Vorwurf mangelnder Kritikfähikeit in Mitarbeitergespräch.

  • Ich habe den Eindruck, dass es vermutlich noch andere Sichtweisen geben wird, die wir hier nicht kennen können.

    Natürlich, es gibt immer mehrere Einflussfelder. Das möchte ich in meinem Komentar klarstellen.

    Du verstehst das falsch. Wir lernen hier nur deine Positionen kennen, nicht dir der Kollegen und Vorgesetzten.

  • Na ja, statt die Kritik, du seist nicht kritikfähig, anzunehmen, machst du einen Thread im Finanzforum auf.

    Das schrieb ich ja, da bin ich in einem Dilemma. Man kann sich schwer gegen diesen Vorwurf wehren, ohne diesen zu bestätigen.

    Du verstehst das falsch. Wir lernen hier nur deine Positionen kennen, nicht dir der Kollegen und Vorgesetzten.

    Das ist mir schon klar. Ich kann es nur schwer ändern.

    Am Ende ist das aber auch Problem aller. Niemand kenn jede Postion. Nicht ich, nicht die Vorgesetzte, nicht die sich potentiell sich beschwerdende Person. Daher wird mein Vorschlag sein: Zukünftig, zeitnah alle an einen Tisch.

    Von daher passt euer Problem zum Thema.

  • Das schrieb ich ja, da bin ich in einem Dilemma. Man kann sich schwer gegen diesen Vorwurf wehren, ohne diesen zu bestätigen.


    Ich verstehe unter Kritikfähigkeit nicht, dass man alles, was von einem behauptet wird, kommentarlos hinnimmt. Kritikfähigkeit bedeutet für mich auch, dass man Kritik angemessen und respektvoll äußern kann. Das ist Deinen Kollegen:innen in diesem Fall ja offenbar selbst nicht gelungen, denn sie haben Dich nicht direkt angesprochen bzw. Du schreibst uns davon nichts.

    Jetzt hast Du die Chance, Deine Kritikfähigkeit noch einmal ganz sachlich und respektvoll unter Beweis zu stellen und Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen.

  • Jetzt hast Du die Chance, Deine Kritikfähigkeit noch einmal ganz sachlich und respektvoll unter Beweis zu stellen und Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen.

    Hatte ich oben schon beschrieben. Ich werde meinen Standpunkt festhalten. Besonders das Dilemma, was entsteht, wenn man sich gegen den Vorwurf wehrt. Zudem wende ich vorschlagen, zukünftig auftretende Probleme direkt mit allen Beteiligten zu besprechen. Es muss ja noch nicht mal stimmen, dass sich jemand beschwert hat.

    Stimmt doch einfach zu, dann hat sich das.

    Habe ich heute in einem Meeting tatsächlich getan. Mich hatte ne Kollegin angefahren, wollte mir erklären, was ich aus ihrer Sicht bei einem Thema falsch gemacht hätten. Normalerweise hätte dagegenargumentiert. Heute habe ich ihr schlicht Recht gegeben, Thema war beendet. Entspannt ungemein. Werde ich nun öfter so tun.

    Bei dem Jahresgesprächsdokument werde ich es nicht tun. Einfach weil es in der Personalakte landet und ggf. von Dritten gelesen wird.

  • Mich hatte ne Kollegin angefahren, wollte mir erklären, was ich aus ihrer Sicht bei einem Thema falsch gemacht hätten. Normalerweise hätte dagegenargumentiert.

    (von mir geschwärzt)

    Weshalb? Weil sie aus Prinzip Unrecht hat?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Weshalb? Weil sie aus Prinzip Unrecht hat?

    Schwer zu erklären, weil das natürlich ein fachliches Thema war. Man hätte es so tun können wie sie meint, oder auch nicht. Es gibt wie so oft viele Wege nach Rom. Also hätte man diskutieren können, oder ihr einfach Recht geben können. Etwas konkreter: Sie meinte, ich hätte etwas zu einem Fachbereich erklären sollen, bei dem ich der Meinung bin, dass es eh klar ist.

  • Besser einmal mehr erklären wenn jemand etwas nicht verstanden hat als mit Informationen hinter dem Berg zu halten... und sich dann etwas vorwerfen zu lassen.

    Da stimme ich ihr zu.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Schwer zu erklären, weil das natürlich ein fachliches Thema war.

    Spannend.

    Gibt es denn bei dem fachlichen Thema D I E Wahrheit? Ich arbeite selber als Wissenschaftler/Akademiker in einem Team mit 6-7 Kolleg:innen. Manchmal sind wir uns schnell einig. Manchmal Dauer das ewig und doch sind nicht alle einverstanden und kommen mit immer neuen Argumenten um die Ecke.

    Vielleicht lohnt es sich, mal den „Prozess“ zu beleuchten…

  • Da stimme ich ihr zu.

    Ich habe ihr ja auch Recht gegeben. Das werde ich zukünfig verstärkt tun.

    Gibt es denn bei dem fachlichen Thema D I E Wahrheit?

    Leider nicht, die Regeln werden immer wieder neu definiert, abhängig davon, mit wem man wann zu welchem Thema spricht.

    Mich erinnert das manchmal an 1984 von George Orwell. Dort gab es das Wahrheitsministerium. Wenn es dir dort eine Hand mit 3 ausgestreckten Fingern zeigte, musstest du zwei Finger sehen, egal ob es tatsächlich drei waren.

    Denn das Ministetium definiert was wahr ist.

    Etwas überzogenes Beispiel, aber ähnlich verhält es sich in ein einer Firma.

    Firma wie Ministerium haben ihre Druckmittel.

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