Ist der MSCI World am Ende ?

  • Ich bitte darum. Ich habe gerade eine Challenge mit mir selbst laufen.

    1. Ein Bier aus Süddeutschland für jeden „MSCI World ist nix“-Thread mit ,,ist doch egal"- Antworten.
    2. Ein Glas Merlot für jeden „Ich will X Euro für X Jahre anlegen, was soll ich tun?“-Thread.
    3. Einen Kurzen aus Südtirol für jeden „Soll ich meinem ETF-Sparplan noch 3, 4, 5 weitere ETFs beimischen, weil ich Angst vor Klumpenbildung habe?“-Thread.

    Status: Meistens sehe ich bereits mittags meine Tastatur nicht mehr.

    Das Bonuslevel wäre noch frei: Der „Du brauchst nur einen Welt-ETF“-als Antwort-Spot. Ist aber nur was für Hardcore-Trinker.

    Und nicht vergessen: Einen Long Island Ice Tea für jedesmal, wenn in einem Thread "Was hat das mit dem Forenthema Finanzen zu tun?" gefragt wird.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Bin ja mal gespannt wie die Wette ausgeht:
    https://www.dasinvestment.com/etf-wette-nr-1…tfolio-der-faz/

    Eigentlich könnte man ja spicken, sind ja nur noch 9 Monate...
    Ich hab da so eine Ahnung.

    Wollte man nicht jährlich vergleichen? Wie waren denn die Zahlen für die ersten 9 Jahren? Warum sollte gerade das 10. Jahr für die Bewertung ausschlaggebend sein?

    Und wie hat denn das FAZ "Wunder-Portfolio" iShares MSCI World und iShares Euro Aggregate Bond gegnüber einen 100% iShares MSCI World abgeschnitten? Warum ist man damals auf den 50 : 50 Mix gekommen? Ist das nicht auch wieder nur ein Hinweis darauf, dass sich die Vorstellung über eine sinnvolle Zusammensetzung wie eine Modeerscheinung andauernd ändert?

    Wie stabil sind rückblickend entwickelte Modelle bei zunehmend instabileren Rahnenbedingungen? Vielleicht erzwingt man als Anleger sogar die Instabilitäten, weil man Begehrlichkeiten am Anlagevermögen weckt.

  • https://www.dasinvestment.com/wachtendorf-ko…s-und-ein-ziel/

    Das hier mit den Sparplänen ist doch auch ganz witzig.


    Hier der letzte Zwischenstand von der sonderbaren Wette:

    https://www.dasinvestment.com/9-jahre-etf-we…die-zielgerade/

    Ich sage nur: erschütternd.

    Zitat:

    „Neun Jahre sind seitdem vergangen. Jahre, in denen die aktiven Portfolios mehr und mehr ins Hintertreffen gerieten. Ein Jahr vor Schlussbilanz zeigen die Zahlen zum 30. Dezember 2025: Die ETF-Portfolios liegen meilenweit vorne. Die Chance, dass die aktiven Portfolios das Steuer noch herumreißen könnten, erscheint gering (siehe Tabellen unten). “

    Besonders interessant finde ich in dem Artikel von 2016 diese vollmundig und völlig falschen Ansichten zu den aktiven dieser Fonds. Die könnten angeblich in Krisen und sowieso allgemein viel besser steuern und alles prima machen.

    Bei den Mischfonds ist das Ergebnis in Wirklichkeit katastrophal. Da ist es ja ein Wunder, dass die überhaupt ein Plus erzielt haben.

  • https://www.dasinvestment.com/wachtendorf-ko…s-und-ein-ziel/

    Das hier mit den Sparplänen ist doch auch ganz witzig.


    Hier der letzte Zwischenstand von der sonderbaren Wette:

    https://www.dasinvestment.com/9-jahre-etf-we…die-zielgerade/

    Zitat

    Der Vorsprung der ETFs beträgt satte 25.458 Euro. Was ist schiefgelaufen? Die Anleihenseite entwickelte sich tatsächlich schwach, wie Wachtendorf prognostiziert hatte – der iShares Euro Aggregate Bond verlor seit 2016 sogar leicht an Wert. Doch die fulminante Performance des MSCI World, der sich mehr als verdoppelte, machte dies mehr als wett. Die beiden Mischfonds konnten dem wenig entgegenhalten.

