Jeden Monat Dividende - L&G Global Quality Dividends ETF

  • Dabei wäre es deutlich sinnvoller, wenn hier endlich einmal wirklich belastbare Argumente für einen Dividenden-Fokus vorgebracht würden. Die gibt es durchaus.

    Der Mensch, von dem ich schrieb, interessiert sich überhaupt nicht für Dividenden. Er investiert in den FTSE und will das USA-Gewicht auf 30 % festlegen.

    Das „Soll er doch machen“ bezog sich auf ihn und nicht auf Leute, die Dividenden-ETF suchen.

  • Der Mensch, von dem ich schrieb, interessiert sich überhaupt nicht für Dividenden. Er investiert in den FTSE und will das USA-Gewicht auf 30 % festlegen.

    Das „Soll er doch machen“ bezog sich auf ihn und nicht auf Leute, die Dividenden-ETF suchen.

    Und? Was hat das mit dem Thema zu tun und wie relativiert es die Aussage, dass die ,,Soll er machen" Keule ungeeignet ist für eine Diskussion?

  • Da man annehmen kann, das Irving googeln beherrscht, wird es sich bei dieser rhetorischen Frage wohl um ad hominem handeln.

    Ich frage dich noch einmal. Du hast geschrieben: ,,VanEck wählt die Unternehmen nach Kriterien aus, die "stabile" Unternehmen bevorzugt => Risikominimierung"

    Bitte nenne die Kriterien nach denen stabile Unternehmen ausgewählt werden und wie dies zur Risikominimierung beiträgt. Ich habe diese Information nicht gefunden. Oder meinst du, dass diese ,,Auswahl" zu Stabilität und weniger Risiko führt? :/

    Ich habe das hier im Forum schon einmal gefragt und keine Antwort erhalten: Wo sind die Kriterien für die Qualitätsauswahl?

  • Soll er doch machen.

    Das ist die typische ‚Keule‘, die hier ständig ausgepackt wird

    Das ist keine Keule, auch kein Totschlagargument - sondern die geistige Grundlage einer offenen, freien, liberalen Gesellschaft, in der den Menschen zugetraut wird, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Natürlich ist damit auch verbunden, dass ihnen die Verantwortung zugemutet wird, mit den Folgen ihrer Entscheidungen zu leben.

    Wer von einer autoritären Seite kommt und die Menschen bevormunden will, weil er meint, schlauer oder besser zu sein als die anderen Menschen und sich ihnen überlegen fühlt, hat damit natürlich ein Problem.

  • Danke.

    Kannst du bitte folgende Fragen beantworten?

    • Warum ist der Fonds für deine Lebensphase besser geeignet als ein marktbreiter ETF und Teilverkäufe oder ein Entnahmeplan?
    • Bist du dir über die höheren Risiken und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einer niedrigeren Gesamtrendite beusst?

    Der 2. von mir o.a. genannte Fonds ist marktbreit, der L&G ist ein 2. Standbein.
    Ohne ein gewisses Risiko kann man auch nur eine schlechtere Rendite erhalten. Dieses Risiko nehme ich in Kauf. Mein Sicherheitsbaustein ist u.a. ein breiter Geldmarktfonds und neben einer definierten Cashposition im Tagesgeld eine Festgeldtreppe. Und schließlich möchte ich, wenn es sich hier finanziell darstellen lässt, die Fonds behalten und nicht teilverkaufen. Damit nutze ich weitere Chancen des Marktes. Wenn es sich nicht mehr darstellen lässt, werden dann halt Entnahmepläne gestartet. Eine niedrigere Gesamtrendite werden akzeptiert, denn alles geht nun mal nicht. Mit dieser Aufstellung bin ich fein. Möglicherweise ist dir dies zu platt und unintelligent. Geschenkt! ;)

  • Ich frage dich noch einmal. Du hast geschrieben: ,,VanEck wählt die Unternehmen nach Kriterien aus, die "stabile" Unternehmen bevorzugt => Risikominimierung"

    Bitte nenne die Kriterien nach denen stabile Unternehmen ausgewählt werden und wie dies zur Risikominimierung beiträgt. Ich habe diese Information nicht gefunden.

    Du dürftest diese Informationen auf der Homepage von VanEck finden bzw. bei Morningstar. Der „VanEck“ basiert auf einem Morningstar Index.

    In die Auswahl kommen nur große Unternehmen aus Industrieländern.

