ETF-Aufteilung, macht meine Sinn?

  • Je mehr Wissen du hast, umso mehr wirst du verstehen warum hier so oft die 1-ETF Lösung empfohlen und genutzt wird. ;)

    Das ist eine Sicht der Dinge, die traditionell in diesem Forum von einigen geradezu als die absolut selig machende Lösung vertreten wird.

    Das ist auch völlig legitim.

    Während früher oft reflexartig der „Gral“ sofort genannt wurde (Vanguard FTSE All-World) ist es nun fast ausschließlich der SPDR MSCI ACWI IMI.

    Auch das ist natürlich völlig in Ordnung.

    Ebenso sind aber auch Lösungen mit zwei ETF oder mit drei ETF noch im „KISS-Bereich“ laut Professor Walz.

    so kann man zum Beispiel mit dem neuen FTSE All-World Ex USA von Xtrackers in Kombination mit einem extrem günstigen USA ETF das weltweite Spektrum sehr gut abdecken.

    Wer Emerging Markets eigenständig höhergewichten möchte, nimmt eine simpel Lösung mit drei ETF.

  • Sowohl das was 12345 als auch das was Tomarcy schreiben ist beides für sich genommen völlig ok. Aber es ist nicht entscheidend. Entscheidend ist anzufangen und eine signifikante Aktienquote aufzubauen.

    Der Threadersteller ist doch selbst der beste Beweis für die Richtigkeit dieser These:

    Meine Erfahrung ist, dass die meisten Anleger sich zu viele Gedanken darüber machen, welche Aktien bzw. Länder oder Regionen sie kaufen sollen und zu wenige Gedanken, wieviel Aktien insgesamt. Das bedeutet im Ergebnis, nimm den genannten ETF und fokussiere dich auf die Aktienquote im Portfolio. Die ist wichtiger als ein paar Prozent Emerging Markets rauf oder runter.

    Cormac schreibt, er habe noch 21 Jahre bis zur Rente, dürfte also in den Vierzigern sein. Die letzten Jahrzehnte hatte er offensichtlich keine Aktien. Also vermutliche Aktienquote 0%. Angenommen, die Aktienquote wäre in dieser Zeit gewesen:

    Szenario 1: homöopathische 10-20%, diese perfekt allokiert in den Regionen der Welt die sich in dieser Zeit gut entwickelt haben

    oder

    Szenario 2: 70%, besser sogar 80% Aktienquote, und diese vollständig in irgendeinem beliebigen breitgestreuten Welt-ETF

    Da braucht man nicht lange überlegen was wohl besser gewesen wäre...

  • Je mehr Wissen du hast, umso mehr wirst du verstehen warum hier so oft die 1-ETF Lösung empfohlen und genutzt wird. ;)

    JUP!
    Auch von ehemals 3 Indizes auf eine 1. ETF-Lösung gekommen.

    Das ist eine Sicht der Dinge, die traditionell in diesem Forum von einigen geradezu als die absolut selig machende Lösung vertreten wird.

    Das ist auch völlig legitim.

    Während früher oft reflexartig der „Gral“ sofort genannt wurde (Vanguard FTSE All-World) ist es nun fast ausschließlich der SPDR MSCI ACWI IMI.

    Ich würde es nicht als 'selig' machend bezeichnen, sondern schlichtweg als absolut einfach. Und was einfach ist, hat auch weniger Möglichkeiten kaputt zu gehen.:/
    Und ob nun FTSE All World oder MSCI ACWI IMI dürfte langfristig absolut keine Rolle spielen. Ich habe auch gelesen, dass Vanguard plant den Global All Cap auch nach Europa zu bringen. Das wäre dann der nächste Kandidat auf den Titel des 'Grals'.;)

    Ebenso sind aber auch Lösungen mit zwei ETF oder mit drei ETF noch im „KISS-Bereich“ laut Professor Walz.

    so kann man zum Beispiel mit dem neuen FTSE All-World Ex USA von Xtrackers in Kombination mit einem extrem günstigen USA ETF das weltweite Spektrum sehr gut abdecken.