    Das ist ein bisschen verschwommen formuliert, weil hier zwei verschiedene Anlageformen zusammengeworfen wurden.

    Denn:

    iShares Euro Aggregate BondIE00B3DKXQ4125.00024.141

    vs.

    Nordea Stable ReturnLU025563913925.00027.262

    D.h. der gemanagte Anleihefond ist besser gelaufen. Vielleicht weil die Entwicklung am Markt für Anleihen - spezielle Staatsanleihen - besser vorauszusehen ist?

  • Das ist ein bisschen verschwommen formuliert, weil hier zwei verschiedene Anlageformen zusammengeworfen wurden.

    Denn:

    iShares Euro Aggregate BondIE00B3DKXQ4125.00024.141

    vs.

    Nordea Stable ReturnLU025563913925.00027.262

    D.h. der gemanagte Anleihefond ist besser gelaufen. Vielleicht weil die Entwicklung am Markt für Anleihen - spezielle Staatsanleihen - besser vorauszusehen ist?

    Das Stand ja bereits mehr oder minder so im verlinkten Artikel aus 2016:
    Ein aktiver Manager kann die Verluste, die im Falle steigender Zinsen bei langlaufenden Anleihen entstehen, abfedern oder sogar Profit daraus ziehen. Ein passiver ETF kann das nicht. Er vollzieht jede Abwärtsbewegung des Rentenmarktes eins zu eins nach. Da mag von der Aktienseite noch so viel kommen, am Ende fehlen diese Prozente dem Wunder-Portfolio in der Abrechnung.

    Nur hat es eben auch nichts gebracht, dass der aktive Anleihen-Fonds besser performt hat. Die miese Rendite des aktiven Aktienfonds hat Alles kaputt gemacht.
    Und ja, dass kann Dir auch mit einem Aktien-ETF passieren, dass Du mal jahrelang keine Rendite am Aktienmarkt erzielst. Nur kostet Dich das dann 0,1x% p.a. während der aktive Fonds immer 2% p.a. kostet. Egal, ob das Management eine gute Rendite erzielt oder nicht.

  • Vielleicht weil die Entwicklung am Markt für Anleihen - spezielle Staatsanleihen - besser vorauszusehen ist?

    Das ist kein Anleihenfond, sondern ein Mischfonds. In den Top 10 sehe ich zwei Aktien. Knapp 10% über 9 Jahre ist entsprechend blamabel. Bedenkt man, dass zu 1,8% Gebühr plus 0,2% Transaktionskosten in der Zeit sehr viel mehr an Gebühren erwirtschaftet wurde als an Gewinn für den Anleger...

    Beide Mischfonds müssten sich individuell an den 60% des Wunderportfolio messen lassen. Dass sie nichtmal im Ansatz dort sind, zeigt wie schlecht das Konzept aktiver Mischfonds in der Praxis ist. Und das Wunderportfolio ist jetzt mit 50/50 für die letzten 10 Jahre doch recht ungünstig aufgestellt gewesen. Aber der Nordea misst sich ja nicht an sowas, sondern nimmt lieber den 1 Monat Euribor. Da müsste ich jetzt die Zahlen raussuchen, durch die lange Nullzinsphase dürften sie das vermutlich auf 10 Jahre schlagen. Aber ich renne meiner 5-jährigen Tochter auch locker davon...

  • Das heißt, du läufst dem Markt hinterher.

    Sinnvollerweise müsstest du deinen Mix auf die zukünftigen Bedingungen anpassen. Das kannst du aber nicht, und deshalb ist deine Strategie für die Tonne.

    Genau, ich finde auch dass die 48% Ertrag (nach Steuer) in den letzten 8 Monaten für die Tonne sind! Es hätte 84% sein müssen!! :P

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