Menschen, die niemals eine Altersvorsorge betrieben haben

  • Mein einmal gekauftes Auto hält ewig.
    Mein neues Möbel hält ewig.

    Möbel (ohne Wohnungsbrand): ja
    Auto: habe ich das vor Rentenbeginn erneuert, weiss ich nicht, ob ich mit 80++ nochmal ein neues kaufe.

    Und wenn ich sehe, wieviel Geld ich zum Leben benötige, ohne jede für mich relevante Einschränkung, dann blieben bei 3000€ Netto noch mehr wie genug Geld für meinen Luxus übrig. Inkl. alle 10-15 Jahre ein neues Auto (nein, kein neues, der Jahreswagen reicht mir vollkommen).

    wer zahlt ein bei Arbeitslosigkeit oder Elternzeit ?

    Arbetislosigkeit hat schon heute nichts mit der GRV zu tun, die ALV-Beiträge gehen extra und ALG1 könnten genauso Beiträge zum persönlichen Rentenkonto leisten.

    Elternzeit? Wie wäre es so, wie das Jahrzehnte vorher auch geklappt hat? Aber heute muss alles, was ggf. die Zukunft von D sichert, von der Allgemeinheit getragen werden.

    Wer zahlt Witwenrente ?

    Sowas kann man auch heute schon (nein, schon seit mind. 30 Jahren) bei einem Auszahlplan vereinbaren.

    Und wenn wir schon bei der Ausnahme von Paaren angekommen sind (die haben früher auch ganz selbstverständlch ihre Elternzeit selber bezahlt), dann spart jeder für seine eigene Rente.

    Ich müsste ebenfalls regeln das der Arbeitnehmer dann nur monatlich einen Fixbetrag entnimmt

    Das wäre zumindest meine Hoffnung:
    Jeder zahlt (inkl. AG, wenn es einen gibt) für seine selber finanzierte, lebenslange Rente ein. Diese wird am Kapitalmarkt investiert und im Zweifel früh genug per Ablaufmanagement automatisch umgeschichtet. Am Ende gibt es zwingend eine lebenslange Rente auf Basis des Kapitals und der jeweils aktuellen, statistischen Lebenserwartung (getrennt nach biologischem Geschlecht).

    Geschenke, die es heute in der GRV gibt (Mütterrente, Rente für Pflegezeiten usw). werden sofort, wenn sie anfallen, auf das Rentenkonto des Empfangfsberechtigten eingezahlt und nicht als beitragslose Rentenanwatschaft auf die Folgegeneration verschoben.

    Sobald sich aus dem angesparten Vermögen eine lebenslange Rente ergibt, die der Rentenempfänger für hoch genug erachtet, kann er davon in Rente gehen. Geschieht dies vor einer festgelegten Regelaltersgrenze, verzichtet der Empfänger damit auf die Möglchkeite, Grundsicherung und/oder Wohngeld zu beziehen.

    Also wie würdest du das konkret ausgestalten mit dem Nachweis der Eigenanlage ?

    Es gibt heute schon Produkte, die am Ende eine (im Vergleich zur Einzahlung) sehr gute, lebenslange Rente zahlen. Inkl. Inflationsausgleich.

    Nenn mich Ketzer...aber sollten wir das mit der Altersvorsorge vermischen?

    Für mich müsste man das in einigen Fallen nicht, ist aber natürlich, wie alles andere, mein persönliches Problem. Bei der pRV und BAV darf ich immerhin wählen, ob ich eine Witwen- und Waisenrente zahlen möchte oder nicht. EM wäre per BU selber abgesichert, würde dann aber nicht auch noch automatisch meine Rente erhöhen.

    Bei der BU hat es 2001 ja schonmal funktioneirt, eine Leistung aus dem Katalog der DRV zu streichen.

    wir durften ja letztens erfahren, das GRV nur eine Basis sei

    Letztens? Ich habe das schon vor der ersten Zahlung an die DRV in den 1980ern erfahren, als ich noch in der Schule war.

    Blüm sprach nur von "Die Rente ist sicher" und nicht "die Rente reicht garantiert fürs Leben". Das war aber auch bei genügend Bekannten in der direkten Nachbarschaft immer wieder zu sehen.

    Mal abgesehen davon, dass mir dies auch jedes Jahr meine Renteninfo schwarz auf weiss zeigt.

  • Wieso muss diese Diskussion eigentlich immer wieder geführt werden?

    Diese Schönwetterbetrachtung "Eine ETF-Anlage ist besser als die DRV-Rente!" hilft niemandem weiter.

    Das Thema wurde ja umfassend erörtert. Neue wichtige Aspekte bzw Beiträge sind eher nicht mehr zu erwarten. An den vielfältigen Befindlichkeitsstörungen diverser Mitforisten habe ich kein Interesse.

    Daher erlaube ich mir anzuregen, diesen Thread nun zu schließen.

  • Wie im anderen Thread schon vorgerechnet: Selbst der grottenschlechte Riester meiner Frau performt besser als die GRV, und da gibt es die Kapitalerhaltsgarantie.

    Also erkläre mir mal wie der Riester so unglaublich gut ist ist dass er 3-4% Rendite, Witwenrente, Erwerbsunfähigkeit, Krankenversicherungszuschuss und ständige Rentensteigerungen im Alter (in teils grotesker Höhe) schlagen kann. Warum schaffen die Versorgungswerke nicht mal ansatzweise (nicht mal im feuchtesten Traum) so eine Rendite? Selbst mit einem ETF Sparplan auf FTSE All World wirst du nur schwer da ran kommen, bei viel viel höherem Risiko.

  • Die Altersrente ist eine Leistung der Rentenversicherung, nicht die einzige. Präventionsleistungen, Reha, Erwerbsminderungsrente, Rente wegen Todes usw. bietet der durchschnittliche ETF nicht.

    Das ist richtig, dem Threadstarter ging es ja aber explizit um die Altersrente.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Also erkläre mir mal wie der Riester so unglaublich gut ist ist dass er 3-4% Rendite, Witwenrente, Erwerbsunfähigkeit, Krankenversicherungszuschuss

    Jetzt wird schon wieder alles in einen Topf geworfen. Es geht um die Altersrente. Nicht irgendwelche Nice-to-have-Gimmicks.

    ständige Rentensteigerungen im Alter (in teils grotesker Höhe) schlagen kann

    Rentensteigerungen sind im Riester ebenso eingepreist. Der MSCI bleibt ja nicht stehen, sondern erwirtschaftet weiter Überschüsse. Zudem wird die GRV mittel- und langfristig nicht in dieser absurden Höhe steigen, derartige Überlegungen sind ja aus der Politik regelmäßig zu hören.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

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