Elternzeit

Für die Familie befristet zuhause bleiben

Dr. Britta Beate Schön
Finanztip-Expertin für Recht
14. Juli 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Als Arbeitnehmer hast Du Anspruch auf Elternzeit: Du kannst Dich für die Kinderbetreuung bei jedem Kind bis zu drei Jahre unbezahlt von der Arbeit freistellen lassen.
  • Während der Elternzeit bekommst Du Dein Gehalt nicht weiter. Stattdessen kannst Du Elterngeld beziehen.
  • Bis zu 30 Stunden in der Woche darfst Du während der Elternzeit arbeiten. Ab September 2021 sogar bis zu 32 Stunden.
So gehst Du vor
  • Überleg Dir, wer sich um die Kinderbetreuung kümmern soll und wie lange Du zuhause bleiben möchtest.
  • Falls Du in Elternzeit gehen willst, musst Du dies Deinem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vorher mitteilen. Du kannst dazu unser Mus­ter­schrei­ben „Antrag auf Elternzeit“ verwenden.

Zum Download

  • Damit Du finanziell in der Elternzeit abgesichert bist, solltest Du Elterngeld beantragen. Alle wichtigen Informationen dazu findest Du in unserem Ratgeber Elterngeld.

Elternzeit ist wichtig, damit sich Mütter und Väter in den ersten Jahren um ihre Kinder kümmern können und gleichzeitig den Kontakt zur Arbeitswelt halten. Genutzt wird sie immer noch häufiger von Müttern: Im Jahr 2019 waren fast ein Viertel aller Mütter, deren jüngstes Kind unter 6 Jahren ist, in Elternzeit. Bei den Vätern traf dies nur auf 1,6 Prozent zu.

Wer hat Anspruch auf Elternzeit?

Alle Mütter und Väter, die als Arbeitnehmer beschäftigt sind, haben einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit (§ 15 Abs. 1 BEEG). Dabei ist es egal, ob sie noch in der Ausbildung sind, Teilzeit arbeiten oder das Arbeitsverhältnis befristet ist. Auch Beamte können Elternzeit verlangen (MuSchEltZV).

Nicht nur die leiblichen Eltern können in Elternzeit gehen, sondern alle, die das Sorgerecht für ein Kind übernommen haben, zum Beispiel wenn dessen Eltern schwer erkrankt, behindert oder gestorben sind.

Auch Großeltern können sich für die Erziehung eines Enkelkindes für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren freistellen lassen (§ 15 Abs. 1a BEEG). Die Elternzeit für Großväter und -mütter ist jedoch an drei Voraussetzungen geknüpft:

  1. Das Enkelkind lebt mit dem Großelternteil in einem Haushalt.
  2. Der Vater oder die Mutter des Kindes ist minderjährig oder befindet sich in einer Ausbildung, die vor seinem oder ihrem 18. Geburtstag begonnen hat.
  3. Beide leiblichen Eltern nehmen selbst keine Elternzeit.

Großeltern bekommen kein Elterngeld, auch wenn sie in Elternzeit gehen. Denn aus dem Anspruch auf Elternzeit folgt nicht automatisch der Bezug von Elterngeld.

Ohne Arbeitgeber gibt es keine Elternzeit

Alle Mütter und Väter, die nicht als Arbeitnehmer angestellt sind, können nicht in Elternzeit gehen. Das betrifft Selbständige, Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler, aber auch Teilnehmende am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Wie lange kannst Du in Elternzeit gehen?

Die Eltern können bei jedem Kind gleichzeitig oder nacheinander jeweils bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Dabei wird die Mutterschutzfrist, also die ersten beiden Monate nach der Geburt des Kindes, auf die Elternzeit angerechnet. Müttern bleiben damit nach dem Mutterschutz zwei Jahre und zehn Monate Elternzeit.

Aufteilung der Elternzeit

Du kannst die drei Jahre Elternzeit in den ersten drei Lebensjahren des Kindes zusammenhängend nehmen oder aber die drei Jahre in einzelne Abschnitte aufteilen.

