Einmaleinzahlung in Etfs

  • Bin 64 Jahre, ist es sinnvoll meine geerbten 50.000 auf einmal in ETFs zu investieren?

    Bin schuldenfrei und besitze eine eigene Immobilie.

    Leider hab ich keine Erfahrung an der Börse.

    Wie kann ich vorgehen!

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    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
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    Investieren Live Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

  • Anlagehorizont bei Aktien-ETFs sind mindestens an die 15 Jahre. Oder meinst du einen Geldmarkt-ETF? Wird denn das Geld sonst anderweitig kurzfristig benötigt? Kennst du die Alternative Tagesgeld?


    Hast du sonst noch generell Rücklagen?


    An sich kannst du natürlich das Erbe in ETFs investieren, bleibt aber die Frage nach anderen Rücklagen, Risikobereitschaft und Anlagehorizont.

    Wenn Aktien-ETF, dann z. B. FTSE All World oder die neue Empfehlung ACWI IMI. Lies dich gerne dazu hier im Forum einmal näher ein.

  • Leider hab ich keine Erfahrung an der Börse.

    Wie kann ich vorgehen!

    Als erstes vielleicht ein gescheids Buch besorgen in dem die Grundlagen verständlich erklärt werden, z.B. von Finanzfluss oder Finanztip, G. Kommer, ...

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Bin 64 Jahre, ist es sinnvoll meine geerbten 50.000 auf einmal in ETFs zu investieren?

    Bin schuldenfrei und besitze eine eigene Immobilie.

    Leider hab ich keine Erfahrung an der Börse.

    Wie kann ich vorgehen!

    Die Informationen sind leider zu dünn um eine vernünftige Antwort geben zu können. Einerseits ja, es ist grundsätzlich auch mit 64 Jahren noch sinnvoll, einen Teil des Vermögens in Aktien-ETFs (die du vermutlich meinst) anzulegen. Andererseits ist es ohne jegliche Vorerfahrung mitunter emotional schwierig und daher wiederum nicht sinnvoll. Ein guter Kompromiss könnte ein Portfolio ETF aus Aktien und Anleihen wie der Vanguard Lifestrategy 60 sein.

    Ob du das Geld dann schrittweise oder auf einmal investierst ist eine zweitrangige Frage.

    Wenn du weitere Hilfestellung möchtest, solltest du ein wenig mehr Angaben zu deiner Vermögenssituation wie sonstige Kapitalanlagen, Rentenbezüge, etc. machen.

  • Ganz ohne Erfahrung mit Aktien würde ich maximal die Hälfte in Aktien investieren. Möglicherweise wäre weniger sogar auch noch sinnvoll. Ohne jetzt zu wissen, wie die Gesamtsituation aussieht, können mögliche Lösungsansätze an deinen Zielen vorbei gehen.

    Was erwartest Du Dir von dem Geld? Wozu willst Du es verwenden? Das hier sind mögliche Antworten. Ideal wäre, wenn Du etwas zu Deinen Wünschen und finanziellen Rahmenbedingungen ausführst.

    • Aufstockung der Rente, wie z.B. ein Zuschuss zu einem Urlaubs pro Jahr
    • Sichere Reserve, falls mal was am Haus zu richten ist.
    • Ergänzung meines übrigen Vermögens (Notgroschen + ?) durch eine höher rentierliche Anlage

    Ein leichtes Einführungsbuch zu dem Thema macht Sinn, damit Du die Grundbegriffe der Geldanlage verstehst. Das Buch von Saidi wäre gut geeignet ich bin aber auch ein Freund von Hartmut Walz. Gert Kommer ist schon etwas schwerer verdaulich aber auch gut.

    Ohne Deine Antworten zu kennen, kann folgender Vorschlag falsch oder richtig sein.

