Vorwurf mangelnder Kritikfähikeit in Mitarbeitergespräch.

  • Die Vorgestzte trägt etwas für mich nicht übrrprüfbares vor. Sie könnte sich das auch ausgedacht haben.

    Es scheint ein sehr schlechtes Betriebsklima zu sein, wenn man mit sowas bei seiner Vorgesetzen rechnen muss.

    Das Dilemma ist, dass ich mit meinen Gegenargumenten ja wieder keine Kritik annehme.

    Daher die Idee, der zeitnahe Gespräche mit allen Beteigten.

    Ich weiss zwar nicht wie gut/schlecht Du mit Deiner Cheffin auskommst und wie lange Du schon in der Firma bist.

    Ich hätte vermutlich direkt im Mitarbeitergespräch gefragt, worum es konkret geht und um eine Klärung gebeten. Ohne die Kenntnis des Sachverhaltes kannst Du auch nichts an Dir ändern (falls das fachlich überhaupt sinnvoll ist).

    Seiner Cheffin zu unterstellen, dass sie "nur" für eine Aussage von Dir einen Fall erfindet, klingt schon seltsam (das hätte ich noch nicht einmal den Chefs zugetraut, bei denen ich froh war, sie bald wieder los zu sein). Aber genauso seltsam ist es, dass der Fall nicht direkt angesprochen wird sondern bis zum Mitarbeitergespräch unbehandelt bleibt.

    Falls Die Cheffin sich zum Schutz der Gegenpartei weigert, Einzelheiten zu nennen oder bei einer Aussprache dabei zu sein, würde ich mich mit allen möglichen Mitteln wehren, dass sowas unspezifisches in die Personalakte aufgenommen wird. Immerhin musst Du das Protokoll auch unterschreiben.

  • Um Konkretisierung der Vorwürfe ersuchen. Falls dies nicht erfolgt dokumentieren, dass Dir trotz Deines Ersuchens keine konkreten Vorkommnisse genannt wurden und Dir daher weder die Möglichkeit gegeben wurde zu reflektieren und inhaltlich Stellung zu beziehen.

  • Ich gebe mal meinen Senf dazu: sowas ähnliches habe ich vor Jahren mal in einem mittelständischem Betrieb erlebt.

    Ich wurde von meinem Abteilungsleiter und seiner Vorgesetzten zu einem 6-Augen-Gespräch geladen ohne Vorankündigung, worum sich das Gespräch dreht. Im Besprechungsraum wurde dann behauptet, es gäbe haufenweise Beschwerden von Kolleginnen und Kollegen über mich, weil sie alle Angst vor mir hätten.

    Daraufhin habe ich meinen Abteilungsleiter, der mehr mit hochrotem Kopf dabeisass als zu reden gefragt, seit wann er diese telefonischen Beschwerden über mich bekomme. Er entgegnete, das gehe seit mindestens 3 bis 4 Monaten schon so. Daraufhin habe ich ihn gefragt, warum er als Vorgesetzter sich so lange untätig täglich diese angeblichen Beschwerden, u. a. ich würde meine Arbeit nicht machen, am Telefon anhöre, ohne sofort zu reagieren. Und - da ich skeptisch wurde - ich fragte die Herrschaften, wer sich denn über mich beschwere und wer behaupte, ich würde meine Arbeit nicht machen.

    Darauf wurde mir geantwortet, dass man diese Mitarbeiter nicht in die Pfanne haue und mir nicht sagen werde, wer sich beschwert habe, weil ich dann diese Personen möglicherweise zur Rede stellen werde. Worauf ich entgegnete, das sei ja wohl mein gutes Recht, Behauptungen nachzugehen, ich würde quasi Arbeitsverweigerung begehen.

    Abschliessend erklärte ich den beiden, dass Sie mit den vorgebrachten Argumenten vor dem Arbeitsgericht krachend scheitern würden, denn im Gegensatz zu ihnen hatte ich bis dahin schon einmal vor dem Arbeitsgericht mir ein qualifiziertes Zeugnis erstritten und wusste daher, das dort lediglich Fakten zählen und keine Behauptungen.