    Machen kann und darf man fast Alles. Ob dann schlussendlich eine 'mehr-ETF-Lösung' auch zu einem spürbaren Mehrwert führt, wissen wir alle erst irgendwann in der Zukunft. Sie (ver)führt auf jedem Fall dazu, immer eine Meinung haben zu müssen, wie die Aufteilung zwischen den ETF auszusehen hat.

    Wer Emerging Markets eigenständig höhergewichten möchte, nimmt eine simpel Lösung mit drei ETF.

    Warum 'sollen' es 3 ETF sein?
    Wer z.B. einen MSCI ACWI/FTSE All World als Basis nimmt kann auch durch die 'Beimischung' eines EM ETF bewusst die Schwellenländer höher gewichten.
    Das wären dann 2 ETF. ;)
    Und wer will kann ja mit einem Kommer-ETF gleich die allumfassende Lösung anstreben (Gewichtung der Regionen, Faktoren, 1% Kappung).


  • Ebenso sind aber auch Lösungen mit zwei ETF oder mit drei ETF noch im „KISS-Bereich“ laut Professor Walz.

    so kann man zum Beispiel mit dem neuen FTSE All-World Ex USA von Xtrackers in Kombination mit einem extrem günstigen USA ETF das weltweite Spektrum sehr gut abdecken.

    Da hat der Walz aber eine Art „Scientist Bias“. Alles was auf lange Sicht mit Rebalancing zu tun hat, ist m.E. für Otto und Anna Normalanleger nicht KISS. Allein schon die Wahrscheinlichkeit, dass man wie oben beschrieben dann später doch auf die einfache Lösung kommt oder, was noch weniger KISS sein kann, häufig darüber nachdenkt.

  • Manchmal, wenn man keine Ahnung hat, ist es eben besser, es managen zu lassen.
    Was die bööööösen bööööösen Kosten dabei angeht, empfehle ich jedem, die 20 Minuten in dieses Video zu investieren:

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  • Manchmal, wenn man keine Ahnung hat, ist es eben besser, es managen zu lassen.

    Besser als gar nichts zu machen? Ganz bestimmt.

    Aber eben nicht besser als sich ein wenig selbst zu informieren und es dann auch selbst zu machen.

    Zum Video:

    Eine Vergleichsrechnung in der die ETF Police mit über 100k € mehr Kapital am Ende raus kommt, weil man ja im ETF Depot alle 7 Jahre KOMPLETT umschichtet und entgegen der Realität noch mal 0,5% irgendwelche Gebühre hinzudichtet. :rolleyes:
    Bei 4,5% Verwaltungskosten in der Police.
    Einfach nur die Endwerte dahin geschrieben ohne konkrete Rechenwege.
    Wenig glaubhaft.

  • Hab mir das Video auch angeschaut… anstrengend, die ersten 3/4 des Videos sind nur nerviges Blabla und gehate. Dann gehts los, das mit alle 7 Jahre umschichten und auch mal so ran ans Geld und die kuriosen extra 0,5% Kosten sind schon wild.

    Bei. ETF weis ich was ich hab und ich muss nicht vor mir selbst und Entnahmen beschützt werden, ich will es flexibel haben und schon viel früher in Rente weil das ETF Portfolio dick genug ist.

  • Manchmal, wenn man keine Ahnung hat, ist es eben besser, es managen zu lassen.
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    Dann doch lieber 45 Minuten in das folgende Video investieren:

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    Und hier nochmal zum nachlesen:

    https://hartmutwalz.de/fondspolice-oder-etf-sparplan/


    So eine ETF-Nettopolice kann ein durchaus brauchbarer Baustein in der eigenen Altersvorsorge sein. Aber pauschal ist da gar nichts besser!
    Solange ich nicht mindestens meinen jährlichen Freibetrag durch Kapitaleinkommen ausschöpfe würde ich niemals an eine ETF-Nettopolice denken.

    BTW: Warum sollte man überhaupt je sein ETF-Depot umschichten wollen? Ich habe das Groß meiner ersten MSCI World ETF-Anteile immer noch. Ein paar Anteile wurden mal 'gerollt' um meinen Freibetrag ausschöpfen zu kennen. Der Rest wird mich wohlmöglich bis ins hohe Alter, im Idealfall gar bis zu meinem Tod, begleiten.

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