Etf risikoreicher besparen

  • 10 % Risiko erhöhen mit Hebelpapier

    10 % Aktien = quasi Lottoschein im Sinne von alles oder nichts. Da fallen dann so Sachen wie DroneShield hinein.

    Grundsätzlich finde ich ja ein Hebelpapier sinnvoller als die Einzelaktien.

    Im hier konkret vorliegenden Fall ist m.E. jedoch beides nicht zu empfehlen. Wer eine 300 EUR Sparrate wegen Nachwuchs reduzieren muss, dem empfehle ich ganz grundsätzlich weder das eine noch das andere.

    Da packt man ab Januar den vollständigen Betrag von idealerweise weiterhin 2x150 EUR in Welt-ETFs in zwei Altersvorsorgedepots. Da ist die Rendite mit Zulagen sehr hoch.

  • Stelle Deine Fragen an unsere Finanztip-Experten

    ETFs 2026
    Expertengespräch am 09.07.2026

    ETFs 2026: So investierst Du am besten

    09.07.2026 - ETFs 2026

  • Ich bin bei dem Vorschlag von Einundzwanzig mit Abwandlung.

    80 % in einen langweiligen Welt ETF (statt MSCI World gerne etwas breiter aufgestellt)

    10 % Risiko erhöhen mit Hebelpapier

    10 % Aktien = quasi Lottoschein im Sinne von alles oder nichts. Da fallen dann so Sachen wie DroneShield hinein.

    Tob Dich aus, aber bitte nur mit sehr begrenztem Risiko. In drei Jahren ziehe Bilanz, wie erfolgreich Deine Anlagestrategie ist. Danach kannst Du weiter entscheiden.

    Du meinst beispielsweise den>

    Amundi LevDax Daily (2x) leveraged UCITS ETF

    Gehebelte Etf sind langfristig doch nicht geeignet oder? Sie produzieren ja mehr kosten. Oder sehe ich das falsch?

  • Grundsätzlich finde ich ja ein Hebelpapier sinnvoller als die Einzelaktien.

    Im hier konkret vorliegenden Fall ist m.E. jedoch beides nicht zu empfehlen. Wer eine 300 EUR Sparrate wegen Nachwuchs reduzieren muss, dem empfehle ich ganz grundsätzlich weder das eine noch das andere.

    Da packt man ab Januar den vollständigen Betrag von idealerweise weiterhin 2x150 EUR in Welt-ETFs in zwei Altersvorsorgedepots. Da ist die Rendite mit Zulagen sehr hoch.

    Ich weiß noch nicht ob ich sie reduzieren muss, sehe das die ersten Monate. Vielen Dank für deinen Vorschlag 👍🏻

  • Ich weiß noch nicht ob ich sie reduzieren muss, sehe das die ersten Monate. Vielen Dank für deinen Vorschlag 👍🏻

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du bei 300 EUR Sparrate ab Januar eine Anlage mit einer höheren risikoadjustierten Rendite finden wirst als in zwei Altersvorsorgedepots. Mit kostengünstigen Welt-ETFs bei einer Direktbank oder einem Neobroker versteht sich. Mit Zulagen inkl. Kind ist das m.E. unschlagbar.

  • Du meinst beispielsweise den>

    Amundi LevDax Daily (2x) leveraged UCITS ETF

    Gehebelte Etf sind langfristig doch nicht geeignet oder? Sie produzieren ja mehr kosten. Oder sehe ich das falsch?

    Der DAX ist zwar kostengünstig aber auch sehr speziell. Ein Hebel ETF auf den MSCI World fände ich am besten, alternativ geht notfalls der S&P 500. Leider beide etwas teurer. Und ja die Kosten sind spürbar, der Gewinn alles andere als sicher.

    Ich will Dich auch nicht dazu animieren, nur scheint es mir, als ob Du mit dem "normalen" nicht so ganz glücklich bist und dann ist das Hinzufügen eines Hebelelements eine Möglichkeit bei langer Anlagedauer. Es kann natürlich zwischendrin richtig bitter mit so einem Teil werden. Und dennoch ist es Erfolg versprechender als Penny Stocks.