    Die Dividende muss nachhaltig und stabil sein. Die Ausschüttungsquote muss unter 75 % liegen. Kriterien die VanEck.

    Dann kommt noch irgendein ESG-Filter drüber (bei Kommer ist das auch „irgendeiner“)

    Die Gewichtung geht dann nach der real ausgeschüttenden Dividendensumme….(für mich ist das Unfug, aber die Bastel-Wastl dort machen es so).

    Maximal:

    5 % pro Aktie

    40 % pro Sektor.

    Es gibt dann eben 100 Aktien.
    Zweimal jährlich wird überprüft.

    Für mich wäre das gar nichts.
    Aber andere finden das Konzept gut.

  • Möglicherweise ist dir dies zu platt und unintelligent.

    Nein. Überhaupt nicht. Das dürfte der ehrlichste und beste Kommentar in diesem Thread sein. Wenn du bewusst ein höheres Risiko eingehst und dabei wahrscheinlich eine geringere Rendite in Kauf nimmst, dann ist das deine Entscheidung.

    Ich verstehe nur den Punkt nicht ganz: Wir bewegen uns hier in einer informierten „Blase“, und ich würde deine Beiträge eigentlich eher der rationalen Ecke zuordnen. Wenn dir aber klar ist, dass du ein schlechteres Rendite-Risiko-Profil akzeptierst, gibt es eigentlich auch keinen Bedarf, dich darüber noch zusätzlich aufzuklären.

    Zitat von Boersenfeger

    Ohne ein gewisses Risiko kann man auch nur eine schlechtere Rendite erhalten. Dieses Risiko nehme ich in Kauf.

    Nur das macht mich stutzig. Denkst du, dass der Dividendenfonds eine Faktorprämie abbilden würde (mehr Risiko=mehr Rendite)? Das ist nachweislich nicht der Fall. Das höhere Risiko wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht vergütet werden und wirst trotz höherem Risiko underperformen.

  • Ich habe das hier im Forum schon einmal gefragt und keine Antwort erhalten: Wo sind die Kriterien für die Qualitätsauswahl?

    du hast die doch zum teil gerade selbst gepostet. daher verstehe ich da dein problem nicht?


    welche qualitäskrtieiren hat denn ein MSCI world und wie tragen diese zur risko reduzierung bei?

    laut deiner aussage findet amn diese jedenfalls nicht im datenblatt des msci worlds.

  • Der TE macht das wie Finanztip bis vor gar nicht so langer Zeit. Den anders gelagerten Investitionsbedarf von Älteren ignorieren.

    Wer kurz vor oder in der Rente lange in Aktien investiert sein möchte, sucht Wege, mit weniger Risiko (heisst auch weniger Rendite) einen Vermögenserhalt zu erreichen, der mit GMF, TG und FG nicht möglich ist. Ein VanEck Dividenden-ETF ist eine seriöse Möglichkeit zur Diversifikation.

  • ...nur große Unternehmen aus Industrieländern.... Ausschüttungsquote muss unter 75 % liegen....Die Gewichtung geht dann nach der real ausgeschüttenden Dividendensumme….(

    Maximal:

    5 % pro Aktie

    40 % pro Sektor.

    Es gibt dann eben 100 Aktien.
    Zweimal jährlich wird überprüft.

    Das sind aber keine Qualitätskriterien, sondern ein reiner Dividenden-Ansatz. Dazu gibt es unzählige Studien. Langfristig wird das nicht funktionieren.

    Bist du sicher, dass es wirklich nur diese Auswahl ist?:/

    Ich könnte es zumindest einigermaßen verstehen, wenn Faktorprämien wie Value, Investment oder Quality mit einfließen. Dazu muss man allerdings in die Bilanzen rein. Die Index-Anbieter haben die Daten. Bei den Kosten darf man so etwas eigentlich erwarten.

  • Wenn dir aber klar ist, dass du ein schlechteres Rendite-Risiko-Profil akzeptierst, gibt es eigentlich auch keinen Bedarf, dich darüber noch zusätzlich aufzuklären.

    Da bin ich jetzt aber froh. :)
    Weiters habe ich übrigens auch keinen Bedarf an einer Diskussion, die ja doch zu immer weiteren Fragen deinerseits führt. Ich lese und diskutiere dann lieber in anderen Bereichen im Forum. Allerdings erst, nachdem klar ist, ob meine Mannschaft die Klasse gehalten hat. Also später und an anderer Stelle.