Ist Dein Kind vor dem 1. Juli 2015 auf die Welt gekommen, kannst Du die Elternzeit in zwei Abschnitte aufteilen. Der erste Abschnitt beginnt zum Beispiel mit der Geburt. Den zweiten Abschnitt von bis zu zwölf Monaten kannst Du aufsparen und bis zum achten Geburtstag Deines Kindes nehmen, etwa im ersten Grundschuljahr. Dein Arbeitgeber muss aber damit einverstanden sein.

Ist Dein Kind nach dem 1. Juli 2015 geboren, bist Du flexibler: Du kannst Deine Elternzeit in drei Abschnitte aufteilen und kannst bis zu zwei Jahre Elternzeit zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes nehmen. Eine Zustimmung Deines Arbeitgebers ist nicht nötig. Ablehnen kann er die Elternzeit nach dem dritten Lebensjahr nur aus dringenden betrieblichen Gründen.

Ein Jobwechsel während der Elternzeit mischt die Karten neu: Der neue Arbeitgeber ist nicht an die Zustimmung zur Elternzeit des vorherigen Betriebs gebunden.

Elternzeit Rechner

Wer nicht den Kalender zur Hand nehmen will, kann einen kostenlosen Elternzeitrechner im Internet nutzen. Haufe bietet einen solchen Service, bei dem Du nur den errechneten Geburtstermin eingeben musst.

Ausgerechnet wird dann, wann der Mutterschutz beginnt und voraussichtlich endet. Und wann die Elternzeit für die Mutter und den Vater beginnen kann. Dir wird außerdem angezeigt, wann die Elternzeit endet, wenn Du die vollen drei Jahre ununterbrochen in Anspruch nimmst. Schließlich bekommst Du noch einen Hinweis darauf, wie Du die Elternzeit in mehrere Abschnitte aufteilen kannst und bis zu welchem Datum.

Beispiel: Errechneter Geburtstermin: 1. Oktober 2021

Die Mutter befindet sich im Mutterschutz von 20. August 2021 bis 26. November 2021.
Die Elternzeit beginnt für den Vater frühestens am Tag der Geburt des Kindes. Die Elternzeit für die Mutter beginnt frühestens nach Ablauf der Mutterschutzfrist, die auf die Elternzeit angerechnet wird. Bei einer dreijährigen ununterbrochenen Dauer kannst Du höchstens bis zum 30. September 2024 in Elternzeit gehen. 24 Monate der Elternzeit können auf die Zeit bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Kindes übertragen werden, also bis zum 30. September 2029.

Wie beantragst Du Elternzeit?

Eigentlich musst Du die Elternzeit nicht beantragen. Denn Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, den der Arbeitgeber nicht ablehnen darf. Es reicht deshalb, wenn Du Deinen Arbeitgeber rechtzeitig darüber informierst, dass und wie lange Du in Elternzeit gehen möchtest. Umgangssprachlich wird das aber oft als Antrag bezeichnet. Die Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes musst Du spätestens sieben Wochen vor deren Beginn schriftlich der Personalabteilung mitteilen (§ 16 Abs. 1 BEEG).

In der Mitteilung musst Du gegenüber Deinem Arbeitgeber erklären, von wann bis wann Du nach der Geburt des Kindes zuhause bleiben willst.

Wenn Du als Mutter die Elternzeit direkt im Anschluss an die acht Wochen Mutterschutz nehmen möchtest, musst Du den Antrag auf Elternzeit spätestens eine Woche nach der Geburt stellen. Besser ist es aber, wenn Du die Elternzeit schon vor der Geburt beantragst und dabei den voraussichtlichen Geburtstermin angibst.

Willst Du zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes Elternzeit nehmen, musst Du den Antrag 13 Wochen vor deren geplantem Beginn einreichen.

