Bei Bausparverträgen kann man auch eine staatliche Förderung in z.B. durch eine Wohnungsbauprämie erhalten. Früher, also vor vielen Jahren war es noch möglich, dass man die (Eigen-)Mittel aus einem Bausparvertrag für jeden Zweck nutzen konnte, wenn der Vertrag mindestens sieben Jahre alt war.
Diese Regelung wurde (bis auf eine Ausnahme für Jugendliche) abgeschafft und seither muss imnmer nachgewiesen werden, dass die Mittel "wohnwirtschaftlich" verwendet werden. Damit sind Bausparverträge eigentlich nur noch für Personen geeignet, die Immobilien erwerben möchten oder bereits eine Immobilie besitzen. Zum reinen Sparen (Kapitalanlage) sind diese Verträge nicht mehr geeignet. Die aktuellen Guthabenzinsen sollen jetzt nicht Gegenstand dieses Beitrages sein.
Wenn jetzt wie oben von Der Buhmann dargestellt wird, dass Berater oder Mitarbeiter der Bausparkassen regelmäßig mit "Gefälligkeitsunterschriften" bestätigen, dass ein Vertrag wohnwirtschaftlich genutzt wird, dann ist das sicher nicht legal.
Es wird auch nicht dadurch weniger illegal, dass es angeblich in der Branche so üblich sei und der Kunde offenbar "problemlos" ohne Nachweis eine entsprechende Bestätigung erhält.Es bringt nur zum Ausdruck, dass man (Verkäufer) mit allen Mitteln versucht, die zu einem großen Teil sinnlosen Bausparverträgen weiter in die private Kundschaft zu drücken. Die von den Bausparkassen gezahlten Provisionen für die verbundenen Banken oder die freien Vertreter scheinen doch ein großer Anreiz für dieses Verhalten zu sein.
Sagt jemand, der Bausparen für nicht sinnvoll erachtet, aus welchen Gründen auch immer.
Jemand der Bausparen nutzen will und kann begrüßt die Geflogenheiten des Marktes bezüglich dem Nachweis der Verwendung.
Im übrigen zeichnen auch Verbraucher Bausparen, die keine Förderung bekommen und auch kein Eigentum besitzen, wo der Nachweis gar nicht erforderlich ist.
Apropos Verdienst und Gebühren, wie töricht ist es zu glauben, diese fallen nicht an, wenn sie nicht deklariert sind oder offiziell gefordert werden, bzw. zu glauben, ein Verdienst für eine Dienstleistung müsse nicht bezahlt werden?