  • Solange man keine systemischen Risiken betrachtet, ist der Ansatz von Kommer, Finanztip ect. ja nachvollziehbar.

    Fliegt uns der Euro um die Ohren sind Staatsanleihen als erstes wertlos. (Deswegen macht man ja historisch gesehen überhaupt Währungsreformen)

    Fliegt uns die Fondgesellschaft um die Ohren möchte ich einmal sehen, wer die 900, 1500, 8500 Aktienanteile, in die wir mit der Gießkanne Liquidität gegossen haben, zurück in die Kanne füllt.

    Zitat von Buffet: "Gehen Sie davon aus, dass, falls alle Unternehmen am Weltmarkt kollabieren, Berkshire Hathaways als letztes übrig bleibt." Auch eine Art von Sicherheit?

    Sucht euch halt was aus.

    Meine bescheidene Meinung: Sicherheit ist immer relativ zum Betrachtungshorizont.

  • Der TE macht das wie Finanztip bis vor gar nicht so langer Zeit. Den anders gelagerten Investitionsbedarf von Älteren ignorieren.

    Das ist ein sehr wichtiger Hinweis.

    Ellis z.B. darf man mit seinen bahnbrechenden Erkenntnissen ihm nicht nur auf die Aufbauphase eines Vermögen konzentrieren.

    Wer das Buch komplett gelesen hat, weiß, dass es um vier verschiedene Phasen im Aufbau eines Vermögens geht beziehungsweise das Nutzung im Alter.

    Irving würde von Ellis sicherlich einen Ratschlag bekommen, NICHT das quasi ganze Vermögen in EINEN ETF zu schieben.

    Hier steht Kapitalerhalt und regelmäßiger Cashflow im Vordergrund.

  • Wer kurz vor oder in der Rente lange in Aktien investiert sein möchte, sucht Wege, mit weniger Risiko (heisst auch weniger Rendite) einen Vermögenserhalt zu erreichen, der mit GMF, TG und FG nicht möglich ist. Ein VanEck Dividenden-ETF ist eine seriöse Möglichkeit zur Diversifikation.

    Nö, das stimmt so nicht. Man erhöht das Risiko und hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem eine geringere Rendite. Wenn ein Fonds nur die oben genannten „Kriterien“ erfüllt, ist eher zu erwarten, dass er in Zukunft unterdurchschnittlich performt. Bei gleichzeitig höherem Risiko.

    Auch die Aussage, es gäbe für die Entnahmephase keine brauchbaren Strategien, ist nicht korrekt. Weber und Beck zeigen hier sehr solide Ansätze, die sich mit wenigen Bausteinen umsetzen lassen. Das ist kein Hexenwerk.

    Ein Dividendenansatz ist dafür allerdings nicht geeignet, weil er in Krisenphasen genauso stark einbrechen kann. Dadurch sinkt das Risiko nicht wirklich. Es wird nur anders wahrgenommen.

  • Das sind aber keine Qualitätskriterien, sondern ein reiner Dividenden-Ansatz. Dazu gibt es unzählige Studien. Langfristig wird das nicht funktionieren.

    Erkläre uns doch bitte mal welche Unterschiede Du bei den in Kürze geplanten Megabörsengängen erwartest in Bezug auf Indices mit angepasster Marktkapitalisierung (man muss es Musk als Trump Anhänger ja recht machen) und Indices mit Dividendenfokus. Wie hoch bezifferst Du Risiko und Renditenachteil der marktkapitalisierten Indices?

    Beschäftigen sich Deine unzähligen Studien genauso wie das Video von Ben Felix im wesentlichen auf die Phase des Vermögensaufbaus? Was unser kanadischer Freund zum Thema Entnahmen geäußert hat, trifft ja nur auf kanadische Anleger.

  • Warum ist der Fonds für deine Lebensphase besser geeignet als ein marktbreiter ETF und Teilverkäufe oder ein Entnahmeplan?

    Ich könnte mit folgende Argumente bei Boersenfeger vorstellen:

    1. Möglicherweise geringere Vola

    2. automatisch jeden Monat eine Auszahlung

    Ob in 5 Jahren von der Rendite das Invest in einen Dividenden ETF oder eine einfachen All World Index vorne liegt können wir heute noch nicht vorhersagen.

  • Definiere Risiko in der Entnahmephase. (Hervorhebung durch mich)

    Das Risiko geringerer möglicher Entnahmen ist bei einem Dividendenfonds höher als bei einem marktbreiten ETF oder einem Misch-ETF.

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