    10-20 k in sicheren Anlagen (Geldmarkt, Tagesgeld) als sichere Reserve
    30-40k in einen 60/40 Mischfonds wie z.B. den ausschüttenden Lifestrategy 60 (IE00BMVB5Q68). Der schüttete zuletzt rund 2,3 % aus im Jahr und sollte auf längere Sicht zusätzlich noch eine Wertsteigerung erzielen als Inflationsausgleich. Wenn Du Dir nicht sicher bist, investiere lieber erst etwas weniger in so ein Produkt, bevor Du in vielleicht einem Jahr mit etwas mehr Wissen, Deine Investitionshöhe festlegst. Grundsätzlich muss man an der Börse immer mit Korrekturen rechnen und wenn man Pech hat, dauert es viele Jahre, bis sich die Kurse erholen. Ohne Risiko gibt es keine Rendite!

  • Wie kann ich vorgehen!

    Zunächst mal wäre es sinnvoll, wenn Du Dir über das Ziel Deiner Geldanlage konkret Gedanken machen würdest.
    Sprich, was willst Du mit diesen 50.000€ in welchem Zeitraum machen?
    Und das Ziel kann von einer Weltreise zu Rentenbeginn über eine neue Heizung für die Immobilie in 10-15 Jahren bis zur zusätzlichen Absicherung einer möglichen Pflegebedürftigkeit so ziemlich Alles sein.
    Und wenn Du Dir über das konkrete Ziel der Geldanlage im klaren bist, kann man sich überlegen, wie man dieses Ziel mit möglichst wenig Risiko erreichen kann.

    Und wenn es schlussendlich auf 50.000€ auf einem Tagesgeldkonto oder in einer Festgeldtreppe hinausläuft ist das auch ok.

  • Wenn dann einen "All World ETF", aber auch der könnte mal 20% abrutschen.

    Warum nur 20%!?:/
    Gibt es irgendwie eine Regel, dass der Index 'nur' um 20% einbrechen darf?
    Der MSCI ACWI Index ist seit Auflage 2 mal um > 50% eingebrochen. Damit sollte man dann auch zukünftig rechnen.
    Man sollte aber auch berücksichtigen, dass wenn der Index zuvor um 200% gestiegen ist, auch ein zeitweiser Einbruch von 50% verschmerzbar ist.
    Blöd wird es immer dann, wenn so ein Einbruch kurz nach dem Kauf passiert und wenn man möglicherweise keine ausreichende Zeit mehr hat auf eine Erholung zu warten.

  • 50 % Rutsch sind immer drin. Wird nur gerne verdrängt.

    Na, jetzt macht ihr Dirgis aber Mut ^^ Wer bietet mehr?

    Ja, ich habe sogar schon mehr als 50% Minus in meinem Depot erlebt. Sind aber heute, knapp 20 Jahre später trotzdem +500%

    Wie monstermania richtig schreibt, sind die -20% oder -50% nur dann ein Problem, wenn man keine 20 Jahre Zeit hat auf die +200% oder +500% zu warten. Wenn es jedoch nur um die Frage "Außen- oder Balkonkabine auf der dritten Kreuzfahrt des Jahres" geht, ist es auch dann reichlich egal. Wenn man die Kohle hingegen braucht um den Kühlschrank zu füllen...

  • Es geht weniger um Mut machen als Dirgis darauf hinzuweisen, dass so etwas immer mal passieren kann.
    Hier sind halt viele Anleger dabei für der Corona Crash 2020 der einzige große Einbruch war. Und dieser war dann auch innerhalb weniger Monate vorbei.
    So einen längeren Einbruch wie 2000-2003 hat hier kaum jemand mitgemacht. Und wenn man sich des Umstands bewusst ist, dass so etwas auch jederzeit wieder passieren kann, ist das schon mal eine Menge wert.
    Ich rechne jederzeit mit -50% im Depot. Nur verliert so ein Szenario für mich mit jedem Jahr an der Börse mehr von seinem Schrecken. Aber ich bin auch noch ein paar Jahre jünger als der Threadersteller und brauche voraussichtlich auch die nächsten 15 Jahre nicht einen € von meinem an der Börse investiertem Geld.:/
    Geldanlage muss immer individuell betrachtet werden.

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