Anstehende Operation Ehefrau | Haushaltshilfe oder unbezahlter Urlaub

  • Hallo zusammen,


    bei meiner Frau steht im September eine Fuß-OP an und wird dementsprechend ausfallen. Bisher ist sie nach der Elternzeit noch im Urlaub und wird den OP-Termin im Anschluss an den Urlaub setzen, damit erst danach die Wiedereingliederung starten wird.

    Auf jeden Fall hat sie sich bisher immer um unseren 3 jährigen Sohn gekümmert. Also morgens in den Kindergarten gebracht und um 12h wieder abgeholt. Das wird dann nicht mehr möglich sein.

    Nun sind wir am Überlegen, was sinnvoll wäre, da ich Vollzeit arbeiten bin. Eine fremde Haushaltshilfe möchten wir allerdings nicht haben.

    Nach dem ersten Gespräch meiner Frau mit der AOK BW würde es zwar klappen, dass ich unbezahlten Urlaub nehme und die AOK dann mein Gehalt übernehmen. Allerdings nicht Vollzeit, sondern für die Zeit wo das Kind im Kindergarten ist, nicht.

    Normalerweise arbeite ich 3 Tage im Büro und 2 Tage im Home Office. Ich weiß nicht, ob ich die Zeit komplett von zu Hause aus arbeiten könnte, da Home Office bei uns in der Firma nicht mehr das beste Ansehen hat.


    Welche Möglichkeiten oder Ideen würde es sonst noch geben?


    Würde mich darüber freuen.

    Vielen Dank

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  • Sprich mit den ErzieherInnen im Kindergarten: Wahrscheinlich gibt es dort Kinder aus Familien, die in Deiner Nähe wohnen, so dass jemand aus einer (oder mehreren) dieser Familien einspringen könnte, wenn es nur ums Hinbringen und Abholen geht.

  • Es geht nicht um das reine Hinbringen und Abholen. Es geht ja auch schon darum um die restliche Versorgung des Kindes von morgens bis nachmittags: das Kind umziehen, frühstücken, Mittagessen nach dem Kindergarten. Und die Zeit danach. Da wir nicht wissen, wie eingeschränkt meine Frau sein wird.

  • Versuch's trotzdem, schaden wird es ja nicht. Ich erinnere mich, dass in meiner Grundschulzeit jemand vor einem ähnlichen Problem stand. Der Lehrerin Bescheid gesagt, Lehrerin hat uns allen einen Zettel mit der Frage nach möglicher Hilfe mitgegeben => es haben sich gleich mehrere Familien gemeldet.
    Und könntest nicht unter leichter Anpassung der Arbeitszeiten Du das morgendliche Anziehen + Frühstückmachen übernehmen?

  • Mein erster Weg wäre zum Arbeitgeber um ihm die Lage eingehend zu schildern, wenn dieser nicht völlig daneben ist, lässt sich sicherlich eine Lösung finden. Eventuell kann man auch den Betriebsrat mit ins Boot nehmen, kann mich an 2 Fälle erinnern, als ich noch im BR war, da haben wir Lösungen gefunden. Ist natürlich ein geben und nehmen….

  • Normalerweise arbeite ich 3 Tage im Büro und 2 Tage im Home Office. Ich weiß nicht, ob ich die Zeit komplett von zu Hause aus arbeiten könnte, da Home Office bei uns in der Firma nicht mehr das beste Ansehen hat.

    Zwischen nicht das beste Ansehen und nicht möglich ist ein weites Feld, sprich mit deinem Vorgesetzten.

  • Ich würde mit dem Gedanken spielen den Abholzeitpunkt für das Kind ganz weit nach hinten zu verschieben, dann wäre es vielleicht so halbwegs mit den eigenen Arbeitszeiten vereinbar. Ansonsten eben Homeoffice wenn der AG mitspielt. Kannst ja gut begründen warum dies notwendig ist.

  • Ansonsten eben Homeoffice wenn der AG mitspielt. Kannst ja gut begründen warum dies notwendig ist.

    Das ist genau der Grund, wieso einige (und m.E. zunehmend mehr) Arbeitgeber (und oft auch Kollegen) dem Homeoffice wieder kritischer gegenüber stehen. Homeoffice ist für viele eben nicht mehr das Arbeiten zuhause statt im Büro, sondern das Arbeiten zuhause, wenns die Umstände drumherum gerade zulassen. Das sind, wie auch hier, oft nachvollziehbare und sinnvolle Umstände, klar. Aber es ist eben auch zwangsläufig nicht die gleiche Arbeitsleistung wie im Büro.

    Mein erster Weg wäre zum Arbeitgeber um ihm die Lage eingehend zu schildern, wenn dieser nicht völlig daneben ist, lässt sich sicherlich eine Lösung finden.

    So nämlich. Da sind die Arbeitszeiten, da sind Verschiebungen im Stundenumfang, da gibt es zig denkbare Varianten... Und ein oftmals ungünstiger Gesprächseinstieg ist im Übrigen: "Im Internet stand...". Einfach mal hingehen, Problem schildern, Lösung finden.

  • Eine fremde Haushaltshilfe möchten wir allerdings nicht haben.

    Unabhängig von den bereits genannten Vorschlägen, warum kommt eine Haushaltshilfe nicht in Betracht? Wir selber haben damit in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Ist es eher ein "Kopfthema", dass jemand "Fremdes" im Haus ist und sich um euer Kind kümmert?


    Ist denn abzusehen, wie lange deine Frau nach der OP ausfällt?

  • Ist es eher ein "Kopfthema", dass jemand "Fremdes" im Haus ist und sich um euer Kind kümmert?

    Ja, vermutlich schon auch. Auch wegen unseres Sohnes, da es auch nicht einfach war, ihn an den Kindergarten zu gewöhnen. Deswegen stellen wir uns es nicht einfach vor, wenn jemand Fremdes ihn in den Kindergarten bringt.


    Der Arzt hat wohl gesagt, dass manche Patienten nach der gleichen OP schon nach 2 Wochen wieder normal gelaufen sind. Aber weiß man ja nie.

  • Was mir gerade noch einfällt: Man kann sich doch auch an die Krankenkasse wenden. Die bieten doch bei solchen Fällen evtl auch Hilfen an. Wie umfangreich die ausfällt, sei mal dahin gestellt, aber wenigstens mal nachfragen kostet ja nix.

  • Gerade wenn es der Frau nicht so gut geht, wäre eine Hilfe für zu Hause vielleicht eine gute Idee. Die kann dann nicht nur das Kind abholen sondern auch zu zu Hause etwas zu essen richten bzw. Muttern zur Hand gehen.

    Den Vormittagspart (Frühstücken und hinbringen) solltest Du hinbekommen, wenn Dein Arbeitgeber nicht auf stur schaltet.

    Falls das Kind länger in der Kita bleiben soll als derzeit, würde ich die Umstellung vor der OP machen.

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