Jeden Monat Dividende - L&G Global Quality Dividends ETF

  • Das Problem ist aber, dass es eben auch längere Zeiträume gab in denen eine Dividendenstrategie von Vorteil war. Und was seit 1926 war interessiert viele Menschen als Normalsterbliche wohlmöglich eher weniger.
    Wer 2000 seine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen hat und auf den MSCI World High Div. gesetzt hätte, wäre Stand heute immer noch 'besser' gefahren als mit einen MSCI World. 2000 waren wir übrigens auch auf einer Hochphase der Bewertungen des Aktienmarktes. ;)
    Mal eben schlappe 27 Jahre die dann schon für viele Entnahmezeiträume ausgereicht hätten.

    Das ist kein rationales Argument. Mit derselben Logik könnte man auch Lottospielen oder Geldmarktinvestments als überlegen rechtfertigen. Hättest du in dem Zeitraum nur Aktien von Unternehmen gekauft, die mit dem Buchstaben A beginnen, hättest du sehr wahrscheinlich auch outperformed (Amazon, Apple, Alphabet,...). In der Finanzwissenschaft geht es jedoch immer um Wahrscheinlichkeiten und systematische Renditequellen.

    Heute weiß man ziemlich genau, woher langfristige Aktienrenditen und Faktorprämien stammen. Sie entstehen nicht aus der Höhe der Dividenden. Dass hohe Dividenden in bestimmten Zeiträumen zufällig mit bestimmten Faktorprämien korreliert haben, erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit, dass Dividend Investing grundsätzlich überlegen ist.

    Zu diesem Thema gibt es in der Finanzwissenschaft im Grunde keinen ernsthaften Dissens: Dividenden stellen keine eigenständige Faktorprämie dar. Was du hier machst, ist klassisches Cherry Picking. Verschiebt man den Betrachtungszeitraum nur um wenige Jahre, fällt das Ergebnis deutlich anders aus.

  • Das ist kein rationales Argument. Mit derselben Logik könnte man auch Lottospielen oder Geldmarktinvestments als überlegen rechtfertigen. Hättest du in dem Zeitraum nur Aktien von Unternehmen gekauft, die mit dem Buchstaben A beginnen, hättest du sehr wahrscheinlich auch outperformed (Amazon, Apple, Alphabet,...). In der Finanzwissenschaft geht es jedoch immer um Wahrscheinlichkeiten und systematische Renditequellen.

    Heute weiß man ziemlich genau, woher langfristige Aktienrenditen und Faktorprämien stammen. Sie entstehen nicht aus der Höhe der Dividenden. Dass hohe Dividenden in bestimmten Zeiträumen zufällig mit bestimmten Faktorprämien korreliert haben, erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit, dass Dividend Investing grundsätzlich überlegen ist.

    Zu diesem Thema gibt es in der Finanzwissenschaft im Grunde keinen ernsthaften Dissens: Dividenden stellen keine eigenständige Faktorprämie dar. Was du hier machst, ist klassisches Cherry Picking. Verschiebt man den Betrachtungszeitraum nur um wenige Jahre, fällt das Ergebnis deutlich anders aus.

    Alles richtig was Du schreibst. Hat mit rational auch gar nix zu tun.
    Fakt ist: Der Anleger der 2000 auf einen MSCI World High Div gesetzt hätte, wäre bis heute besser gefahren als derjenige der den MSCI World genutzt hat.
    Wer 2000 65 war ist heute dann 92. Für denjenigen spielt die Zukunft wahrscheinlich keine große Rolle mehr aber die letzten 27 Jahre wohlmöglich schon.
    Für den rein rationalen Anleger wäre es hingegen entscheidend ob es auch mit dem MSCI World 'gereicht' hätte.
    Und die ersten 10 Jahre seit 2000 wären mit dem MSCI World High Div. auch mental leichter ertragbar gewesen als mit dem MSCI World.
    Nenne es einfach Glück. Kann man ja auch mal haben.

  • Es ist ein weites Feld, da nicht alle auf Überrendite geiern.

    Das erinnert mich an meine Kinder im Kindergarten: Sobald sie beim Fangenspielen verloren haben, hieß es plötzlich:
    ‚Ich wollte sowieso nicht gewinnen.‘
    Oder:
    ‚Ich bin absichtlich hingefallen.'^^

    Zitat

    Selbstbetrug ist die Kunst, die Wahrheit so lange umzuschreiben, bis sie bequem wird.

  • Nur Idioten nutzen den World Hig Div. weil er zu viele Nieten enthält. Aber jedem seins.

    Das ‚Argument‘ hat man mir aber nicht durchgehen lassen;). Aber halt! Der L&G und der VanEck sind ja ganz anders. Die selektieren die Besten der Besten! :D

    Dieser Thread wird in zehn Jahren interessant sein. Meine Prognose: Beide ETFs werden den ACWI IMI krachend underperformen. Aber wir haben ja festgestellt, dass das egal ist. Performance wird ja überbewertet, nicht wahr? ;)

  • ...

    Und nochmal: ich würde den auch nie als alleiniges Investment empfehlen. Nur als Sahnhäubchen. ...

    Also ich würde gern ausschließlich das Sahnehäubchen nehmen, wenn es so etwas gäbe. Aber so etwas gibt es nicht.

    Da tut er gut.

    Wie meinst Du das? Stimuliert der Dich?

    Aber nix für Rendite-Jäger, die immer nur die höchste Performance wollen.

    Wieso sollte man irgendetwas anderes wollen? Mein Problem ist nur, dass ich nicht weiß, was die höchste Rendite bringt. Wenn ich es wüsste, würde ich es sofort machen.