    Abschliessend wurde mir noch erklärt, ich sei der unbeliebteste Arbeitnehmer im ganzen Unternehmen.

    Das Gespräch fand im November 2006 statt, ich habe nie wieder etwas zum Thema gehört und schliesslich im Mai 2022 den Betrieb verlassen.

  • Ohne den Thread gelesen zu haben: Dass du ihn überhaupt eröffnet hast, scheint ja bereits ein Hinweis zu sein.

    Was meinst du?

    Wenn nicht: Würde dir das helfen?

    Generell gibt es diese Jahresgespäche. Weitere Gespräche übers Jahr sind nicht festee Bestandteil. Situationsabhängig kann es diese natürlich geben.

    Und fordere (oder bitte) für die Zukunft eine sofortige Rückmeldung, damit du das bemängelte Verhalten sofort erkennst und darauf reagieren kannst.

    Danke, genau das werde ich anregen. Zeitnah ein kläredes Gespräch mit der Person, die ein Problem erkennt.

    Kennst du die Personen, die sich beschwert haben oder hast du die Möglichkeit, die Namen zu erfahren, damit ein (moderiertes) Gespräch stattfindet?

    Ja, Personen subd mir gekannt. Ich weiß nur nicht, ob sie sich bei meiner Vorgedetzten beschwert haben. Und was der Inhalt der Beschwerde war.

    Daher werde ich anregen, dieses zukünftig zeitnah mit allen Beteiligten zu besprechen.

    Abschliessend wurde mir noch erklärt, ich sei der unbeliebteste Arbeitnehmer im ganzen Unternehmen.

    Danke für die Schilderung, du hast die gesteigerte Version erlebt, das tut mir leid.

    Latente Gemeinsamkeiten erkenne ich in undokzmentierten Behauotungen, die im Nachinein nur noch schwer nachzuvollziehen sind.


    schon erlebt, dass eine Chefin ihre eigenes Erleben, Wahrnehmung hinter einer fingierten Beschwerde einer anderen Person versteckt.

    Das will ich bei mir nun nicht vermuten. Dennoch habe ich keinen Enblick darüber, ob sich tatsächlich jemand beschwert hat und was diese Person konkret gesagt hat. Daher werde ich anregen, das zukünftig direkt, mit allen Beteiligten zu besprechen.

  • Das stimmt natürlich Nein, ich bin normaler Angestellter.

    Ich denke, ich werde es ähnlich wie oben beschrieben im Protokoll festhalten. Und für die Zukunft direkte Gespräche mit der sich beschwerenden Person anregen, damit es am konkreten Fall bestrochen und bewertet werden kann.

    Warum willst du den Vorwurf protokolliert haben? Das wäre ein Punkt den ich auf gar keinen Fall protokolliert haben wollte. Nie und nimmer. Das ist eine Information die der Chef dir unter 4 Augen gibt und dann würde ich den Chef fragen wie er die Sache sieht. Wenn er zum Sachverhalt nichts beizutragen hat, ist diese Information einigermaßen wertlos. Willst du, dass man dir ein solches Protokoll irgendwann mal später zum Strick drehen wird? Das kann nämlich ganz schnell passieren, wenn es dumm läuft.

    Hast du eine/n KollegIn mit dem/der du gut kannst? Der auch dir neutral ein Feedback geben kann? Das wäre für mich der nächste Schritt: Feedbacks einholen. Oft ist es tatsächlich so, dass man in solchen Feedbacks mehr über sich erfährt und wie man bei anderen ankommt. Wenn dabei heraus kommt, dass doch alles irgendwie nicht so heiß ist, wie es gebacken wird, weißt du auch bescheid.

  • Warum willst du den Vorwurf protokolliert haben? Das wäre ein Punkt den ich auf gar keinen Fall protokolliert haben wollte. Nie und nimmer. Das ist eine Information die der Chef dir unter 4 Augen gibt und dann würde ich den Chef fragen wie er die Sache sieht. Wenn er zum Sachverhalt nichts beizutragen hat, ist diese Information einigermaßen wertlos. Willst du, dass man dir ein solches Protokoll irgendwann mal später zum Strick drehen wird? Das kann nämlich ganz schnell passieren, wenn es dumm läuft.