Der Arbeitgeber kann Deinen Antrag übrigens nicht ablehnen: Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit.

Achtung: Du solltest die Elternzeitmitteilung auf keinen Fall allein per E-Mail schicken. Das genügt der strengen Schriftform nicht und ist damit laut Bundes­arbeits­gericht nichtig
(BAG, Urteil vom 10. Mai 2016, Az. 9 AZR 145/15). Unterschreibe den Antrag an Deinen Arbeitgeber unbedingt von Hand. Du kannst dazu unser Mus­ter­schrei­ben Elternzeit nutzen.

Mus­ter­schrei­ben Antrag auf Elternzeit

Hier kannst Du Dir unser Mus­ter­schrei­ben „Antrag auf Elternzeit“ herunterladen:

Zum Download

Kündigungsschutz während der Elternzeit

Während der Elternzeit darf der Arbeitgeber Dir prinzipiell nicht kündigen. Dieser besondere Kündigungsschutz beginnt bereits, wenn Du die Elternzeit beantragt hast – höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit (§ 18 BEEG). Wer die Elternzeit nach dem dritten Geburtstag des Kindes nimmt, für den beginnt der Kündigungsschutz frühestens 14 Wochen vorher.

Wenn die Elternzeit aufgeteilt wird, gilt der Kündigungsschutz mit der achtwöchigen Schonfrist vor der Elternzeit für jeden dieser Zeitabschnitte (LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 13. April 2021, Az. 2 Sa 300/20).

Nur in Ausnahmefällen darf der Arbeitgeber auch während der Elternzeit kündigen. Die Zulässigkeit der Kündigung muss er dann beantragen. Dafür sind spezielle Aufsichtsbehörden für Arbeitsschutz zuständig. Dies kann zum Beispiel bei Insolvenz des Arbeitgebers passieren.

In allen Fällen endet der Kündigungsschutz mit Ablauf der Elternzeit. Der Arbeitnehmer kann das Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit kündigen, wenn er eine Kündigungsfrist von drei Monaten einhält.

Darfst Du während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten?

Während der Elternzeit müssen Mütter und Väter nicht arbeiten, sie dürfen aber bis zu 30 Stunden in der Woche arbeiten, wenn sie das möchten (§ 15 Abs. 7 BEEG). Eltern, deren Kinder ab 1. September 2021 geboren werden, dürfen bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten.

Wenn Du in Teilzeit arbeiten willst, musst Du Dich nicht damit abspeisen lassen, dass es keine passende Stelle gebe. Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, Dir Deinen Teilzeitwunsch zu erfüllen. Dafür musst Du ihm nur die gewünschte Arbeitszeit und den Zeitraum mitteilen.

Ausnahme: In Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten besteht kein Anspruch auf Teilzeit in der Elternzeit. Beide Seiten könne sich aber darauf einigen. 

Du darfst auch bei einem anderen Arbeitgeber während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten, wenn Dein Haupt-Arbeitgeber damit einverstanden ist. Auch selbstständig kannst Du in der Elternzeit tätig sein. Wichtig: Du musst Deinen Arbeitgeber um Zustimmung bitten. Der kann sie aber nur innerhalb von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen (§ 15 Abs. 4 BEEG).

Du darfst als Arbeitnehmer nur zweimal verlangen, dass sich Deine Arbeitszeit während der gesamten Elternzeit verringert (§ 15 Abs. 6 BEEG). Ein drittes Mal kannst Du nicht reduzieren (LAG Hamburg, Urteil vom 18. Mai 2011, Az. 5 Sa 93/10).

Nach der Elternzeit kannst Du wieder zu der Arbeitszeit zurückkehren, die vor Beginn der Elternzeit vereinbart war.

Erwirbst Du Urlaubsansprüche während der Elternzeit?