  • Ich habe mir auch überlegt, einfach mal DroneShield-Aktien für 100 Euro zu kaufen, nur damit ich mal ein Gefühl dafür bekomme und Einzelaktien ausprobiere. Gehebelte ETFs auf Langzeitbasis sind, glaube ich, auch nicht so schlau

    Mit Droneshield hab ich mir böse die Finger verbrannt... Wenn man Risiko und Spielsuchtähnliche Mechaniken einbauen will wo sich das Gehirn ganz kurz freut, dann lieber mit Limitorders ein Wertpapier einen Tick billiger zu bekommen versuchen, als im Sofort-Handel.

  • Du meinst beispielsweise den>

    Amundi LevDax Daily (2x) leveraged UCITS ETF

    Gehebelte Etf sind langfristig doch nicht geeignet oder? Sie produzieren ja mehr kosten. Oder sehe ich das falsch?

    Für diese Frage kann ich dir das Video vom Yoututbe-Kanal Notgroschen empfehlen.

    Sie haben höhere Kosten, das beginnt bei der TER. Das Entscheidende sind die Fremdkapitalkosten, welche NICHT in der TER enthalten sind. Aktuell z.B. beim Amundi muss sich der ETF-Anbieter in der Währung entsprechend das Fremdkapital leihen. Ergo: Basiszinssatz + Marge = Unkosten.

    In USD kannst du aktuell mit rund 5% Fremdkapitalkosten rechnen, welche deine Rendite (Upside) schmälern und zugleich dein Downside vergrößern.

    Weiterhin: Solange du Cash in Sinne von Bankguthaben (Tagesgeld, Girokonto, Festgeld, ...) hast, ist solch ein Investment ökonomisch nicht sinnvoll. Aus meiner Sicht gibt es allerdings eine Grauzone, denn niemand hat 0 € Cash für das alltägliche Leben.

    Ich wiederhole mich:

    Investieren ist kein Marathon, sondern Disziplin, Geduld und die Bereitschaft GUTE Risiken einzugehen

    Warum die meisten sagen: "Nimm den Welt-ETF, bespare diesen und mach die Augen zu." liegt daran, dass der größte Feind an der Börse du selbst bist. Die meisten Privatanleger verlieren Geld, weil sie ohne Sinn und Verstand von einem Hype in den nächsten Rennen, sinnlose Finanzprodukte kaufen usw.

    Ein Welt-ETF ist heutzutage so abartig kostengünstig, transparent und einfach, dass es für den normalen Bürger unfassbar (wenn nicht aussichtslos) ist, diesen dauerhaft zu schlagen - nach Kosten und Steuern! (den 2. Teil vergessen die meisten). Du kaufst dir damit die gesamte Weltwirtschaft. Irgendwer hat es mal geschrieben: "Die Informationen und Erfahrungswerte sind alle bekannt. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum jemand der heute neu anfängt, die gleichen Fehler wiederholen muss. Das Ergebnis kennt er schon vorher."

    Wenn du das mit den Einzelaktien dir überlegst, schau dir vorher die Studie von Bessembinder und seinen Kollegen an. Danach stell dir nochmals die Frage: Warum solltest du systematisch richtig liegen?

    Der Reiz am Ausprobieren und Spielen ist natürlich vorhanden, aber so wie du deine Lebensumstände und mit Kind beschreibst - da ist jeder verlorene € vergebens. Ich bezweifel auch stark, dass du nach der Geburt großartig Zeit hast, dir jeden Tag die Informationen zur Weltlage anzuschauen, die Unternehmensstruktur und selbst wenn doch, wirst du immer zu spät an der Börse sein - weil es bereits eingepreist ist (-> effiziente Märkte).

    Ich habe damals auch so gestartet und rückblickend: All in Welt-ETF und wenn einen die Börse interessiert, sich gerne damit auseinandersetzen - man muss ja nicht in jedem Kram investiert sein, nur um sich darüber informieren zu dürfen.