    Das Mitarbeitergespräch wird immer protokolliert und kommt beiderseits unterschrieben in die Personalakte. Genau, damit mir daraus niemand einen Strick draus drehen kann, muss ich es in dem Protokoll klarstellen:

    Dilemma aufzeigen (Vorwurf mangende Kritikfähigkeit kann man schwer entkräften, weil man damit ja die Kritik untermauert)

    Mangelnde Belege für erfolgte Beschwerden und deren Inhalt aufzeigen.

    Anregung von zukünfig zeitnahe Klärung mit allen Beteiligten

    Das Naheliegendste ist doch, mit ihnen einfach zu sprechen. Warum machst du das nicht?

    Weil ich damit das Ganze auf ein Plateau hebe, was es nicht verdient. Es ist ja nicht so, dass ich jemanden beleidigt oder belästigt hätte. Es geht immer um Fach-und Sachthemen.

  • Ich habe das Gefühl, wir drehen uns im Kreis. Vielleicht mal eine Nacht über die vielen guten Gedanken und Vorschläge schlafen, dann sieht die Welt schon ganz anders aus…

    Richtig, letzlich habt ihr mir schon geholfen.

    Diese Punke werde ich ins Protokoll schreiben, damit ist es schon gut klargestellt:

    Dilemma aufzeigen (Vorwurf mangende Kritikfähigkeit kann man schwer entkräften, weil man damit ja die Kritik untermauert)

    Mangelnde Belege für erfolgte Beschwerden und deren Inhalt aufzeigen.

    Anregung von zukünfig zeitnahe Klärung mit allen Beteiligten

    Und es ist tatsächlich auch noch mal ein guter Hinweis, nicht selbst noch Dinge, an die man sich selbst kaum noch verbindlich erinnert, noch im Zweifel falsch zu verschriftlichen.

  • Weil ich damit das Ganze auf ein Plateau hebe, was es nicht verdient. Es ist ja nicht so, dass ich jemanden beleidigt oder belästigt hätte. Es geht immer um Fach-und Sachthemen.

    Mein Interesse war stets, Konflikte direkt anzusprechen und zu klären. Protokolle sind dabei sekundär bis Wurscht.

  • Es scheint immer mehr, dass es hier offenbar Konfliktfelder gibt. Seltsam so ein Theater.

    Geht hier natürlich um diese Mitarbeitergesprächsprotokolle. Generell landen diese in der Personalakte und dort verstauben sie. Ich möchte nur immer sicherstellen, dass, sollte es doch einmal ein Dritter dieses Protokoll lesen, auch mein Standpunkt ersichtlich ist.

    Ich habe den Eindruck, dass es vermutlich noch andere Sichtweisen geben wird, die wir hier nicht kennen können.

    Natürlich, es gibt immer mehrere Einflussfelder. Das möchte ich in meinem Komentar klarstellen.

    Mal ehrlich gefragt, bist du dir noch sicher, dass „die Anderen“ das Problem sind? Die Wahrheit liegt sicherlich in der Mitte, alle Beteiligten müssen an ihrer Einstellung arbeiten.

    Nicht die anderen sind das Problem, wenn es Probleme gibt, ist es ganzheitlich zu sehen.

    Daher wird meine Anregung sein: Zukünftig zeitnah alle Beteiligten an einen Tisch.

  • Das Dilemma ist, dass ich mit meinen Gegenargumenten ja wieder keine Kritik annehme.

    Also das sehe ich anders. Kritikfähigkeit bedeutet doch nicht, dass du alles klaglos hinnimmst und einfach "Ja und Amen" zu allem sagst, was kritisch sein könnte. Gerade das Nachfragen nach den konkreten Gründen/Vorwürfen zeigt doch, dass du die Kritik annehmen willst, nur muss es dir auch jemand erklären. Dass man dabei auch (teilweise) eine andere Ansicht haben kann ist legitim, solange klar wird, dass du an einer Lösung interessiert bist.

    Wenn du natürlich anfängst pampig zu werden, dann könnte es durchaus so aussehen.

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