Grundsätzlich entstehen auch während der Elternzeit Urlaubsansprüche, obwohl Du von der Arbeit freigestellt bist. Aber: Der Arbeitgeber kann den Jahresurlaub, der Dir zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit kürzen – und zwar um ein Zwölftel (§ 17 Abs. 1 BEEG). Das passiert nicht automatisch. Dein Arbeitgeber muss Dir die Kürzung mitteilen, wenn er von der Möglichkeit Gebrauch machen möchte. Oft erklärt er die Kürzung in der Bescheinigung der Elternzeit. Er ist mit seiner Erklärung allerdings zu spät dran, wenn das Arbeitsverhältnis schon beendet ist (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17. Februar 2021, Az. 7 Sa 245/20).

Den restlichen Urlaub, den Du vor der Elternzeit nicht mehr nehmen konntest, muss er im laufenden Urlaubsjahr oder im Folgejahr nach der Elternzeit gewähren.

Arbeitest Du während der Elternzeit in Teilzeit, hast Du denselben Urlaubsanspruch wie Deine Kollegen ohne Elternzeit. Endet das Arbeitsverhältnis in der Elternzeit oder wird es im Anschluss nicht fortgesetzt, muss der Betrieb Urlaubstage ausbezahlen, die Du nicht genommen hast.

Wie bist Du kranken- und pflegeversichert in der Elternzeit?

Ob Du gesetzlich oder privat krankenversichert bist, ist entscheidend für die Frage, wie viel Du in der Elternzeit für Deine Kran­ken­ver­si­che­rung zahlen musst.

Als Mitglied einer gesetzlichen Kran­ken­kas­se bist Du während der Elternzeit beitragsfrei versichert, aber nur, wenn Du pflichtversichert bist.

Bist Du freiwillig gesetzlich versichert, bleibst Du während der Elternzeit zwar Mitglied in der gesetzlichen Kran­ken­kas­se, Du musst aber weiterhin Beiträge zahlen, es sei denn, Du erfüllst die Voraussetzungen für die kostenfreie Familienversicherung.

Bist Du hingegen privat krankenversichert, musst Du auch während der Elternzeit den vollen Beitrag zahlen: Der Beitragszuschuss des Arbeitgebers zur Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung entfällt in der Elternzeit. Der Wechsel eines privat versicherten Elternteils in die kostenfreie Familienversicherung ist während der Elternzeit nicht möglich.

Mehr zu diesem Thema erfährst Du in unserem Ratgeber Kran­ken­ver­si­che­rung in der Elternzeit.

Was passiert nach der Elternzeit?

Nach dem Ablauf der vereinbarten Elternzeit hast Du ein Anrecht, auf Deinen alten oder zumindest einen vergleichbaren Arbeitsplatz zurückzukehren.

Keine Diskriminierung nach Rückkehr aus der Elternzeit

In der Praxis ist das nicht immer einfach umsetzbar, da sich Prozesse und Strukturen bei Deinem Arbeitgeber in Deiner Elternzeit verändern können. Er darf Dich aber nicht auf irgendeinen freien Arbeitsplatz versetzen, wenn er Dich dadurch schlechter behandelt als andere Mitarbeiter. Er muss bei der Versetzung auch Deine Interessen berücksichtigen, etwa dass Du kleine Kinder hast und deshalb nicht ohne Weiteres an einem anderen Ort arbeiten kannst.

Weniger Geld musst Du keinesfalls akzeptieren. Das gilt auch für Beamte. Der Dienstherr darf sie nach der Elternzeit nicht niedriger einstufen, auch wenn Deine Stellenbeschreibung nach der Rückkehr aus der Elternzeit die Einstufung nicht mehr rechtfertigt (EuGH, Urteil vom 7. September 2017, Az. C-174/16).

Wirst Du nach einer längeren Elternzeit nicht auf Deinem alten Arbeitsplatz weiterbeschäftigt, sondern auf einen unattraktiven Arbeitsplatz verwiesen, kann dies einen Entschädigungsanspruch nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auslösen (ArbG Wiesbaden, Urteil vom 18. Dezember 2008, Az. 5 Ca 46/08). Gerichtsprozesse um derartige Streitigkeiten enden oft mit einem Vergleich.