  • Mein Problem ist nur, dass ich nicht weiß, was die höchste Rendite bringt. Wenn ich es wüsste, würde ich es sofort machen.

    Faktorinvesting!?
    Soll zumindest langfristig eine höhere Rendite liefern. Oder hast Du Fama/French etwa nicht verstanden? :evil:
    Ich würde es ja auch machen, wenn ich heute 20 wäre und noch einen 45-jährigen Ansparhorizont vor mir hätte. Hab ich aber nicht. Und wenn die Faktorwette erst in 30 Jahren aufgeht, nutzt es mir auch nix mehr.
    Ach ja, wer Ironie findet mag richtig liegen.

  • Das erinnert mich an meine Kinder im Kindergarten: Sobald sie beim Fangenspielen verloren haben, hieß es plötzlich:
    ‚Ich wollte sowieso nicht gewinnen.‘
    Oder:
    ‚Ich bin absichtlich hingefallen.'^^

    Es muss manchen sehr viel Freude machen, andere abzukanzeln :/

    Tolerant sein macht mehr Mühe...... Für Kinder brauchts Empathie .....

    Hauptsache ist ein das Individuum zufriedenstellendes Depot - egal wie es aussieht. Zufriedenheit gibts auch mit No-Name-Produkten. Und anderen ihren Nerd-Spaß lassen. Fällt bei Missionaren schwerer.

  • Ich schwöre Euch: Ich will nicht gewinnen!
    Irgendwann ankommen auf dem Friedhof und bis dahin ein solides mitschwimmen im finanziellen Mittelmaß reicht mir. ;)
    Schauen wir mal ob es klappt.

    Aber andere haben das Ziel von 5 Mio. auf 20 Mio. zu kommen. Wenn es dann nachher nur 10 Mio. werden hat man halt schon verloren. :D

  • Aber andere haben das Ziel von 5 Mio. auf 20 Mio. zu kommen. Wenn es dann nachher nur 10 Mio. werden hat man halt schon verloren

    Das mit den 20 Mio Euro hört sich zwar übertrieben an, wir können aber mal nachrechnen.

    Derzeit hat das KISS-Ehepaar (hier im Forum) etwa 5 Mio Euro im ausschüttenden Kommer-ETF angelegt.

    Wir gehen jetzt vorsichtig davon aus, dass der ETF über die Jahre im Jahresdurchschnitt etwa 7 % holt.

    Die vier Ausschüttungen im Jahr werden konsumiert.

    Dann ist dich das Ziel in ungefähr 25 Jahren er erreicht.

    Vorabpauschale habe ich nicht berücksichtigt.

  • Dieser Thread wird in zehn Jahren interessant sein. Meine Prognose: Beide ETFs werden den ACWI IMI krachend underperformen. Aber wir haben ja festgestellt, dass das egal ist. Performance wird ja überbewertet, nicht wahr? ;)

    Womit rechnest Du denn in 10 Jahren, bzw. Was wäre für dich ein akzeptables Ergebnis? Nur mal aus Interesse, ich werd Dich in 10 Jahren dran erinnern 😉

  • Das mit den 20 Mio Euro hört sich zwar übertrieben an, wir können aber mal nachrechnen.

    Natürlich ist das absolut erreichbar und hört sich auch nicht übertrieben an. Nur wenn ich mir eine konkrete Summe das als Ziel setze, ist Alles was darunter liegt schlichtweg: Ziel verfehlt. Und selbst wenn es dann in 25 Jahren 'nur' 18 Mio. wären.:rolleyes:
    Wenn ich mir das Ziel setze bei einem Marathonlauf anzukommen, ist das eine ganz andere Aussage als wenn ich am Start sage: Ich will den Marathon in unter 3 Stunden laufen.

  • Ich schwöre Euch: Ich will nicht gewinnen!
    Irgendwann ankommen auf dem Friedhof und bis dahin ein solides mitschwimmen im finanziellen Mittelmaß reicht mir. ;)
    Schauen wir mal ob es klappt.

    Aber andere haben das Ziel von 5 Mio. auf 20 Mio. zu kommen. Wenn es dann nachher nur 10 Mio. werden hat man halt schon verloren. :D

    Man darf seine Ziele an die Realität anpassen. ;)

  • Hab's für dich geändet.;)

    Faktorinvesting Investieren in Aktien!?
    Soll zumindest langfristig eine höhere Rendite liefern. Oder hast Du Fama/French Dimson etwa nicht verstanden? :evil:
    Ich würde es ja auch machen, wenn ich heute 20 wäre und noch einen 45-jährigen Ansparhorizont vor mir hätte. Hab ich aber nicht. Und wenn die FaktorAktienwette erst in 30 Jahren aufgeht, nutzt es mir auch nix mehr.
    Ach ja, wer Ironie findet mag richtig liegen.

  • Das mit den 20 Mio Euro hört sich zwar übertrieben an, wir können aber mal nachrechnen.

    Ein breit diversifiziertes 100%-Aktienportfolio verdoppelt sich nominal langfristig im Durchschnitt etwa alle zehn Jahre. Diese Renditen aus Unternehmensbeteiligungen lassen sich historisch bis weit ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und wirken über lange Zeiträume beinahe wie ein Naturgesetz.

    Die tatsächliche Entwicklung kann über 20 Jahre dennoch stark schwanken: Ausgehend von 5 Mio. Euro ist je nach Marktphase und Renditeverlauf praktisch alles zwischen nahezu 5 und über 40 Mio. Euro möglich. Und natürlich auch 0 Euro, wenn man es schafft, das Geld schnell genug auf den Kopf zu hauen. ;)

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