Für uns persönlich wäre es doppelt blöd, weil wir bis dato auf gleichem Niveau verdient haben, das also nichts gebracht hat. Genau jetzt ändern sich die Umstände und wir könnten erstmals vom Splitting profitieren. Prompt soll es abgeschafft werden
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Ich weiß nicht, ob's hier schon geschrieben wurde, aber ich meine, dass eine Änderung, so wie die aktuelle Planung wäre, nur neue Ehen betreffen soll. Bestehende Ehen könnten also weiter vom Splitting profitieren. Hintergrund wäre, dass es einem 60 jährigen Ehepaar, welches seit 40 Jahren das "alte" Konzept lebt, dass die Frau Zuhause bleibt, nicht zugemutet werden kann, jetzt nochmal umzusteigen.
ZitatZusammenveranlagte Paare profitieren dann am meisten, wenn der Einkommensunterschied zwischen beiden Partnern besonders groß ist, oft wenn eine gar nicht arbeitet. Kritiker sagen schon lange, dass es die Einverdienerfamilie subventioniert, die ja eigentlich aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Bzw. dass es gerade für Frauen unattraktiv ist, nach einer Kinderpause wieder zu arbeiten.
Ich muss sagen, dass ich diese Argumentation nicht verstehe. Arbeiten gehen lohnt sich immer. Auch und vor allem finanziell. Spätestens in der Rente zählen nur die eingezahlten Beiträge.
Das es heute immer noch viele Menschen nicht begreifen, dass das doppelte oftmals bedeutend mehr ist...
Realistisch: Ein Partner geht arbeiten, einer nicht. Vielleicht kommen 4000€ Netto raus. 1200€ Miete, 800€ Fixkosten & Mobilität, 800€ für Nahrungsmittel, 200€ Rücklagen. Bleiben 1000€ für den Alltag. Geht die 2. Person arbeiten und bringt dadurch "nur" 1000€ mehr nach Hause, hat das Paar 2000€ für den Alltag.
Wir alle haben Fixkosten, an denen wir nicht rütteln können. Wir müssen essen, wir brauchen Mobilität, wir brauchen ein Handy und ein Dach überm Kopf ist auch sinnvoll.
Das was übrig bleibt ist das, was uns Freiheit gibt. Und da ist "etwas" mehr, oft viel mehr als man denkt.
Zum Ehegattensplitting:
Aktuell wird nur übers abschaffen gesprochen. Das geht nicht!
Das Ehegattensplitting ist überlebenswichtig für viele Familien. Und das "Modell", einer bleibt Zuhause ist nicht altmodisch, sondern auch heute oft noch Zwang, weil der Staat keine Betreuungsangebote geregelt bekommt.
Ich gehe mit, dass das Ehegattensplitting ersetzt werden könnte, mit einer Möglichkeit Familien zu unterstützen. Aber bislang hab ich nur gehört: "Das Betreuungsangebot müsste man im Gegenzug verbessern". Und den scheiß höre ich schon seit Jahrzehnten. Passieren tut nichts.
Wenn das die Idee der Regierung ist, wird sie krachend scheitern.
Erst Lösung, dann Veränderung, sonst Panik.