Vorzeitiges Ende der Elternzeit wegen weiterer Schwangerschaft

Ein vorzeitiges Ende der Elternzeit musst Du mit Deinem Arbeitgeber abstimmen. Dieser muss der Bitte aber entsprechen, wenn ihr keine betrieblichen Belange entgegenstehen. Das vorzeitige Ende wegen der Geburt eines weiteren Kindes kann der Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.

Beendest Du Deine Elternzeit vorzeitig, dann gelten wieder dieselben Regelungen wie vor der Elternzeit. Das gilt auch für alle Regelungen zum Mutterschutz, also auch für Deinen Anspruch auf den Ar­beit­ge­ber­zu­schuss zum Mut­ter­schafts­geld. Mit diesem Zuschuss entspricht das Mut­ter­schafts­geld Deinem bisherigen Nettogehalt und ist damit deutlich höher als das Elterngeld. Es lohnt sich also finanziell, die Elternzeit vorzeitig zu beenden.

Es kommt nicht darauf an, ob Du nach Beendigung der Elternzeit nochmals tatsächlich gearbeitet hast. Die Höhe des Ar­beit­ge­ber­zu­schusses richtet sich in diesem Fall nach dem Arbeitsentgelt, das Du nach der Elternzeit bekommen hättest. Weitere Infos dazu findest Du im Ratgeber Mut­ter­schafts­geld.

Teilzeit nach der Elternzeit

Nach der Elternzeit hast Du keinen besonderen Anspruch auf Teilzeit mehr. Möglicherweise kannst Du von Deinem Arbeitgeber trotzdem Teilzeit verlangen nach dem Teilzeit-Befristungsgesetz (TzBfG). Das funktioniert nach dem Gesetz allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu zählt, dass Du schon länger als sechs Monate bei Deinem Arbeitgeber bist und dass er in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer beschäftigt. Wie Du Teilzeit im Anschluss an die Elternzeit beantragen kannst, erklären wir im Ratgeber Teilzeit.

Ar­beits­lo­sen­geld nach der Elternzeit

Wenn Du nach einer langen Elternzeit arbeitslos wirst, bekommst Du unter Umständen keine oder nur eine geringe finanzielle Unterstützung. Anspruch auf Ar­beits­lo­sen­geld hast Du nur, wenn in den letzten zwei Jahren in mindestens zwölf Monaten ein Versicherungsverhältnis mit der Agentur für Arbeit bestand. Das ist der Fall, wenn Du ein Kind erziehst, das jünger als drei Jahre ist. Falls Du die Elternzeit dagegen zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes nimmst, bist Du nicht arbeitslosenversichert. Das kann den Bezug von Ar­beits­lo­sen­geld gefährden.

Auch wenn Du die zwölfmonatige Versicherungszeit erfüllst, musst Du mit Abschlägen beim Ar­beits­lo­sen­geld rechnen. Denn die Höhe der Leistung richtet sich keineswegs immer nach dem letzten Gehalt vor der Elternzeit: Hast Du in den zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit an weniger als 150 Kalendertagen gearbeitet, kann die Agentur für Arbeit stattdessen ein fiktives Arbeitsentgelt ansetzen.

Das Bundessozialgericht hat das bestätigt (Urteil vom 25. August 2011, Az. B 11 AL 19/10 R). Die Klägerin hatte nach vier Jahren Elternzeit ihre Arbeit verloren. Weil sie danach nur rund drei Monate lang beschäftigt war, berechnete die Behörde ihr Ar­beits­lo­sen­geld auf Basis eines fiktiven Einkommens.

Empfehlungen aus dem Ratgeber Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Eine passende Rechts­schutz­ver­si­che­rung findest Du am besten über ein Vergleichsportal. Von Mai bis Juli 2021 haben wir diese untersucht. Unsere Empfehlungen aus diesem Test sind:

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