    Wenn du zu wenig Rendite verspürst: Lieber in der Level-1-Allokation nachjustieren (höhere Aktienquote vs. Cash). Das ist der deutlich spürbarere Treiber für Rendite (bei gleichen Risiken).

    Es ist letztendlich dein Geld, deine Entscheidung. Du hast mit dem Beitrag um Kritik, Anregungen und Gedanken gebeten, welche wir dir alle geben. Den Input mit dem Altersvorsorgedepot inkl. Kinderzulagen - das wird das beste Rendite-Risiko-Verhältnis haben! :thumbup:

  • Mich jucken Schwankungen null. Von mir aus kann der heute um 80 Prozent einbrechen.

    Kleines Reallife-Experiment: Das nächste Mal, wenn du Essen gehst.
    => Du isst / trinkst für ca. 20 € und dann gibst du 80 € Trinkgeld der Bedienung.

    Das wäre äquivalent zu 100 € Investment, das 80% Kurseinbruch hat. Dem Markt ist egal, ob du gestern 100 € hattest, sondern es zählen lediglich die 20 € (Rest-)Wert.

    Noch als Info: ...um am Ausgangswert wieder ankommen zu müssen

    -50 % Kurs bedeutet => + 100 % Performance (Verdoppelung)

    -80% Kurs bedeutet => +400 % Performance (Verfünffachung)

    Mich würden solche Schwankungen nicht kalt lassen, mich tangieren/betreffen/überlegen lassen.

    Es ist letztendlich dein Geld, deine Entscheidung. Du hast mit dem Beitrag um Kritik, Anregungen und Gedanken gebeten, welche wir dir alle geben.

    EDIT: Dein größter Renditehebel ist dein Beginn Geld am Kapitalmarkt anzulegen! Diesen Schritt hast du Millionen anderen Menschen voraus und wenn du deinen Gedanken 10, 20, 30 Jahre fortführst: Dein Kind wird bestimmt von deinem Wissen und deiner Expertise profitieren und hoffentlich ein guten Start in das Leben haben :)

    Bei all den Kritikpunkten von mir und anderen - du hast den Mut und das Glück eine Familie zu gründen! :thumbup: Respekt an dich und trotz all den Punkten wünsche ich dir eine erfolgreiche Investmentreise und einen gesunden, lieben, fröhlichen, Nachwuchs mit schönen Momenten über die nächsten Jahre(zehnte). :S

  • Also vielen Dank für eure Meinungen und ihr habt Recht. Ich belasse das bei dem world etf. Zumindest die nächsten 2 Jahre wo die Elternzeit meiner Freundin ist.

    Ich hätte noch eine Frage> ist jetzt vielleicht Off topic keine Ahnung.

    Meine Freundin ihr Golf, Baujahr 2023, war eine Vario Finanzierung mit Kaufoption. Angezahlt wurden 10.000 Euro und der Rest finanziert bis zum August 2026. Ablösesumme 8000 Euro.

    Problem>

    Travel Assistent spinnt, wahrscheinlich neues Lenkrad. Kosten ca. 900 Euro. Aber Fehler kann anscheinend wieder kommen. Fehler war wohl auch das keine Anschlussgarantie gemacht wurde.

    Wir hatten uns damals ja noch nicht gekannt, sonst hätte ich ihr das definitiv geraten.

    Hätten gesagt wir kaufen das Auto definitiv im August zurück, auch weil wir keine Schulden haben wollen. Mein Auto ist ein Skoda Scala ( 18000 Euro) mit Garantie bis 2029 und ist abbezahlt.

    Würde es Sinn machen, den Golf zu kaufen und dann zu verkaufen und dann auch einen vielleicht Scala mit Garantie zu kaufen.

    Meine Freundin hat halt die Angst das noch grössere Sachen auf uns zukommen. TÜV ist neu, Inspektion auch.

    Vielleicht ist die Frage etwas blöd gestellt, aber was würdet ihr uns raten?

  • Ich würde einen neuen Thread mit sprechendem Titel aufmachen. Dann sind vielleicht auch die richtigen Spezis schneller da.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen