Der deutsche Sicherheitsparer – ein Klassiker.

  • Kurzer Hinweis zum Fall: Wenn der Versicherer kein Beratungsprotokoll vorlegen kann, ist das möglicherweise rechtlich relevant. Vermittler sind nach dem Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet, Beratung und Bedarfsermittlung zu dokumentieren. Fehlt diese Dokumentation, kann das im Streitfall zu einer Beweislastumkehr führen. Der Versicherer muss dann nachweisen, dass korrekt beraten wurde. Das kann ein Ansatzpunkt für Schadensersatz wegen möglicher Falschberatung sein.


    Aber : mein Mitleid hält sich in Grenzen. Hat man all die Jahre nicht einen einzigen kurzen Blick auf die jährliche Post geworfen?

  • Das Problem sind die Sparkassen und andere Finanzproduktverkäufer. In Deutschland genießen sie einen enormen Vertrauensvorschuss. Viele glauben ernsthaft, dass sie nur helfen wollen und fair beraten. Ich will mir gar nicht ausmalen, welchen Schaden sie jedes Jahr anrichten. Da geht es oft nicht nur um die Finanzierung des Führerscheins vom Buben, sondern letztlich um die Frage: „Altersarmut – ja oder nein?“

  • mein Mitleid hält sich in Grenzen. Hat man all die Jahre nicht einen einzigen kurzen Blick auf die jährliche Post geworfen?

    Doch, und nach einigen Jahren festgestellt, was das für ein Mist ist und alles gekündigt. So ging es zumindest mir.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Wenn ich alleine den Papierkram in dem Ordner sehe, ... <X

    Ich weiß nicht mehr, wo ich es mal gelesen hatte, aber.

    Für eine Autoreparatur werden 5 Kostenvoranschläge eingeholt, bevor man sich entscheidet. Bei einer solchen Anlage, in der ich über 24.000 € einzahlen werde, schließe ich den Vertrag nach einem Kaffeekränzen ab...

    Ich habe das Video angeschaut, verstehe das Produkt immer noch nicht so wirklich... :sleeping:

    Spannend was alles so bei den Hausbanken vertrieben wird. Das sind die aktiv gemanagten Fonds eher noch das transparente, einfache Produktangebot. =O


    Edit: Im geschriebenen Text des Berichtes steht immerhin, dass die Sparkasse kulanterweise das eingezahlte Kapital "zurückerstattet", wenn die beiden es zurückfordern. Allerdings sind die 24.000 € heute, nicht mehr die 24.000 € über all die Jahre (Inflation lässt grüßen). Dennoch 3.000 € mehr als in dem Bericht steht :thumbup:

  • Spannend was alles so bei den Hausbanken vertrieben wird. Das sind die aktiv gemanagten Fonds eher noch das transparente, einfache Produktangebot. =O

    Es wird wirklich interessant, wenn man bedenkt, dass Sparkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, fast immer von Kommunen oder Landkreisen getragen werden und nach Landesrecht einen öffentlichen Auftrag mit klarer Gemeinwohlorientierung haben. Eigentlich müssten sie dort tätig werden, wo Finanztip aktiv ist: den Privatanleger schützen und gegen Interessenkonflikte kämpfen. :rolleyes:

    Irgendwo haben wir offensichtlich die falsche Abzweigung genommen.

  • Es wird wirklich interessant, wenn man bedenkt, dass Sparkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, fast immer von Kommunen oder Landkreisen getragen werden und nach Landesrecht einen öffentlichen Auftrag mit klarer Gemeinwohlorientierung haben. Eigentlich müssten sie dort tätig werden, wo Finanztip aktiv ist: den Privatanleger schützen und gegen Interessenkonflikte kämpfen. :rolleyes:

    Irgendwo haben wir offensichtlich die falsche Abzweigung genommen.

    Das wäre doch eigentlich mal Wert vor Gericht geklärt zu werden, oder?

    Die Gemeinnützigkeit der ÖR Banken am konkreten Beispiel in Frage zu stellen, wäre extrem spannend.

  • Es wird wirklich interessant, wenn man bedenkt, dass Sparkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, fast immer von Kommunen oder Landkreisen getragen werden und nach Landesrecht einen öffentlichen Auftrag mit klarer Gemeinwohlorientierung haben.

    Die Gemeinwohlorientierung besteht heute darin, mit Gewinnen die klammen Kassen der Kommunen zu unterstützen.

  • den Privatanleger schützen und gegen Interessenkonflikte kämpfen. :rolleyes:

    Mit einer Spende für den örtlichen Verein ist das damit wohl wieder weggemacht.

    Meiner Ansicht nach sind viele die Hausbanken sehr aktive Vertreiber solcher komplexen, unrentablen, vermögensschädlichen Produkten.

    Die eine Aussage im Video verstehe ich so, als wurde das vom "Berater" ihnen gesagt. Zitat sinngemäß.

    "Das Geld/Kapital ist sicher. Die Gewinne die anlaufen sind sicher." und "zweistellige Rendite p.a."

    Das ist glaube ich auch der "Wissensvorsprung" den du meinst, dass dem Privatanleger bei diesen Aussagen spätestens keine 20 Alarmglocken angehen. So ist irgendwo der deutsche Anleger gestrickt: Kein Verlust, aber viel Gewinn haben w ollen.

    Das passt eben nicht zusammen.

  • Vorhin Papiere geordnet und zufällig einen Vorschlag für eine Privatrente gefunden. Hatte das ganz vergessen. 4 Seiten Papier, Zahlen und Grafiken - ohne irgendetwas zu Gebühren.......

    ... wie nur 4 Seiten Papier ...

    Ich kann mich an ein Angebot für eine fondsgebundene Rentenversicherung von einem namhaften Versicherer erinnern, das sich insgesamt mit allem Schnickschnack über 52 Seiten hinzog. Die Bedingungen waren dabei in "gefühlter" Schriftgröße 2 gedruckt.

    Wenn man für solch einen (Vorschlag bzw.) Vertrag so einen Haufen Papier benötigt, dann kann der Vertrag vom Grundsatz her schon nichts taugen ....

  • Ich finde nur 200 € und hier, die für mich wichtigsten Bedingungen.


    1. Aktive Kontonutzung: Ab dem 2. Monat nach der Kontoeröffnung muss für 5 Monate lang mindestens ein monatlicher Geldeingang in Höhe von 400 € erfolgen.
    2. Kontakteinwilligung: Innerhalb der ersten vier Wochen muss die Zustimmung zur Kommunikation per Telefon und E-Mail erteilt werden……..
    3. Bonusauszahlung: Der Neukundenbonus wird bei Erfüllung der Aktionsbedingungen spätestens im achten Monat nach der Kontoeröffnung ausgezahlt. Der Neukundenbonus wird nur auf das neu eröffnete Girokonto überwiesen.
  • 200€ okay, aber 300€ würde ich nicht nehmen. Die muss man dann doch nach §22 EStG versteuern.

    Wobei such dann die Frage stellt, ob das Finanzamt da eine Meldung erhält. Ich denke mir, dass da viele diesen eher für die ungewöhnlichen Eintrag bei Elster einfach vergessen würden.

  • Das Problem sind die Sparkassen und andere Finanzproduktverkäufer....

    Verkäufer sind sicherlich nicht das Problem. Das sind ganz normale Händler.

    Viele glauben ernsthaft...

    Ja, das Glauben und das Fühlen bei der Geldanlage ist das Problem.

    ... wie nur 4 Seiten Papier ...

    Ich kann mich an ein Angebot für eine fondsgebundene Rentenversicherung von einem namhaften Versicherer erinnern, das sich insgesamt mit allem Schnickschnack über 52 Seiten hinzog. Die Bedingungen waren dabei in "gefühlter" Schriftgröße 2 gedruckt.

    Wenn man für solch einen (Vorschlag bzw.) Vertrag so einen Haufen Papier benötigt, dann kann der Vertrag vom Grundsatz her schon nichts taugen ....

    Der Verkaufsprospekt von IShares ist 190 Seiten stark. Das kann also nichts taugen.

    Hast du das gelesen und verstanden? Ja...?