inflation und auch die Zinseszinsrechnung dafür benötigen.

    Wer von euch ist eigentlich in der Lage die prognostizierte Rentenlücke zu schließen? Hat schon mal wer gerechnet wie und ob er die Zahlen die nötig sind erreicht?

    Hier im Forum haben sehr viele dieses Ziel erreicht bzw. sind auf einem guten Weg dahin.